Randgruppennetzwerkenberatungsverweigerung!

Don’t patronize me! – Eine ziemlich verärgerte Erwiderung

Ich sollte vielleicht warten, bis ich mich abgeregt habe, ehe ich hier einen Beitrag schreibe. Aber gerade die Themen Netzwerken und Social Media liegen mir so am Herzen, dass ich dazu jetzt einfach etwas schreiben muss. Aus meiner Sicht. Die eine fachliche ist. Keine weibliche. Es dürfen also auch Männer mitlesen. Weil es um ein grundlegendes Thema geht, für das der Beitrag, auf den ich hier antworte, nahezu idealtypisch ist. „Patronize“ heißt das Verb dafür auf Englisch. Ich kenne kein vergleichbar treffendes deutsches Wort.

Selten ärgere ich mich so richtig über andere Blogbeiträge. Aber heute ist es passiert. Ein mir bisher namentlich nicht bekannter Peer Bieber, nach eigenen Angaben „Experte für innovative Recruiting-Möglichkeiten“ hat im ansonsten von mir ausgesprochen geschätzten und gern gelesenen „Deutsche Startups“ einen Artikel zur Randgruppenberatung veröffentlicht: „Tipps, wie sich Frauen in sozialen Netzwerken noch besser präsentieren„. Jedenfalls liest der Beitrag sich als Randgruppenberatung. Er richtet sich nämlich an Frauen. Herr Bieber erklärt uns offenbar Benachteiligten, wie wir endlich lernen können, richtig zu netzwerken. – Also online, hauptsächlich. Aber nicht nur. Wie nett von ihm! Der Gute!

Wir Frauen so als kollektive Randgruppe

Was ich bisher nicht wusste: Zum Beispiel sind wir (also: wir Frauen, so als kollektive Randgruppe beschrieben) manchmal so dumm, in unsere professionellen Profile zu schreiben, dass wir Yoga machen. Mache ich übrigens auch. Und klassisches Ballett. Mein Yogalehrer ist ein Mann. Meine Ballettlehrerin ist eine Frau. Und beide privaten Interessen haben schon zu sehr interessanten Gesprächen mit anderen Menschen geführt. Auch auf Netzwerktreffen, um nur ein Beispiel zu nennen. Genauso wie meine weitere große sportliche Leidenschaft, das Laufen, über das ich gerade vorhin mehr als eine halbe Stunde lang mit einem Kunden gesprochen habe.

Private Interessen sind nämlich ein guter Anknüpfungspunkt, um Beziehungen aufzubauen und zu pflegen. Aber ich habe noch nie erlebt, dass ich deswegen benachteiligt worden wäre. Oder irgendwer anders. Ich lade aber den Herrn Bieber gerne mal zu meinem Yogatraining ein, in dem meist mehr Männer als Frauen sind. Danach können wir uns gerne über „Politik und Reisen“ unterhalten.

Der so ziemlich schlechteste Tipp zu Social Media

Der so ziemlich schlechteste Tipp, den ich je zu Social Media gelesen habe, lautet nämlich:

„Daher gilt auch bei der Wahl der Interessen ein gewisser Grad an Professionalität. An Rad fahren und Lesen ist nichts auszusetzen. Aber eine Kombination aus Yoga und Reiten wird schnell belächelt. Politik und Reisen machen an dieser Stelle einen seriöseren Eindruck.“

Wie unauthentisch ist das denn? „Wahl der Interessen“. Authentizität ist das Gebot in sozialen Netzwerken, nicht die taktische Lüge oder Halbwahrheit. Oder das Aufblasen von irgendwelchen Pseudo-Identitäten, nur um Effekte zu erzielen. Ich hoffe dass niemand, ob Mann oder Frau, diesen Rat befolgt. Das ist ungefähr so blöd, wie sich im Vorstellungsgespräch zu verstellen, um einen Job zu bekommen, in den man gar nicht passt. Und zieht garantiert nicht die Menschen an, die zu einem passen. Das aber ist genau das Wichtigste in Social Media wie im realen Leben: sich ein Netzwerk aufbauen, indem man sich als echter Mensch und in seiner tatsächlichen Professionalität mit Gleichgesinnten wiederfinden.

