2016: Das Ende der Contentstrategie, wie wir sie kennen

11 (plus eine) Thesen zu den dramatischen Entwicklungen, die längst im vollen Gange sind

nochmal nachdenken

Es wird große Enttäuschungen geben und immense Verluste an völlig sinnlos eingesetzten Budgets in Werbung, PR und Marketing. Denn gerade in letzter Zeit springen deutsche Unternehmen auf vermeintlich brandneue Züge auf, die tatsächlich bereits auf dem besten Weg zum Abstellgleis sind. Das ist aber auch schon fast das Einzige, was in diesen sich rasant wandelnden Zeiten sicher ist. Die Disruption ist der Normalfall, und wer linear denkt und nicht in der Lage ist, sich schnell anzupassen, wird zunächst in der Informationsflut und dann unternehmerisch untergehen. Woran liegt das, und was ist zu tun? Tatsächlich ist etliches, was ich hier zusammengetragen habe, im Prinzip alles andere als neu. Vieles davon sagen meine Kollegen und ich buchstäblich seit Jahren. Manches folgt schlicht ganz grundlegenden Gesetzmäßigkeiten, spitzt sich aber im Detail immer mehr zu. Doch einige gängige Lehrmeinungen haben sich mittlerweile überholt. Hier sind meine elf Thesen zu Contentstrategien und Contentmarketing im Jahr 2016.

1. Es gibt längst viel zu viel Content, aber die Aufmerksamkeit wächst nicht mit.

Es kann so nicht weitergehen, das ist also ganz klar. Ob nun tatsächlich so strategisch und konsequent, wie es sein sollte, oder nicht: Im vergangenen Jahr sind meiner Wahrnehmung nach mehr Unternehmen als je zuvor in Deutschland in die Themen Contentstrategie und des Contentmarketings eingestiegen. Das bedeutet zum einen: Wer noch nicht soweit ist, hat immer weniger Zeit. Doch andererseits gibt es für immer mehr Inhalte auch nicht immer mehr Aufmerksamkeit. Deswegen müssen sich nicht nur die Einsteiger in das Thema schon ganz anders aufstellen als ihre Vorreiter vor ein, zwei oder noch mehr Jahren. Auch diejenigen, die bereits gut unterwegs sind und konsequent Inhalte über verschiedene Kanäle spielen, müssen ihre Strategie früher oder später überdenken und womöglich ganz neu planen.

 

2. Content ist überflüssig. Es lebe der Nutzen!

Natürlich ist im Grunde alles „Content“, was in irgendeiner Form medial dargestellt oder auch nur geäußert wird. Doch wer in die Klagen einstimmt, dass hochwertige Contentstücke immer schwieriger ihre Empfänger finden, dagegen triviale Sinnsprüche und banale Tiervideos sich tausendfach verbreiten, sollte schleunigst aus seiner Opferrolle herauskommen. Erstens liegt es nicht in der Natur anspruchsvoller Essays, sich viral unter einem Millionenpublikum zu verbreiten. Zweitens zählt in dieser ständig steigenden Informationsflut eigentlich nur noch eines: Der Nutzen für den Empfänger; und zwar der, der sich unmittelbar erkennen lässt. Das ist natürlich gar nichts Neues. Doch die Auswirkungen werden immer dramatischer. Wo sich Menschen früher womöglich noch einige Sekunden Zeit nahmen, um sich auf irgendwelche Abstraktionsebenen vermuteten Wertes von Informationen zu begeben, muss dieser heute blitzartig erkennbar sein.

 

3. Wenn es keine Story hat, kann es weg.

Jede gute Geschichte, jedes noch so kleine Stück Inhalt braucht einen roten Faden. Gute Kommunikation erzählt Geschichten über mehrere Medien und Plattformen hinweg. Storytelling, ich wiederhole es gerne noch einmal mehr, bedeutet keinesfalls, weitschweifige Fabeln daherzulabern. Innere Stringenz, Spannungsbögen, Wiedererkennbarkeit, Identifikationspotential: Alles, was zu einer guten Geschichte gehört, braucht auch die Unternehmenskommunikation.

