<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Community-Archiv - PR-Doktor</title>
	<atom:link href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/tag/community/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/tag/community/</link>
	<description>Magazin für Kommunikation und Marketing</description>
	<lastBuildDate>Fri, 03 Feb 2023 13:23:52 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1.2</generator>
	<item>
		<title>Selfies: Mit fünf Fragen raus aus der Selbstinszenierungsfalle</title>
		<link>https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/selfie-selbstinszenierung-fuenf-fragen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Kerstin Hoffmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Sep 2022 04:56:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Personal Branding]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Community]]></category>
		<category><![CDATA[Selfie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/?p=29073</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eitle Selbstdarstellung oder Aufforderung zum Dialog: (Wann) brauchen wir das eigene Bild in Social Media? „Selfie-Wahn&#8220;, „Instagramisierung von LinkedIn&#8220;, „eitles Posieren&#8220;: Viele Menschen sind gegen Selfies – also fotografische Selbstbildnisse in sozialen Netzwerken – regelrecht allergisch. Erst recht, wenn diese in Business-Netzwerken überhand nehmen. Andererseits steigt die Zahl der Porträtfotos in Social Media immer weiter. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/selfie-selbstinszenierung-fuenf-fragen/">Selfies: Mit fünf Fragen raus aus der Selbstinszenierungsfalle</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor">PR-Doktor</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-29456" src="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2022/09/selbstinszenierung_selfie.jpg" alt="" width="825" height="464" srcset="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2022/09/selbstinszenierung_selfie.jpg 825w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2022/09/selbstinszenierung_selfie-300x169.jpg 300w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2022/09/selbstinszenierung_selfie-768x432.jpg 768w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2022/09/selbstinszenierung_selfie-705x397.jpg 705w" sizes="(max-width: 825px) 100vw, 825px" /></p>
<h2>Eitle Selbstdarstellung oder Aufforderung zum Dialog: (Wann) brauchen wir das eigene Bild in Social Media?</h2>
<p><strong>„Selfie-Wahn&#8220;, „Instagramisierung von LinkedIn&#8220;, „eitles Posieren&#8220;: Viele Menschen sind gegen Selfies – also fotografische Selbstbildnisse in sozialen Netzwerken – regelrecht allergisch. Erst recht, wenn diese in Business-Netzwerken überhand nehmen. Andererseits steigt die Zahl der Porträtfotos in Social Media immer weiter. Persönlicher Austausch ohne Gesicht ist schwierig bis unmöglich. Doch wo geht das Sich-Zeigen in reine Selbstdarstellung über? Wie viel Gesicht-Zeigen ist nötig und gesund? </strong><br />
<br />
Ich gebe es offen zu: Lange Zeit haben mich übertrieben viele Selfies einzelner Personen, erst recht die oft sehr plakativ inszenierten fotografischen Selbstdarstellungen , eher genervt. Diese Selbstbespiegelung kam mir anfangs fremd und oft eitel vor. Deswegen habe ich mich meistens auf die obligatorischen Profilbilder und allenfalls das eine oder andere Gruppenfoto mit meiner Person beschränkt.</p>
<p>Doch selbst solche Menschen, die lange Zeit zögerlich mit dem eigenen Porträt in Social Media waren, versuchen sich mehr und mehr mit  dem eigenen Foto im Algorithmus zu behaupten. Manche befürchten gar, dass sie ohne aussagekräftiges Foto gar nicht mehr wahrgenommen werden und setzen sich über eigenes Unbehagen hinweg. Andere dagegen scheinen überhaupt keine Hemmungen zu haben und posieren auch im Businesskontext freigebig, fantasievoll und oft sogar freizügig. Klar: Wer mit anderen ins Gespräch kommen und Beziehungen aufbauen will, muss sich zeigen. Persönlicher Austausch ohne Gesicht ist schwierig bis unmöglich.</p>
<p>Ich kann Menschen verstehen, denen es wirklich auf die Nerven geht, wenn bei Instagram eine perfekt inszenierte Pose auf die nächste folgt und wenn bei LinkedIn massenweise Menschen nachdenklich an der Kamera vorbeischauen, um sich im Text auf die eine oder andere Weise selbst zu beweihräuchern.</p>
<p>Doch mittlerweile habe ich geübt, mehr und mehr zu differenzien. So kann ich auch andere dabei unterstützen, solche Bilder mit ihren  Aussagen differenzierter bei anderen zu betrachten und gezielt für sich selbst einzusetzen.</p>
<div class="wp_b_box">
<h3><span style="color: #ff6600;">Zum Begriff „Selfie&#8220;</span></h3>
<p>Das Selfie bezeichnet im engeren Sinne ein selbst aufgenommenes Foto des Abgebildeten, meist mit dem Smartphone: das Selbstbildnis, wie es in der Kunst schon seit Jahrhunderten ein eigenes Genre bildet, gegenüber dem Porträt, das jemand anderes gemalt hat. Ich erlaube mir hier eine etwas freiere Verwendung des Begriffs und beziehe in meine Überlegungen alle Fotos ein, die eine Person von sich selbst veröffentlicht, insbesondere in sozialen Netzwerken, auch dann, wenn jemand anderes das Foto gemacht hat. Ich weite also den Begriff des Selbst-Fotografierens auf das Selbst-Posten aus. Entscheidend sind ja die eigenen Ziele ebenso wie Bildwahl und Einsatzzweck – und nicht primär, wer auf den Auslöser gedrückt hat.</p>
</div>
<h3>Ohne Gesichter fehlt was</h3>
<p>Bild-Text-Kombinationen wecken mehr Aufmerksamkeit als reine Textpostings. Das gilt auch für Business-Netzwerke wie etwa LinkedIn. Daher gleicht die eigene Timeline oft mehr und mehr einem Instagram-Stream, einem digitalen Fotoalbum.</p>
<p>Inhaltliche und fachliche Aussagen scheinen oftmals zu kurz zu kommen, selbst wenn sie plakativ in Bilder eingebaut sind. Aber ist das wirklich so?</p>
<p>Wenn ich mich selbst beim Scrollen durch meine Timeline beobachte, dann stelle ich fest, dass ich an Gesichtern eher hängenbleibe als an Stock- oder Schmuckfotos. Umgekehrt erzielen Postings, in denen ich mich selbst im Bild zeige, generell mehr Reaktionen als solche mit anderen Bilder und erst recht als reine Textpostings. Warum ist das so?</p>
<h3>Gesichter erkennen – Gesicht zeigen</h3>
<p>Auch im direkten Kontakt reagieren wir unmittelbar auf ein Gegenüber mit Gesicht. Wir erkennen sogar vermeintliche Gesichter in Dingen. Als empathische, soziale Wesen sind wir darauf programmiert, menschliche Gesichter aufmerksamer zu betrachten als andere Muster. Schon Neugeborene können Gesichter erkennen.</p>
<p>Wenn wir in Interaktion gehen, wollen wir unser Gegenüber sehen. Nicht zuletzt deswegen setzen ja Unternehmen auf Corporate Influencer, auf wiedererkennbare Persönlichkeiten, die für eine Marke stehen. Auch im direkten Gespräch, in einem Vortrag, in einem Meeting bin ich ja als Person, als Gegenüber anwesend. Das Foto ist kein Ersatz für ein lebendiges sprechendes Gegenüber, aber es verknüpft die sachliche Aussage oder den Diskussionbeitrag mit einer wiedererkennbaren Persönlichkeit.</p>
<p>Nicht zuletzt steht die Redewendung „Gesicht zeigen&#8220; dafür, dass jemand öffentlich für eine Meinung oder eine  Haltung einsteht.</p>
<p>Wenn ich mich nie traue, mein Gesicht zu zeigen, dann vergebe ich womöglich Chancen, wichtigen Inhalten die nötige Sichtbarkeit zu erzielen. Womöglich nehme ich, indem meine Botschaft weniger sichtbar ist, vielen Menschen in meinem Netzwerk die Möglichkeit von etwas zu erfahren, was ihnen nützt.</p>
<h3>Das Selfie ist (Teil der) Botschaft</h3>
<p>Wenn wir also das eigene Foto posten, nehmen wir eine Position ein, machen uns für etwas stark. Wir zeigen unserem Gegenüber auf den ersten Blick, viel eindrücklicher als nur mit der kleinen Profilbild-Ikone neben dem Posting, unser Gesicht. Wir setzen also Selbstbildnisse nicht einfach ein, um einen Algorithmus zu bedienen, sondern wir erleichtern unserem Gegenüber, uns sowie sich in Relation zu uns zu verorten.</p>
<p>Je nach Plattform, Anlass und Inhalt hat das Selfie unterschiedliche Funktionen. So unterstreicht das Foto die Botschaft, etwa wenn es ein Textposting ergänzt. Es ist wichtiger Bestandteil der Botschaft, wenn ich beispielsweise in Wort und Bild von einem Erlebnis oder einer Veranstaltung berichte. Oder es stellt die eigentliche Botschaft dar, wenn ich – etwa auf Instagram – die Follower an meinem Leben teilhaben lasse. Wie sehr ich mich dabei zeige und wo meine Schwerpunkte liegen, ist höchst individuell und wird sich auch immer wieder verändern.</p>
<p>Was zwangsläufig auch bedeutet: Ob dir mein Gesicht gefällt, entscheidet darüber, ob und wie meine Botschaft bei dir ankommt, im positiven wie im negativen Sinne.</p>
<p>Daher haben übrigens viele Menschen eine hohe Hemmschwelle, eigene Bilder im Netz zu zeigen. Sie machen sich damit auch angreifbar, befürchten Kritik.</p>
<p>Andere wiederum scheinen jegliche Hemmungen verloren haben und inszenieren sich in wirkungsvollen Posen, offenbar mit dem einzigen Ziel Beifall zu bekommen. Auch und gerade damit ziehen sie bestimmte Menschen an und stoßen andere ab. Ein solches Bild kann entlarvend sein. Es ist aber auch selektierend.  Immer wird es diejenigen zu mir führen, die zu mir passen. Ob das diejenigen sind, die ich besonders erreichen wollte, hängt auch vom Grad der eigenen Reflektiertheit ab.</p>
<p>Auch die überhöht gestylten, allzu inszeniert posierenden  Influencer, die jede:r sofort im Kopf hat, der oder die dem Thema Selfie kritisch gegenüber steht, haben ihr Publikum. Jedes Bild bekommt die Aufmerksamkeit, die es verdient.</p>
<h3>Welcher Selfie-Typ sind Sie?</h3>
<p>Das Selfie ist also erst einmal wertfrei. Entscheidend sind die Intention und deren Umsetzung. Es kann ein Medium der beifallsheischenden eitlen Selbstinszenierung sein, und dafür kennen wir wohl alle genügend Beispiele. Darüber hinaus gibt es ja übrigens viele weitere Möglichkeiten, sich in Wort oder Text selbst zu inszenieren, die gar kein Foto brauchen, um zur peinlichen Selbstbeweihräucherung zu werden.</p>
<p><strong>Wir können aber fotografische Selbstbildnisse auch einsetzen, um &#8230;</strong></p>
<p><strong>&#8230; Sichtbarkeit für eigene Botschaften zu erzielen.</strong></p>
<p><strong>&#8230; wertvolle Inhalte zu unterstreichen.</strong></p>
<p><strong>&#8230; Nutzen im Netzwerk zu schaffen. </strong></p>
<p><strong>&#8230; Beziehungen aufzubauen.</strong></p>
<p><strong>&#8230; Gesicht für die eigene Position zu zeigen.</strong></p>