Verstellung funktioniert nicht

Echt zu sein in dem, was man über sich sagt, hat übrigens auch etwas mit der Wertschätzung für sich selbst zu tun. Wer lügen muss, weil er die eigenen Interessen für nicht vorzeigbar oder wertlos hält, der wird beruflich nicht erfolgreich sein. Egal wie professionell er oder sie das eigene XING-Profil ausgefüllt hat.

Das heißt ja nicht, dass man alles hineinschreiben muss oder auch nur sollte. Beispielsweise ist es für die meisten Leute in den meisten Berufen weder empfehlenswert noch professionell relevant, Details zu ihren sexuellen Vorlieben preiszugeben. Was wiederum für Männer wie für Frauen gilt.

Ja, es gibt noch Nachholbedarf!

Ja, es stimmt allerdings: Ich ärgere mich öfter darüber, dass viel mehr Männer auf Podien stehen als Frauen. Ich thematisiere das. Ich tue etwas dafür, um das zu ändern. Aber ich glaube nicht, dass es daran liegt, dass Frauen nicht netzwerken könnten oder es schlechter täten. Oder in ihrem XING-Profil die falschen Sachen eingetragen hätten. Sondern dass es einfach eine Weile dauert, bis Strukturen, die über Jahrhunderte gewachsen sind, sich ändern. Aber die Tipps des Herrn Bieber sind, so allgemein sie insgesamt gehalten sind, für Männer wie Frauen gleichermaßen zutreffend. Es gibt nämlich solche, die das gut beherrschen. Und andere, die sich in sozialen Netzwerken nicht von ihrer besten Seite zeigen. Da ist noch viel Entwicklungspotenzial.

Übrigens handelt der Beitrag auch gar nicht von „sozialen Netzwerken“, sondern richtet sich offenkundig vor allem an XING aus – jedenfalls schließe ich das aus den beschriebenen Funktionen und Optionen. Punkt 3: „Sie befinden sich in einem Business-Netzwerk“. Nee, is‘ klar. In einem. Gibt ja nur eins. Ich glaube, da ist noch etwas Nachholbedarf … Ich helfe gerne aus. Nicht als Alpha-Weibchen, das dem anderen, benachteiligten Geschlecht großzügig Tipps gibt. Sondern im Rahmen des Netzwerkens. Es ist einer der Gründe, warum ich dieses Blog schreibe. Zum Beispiel.

Ach, übrigens: Vorträge im Kleid

Ach, übrigens: Ich halte derzeit mehrfach im Monat Vorträge vor Firmenchefs und Managern zum Thema Netzwerken im realen Leben wie im Social Web. Da sind tendenziell mehr Männer im Publikum als Frauen. Aber je jünger die Zuschauer, desto mehr gleicht sich das Verhältnis aus. Was mich freut und mit Hoffnung erfüllt, dass sich für die Generation unserer Töchter schon einiges geändert hat. So wie wir in unserem Handeln freier sind als unsere Mütter.

Übrigens trage ich bei diesen Vorträgen oft ein Kleid. (Dazu steht in dem Beitrag nichts. Zum Glück!) Weil es praktisch und bequem ist und mir steht. Man sieht also sofort, dass ich eine Frau bin. Woah! Trotzdem werde ich nicht benachteiligt. Nein, Frauen wie Männer buchen bei mir Beratung und Vorträge. Ich bekomme dafür – und das sage ich nicht, um irgendwie anzugeben – höhere Honorare als manche/r andere. Männer wie Frauen. Und niedrigere als andere. Ebenfalls Männer wie Frauen.

Ja, ich netzwerke gerne – und Sie?

