Corporate Blog: Gut geplant, erfolgreich realisiert

11. Juli 2012

PR-Doktor-Serie zur Theorie und Praxis von Unternehmens-Blogs, Teil 1

Licht ins Dickicht im Netz bringen

Blogs waren gestern? Corporate Blogs sind gerade erst so richtig im Kommen! Sie heißen nur nicht immer so. Oft treten sie als Online-Magazine auf, als News oder als zentrale Veröffentlichungs-Plattform eines Unternehmens … Doch der Begriff Corporate Blog setzt sich auch in der professionellen Kommunikation immer mehr als etwas durch, das für viele Firmen unverzichtbar ist: nicht zuletzt deswegen, weil hochwertige Inhalte die beste Möglichkeit sind, in Suchmaschinen nach vorne zu kommen sowie Kunden und Fans an sich zu binden. Beides ist eng mit der Vernetzung im Social Web verknüpft.

Gerade deswegen ist meiner Wahrnehmung nach der Informationsbedarf auch bei professionellen Kommunikationsleuten hoch; erst recht aber im Mittelstand und bei kleineren Firmen, die keine eigene Kommunikationsabteilung haben – und auch keine spezialisierten Mitarbeiter für diesen Bereich. In vielen Unternehmen gibt es nach wie vor mehr Fragezeichen als detaillierte Planungen. Einfach mal ein Corporate Blog aufsetzen: Damit ist es nämlich nicht getan. Unternehmens-Publikationen müssen gut konzipiert und strategisch realisiert werden. Man braucht dazu fähige Mitarbeiter und zusätzliche Ressourcen. Abstimmungswege müssen geklärt sein.

Und da ich derzeit mehrere Kunden und noch mehr Netzwerkpartner habe, die neu mit Corporate Blogs starten, habe ich eine kleine Serie konzipiert, die heute beginnt. Oder vielmehr: die einen Einzelbeitrag nun zu einer Serie ausbaut. Denn vor ein paar Wochen hatte ich bereits gefragt: “Corporate Blogs: Wo ist Ihre Mitte?” Dort hatte ich bereits einige grundlegende Fragestellungen zum Thema Content im Web und eigener Plattform beantwortet.

Manche Themen liegen übrigens einfach in der Luft.* Der PR-Blogger hat beispielsweise gerade eine Reihe zum Thema Autoblogs gestartet. Im zweiten Teil kommt Uwe Knaus, Manager Corporate Blogging & Social Media Strategy in den Corporate Communications der Daimler AG zu Wort. Knaus hatte ich übrigens in den Anfängen des PR-Doktor auch schon mal zum Thema Corporate Blogging interviewt – gerade mal ein Dreivierteljahr nach Start des Daimler Blogs.

Antworten auf die brennendsten Fragen

Im erwähnten Beitrag hatte ich gezeigt, warum Corporate Blogs immer auf eigenen Webspace gehören – und wie sich das mit Satellitendiskussionen im Social Web verträgt. In weiteren Artikeln gehe ich auf die Haupt-Fragen ein, die mir in diesem Zusammenhang immer wieder begegnen. Das sind vor allem die folgenden:

  • Was bringt ein Corporate Blog (… und wie erkläre ich das der Geschäftsleitung?!)?
  • Wie sieht so ein Corporate Blog konkret aus?
  • Wie soll es heißen?
  • Was sind die Faktoren, die ein Corporate Blog erfolgreich machen?
  • Wie plant man ein Corporate Blog innerhalb der Kommunikationsstrategie?
  • Was kostet das und wie kalkuliert man das?
  • Wie oft muss man mindestens bloggen?
  • Wie ist das überhaupt zu schaffen?
  • Wie finde ich Leser und Multiplikatoren?
  • Was interessiert unsere Leser überhaupt?
  • Wie finde ich immer neue Themen?
  • Wie binde ich das in eine umfassende Social Media-Strategie ein?

Fallen Ihnen weitere Fragen ein? Dann schreiben Sie sie doch bitte unter diesen Beitrag in die Kommentare. Ich werde sie dann im Verlauf der Serie gerne aufgreifen. Weiter geht es am kommenden Mittwoch, 18. Juli, mit der ersten der oben genannten Fragen.

*Ergänzung: Manche Ideen liegen wirklich in der Luft. Vor ein paar Tagen habe ich erfahren, dass Neolog Consulting eine Blogparade zu dem Thema ausgeschrieben hat – und auch meinen Google+-Beitrag zitiert, der für mich der erste Aufhänger war.  Daher füge ich meine Artikelserie gerne auch zu dieser Aktion hinzu.

_____
Die Autorin: Dr. Kerstin Hoffmann berät Unternehmen in klassischer PR & Social Web.
Kontakt: Tel. 02151 970785; kontakt(at)kerstin-hoffmann.de; www.kerstin-hoffmann.de

 

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26 Antworten auf Corporate Blog: Gut geplant, erfolgreich realisiert

  1. Nicole Ludwig am 11. Juli 2012 um 12:22

    Als Abschluss wäre vielleicht noch eine Best Practice-Sammlung erfolgreicher Corporate Blogs zur Inspiration hilfreich, möglichst aus verschiedenen Branchen.

  2. Kerstin Hoffmann am 11. Juli 2012 um 12:25

    Danke für die Anregung. Beispiele wird es auf jeden Fall geben. Aber auch die im Artikel verlinkte Serie im PR-Blogger liefert bereits Best Practice aus einem bestimmten Bereich!

  3. Lars Hahn am 11. Juli 2012 um 13:39

    Spannende Frage: Wer sollte für die Organisation bloggen? Der Geschäftsführer oder Vorstand? Ein PR-Kopf? Ein jungdynamisches Gesicht?
    Mal unter Aspekten wie Glaubwürdigkeit, Authentizität betrachtet.

  4. Benjamin Küster am 11. Juli 2012 um 16:22

    Sicherlich auch interessant: Wie motiviere ich meine Mitarbeiter zu bloggen?

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  6. Frank Herberg am 13. Juli 2012 um 13:35

    Freue mich schon auf die Serie. Kommt gerade zu richtigen Zeit. :-)

  7. Tanja am 13. Juli 2012 um 14:14

    Mir würde noch einfallen: “Wie macht man einen Corporate Blog in der Unternehmenskommunkation nach außen bekannt?” und “Wie regt man die Leser zum Dialog an?” Besonders die letzte Frage brennt mir unter den Nägeln, den daran zerbricht man sich selber häufig den Kopf.

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  14. [...] Blog für den Erfolg und die Reputation Ihres Arbeitgebers wäre Sie verfolgen vielleicht schon seit dem Start vor drei Wochen diese Serie, und die vielen Beispiele aus dem vorigen Beitrag und in dessen [...]

  15. [...] Hoffmann hat sich direkt mit zwei Beiträgen an der Blogparade beteiligt. Im ersten beschreibt sie, was vor dem Start eines Corporate Blogs alles berücksichtigt werden muss, während [...]

  16. [...] Blogs sind derzeit in aller Munde. So hat zum Beispiel Kerstin Hoffmann eine Beitragsreihe über Unternehmensblogs gestartet, und bei Daniela Warndorf gibt es ein Sommerspecial zu diesem [...]

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