Coachs, Speaker, Trainer, Berater und vergleichbare Einzelunternehmer: Diese Berufsgruppen bringen als Wissensträger ganz besonders gute Voraussetzungen für eine Marketing- und PR-Strategie mit hochwertigen Inhalten ein. Zudem spielt die Persönlichkeit des oder der Einzelnen eine besondere Rolle in der professionellen Kommunikation. Daher sind besondere Faktoren zu berücksichtigen. Wie gelingt der Erfolg in Marketing und PR, und warum sollte das Content-Marketing eine besonders große Rolle spielen?

Die besondere Situation: Sie sind das Unternehmen

Natürlich ist nicht jeder Berater oder Trainer oder Vortragsredner (oder jemand, der alle diese beruflichen Identitäten miteinander vereint) ein Einzelunternehmer. Die weitaus meisten, die zu mir in die Beratung kommen, haben einen oder mehrere Mitarbeiter. Doch ebenfalls bei den meisten ist es so, dass der Betreffende sozusagen die Marke ist. Das Gesicht der Firma in der Außendarstellung, das bedeutet auch: Die Kommunikation funktioniert nur mit diesem Gesicht in allen Medien, und immer dort, wo die Person auftritt, ist zugleich die Marke präsent.

Je bekannter Sie werden, desto häufiger werden Sie erkannt. Das kann eine mediale Bekanntheit, also sogar Berühmtheit oder zumindest überregionale Spezial-Bekanntheit sein. Es kann aber ebenso eine lokale oder regionale Bekanntheit sein. Das gilt prinzipiell für jede Person des öffentlichen Lebens gilt; für Politiker ebenso wie für Firmenchefs oder leitende Angestellte in öffentlichen Ämtern.

Was bedeutet das für Kommunikation, Marketing und PR?

Doch (Einzel-)Unternehmer*innen, auch als Solopreneure bezeichnet, sind immer dort, wo sie öffentlich auftreten, auf die eine oder andere Weise zugleich in Sachen eigenes Marketing unterwegs. Jede Veranstaltung, die sie besuchen, ist zugleich eine Werbeveranstaltung. Das bedeutet nicht, dass hier (Kunden-)Werbung im Vordergrund stehen sollte. Aber das eigene Auftreten, die Art, wie sie mit anderen interagieren, wirkt sich auf das Image aus und damit letztlich auch auf Erfolg und Umsätze.

Nun kann man berechtigterweise anmerken, dass auch das für jeden Einzelunternehmer gilt. Doch all jene, die von Berufs wegen auf Bühnen, Podien oder vor Gruppen stehen, sind in einer noch stärker persönlich geprägten Position. Sie verkaufen nicht allein ein Produkt. Sie verkaufen ihren Auftritt; den persönlichen Kontakt, den Vortrag, die Trainingsleitung.

Deswegen gelten allgemeine Regeln nur sehr bedingt. Es gibt keine standardisierte Kommunikation, auf die Sie zurückgreifen können. Sondern es geht im hohen Maße darum, die passende eigene persönliche Kommunikation zu entwickeln. Das Personal Branding spielt also nicht für Markenbotschafter/Corporate Influencer eine Rolle, sondern im besonderen Maße auch für die beschriebenen Persönlichkeiten aus den beschriebenen Berufsgruppen.

Die professionelle Identität bestimmt das Marketing bestimmt den Erfolg

Auch wenn Sie eine Methode oder eine Dienstleistung anbieten, so verkaufen Sie über Ihre persönliche Ausstrahlung und Ihre berufliche Identität. Diese Identität – alles, was Sie im professionellen Kontext ausstrahlen und von sich preisgeben – bestimmt Ihre Kommunikation. Alle Medien, alle Texte, alle Maßnahmen sollen sich für die Empfänger anfühlen wie der direkte Kontakt mit Ihnen. Alles soll auf dem gleichen hohen Level schwingen. Alles soll in gleichem Ausmaß und auf die gleiche Weise überzeugen wie Sie selbst im persönlichen Auftreten.