„Frauen verbündet euch!“ ruft der Netzwerker Peer zum Abschluss seines Artikels aus. Was erstens zeigt, dass er wohl bisher wenig Einblick in Frauennetzwerke und deren gegenseitige Unterstützung gewonnen hat. Und zum anderen mehr über seine Neigung zur genderspezifischen Abgrenzung sagt als über irgendetwas anderes. Weswegen er jetzt für mich nicht so der geborene Netzwerker zu sein scheint, denn Netzwerken funktioniert deutlich besser über Integration als über Ausgrenzung.

Ja, ich netzwerke gerne mit Frauen und arbeite auch gerne mit Frauen. Mit Männern aber genauso. Vor allem mit solchen Kunden und Netzwerkpartnern, die zu mir passen. Und ich habe in langen Jahren gelernt, dass die individuellen Unterschiede die genderspezifischen bei weitem ausstechen. Deswegen verweigere ich die Randgruppenberatung zum Thema Netzwerken. Und rufe allen Frauen zu: Lasst euch von sowas nicht in eine Ecke drängen. Geht euren Weg. Baut euch ein Netzwerk auf. Mit Yoga, meinetwegen Zumba. Oder Politik. Meinetwegen sogar in einer Zigarrenlounge.

Was meinen Sie dazu? Ich freue mich auf eine Diskussion in den Kommentaren!


Dr. Kerstin HoffmannDie Autorin: Dr. Kerstin Hoffmann berät und unterstützt Unternehmen sowie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in digitalen Strategien, Public Relations und Corporate Blogging. Sie gibt Workshops, hält Vorträge und schreibt Bücher. Ihr Blog “PR-Doktor” ist laut Ebuzzing eines der führenden deutschen Blogs über digitale Kommunikation. Sie wollen mehr darüber erfahren, was Kerstin Hoffmann mit ihrem Team für Ihr Unternehmen tun kann? Hier geht es zum Beratungsangebot. »

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  25 comments for “Randgruppennetzwerkenberatungsverweigerung!

  1. 31. Mai 2013 at 18:46

    .

    Es ist etwas unterirdisch, was der gute Mann in diesem Stück Text von sich gibt. Es wäre auch nicht besser geworden hätte er sich Peerine genannt …

  2. Jule
    31. Mai 2013 at 19:05

    Herrliches Blog!
    Selten so oft genickt beim Lesen!

    Zeiten ändern sich und Gottseidank auch die Männer! Bis auf so ein paar Oberschlaue, wie von Dir beschrieben. Peer Bieber? Merke ich mir…;-)

  3. 31. Mai 2013 at 19:13

    Liebe Frau Hoffmann. DANKE! Ich habe diesen Artikel auf Gründerszene heute auch schon, wenn auch sehr knapp, kommentiert. Was mich zusätzlich ärgert ist dieses antiquierte fabulieren UND warum eine Frau! als Fragende auf Gründerszene dies überhaupt freigibt. Sie hätte nahezu bei jedem „Tipp“ sofort „nein“ sagen müssen

  4. animei
    31. Mai 2013 at 19:55

    Danke für den Ärger! Über Patronizing und erst recht Randgruppenberatung für Frauen MUSS man sich aufregen.
    Ich bezweifle, ob seine Kundinnen wirklich zu mehr Selbstvertrauen gelangen, wenn er sie so am Händchen nimmt.
    Frauen verbünden sich längst, da wo sie es für nötig erachten. Dazu braucht es nicht Papas Aufforderung.
    Ach, er wird sich ungerecht und falsch verstanden fühlen und das alles nicht verstehen …
    Hab mir gerade sein XING-Portrait angeschaut. Der ist ja noch gar nicht 60!

  5. 31. Mai 2013 at 20:21

    Gönnerhafte Beratungs-Übergriffigkeit, nein Patronizing können auch manche Frauen ganz gut, aber wirklich unerträglich wird es immer, wenn ein Mann den Frauen erklärt, wo es für sie seiner Meinung nach langgeht 🙂

  6. Peter Schneider-Hoja
    31. Mai 2013 at 20:27

    Klasse Stellungnahme, mir geht das ganze gelogene und stromlinienförmige Profil wirklich auf den Nerv. Es wäre für alle leichter wenn wir nicht uns und allen anderen etwas wirklich Falsches vormachen. Kleine Notlügen wirklich ausgenommen.

