Einfach gute Geschichten erzählen

Was „Storytelling“ für mich wirklich bedeutet und wie ich es einsetze

 

Hier geht es zum kompletten Interview

(Titelbild des Interviews)

Manchmal gibt es erstaunliche Zufälle, manche Themen liegen aber auch einfach in der Luft. Fakt ist: Genau an dem Tag, an dem ich meinen lange geplanten und bereits halb geschriebenen Beitrag über Storytelling für dieses Blog endlich fertigstellen wollte, bekam ich eine Interview-Anfrage von Caroline Kliemt genau zu diesem Thema. Sie veranstaltet eine Blogparade zum Thema Storytelling und interviewt vorab mehrere Fachleute dazu. „Tolles Thema“, dachte ich. Deswegen habe ich gleich zugesagt. Naja, und jetzt steht halt in dem Interview alles, was ich aktuell dazu zu sagen habe – und sogar noch einiges mehr, als ich für meinen Beitrag geplant hatte. Ein Auszug:

Wie definierst Du im Jahr 2013 den Begriff Storytelling?

… so wie in allen Jahren davor, seit ich mich zum ersten Mal im Studium und im Beruf mit Texten und Textwirkungen befasst habe. Ich habe irgendwann mal eine kleine Geschichte zu meiner Erfahrung mit dem Storytelling geschrieben, die so begann:

“‘Ein guter Zeitungsartikel erzählt immer eine Geschichte‘, betonte mit Nachdruck mein Feuilletonchef, der mir vor rund zwanzig Jahren noch während meines Studiums das journalistische Schreiben beibrachte. ‚Gute Literatur erzählt immer eine Geschichte‘, rief vom Podium des Vorlesungssaals mein Doktorvater, der mir das wissenschaftliche Schreiben ebenso wie das Prinzip des literarischen Erzählens beigebracht hatte. … “

Das Gleiche gilt natürlich für jede andere Form auch. Für Werbung und PR. Für jede Art von Kommunikation. Also auch für Botschaften im Social Web. Mit wenigen Worten, mit einer Überschrift, mit einer Bildunterschrift eine ganze Bildwelt zu beschwören: Das geht nur, wenn man die richtigen Schlüsselbegriffe findet, anhand derer der Leser (oder, bei mündlichen oder filmischen Formen, der Zuhörer oder Zuschauer) das restliche Universum sozusagen dazudenkt. Und dazufühlt! Eine gute Geschichte kann man in drei Sätzen, auf drei Seiten oder in drei Bänden erzeugen. Man kann sie in Bildern erzählen oder mit einem Video. Die kurze Form ist schwierig. Aber ebenso schwierig ist es natürlich, auf längeren Strecken einen Spannungsbogen aufzubauen und zu halten.

Was mir gar nicht gefällt, ist diese Disziplin des Storytelling, die in weitschweifigen allegorischen oder metaphergeladenen Geschichten etwas ganz anderes verdeutlichen will. Wenn etwa die fünf Unternehmensberater zu fünf wundertätigen Zauberern werden, dann finde ich das eher nervig und denke: ‚Wer hat denn Zeit, das alles zu lesen? Das hätte man auch mit weniger Wörtern und konkreter auf den Punkt bringen können!‘

Storytelling ist für mich also eher eine Einstellung, eine Frage des „Wie“ als des „Was“.

[…]

Hier geht es zum kompletten Interview im Blog von Caroline Kliemt. »


Dr. Kerstin HoffmannDie Autorin: Dr. Kerstin Hoffmann berät und unterstützt Unternehmen sowie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in digitalen Strategien, Public Relations und Corporate Blogging. Sie gibt Workshops, hält Vorträge und schreibt Bücher. Ihr Blog “PR-Doktor” ist laut Ebuzzing eines der führenden deutschen Blogs über digitale Kommunikation. Sie wollen mehr darüber erfahren, was Kerstin Hoffmann mit ihrem Team für Ihr Unternehmen tun kann? Hier geht es zum Beratungsangebot. »

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