<p>Mein Tipp, wenn Sie sich bisher nicht getraut haben, Selbstbildnisse zu posten: Betrachten Sie das Thema einmal neu unter den genannten Aspekten und probieren Sie es einfach aus. Wenn Sie Angst haben, im Selfie-Wahn in die Selbstinszenierungsfalle zu tappen, dann habe ich abschließend drei Prüffragen für Sie.</p>
<h3>Fünf Fragen gegen die Selbstinszenierungsfalle</h3>
<p>Folgende fünf Fragen könnten Aufschluss darüber liefern, ob Sie mit Ihrem Selfie in sozialen Netzwerken Gesicht zeigen wollen oder in die Selbstinszenierungsfalle getappt sind.</p>
<ul>
<li class="p1">Schaue ich mein Gegenüber an – oder blicke ich schon beim Posten durch die imaginierten Augen eines Betrachters auf mich selbst?</li>
<li class="p1">Inszeniere ich mich vor allem selbst – oder stehe ich mit meinem Gesicht zu einer starken Aussage oder teile etwas Interessantes?<span class="Apple-converted-space"> </span></li>
<li>Zeige ich meinem Gegenüber etwas über mich und mache mich als Mensch sichtbar – oder versuche ich ein Idealbild zu schaffen, um besonders gut dazustehen?</li>
<li class="p1">Will ich Beifall für mein Foto, mein Aussehen, meine Statussymbole (&#8230;) – oder will ich Nutzen in meiner Community schaffen und ins Gespräch kommen?</li>
<li class="p1">Muss es dieses Mal ein Selfie sein, oder gibt es zur Abwechslung auch einmal andere Bebilderungsmöglichkeiten?</li>
</ul>
<div class="wp_b_box">
<h3><span style="color: #ff6600;">Mehr zum Thema</span></h3>
<ul>
<li><a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/personal-branding-bescheidenheit-kernbotschaften-selbstbewusstsein/">Personal Branding: Warum zu viel Bescheidenheit mehr schadet als nützt</a></li>
<li><a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/digitale-persoenlichkeit-personal-branding-personenmarke/">Digitale Persönlichkeit: Das Wesentliche ist von außen unsichtbar</a></li>
<li><a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/personal-branding-markenbotschafter-corporate-influencer-social-media-5-stufen/">Personal Branding für Corporate Influencer: Wirkungsvoll und sicher posten in 5 Stufen</a></li>
</ul>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/selfie-selbstinszenierung-fuenf-fragen/">Selfies: Mit fünf Fragen raus aus der Selbstinszenierungsfalle</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor">PR-Doktor</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der hartnäckigste Mythos der Social-Media-Geschichte </title>
		<link>https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/mythos-social-media-kundengewinnung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Kerstin Hoffmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Sep 2021 04:44:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Community]]></category>
		<category><![CDATA[Kundengewinnung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/?p=27867</guid>

					<description><![CDATA[<p>„Meine Kunden sind nicht in Social Media!&#8220; – Als ich vor wenigen Tagen diese Behauptung als Argument gegen eigene unternehmerische Aktivitäten in sozialen Netzwerken las, habe ich ganz schön gestaunt. Wie ich übrigens seit ungefähr 2007 jedes Mal staune, wenn ich so etwas mal wieder wortgleich lese oder höre. Doch je mehr die Zeit voranschreitet, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/mythos-social-media-kundengewinnung/">Der hartnäckigste Mythos der Social-Media-Geschichte </a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor">PR-Doktor</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-27868" src="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2021/09/mythen-social-media.jpg" alt="" width="825" height="464" srcset="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2021/09/mythen-social-media.jpg 825w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2021/09/mythen-social-media-300x169.jpg 300w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2021/09/mythen-social-media-768x432.jpg 768w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2021/09/mythen-social-media-705x397.jpg 705w" sizes="(max-width: 825px) 100vw, 825px" /></p>
<p><strong>„Meine Kunden sind nicht in Social Media!&#8220; – Als ich vor wenigen Tagen diese Behauptung als Argument gegen eigene unternehmerische Aktivitäten in sozialen Netzwerken las, habe ich ganz schön gestaunt. Wie ich übrigens seit ungefähr 2007 jedes Mal staune, wenn ich so etwas mal wieder wortgleich lese oder höre.</strong></p>
<p><strong>Doch je mehr die Zeit voranschreitet, desto überholter ist dieser Mythos – der aber offenbar zu den hartnäckigsten in Sachen Social Media überhaupt gehört. Stereotyp wird er selbst von solchen Menschen wiederholt, die es eigentlich besser wissen müssten. Daher lohnt es sich offensichtlich, doch noch einmal ausführlich auf das Thema einzugehen.</strong></p>

<h3>Warum es sich lohnt, die Behauptung zu hinterfragen</h3>
<p>Nun muss ja niemand in sozialen Netzwerken für das eigene Unternehmen werben und aktiv netzwerken. Aber es ist schade, wenn Unternehmer*innen und Entscheider aus Unwissen die vorhandenen Potentiale nicht nutzen. Nicht zuletzt bekommen dadurch wertvolle Angebote und Produkte nicht die Aufmerksamkeit, die sie verdienen – und diejenigen, die sie brauchen könnten, erfahren oft nicht davon.</p>
<h2>Hier sind sieben Argumente, um mit dem hartnäckigen Mythos ein für allemal aufzuräumen:</h2>
<h3>1. „Woher weißt du das überhaupt?&#8220;</h3>
<p>Wer selbst nicht in Social Media aktiv ist und dann behauptet, die Kunden wären auch nicht dort, schafft damit einen Zirkelbeweis<em>. </em>Wo man selbst nicht hinschaut, kann man natürlich auch nichts sehen. Das ist übrigens so ähnlich wie bei der (tatsächlich!) bis heute (!) oft wiederholten Behauptung, man brauche keine mobile Website, weil die Kunden die eigene Website ohnehin nur auf dem Desktop ansähen. Beweisen könne man das mit den Analysedaten der (nicht mobiltauglichen!) Website. Ja, Kunststück, oder?</p>
<h3>2. Social Media ist viel mehr als nur direkte Kunden</h3>
<p>Wer bei eigenen Aktivitäten in Sachen Social-Media-Marketing, Content-Marketing, Community-Building, Netzwerkaufbau (&#8230;) nur immer auf die direkten Kunden schielt und zielt, greift viel zu kurz. Jeder Netzwerk-Kontakt bildet eine potentielle Schnittstelle in weitere Netzwerke und Communitys. Empfehler haben Zugang zu Menschen, die selbst in dem einen oder anderen Netzwerk nicht präsent sind.</p>
<h3>3. Social Media ist viel mehr als Werbung</h3>
<p>Natürlich ergibt es keinen Sinn, Anzeigen für eine direkte Kundenzielgruppe auf Facebook oder Instagram zu schalten, wenn die Analyse und das Listening (die Sie ja hoffentlich gründlich vorgenommen haben!), ergeben, dass diese Zielgruppe dort nicht vorhanden sind.</p>
<p>Doch das heißt ja nicht dass es keinen Sinn ergäbe, hier als Unternehmen, als Corporate Influencer oder auch als Solopreneur*in präsent zu sein, um Sichtbarkeit und Reichweite zu erzielen und das eigene Netzwerk auszubauen – siehe auch voriger Punkt. Und nicht zuletzt geht es ja in den Social-Media-Aktivitäten auch darum, das eigene Wissen zu vermehren, von aktuellen Entwicklungen zu erfahren, mit Gleichgesinnten zu diskutieren, aber auch selbst Lieferanten und Dienstleister zu finden und kennenzulernen.</p>
<h3>4. Die Kunden sind nicht abwesend. Die gehen vielleicht nur in Deckung.</h3>
<p>Persönliche Profile in sozialen Netzwerken sind ohnehin keine Vertriebskanäle. Wer es hier mit plumper Akquise versucht, kann allerdings schnell den Eindruck gewinnen, dass über Social Media keine Kunden zu gewinnen wären. Aber nicht, weil hier keine potentiellen Kund*innen aktiv wären. Sondern weil diese schnelle in Deckung gehen als Sie bei der nächsten nervigen Nachfrage per Privatnachricht auf „Absenden&#8220; klicken können.</p>
<h3>5. Social Media ist viel mehr als die großen sozialen Netzwerke</h3>
<p>Dass jemand nicht aktiv ein LinkedIn-Profil betreibt, nicht sichtbar auf Facebook postet und nicht täglich fünf Tweets absetzt, bedeutet keineswegs, dass der oder die Betreffende nicht doch mitliest, hier Informationen bezieht, das eigene Wissen vermehrt und sich auch über Anbieter schlau macht.</p>
<p>Gerade die stillen Mitleser*innen sind oft schwer zu finden – aber unter ihnen sind Menschen jeglicher Branche und Entscheider- beziehungsweise Käuferebene. Unterschätzen Sie nicht deren Potential.</p>
<p>Hinzu kommt: Auch selbst organisierte Mikro-Netzwerke in Messengern sind kleine soziale Netzwerke, in denen Empfehlungen, die Weitergabe von interessanten Links sowie auch die direkte Kommunikation mit möglichen Anbieter*innen eine immer größere Rolle spielen. Ich möchte einmal behaupten, dass es wirklich nur noch sehr wenige Menschen gibt, die überhaupt keine Messenger und keine digitalen Medien nutzen. Das gilt auch für diejenigen, die sich ansonsten selbst als wenig digitalaffin bezeichnen würden, für Facebook nichts übrig haben und noch nie selbst auf Instagram oder gar TikTok geschaut haben.</p>
<h3>6. Noch irgendjemand ohne Suchmaschine?</h3>
<p>Einmal abgesehen von Anzeigen aus sozialen Netzwerken auf anderen Seiten im Internet, etwa Nachrichten: Es gibt keine Trennung zwischen „dem Internet&#8220; und „den sozialen Netzwerken&#8220;. Eine ganz normale Suche in Google oder einer anderen Suchmaschine wirft Ergebnisse aus den verschiedensten sozialen Netzwerken aus. Die Fundstellen sind oft auch ohne eigenen Account zugänglich.<br />
Und schließlich: Auch Bewertungen in oder aus Social Media sind selbst den wenig Digitalerfahrenen längst ein Begriff. Wer aber dafür sorgen will, dass das (hoffentlich!) positive Bild des eigenen Unternehmens sich auch in Bewertungen, etwa in Google-MyBusiness-Einträgen oder einschlägigen Branchenportalen niederschlägt, kommt um den nachhaltigen Aufbau eines digitalen Netzwerks gar nicht herum.</p>
<h3>7. Krisenfestigkeit braucht Netzwerke</h3>
<p>Übrigens: Wer sich selbst in Social Media zurückhält, wird wenig darüber erfahren, wie über die eigene Marke gesprochen wird. Bahnt sich eine Krise an oder setzt jemand falsche Behauptung in die Welt, erfährt der- oder diejenige im Zweifel zu spät davon. Ist dann nicht gut genug vernetzt um gegenzusteuern. Und wird vielleicht feststellen, dass sich die nicht so angenehmen Botschaften auf eigenartige Weise selbst in Kundenzielgruppen verbreiten, die angeblich noch nie ein soziales Netzwerk von innen gesehen haben.</p>