 

4. Wenn es kein Gesicht hat, kann es weg.

Zu einer guten Geschichte gehören Protagonisten, „Helden“. Persönliche Bindungen entscheiden darüber, wie Marken wahrgenommen werden und wie die Menschen einem Unternehmen vertrauen. Manager und Mitarbeiter müssen digitaler werden – dringend! Ich habe es erst kürzlich hier gesagt, und ich werde es in diesem Jahr noch öfter wiederholen: Die digitale Kompetenz der Protagonisten in deutschen Unternehmen ist zum größten Teil viel zu niedrig, erst recht im internationalen Vergleich. Das Marketing kann in sozialen Netzwerken nichts reißen, wenn die Gesichter der Firmen sich weiter in der analogen Welt verschanzen.

 

5. Die Form des Inhalts muss sich ändern.

Das zuvor Beschriebene bedeutet auch: Kurze, schnell erfassbare Inhaltsstücke, die auf mehreren Ebenen den Intellekt und die Sinne ansprechen, gewinnen an Bedeutung. Die Ansprüche der Nutzer an Ästhetik und technische Aufbereitung steigen. Multimediale Formen gewinnen an Bedeutung. Alles oft gesagt, fast schon zu platt. Aber leider hat das Marketing in vielen Unternehmen es immer noch nicht begriffen. – Bedeutet das jetzt, dass Ratgeber-Stücke, wie etwa auch dieses hier, komplett irgendwelchen Echtzeit-Formen oder 360-Grad-Videos weichen müssen? Das glaube ich wiederum auch nicht. Jede Form hat ihr Publikum, aber man muss wissen, für wen man publiziert und warum. Und lange Lesestücke (auch die in diesem Blog) brauchen flankierende Medien, Austausch sowie Formen an anderer Stelle und ein persönliches Netzwerk darum herum, denn:

 

6. Eine Plattform ist nicht genug.

Ich beobachte es derzeit bei vielen Unternehmen: Da ist nun endlich der Wert einer Contentstrategie erkannt, und so wird erst einmal an der eigenen Website gefeilt und ein Corporate Blog aufgebaut. Die dort publizierten Inhalte könnte man geradeso gut mit der Hauspost auf Papier verteilen, denn außerhalb der Firma werden sie kaum gelesen. Es fehlt die Verbreitung. Es fehlt das Bewusstsein dafür, dass man potentielle Nutzer und Kunden dort treffen muss, wo sie sich selbst aufhalten wollen und wo sie im Moment ein bestimmtes Bedürfnis haben.

 

7. Es gibt nicht eine einzige Lösung für alle und alles.

Personalisierte Inhalte, die sich auf den jeweiligen Nutzer und dessen Customer Journey beziehen, sind das eigentlich Wichtige in diesen sich schnell wandelnden Zeiten. Das gilt natürlich vor allem dort, wo Umsätze erzielt und Waren oder Dienstleistungen verkauft werden sollen. In der Tat gibt es immer noch Unternehmen, die ihre Inhalte im Web so präsentieren, als wären sie in Blei gegossen und auch genauso unflexibel. Selbst den Spruch „Unsere Kunden besuchen unsere Website sowieso nicht mobil“ hört man nach wie vor. Dabei wäre das Ganze so einfach, wenn die Nutzerdaten und sozialen Signale, die einfacher denn je zu gewinnen sind, auch verarbeitet würden. Ist aber nicht so. In deutschen Firmen wird viel von „Industrie 4.0“ und „Internet der Dinge“ (IoT) gesprochen. Die tatsächlichen Auswirkungen, vor allem in der Unternehmenskommunikation, der Kundengewinnung und des Kundenservices sind so gering, dass sie selbst mit der Lupe kaum zu finden sind – von wenigen Ausnahmen wie immer abgesehen.

 

8. Marken verlieren an Bedeutung – es lebe die Marke!

Markenbindung ist immer schwerer herzustellen und zu halten. Menschen treffen Kaufentscheidungen aufgrund ihrer Bedürfnisse und des angenommenen Nutzens – nicht aufgrund eines Labels oder einer früheren Kaufentscheidung. Wenn es aber einmal gelungen ist, eine Marke mit einem solchen Nutzen sozusagen aufzuladen und (auch mittels persönlicher Bindungen!) wirkliches Vertrauen herzustellen, dann ist der Nutzer und Käufer dankbar für einen solchen Leuchtturm in der Flut der Angebote.