Zugleich sind besondere Gegebenheiten zu berücksichtigen. So erwarten beispielsweise Ihre Netzwerk-Kontakte, dass Sie in sozialen Netzwerken höchstpersönlich agieren; dass Sie Ihr Blog selbst schreiben; dass Sie Nachrichten eigenhändig beantworten. Das ist nur mit einer exzellenten Strategie zu erreichen, damit es auf Dauer leistbar ist.

Budgetieren Sie Ihren zeitlichen Aufwand so wie die Kosten für das Marketing.

Erfolgreiches Content-Marketing mit Dr. Kerstin Hoffmann: Einladung in die Facebook-Gruppe

Sie sind Berater, Trainer, Vortragsredner, Coach oder Experte in einem Spezialgebiet? Sie brauchen Kunden und Aufträge? Sie wollen  bekannt werden und Ihren Marktwert steigern? Dann kommen Sie doch in die Facebook-Gruppe, in der es um das Content-Marketing nach der Methode von Dr. Kerstin Hoffmann.

Die Methode ist besonders für Sie geeignet, wenn Sie sich gründlich in das Content-Marketing einarbeiten und eine erfolgreiche Strategie aufbauen wollen; oder wenn Sie Ihr bestehendes Content-Marketing noch einmal gründlich auf den Prüfstand stellen möchten.

In der Gruppe können Sie Fragen an Kerstin Hoffmann und an Gleichgesinnte stellen und sich mit anderen austauschen. Die Mitgliedschaft ist natürlich kostenlos.

Hier geht es direkt zur Gruppe.

Die Unternehmensziele sind Ihre Ziele

Die unternehmerischen Ziele, die immer die Grundlage für ein Kommunikationskonzept bilden, sind sehr eng mit Ihrem persönlichen Zielen und Ihrer Lebensplanung verwoben.Ein Firmenchef in der produzierenden Industrie kann beispielsweise eine Umsatzsteigerung planen und zugleich eine Auszeit für sich selbst, wenn es ihm gelingt, Aufgaben auf andere zu verteilen – so schwierig das im Einzelfall sein mag. Ein Coach kann natürlich auch Mitarbeiter ausbilden, die nach seiner Methode arbeiten. Aber im Regelfall ist sie oder er zunächst einmal selbst gefragt und bleibt, auch wenn er Einzelnes delegiert, immer an der vordersten Verkaufs- und Repräsentationsfront.

Der oder die Betreffende kann also zum Beispiel nicht zugleich einerseits mehr Auftritte planen und andererseits ein persönliches Sabbatjahr. Dazu müsste sich das Geschäftsmodell ändern.

Alles das ist in der Konzeption und in der Planung zu berücksichtigen. Denn letztlich ist die PR immer nur die Fahrkarte zum Ziel des Unternehmens. Und beim Einzelunternehmer, speziell in den genannten Branchen, muss dieser immer selbst (mit) im Zug sitzen.

Wenn sich der große Erfolg einstellt …

Gerade wenn sich der ganz große Erfolg einstellt, steigen auch hier die Anforderungen – und man muss ganz genau hinsehen, damit es nicht zu Überlastung und Selbstausbeutung führt. Es stellt andererseits, wenn Sie Teilaufgaben an Mitarbeitende delegieren, einen sehr sensiblen Balanceakt dar. Zugleich haben Sie mit Ihrem Netzwerk und den gewachsenen Beziehungen zu Kollegen, Auftraggebern und Meinungsbildnern eine hervorragende Basis, auf der Empfehlungen meist wie von selbst funktionieren – wenn man sie auf die richtige Weise fördert und anstößt.