<p>Insofern erfordert verantwortungsbewusstes, umfassendes unternehmerisches Handeln immer auch, dass soziale Netzwerke einbezogen werden. Wie das genau aussieht, was zu tun ist – und wie Sie letztlich Ihre Kunden erreichen, das ist dann immer eine Frage der individuellen Strategie.</p>
<p><strong>Überzeugt? Noch Fragen? Widerspruch? Oder haben Sie sogar noch weitere Punkte und Argumente? Ich freue mich, wenn Sie sich zu Wort melden.</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/mythos-social-media-kundengewinnung/">Der hartnäckigste Mythos der Social-Media-Geschichte </a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor">PR-Doktor</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Content Curation: Sichtbar und erfolgreich mit fremden Inhalten</title>
		<link>https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/content-curation/</link>
					<comments>https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/content-curation/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Kerstin Hoffmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Feb 2021 06:15:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Contentstrategie & Content-Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationsstrategie]]></category>
		<category><![CDATA[Community]]></category>
		<category><![CDATA[Content Curation]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/?p=22974</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ausführlicher Ratgeber mit zahlreichen Praxistipps Wer fremde Inhalte als seine eigenen ausgibt oder sie unerlaubt verwendet, verstößt gegen das Urheberrecht. Wer dagegen die Inhalte anderer in den eigenen Kanälen empfiehlt und verlinkt, unterstützt damit sogar die Urheber, liefert interessante Impulse an die Community und schafft zugleich erheblichen Nutzen für sich selbst.  So einfach lässt sich [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/content-curation/">Content Curation: Sichtbar und erfolgreich mit fremden Inhalten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor">PR-Doktor</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-26367" src="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2021/02/content_curation_shutterstock_artikelbild.jpg" alt="" width="825" height="464" srcset="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2021/02/content_curation_shutterstock_artikelbild.jpg 825w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2021/02/content_curation_shutterstock_artikelbild-300x169.jpg 300w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2021/02/content_curation_shutterstock_artikelbild-768x432.jpg 768w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2021/02/content_curation_shutterstock_artikelbild-705x397.jpg 705w" sizes="(max-width: 825px) 100vw, 825px" /></h2>
<h2>Ausführlicher Ratgeber mit zahlreichen Praxistipps</h2>
<p> <strong>Wer fremde Inhalte als seine eigenen ausgibt oder sie unerlaubt verwendet, verstößt gegen das Urheberrecht. Wer dagegen die Inhalte anderer in den eigenen Kanälen empfiehlt und verlinkt, unterstützt damit sogar die Urheber, liefert interessante Impulse an die Community und schafft zugleich erheblichen Nutzen für sich selbst.  So einfach lässt sich der entscheidende Unterschied zwischen dem strafbaren Contentklau und der ebenso empfehlenswerten wie oft in ihrer Wirkung unterschätzten <em>Content Curation</em> beschreiben. In diesem Beitrag erfahren Sie, was Content Curation genau ist, warum es im Content-Marketing eine wichtige Rolle spielt, wie Sie es in Ihrer Unternehmenskommunikation einsetzen und wie Sie dabei am besten vorgehen.</strong></p>
<p>Manchmal kommt mir meine Timeline in sozialen Netzwerken, ob nun Facebook oder LinkedIn, vor wie eine etwas seltsame Party, auf der nacheinander alle Gäste nur ihre eigenen Botschaften möglichst lautstark vortragen. Doch Zuhören ist oft wichtiger als Verkünden, und das Weiterempfehlen kommt meistens vor dem Weiterempfohlen-Werden. Das gilt auch und erst recht in Social Media.</p>
<h3>Wie sich Inhalte am besten verbreiten</h3>
<p>Eigene Inhalte auf eigenen Plattformen oder in eigenen Profilen veröffentlichen und anschließend verbreiten: Das gehört zu jeder Content-Marketing-Strategie dazu. Doch über Reichweite und Sichtbarkeit des Contents entscheidet die Community. Ein Inhalt verbreitet sich also dann erst, wenn andere ihn für interessant und nützlich genug halten, um ihn mit anderen zu teilen. Wer immer nur eigene Inhalte pushen will, aber niemals andere Autorinnen und Autoren unterstützt und zu deren Seiten verlinkt, hofft seinerseits oft vergebens auf Unterstützung.</p>
<p>Dabei bietet es sich an, über den eigenen engen Tellerrand hinaus interessante Inhalte zu sammeln und zu empfehlen. Wer mit Verweisen auf fremde Inhalte der Community nützt, wird selbst auch eher zitiert und verlinkt. Zudem bringt meiner Ansicht nach die eigene Sichtbarkeit auch Verantwortung mit sich.  Denn sie ist ja nicht allein der eigene Verdienst, sondern ganz wesentlich dem eigenen Netzwerk zu verdanken. Da sollte es eigentlich selbstverständlich sein, auch etwas zurückzugeben.</p>
<p>Content Curation kann auch ganz gezielt eingesetzt werden, um beispielsweise Projekte zu fördern, die es verdient haben oder anderen Menschen Sichtbarkeit für ihre Anliegen zu verschaffen.</p>
<h3>Erst die Vielfalt macht eigene Kanäle wirklich interessant</h3>
<p>Vor allem aber: Profile und Seiten in sozialen Netzwerken sind für andere besonders dann interessant, wenn sie nicht ausschließlich Links und Verweise zu den Inhalten ein- und desselben Anbieters enthalten, sondern wenn sie ein Fachgebiet umfassender behandeln. Das Kuratieren verschiedener Inhalte löst aber noch ein weiteres Problem, das sich in fast jeder Content-(Marketing-)Strategie von Unternehmen ebenso wie von Personenmarken und auch einzelnen Corporate Influencern stellt: Es ist eigentlich nie genug Zeit da, um Inhalte zu produzieren.</p>
<p>Selbst sorgfältig aufgestellte Social-Media-Redaktionspläne versickern früher oder später im Alltag oder durchlaufen zumindest immer wieder tiefe Täler. Viel schneller geht es und deutlich vielseitiger wird es, wenn man Inhalte nutzt, die man sowieso schon gefunden hat. Denn jeder, der sich in einem Markt, einer Branche, einem Fachgebiet auf dem Laufenden hält, begegnet fortwährend interessanten und eben auch weniger interessanten Beiträgen in multimedialer Form. Vom Sammeln dieser Links und Verweise für sich selbst bis zum Teilen ist es also nur noch ein kleiner Schritt.</p>
<h3>Nicht nur teilen, sondern auch kommentieren und einordnen</h3>
<p>Sinnvoll ist es, nicht einfach Links zu teilen, sondern diese zumindest kurz zu erläutern und einzuordnen, um dem Empfänger einen zusätzlichen Wert zu liefern. In der großen Informationsflut, der wir alle ausgesetzt sind, liefert derjenige, der das Interessante und Relevante heraussucht, ordnet und bewertet, einen großen Service für die Community.</p>
<div class="wp_b_box">
<h3><span style="color: #ff6600;">Content Curation: Was ist das eigentlich genau?</span></h3>
<p>Für das Kuratieren von Inhalten, vorwiegend in der digitalen Kommunikation, hat sich auch im deutschsprachigen Raum der Fachbegriff „Content Curation“ etabliert. Wie der Kurator einer Ausstellung, der Exponate zusammenstellt und präsentiert, verfährt auch der Kurator von Inhalten. Er oder sie sammelt, bewertet, gruppiert, kommentiert und präsentiert Verweise auf fremde Inhalte. Formen und Plattformen können dabei sehr unterschiedlich aussehen. Mit System und Strategie wird die Content Curation nützlich für den Kurator ebenso wie für die Community. Deswegen ist die Auswahl des geeigneten Präsentationsortes ebenso entscheidend wie ein Fokus darauf, den Nutzen der zusammengestellten Inhalte – oder vielmehr der Verweise zu diesen – für die Empfänger auf den ersten Blick erkennbar zu machen.</p>
<p>Content Curation kann auf eigenen Plattformen, im eigenen Content Hub stattfinden, etwa in einem Corporate Blog oder einem Newsletter. Sie kann Teil einer Social-Media-Kanalstrategie sein, etwa auf Facebook, Twitter oder LinkedIn. Ebenso können (zusätzlich) spezielle Angebote genutzt werden, die ausschließlich der Content Curation dienen, beispielsweise Flipboard. Dieses sogenannte<em> Social Bookmarking</em>, also das Teilen eigener Lesezeichen mit anderen, ist eine Form der Content Curation.</p>
<p><strong>Content Curation kann also viele verschiedene Formen annehmen, beispielsweise:</strong></p>
<ul>
<li>Ergänzung eigener Inhalte mit einer Sammlung von Links, beispielsweise im eigenen Corporate Blog</li>
<li>Thematisch geordnete Sammlung, beispielsweise in Magazinen auf Content-Curation-Plattformen</li>
<li>Fortwährendes Teilen von Links zu eigenen und fremden Inhalten aus einem bestimmten Fachgebiet beispielsweise auf Twitter, Facebook, LinkedIn oder XING</li>
</ul>
<p>Dabei reicht die Spannweite vom einfachen, unkommentierten Teilen bis zur sehr ausführlichen Bewertung und Einordnung.</p>
</div>
<h3>Content Curation rund um den eigenen Content Hub</h3>
<p>Wer im eigenen <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/contentstrategie-unternehmenskommunikation-content-hub/">Content Hub</a> – etwa in einem Corporate Magazin – hochwertige Inhalte produziert, will und wird diese auch auf externen Plattformen verteilen, etwa über Facebook, Twitter oder LinkedIn und beispielsweise im eigenen Newsletter. Doch wer Seiten und Profile in sozialen Netzwerken ausschließlich mit eigenen Links bestückt, bietet der Community zu wenig Nutzen, um auf Dauer Aufmerksamkeit zu bekommen. Entscheidend ist es, hier in den Dialog zu treten sowie hochwertige Inhalte auf der Plattform selbst zu generieren.</p>
<p>Darüber hinaus bietet es sich dann an, auf weitere Inhalte zu verweisen, die zum eigenen Interesse, zum Fachgebiet und zur Diskussion in der Community passen. Innerhalb der Content Curation können und sollen dann natürlich auch Verweise auf eigene Inhalte erfolgen. Wie hoch der Anteil dann genau ist, hängt von der eigenen Strategie ab.</p>
<h3>Content Curation ohne eigenen Content Hub</h3>
<p>So gut wie jedes Unternehmen braucht heute eine Contentstrategie und einen eigenen Content Hub. Doch wenn es darum geht, einen Ruf etwa als Fachfrau oder Fachmann in einem bestimmten Gebiet aufzubauen und sich in einem Netzwerk sichtbar zu etablieren, muss nicht jede Einzelperson und nicht einmal jeder sichtbare  Corporate Influencer zum Blogger werden. Ein Twitter-Account etwa, der Links zu interessanten Inhalten aggregiert oder eigene Flipboard-Magazin, nach Themen gegliedert, liefern der Community großen Nutzen.</p>