  7. 31. Mai 2013 at 21:07

    Ach, Frauen sollen netzwerken? Professionell? Politisch denken und reisen? Aber bloß kein Yoga machen? Menno, wie sollen wir das hinkriegen zwischen den 3K und dem vielgeliebten Gatten? *ironiemodusoff*

    Lieber Peer Bieber: Eigentlich sollte in unserer Wissensgesellschaft der gesamte Genderschnickschnack längst überholt sein. Doch wegen Männern wie Ihnen ist Feminismus wichtig – nach wie vor und jeden Tag!

  8. 31. Mai 2013 at 21:37

    Kerstin! Ich bin ja so froh, dass Du so gendermäßig eher integrativ drauf bist!
    Im Ernst: Der Artikel von Herrn Bieber entbehrt einer gewissen Vereinfachung nicht. Wie Netzwerken geht, schreibt er gar nicht. Er befasst sich in der Tat nur mit dem Ausfüllen eines (!) Business Profils. Ich dachte immer die sozialen Netzwerke könnten mehr und dienten zum Netzwerken.

    Ach, übrigens hat Herr Bieber auf seinem XING-Profil als Interessen u.a. Marketing, Management und Generation Y angegeben. Ich finde, das ist so unpersönlich glatt wie nur was. Wenn er mag, erhält er von mir gerne eine Profilberatung.

  9. 31. Mai 2013 at 21:43

    Mr. Bieber verbreitet in dem Beitrag lauter Binsenweisheiten (ich glaube ja nicht, dass jemand, der noch alle Latten am Zaun hat und WIRKLICH einen Job sucht, in einem Netzwerk wie Linkedin ein Urlaubsfoto als Profilbild einstellt, wo jeder weiß, dass das eine knallharte Jobbörse ist und sich auch Headhunter dort herumtreiben) und Dinge, die wirklich geschlechtsübergreifend allgemeingültig sind, wie du ja auch schon sagtest, Kerstin.
    Vermutlich hat er ein Thema bekommen und ist dann dran vorbeigeschrammt, weil er ein Bild im Kopf und es nicht mit der Wirklichkeit abgeglichen hat. Ich kenne keine besseren Netzwerker als Frauen. Und dass angeblich Männer 3x häufiger Jobs in den Social Networks angeboten bekommen, liegt wohl eher an der Voreingenommenheit der (einstellenden) Männer als an den Profilen der Frauen. Aber man kann das ja mal behaupten.
    Nix für ungut, ich glaube nicht, dass der Kerl so richtig nachgedacht hat, bevor er den Beitrag abgeschickt hat. Vermutlich war die Deadline schon verstrichen und deshalb ist es auch ungeprüft genommen worden.
    Im übrigen ist es für mich selbstverständlich, dass dieses Frauen / Männer-Schickimicki völlig überholt ist. Wir kennen doch alle unsere Gemeinsamkeiten, Unterschiede und individuellen Grenzen. Das sollte alles seit Jahrzehnten selbstverständlich sein.

  10. 1. Juni 2013 at 02:24

    Kleine ketzerische Frage:
    Wenn der Herr geschrieben hätte wie sich Männer besser präsentieren und dass Fußball spielen und Bier trinken sich bei den Hobbies nicht so gut machen, wäre das dann auch Randgruppenberatung?

  11. 1. Juni 2013 at 08:23

    Sehr schoen geschrieben, liebe Kerstin!

    Über diesen Artikel gibt es weitere Stellungnahmen relativ empoerter Frauen – Ich hatte mich auch schon darueber in meinem Blog ausgelassen http://www.conceptby.de/frauen-socialmedia-schubladendenken/

    Allerdings halte ich es fuer moeglich, dass dieser Artikel nicht „dafuer gedacht war“, auf so hohem Niveau wahrgenommen und diskutiert zu werden 🙂 Er liest sich so seicht, dass ich zwar nicht soweit gehen moechte und dem Herrn seine Jugend vorzuwerfen (schon so gelesen), dennoch anzweifle, er koenne hiermit eine tatsaechliche professionelle Beratung gemeint haben. Andererseits stolpere ich immer wieder über unfassbare Dummheit und Dreistigkeit….