Ein Balanceakt ist es auch in anderer Hinsicht. Denn jegliche Kommunikation, ob direkt und persönlich oder in Medien, funktioniert dann am besten, wenn sie authentisch ist. Der Satz, den ich dazu in Bezug auf öffentliches Auftreten gerne verwende, lautet: „Alles, was ich zeige, bin ich – aber ich zeige nicht alles, was ich bin.“

So schaffen Sie den Balanceakt:

Wenn Sie also als Trainer, Coach, Speaker, Berater (…) Ihre Kommunikation neu planen oder ausbauen wollen, ist die eigene Zielklärung immer der erste Schritt. Sie sollten genau definieren, wen Sie dazu erreichen wollen und welchen Nutzen Sie diesen Zielgruppen bieten. Diese Schritte sind immer gleich, egal, mit welcher Art von Unternehmen man ein Kommunikationskonzept erstellt. D

Aber in Ihrem Fall wird es jetzt noch persönlicher. Wenn Sie mögen, dann nehmen Sie doch bitte einmal die folgenden Fragen als Anregung für Ihre weitere PR-Planung:

  • Was macht meine professionelle Identitat aus – also die öffentliche Person, die ich darstelle?
  • Wie viel Privatheit, wie viel Persönliches kann und will ich nach außen tragen? Wo sind meine Grenzen und meine eigenen Schutz-Zonen? Wo bin ich besonders sensibel? Wo kann ich ganz locker sein?
  • Wie viel Zeit kann ich für Netzwerken, Social Networks, persönliche Kontakte aufwenden? Was ist gut zu schaffen, ohne dass ich mich ausbeute? Wie organisiere ich das so, dass es mir Freude macht, statt mich zu belasten?
  • Was fällt mir besonders leicht? Welche Kommunikationsformen gehen mir persönlich so gut von der Hand, dass ich sie jederzeit durchhalte?
  • Welche Aufgaben im Hintergrund kann ich an Mitarbeiter delegieren, damit ich an vorderster Front ganz präsent und entspannt bin?
  • Kann und möchte ich vielleicht Mitarbeiter mittel- bis langfristig aufbauen, damit das gemeinsame Bild größer wird? Welche Rahmenbedingungen brauche ich dazu?
  • Welche persönlichen Eigenschaften (immer orientiert an der öffentlichen Person!) sind es, mit denen ich meine Zielgruppen anziehe?
  • Wie bringe ich diese Eigenschaften in die Medien? Wie soll meine professionelle Identität sich auf der Website anfühlen, in Sozialen Netzwerken, in Presse-Veröffentlichungen?
  • Wie sprechen andere über mich? Wie kann ich dieses Feedback nutzen, um meine PR zu verbessern? Wie sollen nach meinem Wunsch andere zukünftig über mich sprechen?

Die Antworten auf diese Fragen helfen Ihnen dabei, Ihre ganz persönliche weitere Kommunikationsstrategie zu entwickeln. Erst wenn Sie sich darüber klar sind, können Sie mit Erfolg die nächsten Schritte gehen. In eine noch erfolgreichere, vielleicht auftragsreichere, aber hoffentlich möglichst entspannte berufliche Zukunft. Ich wünsche Ihnen dabei viel Erfolg!

Dr. Kerstin Hoffmann
2 Kommentare
  1. Petra Schuseil sagte:

    Liebe Frau Dr. Hoffmann, vielen Dank für diesen wertvollen Beitrag und Ihre Fragen. Ich nehme ihn mit in die Weihnachtsferien, um Antworten zu finden. Herzliche Grüße und eine schöne Weihnachtszeit wünscht Petra Schuseil

  2. Sandra Holze sagte:

    Großartig. Am besten gefällt mir der Satz “Alles, was ich zeige, bin ich – aber ich zeige nicht alles, was ich bin.” Denn ich höre so oft den Einwand meiner Kunden: Ich will meine Privatsphäre nicht aufgeben. Dann werde ich einfach auf Ihren Artikel verweisen.

    Schöne Grüße,
    Sandra Holze

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