<p>Zusätzlich lässt sich, wenn kein selbstgehostetes Blog oder Magazin vorhanden ist, etwa auf LinkedIn mit den Artikeln eine Art eigenes Blog aufbauen. Die Verweise darauf fließen wiederum in die eigenen Beiträge genauso ein wie die Links zu anderen interessanten Inhalten.</p>
<h3>Beispiele für Plattformen und Formen</h3>
<p>Prinzipiell ist das Kuratieren von Inhalten nicht an bestimmte Formen oder Plattformen gebunden. Wollen Sie Sichtbarkeit für Inhalte herstellen, Verweise auf Eigenes um weitere interessante Links ergänzen und als Lotse für Ihre Community Content selektieren und bewerten, dann realisieren Sie dies am besten auf den Plattformen, auf denen Ihr Unternehmen gut vernetzt und sichtbar ist. Dies kann auch über sichtbare Protagonisten, Markenbotschafter, geschehen. Facebook-Fanpages und -Gruppen eignen sich dafür ebenso wie Twitter-Accounts oder LinkedIn-Profile von Unternehmen und Personen.</p>
<p>Um zu vermeiden, dass man eine große Zahl von Tweets hintereinander absetzt, kann man beispielsweise per <a href="https://tweetdeck.twitter.com/">Tweetdeck</a> die kommentierten Retweets und natürlich auch die anderswo gefunden Links, die man twittern will, auf spätere Uhrzeiten und Termine verteilen.</p>
<p>Viele Nutzer schätzen <a href="https://getpocket.com/">Pocket</a>, weil sie hier mit einem Klick auf ein Browser-Addon interessante Links direkt beim Lesen bookmarken können.</p>
<p>Auf <a href="https://paper.li/">Paper.li</a> lässt sich in der kostenfreien Variante ein Magazin anlegen und der Link dazu auch automatisch auf Twitter posten; die kostenpflichtige Variante bietet weitere Möglichkeiten.</p>
<p>Über Feedreader wie <a href="https://feedly.com/">Feedly</a> lassen sich viele verschiedene Quellen abonnieren und von dort aus leicht weiterverteilen. Social-Media-Planungstools wie <a href="https://buffer.com/">Buffer</a> oder <a href="https://publer.io/">Publer</a> bieten ebenfalls die Möglichkeit, RSS-Feeds aus anderen Quellen zu abonnieren, um diese weiterzuverteilen.</p>
<p><a href="https://refind.com/">Refind</a> wiederum sammelt Links aus den Postings der Twitternutzer, denen ein Account folgt und wählt zudem per Algorithmus als „the [Zahl einstellbar] most relevant links from the sites, hashtags, and people you follow“ als „Today’s Picks“ aus.</p>
<p>Anbieter wie Flipboard kuratieren häufig Inhalte von anderen Kuratoren noch einmal, indem Sie besonders interessante Links zusammenstellen, wie etwa die „<a href="https://flipboard.com/@flipboardde/flipboard-fundst%C3%BCcke-hi8ctablz">Flipboard Fundstücke</a>“. Natürlich lassen sich die optisch ansprechenden Magazine auch nutzen, um eigene Inhalte auf einer fremden Plattform zu kuratieren, wo sie den interessierten Lesern dann per Algorithmus täglich in die Schlagzeilen gespielt werden.</p>
<p>Auch die Redaktionen der Business-Netzwerke LinkedIn und XING kuratieren interessante News und Inhalte.</p>
<p>Auf Twitter verweist <a href="https://twitter.com/rivva">Rivva.de</a> auf seine Sammlung von Beiträgen, die besonders viel Resonanz erzeugen. Diese führen alle zur <a href="https://rivva.de/">Rivva-Website</a>, auf der die Inhalte mit Links zu den ursprünglichen Publikationen aggregiert sind.</p>
<p>Ein gutes Beispiel für eine Kombination aus Content Curation und redaktioneller Betrachtung und Bewertung liefert das <a href="https://socialmediawatchblog.de/">Social Media Watchblog mit seinem regelmäßigen Briefing</a>, das per (kostenpflichtigem) Newsletter kommt.</p>
<p>Wer über das Kuratieren von Bildern nachdenkt, kommt natürlich an <a href="https://pinterest.com/">Pinterest</a> nicht vorbei. Im Mode-, Deko-, DYI-Bereich und angrenzenden Gebieten ist es eine unverzichtbare Plattform mit hohem Nutzwert und guter Durchsuchbarkeit. Aber auch Infografiken und andere anschauliche Darstellungen haben hier ihren Platz. Somit ist Pinterest nicht nur für die B2C-Kommunikation sondern auch für B2B interessant.</p>
<h3>Gemeinsame Linksammlung (nicht nur) für Corporate Influencer</h3>
<p>Gerade in <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/?s=corporate+influencer">Corporate-Influencer-Projekten</a> bietet es sich an, gemeinsame Linksammlungen anzulegen. Hier fließen natürlich vor allem eigenen Unternehmensinhalte ein, die die einzelnen Personen – wo es in deren eigene Kommunikationsstrategie passt – über ihre Kanäle teilen können. Tipps und Hinweise für mögliche Teaser können hier hinzugefügt werden. Allerdings sollte man dann etwas aufpassen, dass nicht alle Personen identische Nachrichten absetzen. Es gibt jede Menge spezielle Tools für solche Linksammlungen.</p>
<p>Ich rate aber eher dazu, ein bereits eingeführtes Kollaborationstool dafür zu verwenden. (Wir nutzen beispielsweise hier in meinem Büro gemeinsame Trello-Boards sowie Microsoft Teams.) Am wichtigsten ist, dass alle Beteiligten schnellen und einfachen Zugang haben und die Einstiegshürden ebenso wie der Nutzungsaufwand möglichst gering sind. Dazu bedarf es auf jeden Fall genauer Überlegung, eines Konzepts und einer sorgfältigen internen Implementierung.</p>
<h3>Vorteile für Kuratoren</h3>
<p>Wer erwartet, dass andere auf die eigenen Inhalte verweisen, sollte also zunächst einmal auch die Inhalte anderer fördern und unterstützen. Davon abgesehen bietet die Content Curation in Ihrer Kommunikationsstrategie Ihnen als Kurator viele weitere Vorteile.</p>
<ul>
<li>Sie zeigen, dass Sie sich in einem Thema gut auskennen.</li>
<li>Sie beweisen Fachkenntnis, Überblick und Aktualität.</li>
<li>Sie liefern Ihrem Netzwerk einen hochwertigen Nutzen und bauen damit Reputation auf.</li>
<li>Sie steigern Ihre Sichtbarkeit und Bekanntheit.</li>
<li>Sie steigern die Attraktivität eigener Plattformen für den User und erhöhen damit Traffic und Verweildauer auf eigenen Webseiten.</li>
<li>Sie sorgen dafür, dass Ihr Unternehmen zu relevanten Keywords gefunden wird.</li>
<li>Sie bauen ein attraktives Umfeld auf, ein größeres Bild, in dem Ihre eigenen Links – etwa zum Corporate Blog – hervorragend untergebracht sind. Und das, ohne dass irgendjemand den Eindruck gewinnen könnte, Sie würden nur Eigenes aussenden und alles andere ignorieren.</li>
<li>Sie motivieren andere dazu, ebenfalls auf Ihre Inhalte zu verlinken und diese weiterzuverbreiten.</li>
</ul>
<h3>Nutzen für die Community</h3>
<p>Niemand kann heutzutage in der Fülle der Inhalte alles sichten und bewerten. Daher setzen Menschen auf Lotsen in verschiedenen Fachgebieten, denen sie vertrauen. Haben Sie sich einmal als Kurator etabliert, dann liefern Sie den Menschen in Ihrem Netzwerk beispielsweise folgende Vorteile:</p>
<ul>
<li>Diese sparen Aufwand und Zeit.</li>
<li>Diese finden gut aufbereitet alles zu einem Thema an einer Stelle.</li>
<li>Diese finden Inhalte, auf die sie sonst vielleicht nicht gestoßen wären.</li>
<li>Diese haben ebenfalls interessante Links, die sie ihrerseits weiterverbreiten und nutzen können.<strong> </strong></li>
</ul>
<h3>Nutzen für die anderen Content-Produzenten</h3>
<ul>
<li>Diese erhalten Aufmerksamkeit, Sichtbarkeit, Traffic, neue Abonnenten …</li>
<li>Diese erhalten Links auf ihre eigenen Webseiten.</li>
<li>Ist der Kurator renommiert, nutzt es ihrer Reputation noch einmal zusätzlich.</li>
</ul>
<div class="wp_b_box">
<h3><span style="color: #ff6600;">Klauen verboten: Wo Content Curation endet</span></h3>
<p>Content Curation hört auf, wo das Verwenden fremder Inhalte den für Zitate zugelassenen Umfang überschreitet, wo fremde Inhalte als eigene ausgegeben oder Quellen nicht genannt werden. Dies gilt für Texte ebenso wie für Fotos oder Videos. Folgende Regeln sollten Sie daher unbedingt beachten:</p>
<ul>
<li>kein ungenehmigtes Reblogging, also keine Übernahme kompletter Inhalte oder umfangreicher Auszüge daraus.</li>
<li>Zitate im üblichen und erlaubten Rahmen. Mehr dazu, wie dieser Rahmen aussieht, finden Sie <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/zitieren-verlinken-bildrechte-urheberrecht-strafen/">in diesem Beitrag.</a></li>
<li>bei Zitaten und Auszügen immer die Quelle/den Urheber nennen.</li>
<li>kein ungenehmigtes Hochladen fremder E-Books, Whitepaper oder anderer Dokumente auf eigenen Webspace. Verlinken Sie zur ursprünglichen Download-Quelle.</li>
<li>in allen Zweifelsfällen: beim Urheber nachfragen, besser einmal zu viel als einmal zu wenig!</li>
</ul>
<p><strong>Was juristisch noch zu bedenken ist: Urheberrrecht und Linkhaftung</strong> Umfangreiche Informationen zum Thema Urheberrecht, Erlaubtes und Unerlaubtes beim Zitieren von Texten, Bildern und Videos sowie zu möglichen Risiken bei der Linkhaftung finden Sie in diesem ausführlichen Ratgeberbeitrag in Fragen und Antworten:</p>
<div class='avia-iframe-wrap'>
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="UGIO0HY6za"><p><a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/zitieren-verlinken-bildrechte-urheberrecht-strafen/">Foto, Screenshot, Zitat, DSGVO: Was ist erlaubt? Wo drohen Strafen?</a></p></blockquote>
</div>
</div>
<p><strong>Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen? Dann freue ich mich, wenn Sie ihn gleich in Ihre eigene Content Curation aufnehmen und ihn mit anderen teilen!</strong></p>
<p>_</p>
<p><em>Hinweis: Bei diesem Beitrag handelt es sich um die komplett überarbeitete und aktualisierte Version mehrerer Beiträge im PR-Doktor aus den Jahren 2012 bis 2019.</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/content-curation/">Content Curation: Sichtbar und erfolgreich mit fremden Inhalten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor">PR-Doktor</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/content-curation/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was ich 2020 über die digitale Kommunikation gelernt habe</title>
		<link>https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/lage-kw50-2020/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Kerstin Hoffmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Dec 2020 06:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zur Lage der Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Community]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolg]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolgsmessung]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationsstrategie]]></category>
		<category><![CDATA[KPI]]></category>
		<category><![CDATA[Listening]]></category>
		<category><![CDATA[Monitoring]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmenskommunikation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/?p=25787</guid>