 

9. Wer Findbarkeit sagt, darf nicht nur an Google denken.

Suchmaschinenoptimierung mit nützlichem Content wird häufig vernachlässigt, ebenso die Bedeutung von Mobiltauglichkeit, Ladezeiten und anderen Faktoren für das Google-Ranking. Doch was Unternehmen oft völlig vergessen: Menschen bewegen sich oft in den mehr oder weniger geschlossenen Universen einer Plattform und suchen dort direkt nach Stichworten und Themen. Die direkte Suche auf YouTube hat beispielsweise dramatisch an Bedeutung gewonnen. Hashtags auf Instagram entscheiden darüber, wie gut Fotos zu einem Thema gefunden werden. Allerdings: zu viele oder falsch eingesetzte Hashtags sind eher kontraproduktiv, auch in anderen Social Media. Wie immer macht der passende Einsatz die Musik! – In diesem Bereich wird sich in Zukunft noch viel tun, und darauf sollten Sie genügend Aufmerksamkeit verwenden.

 

10. Die User laufen vor dem Marketing davon – aus Gründen.

Sobald irgendwo ein neues Social Network aufmacht oder an Bedeutung gewinnt, springen die Marketer auf: Wie kann man in jener App, über die sich Nutzer austauschen, Werbebotschaften platzieren? Wie können Marken in geschlossene Zirkel eindringen? Wann werden es Anzeigen auf dieser neuen Plattform angeboten? – Dabei sind die Nutzer die ganze Werbung satt. Sie tun ihrerseits alles, um Marketinggeschrei auszusperren. Sie wollen dann etwas kaufen, wenn sie es brauchen. Personalisierte Werbung ist eine Möglichkeit, aber sie befindet sich in Deutschland immer noch völlig in den Kinderschuhen. Zahlreiche teure Kampagnen mit den so differenzierten aber selten wirklich ausgereizten Targeting-Möglichketen etwa auf Facebook sprechen da eine beredte Sprache. (Jedenfalls für die, die zuhören. Die anderen wundern sich nur, warum ihr Werbegeld verbrennt.) Tatsächlich kann eben in diesen digitalen Fluten nur noch das Unternehmen punkten, das (auch über Gesichter!) Vertrauen aufbaut und die (potentiellen) Kunden und Empfehler anzieht. Das meiste andere ist oft nur ein häufig ziemlich teures Wettrennen mit den Nutzern.

 

11. Das alles ist nur die Spitze des Eisbergs.

Die fehlende Digitalkompetenz in der Kommunikation einer Vielzahl deutscher Unternehmen aber ist letztlich auch Indikator dafür, woran es wirklich hapert. Die Herausforderungen von Industrie 4.0 und deren Folgen für Prozesse und auch den Arbeitsmarkt sind nicht annähernd verinnerlicht. Hier muss sich schnell und fundiert etwas ändern, sonst sind womöglich Contentstrategien in wenigen Jahren eines unserer geringeren Probleme. Aber das ist nicht mein eigenes Kernfachgebiet, darüber sollen andere schreiben.

 

11 + 1. Sie sollten keinen Tipp-Sammlungen und Thesen glauben – auch nicht diesen!

Die Disruption in allen Bereichen ist das Merkmal dieser Zeiten. Wer linear denkt oder sich an Regeln und Lehrsätze klammert, hat schon verloren. Hinzu kommt, dass die deutsche Kultur traditionell wenig Raum für Fehler und Scheitern lässt. Wer aber Misserfolge nicht als Teil des Prozesses einkalkuliert, probiert auch nichts aus. Wer nichts ausprobiert, kann nichts Neues entdecken. Wer auf altbewährten Schienen bleibt, fährt buchstäblich mit dem Bummelzug aufs Abstellgleis. Vergessen Sie starre Paradigmen (ohne allerdings dabei den gesunden Menschenverstand und das Fachwissen mit abzulegen)! Werden Sie zu Vorreitern statt zu Nachmachern. Viel Erfolg dabei!