    Abgesehen davon ist das Bild mit einem anderen Namen versehen, so dass man schon von sagen wir Schlampigkeit sprechen kann – Was hier auch die Dame ins Spiel bringt die als Vertreterin des Onlinemagazins den Artikel angefordert/erstellt/bearbeitet haben muss.

  12. Doris E. Kimmeyer
    1. Juni 2013 at 08:34

    Ihr Blog hat mir gut gefallen – und ich lese für mich die Botschaft ‚zu seinen Ecken und Kanten stehen‘! Wie wahr und langfristig erfolgreicher!
    Ich habe jedoch auch die Erfahrungen gemacht, dass so manche Personalleiter die Flut an Bewerbungen mit eigentümlichen Auswahlkriterien beurteilen – und vielleicht wollte Herr Biber dies aufzeigen?!
    Da erlebte ich z.B. dass ein Bewerber eine Absage bekam, weil er Chorsingen als Hobby angab! Natürlich ein großer Schwachsinn, aber da so viele Bewerber zumindest augenscheinlich ähnliche Qualifikationen aufwiesen, meinte er (unreflektiert wie er war), er wüsste keine andere Auswahl.
    Nur am Rande: zwei Jahre später trennte sich die Firma von diesen Personalleiter… aber es sind noch genug ‚eigentümlicher Personalleiter‘ unterwegs!

  13. 1. Juni 2013 at 08:36

    Danke für die vielen Kommentare. Und: Ja, der zitierte Artikel mag nicht so wichtig sein. Aber er hat bei mir einfach das Fass zum Überlaufen gebracht, was die Randgruppenberatung angeht, die sich an Frauen als eine benachteiligte und bezüglich ihrer professionellen Skills rückständige Spezies richtet.

  14. Patrick
    1. Juni 2013 at 13:41

    DANKE 😀 ich hab herrlich gelacht. Wie kann man sich über sowas aufregen? Sowas lächerliches? Hihi… Voll toll gerade… :p

  15. 1. Juni 2013 at 15:25

    Liebe Kerstin,

    ich konnte nicht umhin, den Artikel des Herren direkt zu kommentieren – hier nachzulesen:
    http://www.deutsche-startups.de/2013/05/28/tipps-wie-sich-frauen-in-sozialen-netzwerken-noch-besser-prasentieren/comment-page-1/#comment-91978

    Vielen Dank für Deinen herrlichen Artikel dazu – wie wahr und wie sehr zum Schmunzeln!

    Schönes Wochenende Dir,
    herzlichst Bettina Stackelberg

  16. 1. Juni 2013 at 15:29

    Erst einmal besten Dank für den tollen Beitrag (bitte nie wieder abregen, sondern gleich raus mit dem Ärger, das gibt gute Artikel und verhindert Magengeschwüre). Danke auch für die Steilvorlage für unser neues eBook zum Thema Social Recruitment & Reputation, das genau so etwas themaisiert. Das schlimme an solchen „Beratern“: Sie beraten den Arbeitgeber UND den Arbeitnehmer. Man stelle sich das mal vor, wenn dies ein Anwalt machen würde…

  17. 1. Juni 2013 at 16:30

    Un der größte Wahnwitz: In einem Satz sagen, was man nicht schreiben soll, um dann im nächsten Satz den Tipp zu geben, das man ehrlich bleiben soll….

  18. 2. Juni 2013 at 22:16

    Bin der Meinung, dass Herrn Bieber zuviel Aufmerksamkeit geschenkt wird!

  19. Hein Bloed
    3. Juni 2013 at 06:39

    „Ich bekomme dafür – und das sage ich nicht, um irgendwie anzugeben – höhere Honorare als manchen anderen.“

    Muss es nicht heissen: Ich bekomme dafür … höhere Honorare als mancher anderer. ?