					<description><![CDATA[<p>2020. Was für ein Jahr! Ich glaube, in wenigen Jahren zuvor habe ich so schnell so viel gelernt über Kommunikation und speziell über digitale Kommunikation.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/lage-kw50-2020/">Was ich 2020 über die digitale Kommunikation gelernt habe</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor">PR-Doktor</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_28379" style="width: 835px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://youtu.be/SUM0PfQUnA8"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28379" class="size-full wp-image-28379" src="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2022/03/Video-2020-gelernt.jpg" alt="" width="825" height="470" srcset="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2022/03/Video-2020-gelernt.jpg 825w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2022/03/Video-2020-gelernt-300x171.jpg 300w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2022/03/Video-2020-gelernt-768x438.jpg 768w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2022/03/Video-2020-gelernt-705x402.jpg 705w" sizes="auto, (max-width: 825px) 100vw, 825px" /></a><p id="caption-attachment-28379" class="wp-caption-text"><a href="https://youtu.be/SUM0PfQUnA8">Video auf YouTube ansehen.</a></p></div>
<hr />
<h3>&#8222;Zur Lage der Kommunikation&#8220; als Podcast hören</h3>
<ul>
<li><a href="https://open.spotify.com/show/4RT7t24UjdFXJmKZCSvUb7" target="_blank" rel="noopener">Spotify</a></li>
<li><a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/zur-lage-der-kommunikation/id1519773326" target="_blank" rel="noopener">Apple Podcasts</a></li>
<li><a href="https://anchor.fm/kerstin-hoffmann" target="_blank" rel="noopener">Anchor.fm</a></li>
<li><a href="https://www.google.com/podcasts?feed=aHR0cHM6Ly9hbmNob3IuZm0vcy8yN2I3MzRiMC9wb2RjYXN0L3Jzcw==" target="_blank" rel="noopener">Google Podcasts</a></li>
</ul>
<hr class="stag-divider stag-divider--plain" />
<p>2020. Was für ein Jahr!</p>
<p>Ich glaube, in wenigen Jahren zuvor habe ich so schnell so viel gelernt über Kommunikation und speziell über digitale Kommunikation, und darüber spreche ich in dieser Ausgabe  von &#8222;Zur Lage der Kommunikation&#8220;.</p>
<p>Ja, ich weiß, das Jahr ist noch nicht ganz herum, aber ich habe für mich schon mal begonnen, Bilanz zu ziehen und mir zu überlegen: Was habe ich denn eigentlich alles gelernt und was habe ich auch beobachtet?</p>
<h3>Einige Punkte, auf die ich in dieser Folge näher eingehe:</h3>
<p>Widerstand gegen Digital ist zwecklos.</p>
<p>Social Media ist nicht optional.</p>
<p>Manches ist nicht das, was es scheint.</p>
<p>Manche Dinge funktionieren einfach, manche einfach nicht – aber  manche auch besser als erwartet.</p>
<p>Mediennutzung verändert Wahrnehmung.</p>
<p>EIN Unternehmen ist keine Studie – anekdotische Evidenz ist kein Beleg.</p>
<p>Corporate Influencer sind besser vorbereitet.</p>
<p>Das digitale Ich ist nichts ohne die Community.</p>
<p>Persönlicher Kontakt ist wichtiger denn je.</p>
<p>Nichts ist sicher, gerade deswegen sollte man gut planen.</p>
<p>&#8230; und, ganz persönlich: Dankbarkeit und Mitgefühl.</p>
<p><strong>Was sind Ihre Erfahrungen und Erkenntnisse? Schreiben Sie mir.</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/lage-kw50-2020/">Was ich 2020 über die digitale Kommunikation gelernt habe</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor">PR-Doktor</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was ich in 10 Wochen „Morgenrunde“ über Communitys (und über mich) gelernt habe</title>
		<link>https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/morgenrunde-community-moderation-erfahrungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Kerstin Hoffmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2020 06:00:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Community]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/?p=24825</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ausgelöst durch eine Idee, einen spontanen Impuls habe ich zehn Wochen lang sehr intensiv aus ganz persönlicher Sicht das Entstehen einer eigenen Community erlebt. Ganz persönlich, weil es hier nicht um ein professionelles Angebot ging. Vielmehr entstand eine Gemeinschaft aus einer persönlichen Aktion, mit der ich keine beruflichen Zwecke und Ziele verfolgte – außer dem [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/morgenrunde-community-moderation-erfahrungen/">Was ich in 10 Wochen „Morgenrunde“ über Communitys (und über mich) gelernt habe</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor">PR-Doktor</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-24832" src="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2020/06/morgenrunde.jpg" alt="Morgenrunde auf Zoom" width="825" height="464" srcset="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2020/06/morgenrunde.jpg 825w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2020/06/morgenrunde-300x169.jpg 300w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2020/06/morgenrunde-768x432.jpg 768w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2020/06/morgenrunde-705x397.jpg 705w" sizes="auto, (max-width: 825px) 100vw, 825px" /></p>
<p><strong>Ausgelöst durch eine Idee, einen spontanen Impuls habe ich zehn Wochen lang sehr intensiv aus ganz persönlicher Sicht das Entstehen einer eigenen Community erlebt. Ganz persönlich, weil es hier nicht um ein professionelles Angebot ging. Vielmehr entstand eine Gemeinschaft aus einer persönlichen Aktion, mit der ich keine beruflichen Zwecke und Ziele verfolgte – außer dem Ziel, eine Hilfe für die Menschen in meiner bereits vorhandenen Community anzubieten. Gerade deswegen habe ich dabei sehr viel gelernt. Ich bin jetzt schon mehrfach gebeten worden, meine Erkenntnisse einmal aufzuschreiben. Ich mache das gerne, vor allem vor dem Hintergrund, dass es viele andere Menschen gibt, die in dieser Zeit ähnliche Angebote hochgezogen haben und zum Teil noch betreiben. Hier also mein ausführlicher und sehr persönlicher Erfahrungsbericht. </strong></p>

<p>Im Kern jeder Kommunikationsstrategie steht die Community. Die besten Botschaften, die wertvollsten Inhalte sind nichts ohne diejenigen, für die sie gedacht sind. Die allerwertvollsten Inhalte entstehen im Dialog, im Austausch mit den Stakeholdern. Aus professioneller Sicht habe ich diese Sätze in den vergangenen fast zwanzig Jahren auf die eine oder andere Weise mehr oder weniger ausführlich in unzähligen Workshops, Vorträgen und Gesprächen vermittelt. Ebenfalls nicht mehr zählen kann ich die Projekte, in denen ich Community-Aufbau mit geplant, Community-Manager ausgebildet und begleitet habe. Auch in eigenen Gruppen und Foren betreibe ich Community-Building. Doch die Corona-Krise hat mir eine neue, eigene, sehr intensive Erfahrung mit einer ganz besonderen Community beschert.</p>
<p>Mitte März, als es in Deutschland mit der Corona-Krise so richtig losging, saßen plötzlich sehr viele Menschen auch aus meinem direkten Umfeld im Home Office. Viele von ihnen mussten sich Hals über Kopf neue digitale Wege der (Zusammen-)Arbeit erschließen. Manche Geschäftsmodelle fielen von jetzt auf gleich erst einmal in sich zusammen. Die sozialen Netzwerke brummten diesbezüglich: Fragen, Emotionen, Ratlosigkeit, Suche nach Orientierung. Da flog mich, ich weiß gar nicht woher, eine Idee an: Warum nicht eine <a href="https://www.facebook.com/groups/228551331602802/">Facebookgruppe</a> und gleich auch noch eine LinkedIn-Gruppe gründen, in der sich Menschen in einem geschützten Raum austauschen, gegenseitig helfen und gemeinsam auch so etwas wie eine Struktur finden?</p>
<h3>Welche Motivation steckte dahinter?</h3>
<p>Zwei Motivationen trieben mich dabei an: Erstens war ich selbst erst einmal ziemlich ratlos, wie es weitergehen würde. Dienstreisen waren gecancelt, Vorträge abgesagt, Kundentermine verschoben. Es war also etwas Zeit freigeworden, und wenn ich eines gelernt habe, dann dies: Geht es dir selbst gerade nicht so gut oder ist deine Aufmerksamkeit in einem Problem fixiert, dann lenke sie darauf, wie du anderen helfen kannst. (Tatsächlich stellte ich – wie etliche andere mit mir – relativ schnell fest, dass sich die anfänglichen Befürchtungen nicht bewahrheiteten und ich weiter gut zu tun hatte. Doch mir ist zugleich bewusst, dass ich damit sehr viel Glück habe und es Menschen in anderen Branchen schwer getroffen hat.)</p>
<p>Zweitens hat mich meine Community über so viele Jahre begleitet, meine Inhalte geteilt, meine Angebote empfohlen, zu meiner Sichtbarkeit beigetragen, wertvolles Feedback geliefert, dass ich es völlig angebracht fand, etwas Besonderes zurückzugeben. Alles Weitere habe ich gar nicht so sehr &#8222;gemacht&#8220;, es fühlt sich eher so an, als sei es einfach geschehen, als habe sich auf natürliche Weise eines aus dem anderen entwickelt.</p>
<p>Dabei war mir aber klar, dass ich zwar eine Unterstützung liefern wollte, in die ich Erfahrungen und Kenntnisse einbringe, die ich bereits besitze. Ich wollte aber nicht auf das verfallen, was zu Beginn der Krise viele Berater*innen plötzlich anboten, nämlich Teile ihres professionellen Kernangebotes zu verschenken. Was ich gut kann, weil ich es für meine tägliche Arbeit brauche: Menschen zusammenbringen und motivieren, Relevanz erzeugen und auf Angebote aufmerksam machen, moderieren, organisieren und vor allem auch Technik handhaben. Alle diese Skills konnte und wollte ich nun einsetzen. So startete wenige Tage, nachdem ich die Gruppen gegründet hatte, meine „Morgenrunde&#8220;: ein zunächst sogar tägliches morgendliches, dann viermal wöchentliches morgendliches Live-Meeting via Zoom.</p>
<h3>Ja, mach nur <em>keinen</em> Plan &#8230;</h3>
<p>Dies alles war von Anfang an als vorübergehendes Angebot geplant, aber einen genauen Plan oder gar eine Zeitschiene habe ich mir nicht gesetzt. So unsicher wir alle waren, wie sich die Krise weiterentwickelt, so wollte ich auch mit meinem Angebot schauen, was sich ergibt.</p>
<p>In der Morgenrunde noch viel mehr als in den Postings der Gruppe ging es zu Beginn vor allem um persönlichen Austausch, um gegenseitige Unterstützung, um Rat und Hilfe. Aber sehr schnell kamen wir auf Themen, schon allein, damit aus der täglichen straffen halben Stunde nicht auf Dauer eine Selbsterfahrungsbefindlichkeitsgruppe würde. So kamen wir gemeinsam auf Kurzvorträge zu ganz unterschiedlichen Themen: Gruppen-Mitglieder referierten, teils aufwändig vorbereitet, beispielsweise über Webinar-Plattformen, Best Practice in sozialen Netzwerken oder Online-Tools.</p>
<p>Doch der eigentliche Wert bestand in der Wertschätzung in der Gruppe, im morgendlichen Start im virtuellen Gemeinschaftsbüro. Denn zwar lag die Organisation in meinen Händen, und ich war als Einzige bei jedem einzelnen Termin anwesend. Doch es versteht sich von selbst, dass eine solche Gruppe von allen getragen wird; und dass es immer einige gibt, die sich besonders engagieren und ohne die das Vorhaben gar nicht denkbar wäre. Dazu weiter unten noch mehr.</p>
<h3>Der (Neu-)Anfang vom Ende</h3>
<p>Irgendwann hatte ich das Gefühl: &#8222;Das läuft jetzt so gut, und es gibt so viele positive Rückmeldungen. Das kann ich nicht irgendwann einfach wieder stoppen.&#8220; Mein Mann hatte da eine andere Meinung: &#8222;Wenn es genug ist, wirst du es wissen.&#8220; Genauso kam es dann auch. In der vorletzten, der neunten Woche konnten einige aus dem harten Kern seltener teilnehmen: Ihre Arbeit lief wieder stärker an, es kamen andere Termine dazwischen. Es stelle sich „ein neues Normal“ ein.</p>
<p>Auch für mich wurde es zunehmend schwer, neben meiner Arbeit wirklich jeden Morgen über eine halbe Stunde freizuhalten; vom Vorbereitungs- und Abstimmungsaufwand für die täglichen Themen, das Schreiben der Themenpläne und den Postings zur Vor- und Nachbereitung einmal ganz abgesehen. Auch war es ja von Anfang an mein Plan, die Menschen in meinem Umfeld spontan in der Krise zu unterstützen.</p>
<h3>Wenn man loslassen muss (und will) &#8230;</h3>
<p>Es war nie mein Plan, eine sehr hochwertige und arbeitsintensive Leistung auf Dauer kostenfrei anzubieten. Schon das, was sich aus der lockeren Gesprächsrunde entwickelt hatte, war ja weit mehr als ursprünglich vorgesehen. Ich habe es in einer besonderen Zeit sehr gerne angeboten, aber ich konnte es dann auch gut wieder loslassen. In der Runde traf ich auf sehr viel Verständnis und Unterstützung. Fast alle hatten das Empfinden: Wir haben in einer Krise und bei großer Unsicherheit zusammengehalten. Nun kehren langsam alle wieder in den Alltag zurück. Die emotionale Intensität nimmt ab, und damit ist auch der Wunsch nach solch intensivem Austausch nicht mehr in gleichem Maße drängend.</p>
<p>Am Donnerstag, 28. Mai 2020, 8 bis 8.30 Uhr, haben wir uns zum letzten Mal in der Morgenrunde live getroffen. Die <a href="https://www.facebook.com/groups/228551331602802/">Facebookgruppe</a> steht, solange es darin noch Aktivitäten gibt, weiterhin zum Austausch zur Verfügung. Sie heißt inzwischen „Digital besser arbeiten“, eröffnet also alle Möglichkeiten, sich weiter zu den Fragen und Themen auszutauschen, die bereits die Gründung auslösten. Es ist aber meine Vermutung, das sie ohne den intensiven Live-Austausch auch irgendwann ihr natürliches Ende erreicht haben wird, und dann werde ich sie archivieren.</p>
<h3>Eine intensive Erfahrung aus einer sehr speziellen Zeit</h3>
<p>Und: Ja, natürlich kann man eine solche Community weiter aktiv halten, mit dem nötigen Moderationsaufwand, mit neuen Zielen, mit Aktionen. Doch die Entwicklung überlasse ich hier bewusst ihrem natürlichen Lauf beziehungsweise den Bedürfnissen der Mitglieder. Ich habe das Projekt als temporäres Angebot ins Leben gerufen.</p>
<p>Gleichwohl ist vieles entstanden, das bleiben wird. Es haben sich neue Verbindungen geknüpft, das berichten viele Mitglieder. Neue Begegnungen und sogar Kooperationen haben sich ergeben. Ich denke, so wie ich nehmen alle eine intensive Erinnerung an eine ganz besondere Community in einer sehr speziellen Zeit mit. Wahrscheinlich haben also alle Beteiligten dabei etwas gelernt – und nicht nur Wissen mitgenommen, sondern auch andere Erkenntnisse. Einige Zitate dazu finden Sie am Schluss dieses Beitrags. Über das bereits Geschilderte hinaus:</p>
<h3>Was ich noch aus der &#8222;Morgenrunde&#8220; gelernt habe:<br />
<span style="color: #ffffff;">_</span></h3>
<h4>Gleiche Ziele oder gleiche Nöte schaffen homogenes Interesse.</h4>
<p>Spannend war für mich die Heterogenität der Gruppe: Von Anfang an hatten (und haben wir) Angestellte und Unternehmer*innen, Führungskräfte und Berufsstarter – und sie alle fanden auf die eine oder andere Weise in den Morgenrunden Inhalte, die sie weiterbrachten.</p>
<p>Homogenität entstand durch das gemeinsame Interesse, das zunächst einmal aus der Not geboren war. Waren die Motivationen ganz zum Start eher Ratlosigkeit, Suche nach Struktur und Orientierung, änderte sich dies mit der Weiterentwicklung des Angebots durch die Gruppe: Plötzlich gab es hier nicht nur einen gemeinsamen Start in den Tag, sondern wertvolles Wissen. Dies sprach sich herum und zog auch Menschen an, die vor allem von solchen Inhalten profitieren wollten.</p>
<h4>Besondere Situationen schaffen besondere Nähe.</h4>
<p>Zu Beginn der Krise haben viele Menschen sehr intensive Emotionen entwickelt, auch bezogen auf berufliche Fragen. Diese emotionale Intensität hat die Gruppe gerade am Anfang zusammengeschweißt und sehr lange nachgewirkt. Große persönliche Nähe ist dadurch sowohl in den Online-Live-Treffen entstanden wie auch im direkten Austausch. Neu entstandene Verbindungen zu Menschen fühlten sich auch für mich an wie langjährige Freundschaften. Einige neu entstandene Freundschaften werden sicherlich über die Zeit hinweg auch bleiben, und auch dies ist wohl nicht nur bei mir so.</p>
<h4>Allzu große Intensität hält kein Mensch auf Dauer durch.</h4>
<p>Doch auf Dauer können Menschen eine solche Intensität der Empfindungen nicht aufrecht erhalten, selbst wenn sie es wollten. Das ist auch sehr gut so. Es bedeutet aber auch: Irgendwann stellt sich ein (gegebenenfalls neuer) Normalzustand wieder ein. Ist eine Gemeinschaftsaktion aus einer bestimmten Situation heraus entstanden, dann erreicht sie irgendwann ihr natürliches Ende. Wollte man sie weiterführen, müsste man neue Relevanz erzeugen und das Konzept weiterentwickeln oder sogar verändern.</p>
<h4>Eine Community hat ihre Normalverteilung.</h4>
<p>Keine Community kann erfolgreich sein ohne den erwähnten besonders engagierten harten Kern. Dies sind Menschen, denen der Nutzen der Gruppe für sich selbst besonders bewusst ist, die aber zugleich auch bereit sind, diesen Nutzen für andere zu erzeugen. Sehr gut konnte man das auch daran ablesen, wer aus der Gruppe besonders viele weitere Mitglieder eingeladen hat.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-24847" src="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2020/06/normalverteilung_morgenrunde.png" alt="Kurve_Normalverteilung" width="500" height="387" srcset="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2020/06/normalverteilung_morgenrunde.png 500w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2020/06/normalverteilung_morgenrunde-300x232.png 300w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /></p>
<p>Einige Teilnehmende waren von Anfang an, und zehn Wochen lang, fast täglich dabei – oder eben ab dann, als sie zur Gruppe gefunden hatten. Einige kamen, wie es schafften. Manche schalteten sich nur bei ganz bestimmten Themen und nur einzelne Male dazu. Es entwickelte sich also die gesamte Normalverteilung, die man in jeder Community beobachten kann &#8211; aber im Eiltempo. Kaum jemand, mich eingeschlossen, hätte wohl gedacht, dass die Sache so lange anhalten und eine solche enorme Resonanz erzeugen würde: Die Facebookgruppe wuchs in wenigen Tagen auf mehr als 300 Mitglieder, inzwischen hat sie über 500. Aus anfangs 15 oder 16 Teilnehmenden wurden schon nach relativ kurzer Zeit bis zu knapp 60.</p>
<p>Die LinkedIn-Gruppe – obgleich sie auch schnell die Hundert-Mitglieder-Marke überschritt – spielt übrigens in dem gesamten Bild kaum eine Rolle, aus Gründen, die ich weiter unten noch erläutern werde.</p>
<h4>Wachstum entsteht in den schwachen Verbindungen – und sorgt zugleich für Veränderung.</h4>
<p>Eines der Konzepte, die mein Berufsleben und besonders den Aufbau von Communitys mit am stärksten geprägt haben, ist <a href="https://www.cs.umd.edu/~golbeck/INST633o/granovetterTies.pdf">„The Strength of Weak Ties“ von Mark Granovetter</a>. Er hat nachgewiesen, dass Zuwachs zwar im unmittelbaren Umfeld (Strong Ties = starke Verbindungen) beginnt, aber das eigentliche Wachstum in dem Maße entsteht, in dem die Verbindungen zum eigentlichen Kern des Netzwerks immer schwächer werden. Kamen die ersten Gruppenmitglieder noch aus meinem direkten Umfeld, so fanden mit der Zeit über Kontakte über Kontakte immer mehr Menschen den Weg in die Gruppe und damit auch in die Morgenrunde, die in meinem Netzwerk relativ weit von mir entfernt waren. Denn das Angebot sprach sich erstaunlich schnell herum.</p>
<p>Zugleich verändert sich aber auch die Gestalt einer sehr zusammengeschweißten Gruppe mit der Zusammensetzung. Je mehr Menschen hinzukamen, die gar keinen direkten persönlichen Bezug zu mir hatten, desto mehr verlagerte sich das Interesse auf das kostenlos erhältliche Wissen. Dies war vor allem daran abzulesen, dass an Tagen mit Themenvorträgen oft mehr als doppelt so viele Teilnehmende in die Morgengruppe kamen, gegenüber den Terminen, an denen persönlicher Austausch im Vordergrund stand.</p>
<p>Aus meiner Erfahrung mit sehr vielen, auch langjährig bestehenden Communitys heraus nehme ich an, dass sich Zusammenhalt, gemeinsame Ausrichtung und der wirklich ganz außergewöhnliche Umgangston mit weiterem Wachstum auch weiter verändert hätten.</p>
<h4>Erfolg geht nur im Team.</h4>
<p>Auch wenn die Morgenrunde, inklusive der dazugehörigen Facebookgruppe, von mir allein moderiert und organisiert wurde, wäre sie nichts gewesen ohne die kleine Gruppe von Personen, die sich hier besonders intensiv eingebracht hat. Eine Gruppe von vielleicht zehn, höchstens 15 Personen hat mit ihrem besonders starken Commitment und persönlicher Präsenz den Erfolg der Morgenrunde überhaupt erst möglich gemacht.</p>
<p>Dabei hat die Zusammensetzung des „harten Kerns“ sich über die Wochen gewandelt: Einige wenige sind von Anfang an dabeigewesen, einige sind über die Zeit dazugekommen. Selbst ganz zum Schluss sind noch Personen dazugestoßen, die sich überdurchschnittlich stark engagiert und eingebracht haben – während andere zum Beispiel aus beruflichen Gründe die Intensität ihres Engagements zurückschrauben mussten. Ganz sicher haben manche auch einfach das Interesse verloren oder gar nicht erst einen Zugang gefunden.</p>
<h4>Alles ist okay. Fast alles.</h4>