  20. 3. Juni 2013 at 07:13

    René, es geht ja eben nicht um den einzelnen Artikel, somdern er dient nur als konkretes Exempel, das für ein Phänomen steht. Wäre er ein singuläres Ereignis, müsste man ihm keine weitere Aufmerksamkeit schenken.

  21. 3. Juni 2013 at 07:14

    @Hein, ja, das ist ein Tippfehler. Danke für den Hinweis, wird sofort korrigiert. Es muss allerdings heißen „als manche/r andere“.

  22. 3. Juni 2013 at 11:48

    Hallo Frau Hoffmann,
    danke für den tollen Beitrag! In der Tat geht der Artikel nicht in die Tiefe und wirkt auf mich, wie ein veraltetes “ So bewerbe ich mich richtig.“ Programm. Soziale Netzwerke ohne die persönliche Note? – Bitte? Ist es nicht das, was es ausmacht? Sicher sind nicht alle Interessen für ein öffentliches Profil geeignet. Die Art und Weise wie Herr Bieber dies hier zum Ausdruck bringt ist schlicht weg irreführend.

    Dazu kommt: Frauen sind keine Netzwerker(innen)? – Hm… dann kenne ich eine neue Spezies der Sorte Frau 🙂

    Was wollte uns der Autor sagen?

    Mich hat die „Randgruppenberatung“ schlichtweg kalt gelassen. Dafür habe ich ein Lächeln übrig.

    Vielleicht wollte Herr Bieber, im Kern seines Artikels, zu mehr Selbstvertrauen und Überzeugung beim Netzwerken und der Selbstdarstellung aufrufen ?!
    Nicht wenige sind zurückhaltend mit ihrer Selbstdarstellung und bringen ihre Stärken nicht selbstbewusst zum Ausdruck.
    Aber dies, im Jahr 2013, klischeehaft einem Geschlecht anzuheften…??? Ich dachte, es ist eine Frage der Persönlichkeit.

    Es lässt sich auch vermuten, dass Herr Bieber seinen Artikel an die Zielgruppe ‚Frau‘ richten wollte und dabei die Zielgruppenanalyse vernachlässigt hat.

    Ich bin ihm dankbar für den Artikel. Was habe ich gelernt? Nichts über das Netzwerken, aber darüber, dass ein Artikel u.a.:
    1. Nutzen für den Leser bringen sollte.
    2. die Zielgruppe sich wieder finden kann.
    3. der Autor gut recherchieren muss.

  23. 17. Juni 2013 at 11:47

    Interessant finde ich, dass der gute Herr sich bisweilen selbst widerspricht. An einer Stelle rät er dazu, „mädchenhafte“ Hobbys zu verleugnen und stattdessen Politik als Hobby anzugeben, zwei Tipps später rät er zu Ehrlichkeit, die wir bereits mit der Yoga-Lüge auf sein Anraten hin über Board geworfen hätten. Auch im Fazit wird bemängelt, dass Frauen vorsichtig mit der Wahl ihrer Kontakte sind und mehr aus sich herausgehen sollen – im selben Fazit, in dem er rät, das Frau bei der Auswahl ihrer Kontakte vorsichtig sein sollte…

    Ich finde es immer schwierig wenn gut gemeinte Ratschläge aus einer Ecke kommen, in welcher man keinen wirklichen Einblick in die Materie hat (in diesem Fall als Mann in die Kontakte von Frauen untereinander).
    Wäre der Artikel geschlechtsneutral gehalten worden, hätte er sich als kleiner Anstupser für Internet-Neulinge geeignet – so kommt er eher als Darstellung des verdummten Frauchens daher, das sich heimlich an Papas Computer geschlichen hat und nun die Businessnetzwerke (oder eher das Businessnetzwerk Xing) mit unansehnlichen Profilen überschwemmt.

    Empfehlenswert sind allerdings die Kommentare unter dem Artikel. 😉

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