<p>Ob jemand nun täglich im virtuellen Gemeinschaftsbüro in den Tag starten oder nur Wissen zu einem ganz speziellen Thema erlangen wollte: Das war mich alles okay. Wer eine Community organisiert, tut sich selbst einen großen Gefallen, die Motivationen anderer nicht zu bewerten. Man muss sie nicht einmal verstehen oder kennen. Aber es hilft, die eigene Ausrichtung zu behalten. Sonst wird es schnell beliebig.</p>
<p>Auch gilt es Grenzen zu ziehen. In der Live-Morgenrunde lag der Fokus immer auf dem persönlichen Austausch. Deswegen haben wir keine Session aufgezeichnet. Vereinzelte Beschwerden in der Facebookgruppe, dass man das dort präsentierte wertvolle Wissen nur erlangen könne, wenn man zum Termin da sei, offenbarten eine interessante Anspruchshaltung – und das, obgleich es sich ja um ein komplett kostenfreies Angebot handelte. Hier galt es freundlich, aber klar zu kommunizieren, worum es in der Runde eigentlich geht.</p>
<h4>Die Gruppe regelt das. Aber sie regelt nicht alles.</h4>
<p>Jede Community braucht eine konsistente Moderation. Man muss aktivieren, wo es erforderlich ist, aber auch einmal bremsen, wo jemand womöglich über das Ziel hinausschießt. Dies ist immer ein Balanceakt, denn die handelnden Personen sind ja autonome, selbstverantwortliche Menschen. Doch wenn der Nervfaktor für alle zu hoch wird, dann kann eine Community auseinanderbrechen. Der Aufwand besteht also vor allem in der konstanten Aufmerksamkeit und der Kunst zwischen „zu viel“ und „zu wenig“.</p>
<p>Von Erscheinungen wie aggressiven Auseinandersetzungen oder dem rauen Umgangston, der sich in manchen Facebookgruppen entfaltet, war hier nichts zu spüren. Dies ist ganz sicher dem starken Einfluss der Gründungsmitglieder zuzuschreiben, die weitere Personen anzogen, welche zur Gruppe passten. Ich will aber gar nicht ausschließen, dass es hier bei weiterem Wachstum auch zu anderen Erscheinungen kommen könnte. Allerdings habe ich bestimmte Dinge von Anfang an auch straff wegmoderiert, beispielsweise offensive Werbung für eigene Angebote. Denn die Erfahrung lehrt, dass so etwas schnell dazu führt, dass eine Gruppe auseinanderfällt oder sich Konflikte entfalten.</p>
<h4>Wertschätzung, Wertschätzung, Wertschätzung</h4>
<p>Wer in negative Resonanz geht, hat verloren. Jede und jeden auf die eigene Weise wertzuschätzen und in ihrer oder seiner Einzigartigkeit so sein zu lassen: Das ist das eigentliche Geheimnis, wenn man eine sehr heterogene Gruppe live moderieren will. Ich übe diesen unbedingten Blick der nicht-wertenden Wertschätzung seit vielen Jahren in Workshops und Moderationen. In den Morgenrunden habe ich ihn noch einmal trainiert. Nur wenn die Moderatorin ihre private Meinung zugunsten einer wertschätzenden Haltung des gemeinsamen Interesses weitgehend außen vorlässt und die Dinge sich entfalten lässt, kann Neues und wirklich Großartiges entstehen.</p>
<h4>Fokus, Fokus, Fokus</h4>
<p>Viermal pro Woche eine gute halbe Stunde voll konzentriert auf eine Gruppe zu sein: Das ist, so habe ich es vor allem zu Beginn der Krise erlebt, gerade in schwierigen Zeiten wie Urlaub vom eigenen Drama. Der unbedingte Fokus auf das Gruppengeschehen lässt Ablenkung oder Grübeleien nicht zu. Danach ist fixierte Aufmerksamkeit gelöst, und der Tag beginnt viel besser als es sonst vielleicht der Fall gewesen wäre.</p>
<p>Dies ist natürlich eine persönliche Erfahrung. Lässt sie sich auf den beruflichen Umgang mit Communitys übertragen? Ich vermute: Ja. Community-Aufbau und -Management sind dann besonders erfolgreich, wenn sie mehr bedeuten als nur einen Job. Das werden wahrscheinlich all diejenigen bestätigen können, die hauptberuflich damit befasst sind.</p>
<h4>Unterbrechungen sind nicht unhöflich.</h4>
<p>Aus dieser wertschätzenden Haltung heraus fällt es dann auch etwas leichter, anderen Menschen in die Parade zu fahren. Das war für mich vielleicht das Schwierigste: Jemandem mitten im Sprechfluss ins Wort zu fallen. Online fehlen einfach viele nonverbale Signale, die man in Live-Veranstaltungen hat. Gibt es aber nur 30 Minuten, und jede*r möchte etwas sagen, dann gebietet es allein die Wertschätzung der Zeit der anderen, dass man manchmal jemanden bremsen muss. Das kann – und muss! – man üben.</p>
<h4>Kostenlos heißt nicht: weniger eigener Qualitätsanspruch.</h4>
<p>Eigentlich habe ich mit diesem Angebot gegen mein eigenes „Prinzip kostenlos“ verstoßen, das unter anderem besagt, dass man nur das beliebig weiter Teilbare verschenkt – also beispielsweise Wissen in Artikeln oder Videos. Das Unteilbare, die eigene Zeit, muss dagegen immer kostenpflichtig sein. Aber: Das bezieht sich aber auf das professionelle Angebot. Ehrenamtliche Tätigkeiten und dergleichen sind ja auch unbezahlt und haben dennoch eine Berechtigung.</p>
<p>Deswegen war es für mich für einen begrenzten Zeitraum in Ordnung, die Morgenrunde anzubieten. Aber genau aus diesem Grund habe ich mich selbst mit eigenem fachlichem Input zurückgehalten. Aufwand hat das nicht wesentlich reduziert, aber es hat zumindest bei mir für klare innere Abgrenzung gesorgt. Denn: Das eigentlich Wertvolle sind die Zeit und die Aufmerksamkeit der Teilnehmenden. Man kann ein solches Angebot, egal ob kostenpflichtig oder nicht, nicht mit halber Kraft fahren, sondern immer nur mit vollem Qualitätsanspruch.</p>
<h4>Das Wesentliche ist für die Allgemeinheit weitgehend unsichtbar.</h4>
<p>Jeden Morgen für eine halbe Stunde den Rechner im Videostudio anwerfen und ein Online-Meeting moderieren: Klingt nach relativ wenig Arbeit. Wer so in das Community-Building einsteigt, erlebt schnell eine böse Überraschung. Denn ein Großteil des Arbeitsaufwandes entsteht im Verborgenen, in Planung, Ideenfindung, Vor- und Nachbereitung; vor allem aber auch in Direktnachrichten: Denn viele Fragen und Anliegen kommen auf direktem Wege. Es sind sehr vertrauliche, oft bewegende persönliche Nachrichten dabei. Es kommen aber auch ganz einfache Fragen zu Funktionen, die eine einfache Google-Suche ebenfalls beantworten könnte.</p>
<p>Auch hier habe ich gelernt: Menschen sind sehr unterschiedlich. Es hat keinen Zweck, sich über Gedankenlosigkeit aufzuregen, wenn der- oder diejenige in Wirklichkeit in einer belastenden Situation keine freie Aufmerksamkeit besitzt und daher auf diese Weise nach Unterstützung sucht. Deswegen geschieht das Wesentliche nicht im für alle einsehbaren Raum. Diese Erkenntnis gilt nicht nur für das Community-Building, sondern für alle Aktivitäten in sozialen Netzwerken.</p>
<h4>Fazit: Erwarte nichts, und du bekommst sehr viel zurück.</h4>
<p>Der größte Fehler, den man machen könnte, wäre ein solches Angebot mit Hintergedanken zu starten, mit bestimmten Erwartungen. Dankbarkeit beispielsweise ist etwas, das man nicht einfordern kann. Man kann auch nicht eine bestimmte Haltung oder Wertschätzung erwarten. Die eigene Sicht sollte man nicht auf andere projizieren. Daher ist es für die eigene Zufriedenheit so wichtig, sich die eigenen Motivationen klarzumachen. Ansonsten ist Enttäuschung programmiert.</p>
<p>Ohne Erwartungen dagegen war es auch für mich ein sehr einzigartiges Erlebnis. Es kam so viel Dankbarkeit zurück, positives Feedback und auch Rückmeldungen, die mich selbst überraschten. Wie viel ich auch an Erkenntnissen mitnehme, sehen Sie an diesem Beitrag.</p>
<p><strong>Ich bin froh, dass ich meinem Impuls gefolgt bin. Vielen Dank an alle, die dazu beigetragen und daran mitgearbeitet haben. </strong></p>
<h3>Zitate: Was Mitglieder mitnehmen</h3>
<p><em>Im Folgenden beschreiben einige Gruppenmitglieder und Teilnehmende der Morgenrunde in eigenen Worten, was sie mitgenommen haben. Die Zitate mit Namensnennung sind von den Urheber*innen ausdrücklich freigegeben worden. </em></p>
<div class="wp_b_box">“Mitgenommen habe ich, dass es viele spannende Menschen gibt, die einen abwechslungsreichen Blick auf die Dinge haben. Auch wenn ich nicht sehr oft teilnehmen konnte bislang, habe ich mich sehr wohl gefühlt in dieser neuen Community. Jeder wurde offen aufgenommen. Gelernt habe ich manche fachlichen Aspekte zum Beispiel zu LinkedIn oder heute zum Thema Feedback, nun weiß man wieder manche neue Person, den man bei Bedarf kontaktieren kann.“ – <em>Kerstin Bischoff</em></div>
<div class="wp_b_box">“Ich bin über Hansjörg Schwarz dazugestoßen und gekommen um zu bleiben. Der Beginn der Corona Krise war für mich ziemlich emotional aufgeladen. Mein Partner lebt und arbeitet in der Schweiz, den konnte ich erstmal nicht mehr sehen &#8211; mein Patenkind zog für 5 Wochen bei mir ein &#8211; da war homeschooling angesagt und zwischen all dem Chaos wollte und sollte ich meine Selbstständigkeit voran treiben. Puh&#8230; aber hilft ja nix. Also muss Routine her und am besten noch Weiterentwicklung. Und beides hab ich hier in Deiner Gruppe gefunden. Außerdem hat sich daraus ein Projekt mit Marcus und Hansjörg entwickelt und richtig tolles Businesscoaching durch Martina. Und nur weil meine Struktur mal komplett auf links gedreht wurde und ich von Struktur doch sehr abhängig bin. Danke dafür! Und dass ich heute morgen noch meine öffentliche Feuertaufe eines Online Vortrages vor so vielen erleben durfte, war schon genial! Danke auch hierfür. Ich bin unglaublich gewachsen in dieser Zeit und diese Gruppe hat daran einen großen Teil zu &#8218;verantworten&#8216;.&#8220; – <em>Michelle Büttner</em></div>
<div class="wp_b_box">&#8222;Ich weiß gar nicht mehr, wie lange und wie ich dazu kam. Für mich sind die frühen Termine immer eine Herausforderung, da ich um die Zeit meine &#8222;privat Zeit&#8220; habe. Ich habe es aber geschafft, trotzdem mehr oder minder regelmäßig daran teilzunehmen und mich auch einzubringen. Ich empfand/empfinde die Gruppe als eine sehr große Bereicherung. Habe sehr nette Menschen kennen gelernt, tolle Gespräche geführt. Sehr viele neue Perspektiven kennen gelernt. Ich fand auch besonders durch die herzliche und doch konsequente Moderation gab es immer klare Linie. Danke!!!&#8220; – <em>Beate Mader </em></div>
<div class="wp_b_box">“Für mich war / ist hier wichtig, dass es keine Lösung ist, den Kopf in den Sand zu stecken, sondern Synergien zu suchen. Ich war anfangs ziemlich deprimiert, als mein wichtigstes Standbein einfach weggebrochen ist. Ich bin auch heute noch nicht glücklich mit den Alternativen von Online-Seminaren &#8211; es ist nicht wirklich mein Gebiet. Aber es haben sich weitere Perspektiven entwickelt, ich habe zusätzliche Methoden gelernt und was die Gruppe gebracht hat: Eine solche Vielfalt an Tipps und ein so hohes Maß an Innovations- und Lebensfreude, das macht Mut. Es ist immer wichtig zu erleben, nicht alleine zu stehen und sich gegenseitig zu stärken. Danke an alle in der Gruppe. &#8220; – <em>Christa Rahner-Göhring</em></div>
<div class="wp_b_box">“Durch den plötzlichen Wegfall meiner Kundentermine vor Ort war ich verunsichert und so war ich wirklich froh, mit Euch ein Stück weit im Business und on line zu sein. Ich habe viele Inputs erhalten und kleine Tricks und Kniffe kennengelernt und habe soviel über das Internet gelernt, wo ich früher nie offen für war. Durch diese Gruppe, die Kontinuität, die Struktur und letztendlich natürlich die besonderen Menschen, die vor dem PC sitzen und die ich sehr ins Herz geschlossen habe, habe ich eine neue Form des Arbeitens entwickelt und ich komme gut damit zurecht. Fast möchte ich sagen, dass es mir so besser gefällt als vor Corona. Ein herzliches Danke an jedes Gruppenmitglied und ein ganz besonderes Danke an Dich liebe Kerstin. &#8220; – <em>Heike Müller</em></div>
<div class="wp_b_box">“Ich bin erst in der dritten Woche dabei. In der ersten Woche, war ich nur bei einem Thema dabei, weil es mich interessierte. In der zweiten Woche fand ich alle Themen interessant, weshalb ich immer da war und in dieser Woche war mir die Gruppe schon so lieb geworden, dass ich gar nicht nach den Themen geschaut habe, sondern einfach immer da war! Bei mir ist allerdings die Ausgangssituation eine andere: ich bin seit 2006 im Homeoffice. Corona hat mein Leben eigentlich kaum verändert.. Im Laufe der Jahre hat sich mein Arbeitsrhythmus immer mehr in die Nachtstunden verschoben. Dank der Morgenrunde sitze ich jetzt Punkt acht Uhr am Schreibtisch und überlege sogar vorher, was ich anziehe &#x1f605;. Es ist ein Start in den Tag auf den ich mich sehr freue! Ich denke nun schon darüber nach, welches Ritual mir die Morgenrunde ersetzen könnte, wenn es sie irgendwann nicht mehr gibt! &#8220; – <em>Ruth Weirich</em></div>
<div class="wp_b_box">“Ich war zu Beginn der Coronakrise etwas verloren, aus familiären Gründen auch die ersten Wochen alleine zu Hause und fühlte mich überfordert mit allem. Zudem war meine tägliche Routine, das geliebte Frühschwimmen (wichtig für Körper, Geist und Seele) nicht mehr möglich, auch gelegentliches Laufen durch den Wald konnte das nicht ersetzen. Tatsächlich habe ich durch die Gruppe eine neue Routine gefunden, der Termin war fest gesetzt und ich habe nur wegen geschäftlichen Verpflichtungen gefehlt. Ich bin kein sehr aktives Mitglied (aber es muss auch Zuhörer geben Zitat Kerstin/Erich Kästner), aber ich habe enorm viel tolle Menschen virtuell erlebt. Selber sehr viel gelernt (fachlich über Videomeetings, Instagram, Websiten, LinkedIn, Xing, Bilder, und etliches mehr) und vor allem aber habe ich auch persönlich für mich unglaublich gute Impulse und Anregungen mitgenommen, heute erst zum Thema Wertschätzung oder zu Kritikfähigkeit, Kommunikationsthemen und vieles mehr. Und ich möchte nicht final klingen, hoffe ja, dass das Projekt noch ein wenig weiter geht, Themen gäbe es noch reichlich. Ich bin schwer beeindruckt von der Offenheit der Mitwirkenden, kein einziger hat eine Rüstung an und/oder das Schwert in der Hand. Ich kann mir nur im Ansatz vorstellen, was diese Gruppe an Zeit und Arbeit bedeutet, aber ich kann mich nur von Herzen dafür bedanken. Sie hat mir ein großes Stück weit durch die Krise geholfen, als täglicher Fixpunkt und als eine mehr als bereichernde Gruppe mit ganz tollen Menschen. Ich würde gerne jeden einzelnen besser oder überhaupt kennen lernen.&#8220; – <em>Susanne Bach</em></div>
<div class="wp_b_box">“Ich habe vor 10 Wochen ganz eigennützig nach etwas gesucht, was es mir erleichtert, Homeoffice gut zu stemmen, denn da bin ich überhaupt nicht gut drin &#x1f648;. Ich kam ohne Erwartung und ein Termin am Morgen, der mich an den Schreibtisch bringt, war das was ich wollte. Doch es wurde so viel mehr! Wundervolle Menschen, hochwertiger Austausch, gegenseitige Hilfe, fachlicher Input und vor allem ein gleiches Wertesystem der Mitglieder. Das ist etwas ganz besonderes und absolut nicht selbstverständlich. Ich danke allen dafür von Herzen und ganz besonders dir Kerstin. Dass du diese Gruppe ins Leben gerufen hast einem inneren Impuls folgend. Gelernt habe ich vor allem, dass ich doch Homeoffice kann, wenn es einen fixen Termin am Morgen gibt und dass es unglaublich viele tolle Menschen im Netz gibt und man sich einfach nur auf die Suche begeben muss, um sie zu finden.&#8220; – <em>Kerstin Müller</em></div>
<div class="wp_b_box">“Die ersten Tage habe ich einfach nur zugehört. Dabei habe ich gleich viel gelernt. Weil es immer Themen gab, zu denen ich noch sehr wenig oder gar nichts wußte, worüber ich jetzt aber mehr oder überhaupt was weiß. #steilelernkurve<br />
Mir hat die Gruppe geholfen, früher im Büro zu sein. Normalerweise bin ich um 8.00 Uhr im Büro, am Anfang der Krise hab ich da ziemlich geschludert. Das ist wieder vorbei, Danke!<br />
Mir haben die vielen Wissensgeschenke hier sehr, sehr gut gefallen. So freigebig, so ohne Werbung, so praxisbezogen &#8211; megahach!!!!<br />
Und dann durfte ich euch meine Anfang März online gestellte Website zur Diskussion stellen! Euer Feedback war soooo hilfreich, gerade auch das der Männer (ein großer Teil meiner Kunden sind männlich) hat mich dazu bewogen, mein &#8222;Darling&#8220; zu killen. Hat gar nicht weh getan.&#x1f606;<br />
Dann hast du den Morgentermin auf 8.00 verlegt und ich dachte, ok, das wars für mich. Doch was ist? Ich bin nach wie vor oft dabei und auch das tut gar nicht weh.<br />
Ich habe hier ganz tolle Menschen neu oder wieder kennengelernt. andere Facetten erlebt und ganz wunderbare Telefonate geführt.<br />
Ja, ich wäre auch ohne diese Gruppe klargekommen. Doch mit ihr bin ich reicher geworden. An Ideen, an Wissen, an Kontakten.<br />
Mir ist ganz uneigennützig weitergeholfen worden &#8211; netzwerken at its aller-allerbest.<br />
Also, ein dickes Danke dafür, dass du auf die Idee gekommen bist, diese Gruppe zu gründen und genau diese Menschen anzuziehen.&#8220; – <em>Martina Bloch</em></div>
<div class="wp_b_box">“Soviel hab ich mitgenommen: einen guten Start in den Tag mit Motivation und Inspiration für neue Themen, vielen Ideen und einige neue Tools kennengelernt. Aber was noch unschätzbar mehr gebracht hat, ein Netzwerk von tollen und inspirierenden Menschen, denen es teilweise genauso am Anfang ergangen ist wie mir. Mit der Runde hatte man einen Roten Faden für die Woche. Vielen Dank.&#8220; – <em>Christine Barke</em></div>
<div class="wp_b_box">“Diese Morgenrunde hat mir als Nachtmensch eine neue Morgenroutine gebracht. Vor 8 Uhr aufstehen und dann aufnahmebereit am PC sitzen, hätte ich mir vorher nicht vorstellen können. Die achtsame und konzentrierte Atmosphäre der ganzen Gruppe, gibt mir Hoffnung, dass Kommunikation auch mit vielen Menschen kurz und präzise gelingen kann. Ich durfte es ja täglich erleben. Sehr dankbar bin ich auch für die Vielzahl der Vorträge. Ich habe „nebenbei“ so viel neues kennen gelernt und erfahren. Diese Gruppe ist/war eine echte Bereicherung für meinen Arbeitsalltag. Vielen Dank für Dein Engagement diese Gruppe aufzubauen und zu leiten. Vielen Dank auch an alle für so viel Inspiration.&#8220; – <em>Cornelia Leisch</em></div>
<div class="wp_b_box">“Ich „verfolge“ dich schon seit Jahren auf Facebook und hatte in München die Chance dich bei einer Live Veranstaltung zu sehen.<br />
Dabei liebe ich Deinen unfassbaren Wortwitz gepaart mit fachlicher Kompetenz. Um so mehr finde ich es ganz schade, dass ich so lange gebraucht habe in der Morgenrunde dabei zu sein.<br />
Danke für 3 inspirierende Wochen in dieser tollen Gruppe. Die Themen waren bereichernd, aber besonders beeindruckt hat mich deine liebevolle, aber auch glasklare Gruppenführung. Ich habe auf fachlicher aber auch persönlicher Ebene viel gelernt. Schön war es zu sehen wie viele unterschiedliche Persönlichkeiten in der Gruppe so wertschätzend mit einander umgegangen sind. Es war ein tolles Gefühl und hat für einen guten Start in den Tag geführt. Danke für dieses wertvolle Angebot und Danke, dass Du uns so viel von Deiner Zeit gegeben hast.&#8220; – <em>Bettina Hofmann</em></div>
<div class="wp_b_box">“Auch ich möchte mich für Deine Initiative hier mit dieser Morgenrunde ganz herzlich bedanken. Auch wenn ich praktisch nur einige wenige Male daran teilgenommen habe, bin ich doch immer wieder zum Lesen hierher gekommen, habe Anregungen durch das Feedback der Teilnehmer erhalten und konnte durch diverse PDFs und Verlinkungen eine Menge Input und Netzwerk bekommen. Das finde ich sehr bereichernd. Schön, dass ich daran teilnehmen durfte. Danke.&#8220; – <em>Jana Schlosser</em></div>
<div class="wp_b_box">“Nach diesem (!) morgendlichen Austausch und Dialog mit Expert*innen aus meinem und anderen Feldern bin ich „geerdeter“ in den Tag gestartet. Fühle mich breiter aufgestellt, bereichert, motiviert und zufrieden. Danke an alle.&#8220; – <em>Anke Tielker</em></div>
<h3>PS: LinkedIn ist (immer noch) nicht das neue Facebook</h3>
<p>„LinkedIn ist das neue Facebook“, das hört man in letzter Zeit häufig. Vor allem für den professionellen Austausch verlagern sich viele Diskussionen, die vorher bei Facebook stattfanden, in das Businessnetzwerk LinkedIn. Diese Wahrnehmung teile ich. Doch im Bereich Gruppen kann ich aus persönlicher Erfahrung bestätigen, was viele andere auch beobachten: Bisher sind Facebookgruppen noch deutlich aktiver als LinkedIn-Gruppen. Hier ist es, zumindest  im deutschsprachigen Raum viel schwieriger, konstant Aktivitäten zu erzeugen und Diskussionen anzuregen.</p>
<p>Die LinkedIn-Gruppe hatte ich gegründet, damit auch Menschen teilhaben können, die nicht bei Facebook angemeldet sind. Tatsächlich haben über LinkedIn auch etliche Personen in die Morgenrunde gefunden. Doch in der Gruppe selbst fand über meine Postings mit Themen- und Terminplänen hinaus nur sehr wenig Aktivität statt. Dies ist zugegebenermaßen eine persönliche Erfahrung, aber sie deckt sich mit vielen Erfahrungen, von denen mir andere berichten. Ich bin aber gespannt, wie sich dies in den nächsten Jahren weiterentwickeln wird und kann mir gut vorstellen, dass es sich ändert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/morgenrunde-community-moderation-erfahrungen/">Was ich in 10 Wochen „Morgenrunde“ über Communitys (und über mich) gelernt habe</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor">PR-Doktor</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