 


Dr. Kerstin HoffmannDie Autorin: Dr. Kerstin Hoffmann berät und unterstützt Unternehmen sowie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in digitalen Strategien, Public Relations und Corporate Blogging. Sie gibt Workshops, hält Vorträge und schreibt Bücher. Ihr Blog “PR-Doktor” ist laut Ebuzzing eines der führenden deutschen Blogs über digitale Kommunikation. Sie wollen mehr darüber erfahren, was Kerstin Hoffmann für Ihr Unternehmen tun kann?
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  28 comments for “2016: Das Ende der Contentstrategie, wie wir sie kennen

  1. 18. Januar 2016 at 09:25

    Besonders gefällt mir Punkt 4 (Gesicht zeigen) und Punkt 7. Beim Letzteren bin ich der Annahme, dass gerade große Agenturen ein Problem damit haben. Es ist nachvollziehbar, dass bei größeren Unternehmen alles einer „strengen“ Struktur unterliegen muss, sonst verliert man den Überblick aber gleichzeitig nach dem Motto „Thinking outside the box“ zu arbeiten, funktioniert in der Regel so nicht. Eine gewisse Betriebsblindheit kann auch eine kreative Bremse sein. Die Klarheit darüber, dass es keine Schablone gibt und das eine Kreativität nicht unbedingt planbar ist, wäre schon ein erster Schritt. Um Nutzen zu bieten bzw. darzustellen, muss man eine gute Beobachtungsgabe für seine Umwelt haben. Das ist bei vielen auch nicht so, da das oft analytisch datengesteuert ist. Da geht es nach Suchvolumen und anderes. Wenn ich aber so arbeite, verliere ich den realen Bezug und der ist es, so glaube ich, letztendlich. 🙂

  2. 18. Januar 2016 at 09:46

    Hallo Frau Dr. Hoffmann,
    ein toller Artikel, welcher hoffentlich bei dem einen oder anderen Leser die Augen öffnen wird. Toll geschrieben. Meine Lieblingsthese ist die letzte! 🙂

    Viele Grüße
    Matthias Großkopf

  3. 18. Januar 2016 at 10:10

    Danke!

  4. 18. Januar 2016 at 10:22

    ES LEBE DER NUTZEN! Super Beitrag zum Contentwahnsinn.

  5. 18. Januar 2016 at 11:07

    Vielen Dank für diesen Artikel und natürlich musste ich diesen direkt teilen 🙂 – ich habe vor allem im letzten Jahr vermehrt darauf geachtet was für Beiträge ich verfasse, welchen Inhalt sie besitzen, wie ich sie schreibe und wie der Nutzer sich daraufhin verhält. Eine Veränderung muss her und auch in meinem Job kommt mir dieser Beitrag sehr gelegen. Danke dafür.

  6. 18. Januar 2016 at 11:16

    Danke Frau Hoffmann, vor allem dafür:
    „Das Marketing kann in sozialen Netzwerken nichts reißen, wenn die Gesichter der Firmen sich weiter in der analogen Welt verschanzen.“

    Viele Unternehmen scheuen davor zurück, einzelne Gesicherter „für sich“ sprechen zu lassen, weil sie genau wissen, das das Gesicht morgen woanders arbeiten kann. Auch ist die Kommunikation Mensch zu Mensch machtfeindlich und somit in hierarchischen aufgebauten Status-Erhaltungs-Strukturen nicht so gerne gesehen. Erleben Sie das auch so?

    Weiter so, klasse Anregungen, danke nochmal,
    Eva Lutz

  7. Ulrike Pfarre
    18. Januar 2016 at 11:32

    Super Beitrag! Spricht mir sehr aus dem Herzen. Ich kann Content-Marketing schon lange nicht mehr hören. Kommt mir vor, wie die jährliche Januar-Diätwelle in den Medien. Denn alle schreiben theoretisch darüber, aber kaum einer setzt es wirklich um und macht sich Gedanken, wer das alles warum konsumieren soll. Generell hinken wir in Sachen Marketing international immer noch Jahre hinterher.

    Ihr Artikel spiegelt exakt wider, was ich zu diesem Thema empfinde und beobachte. Man muss nicht auf jeden Zug aufspringen, nur um dabei zu sein. Wichtiger wäre wohl, das Richtige zu tun und etwas anders zu machen als andere, um die Aufmerksamkeit für sich zu gewinnen. Es geht nichts über den wahrgenommenen Nutzen einer Sache. Das versteht aber nur, wer wirklich den Kunden im Blick hat und nicht nur, was er jetzt gerade verkaufen will und welche Marketing-Sau gerade durch Dorf getrieben wird nach dem Motto „DAS muss man jetzt machen“.
    Selbst denken ist die große Devise dieser Zeit auf allen Ebenen. Danke für Ihre – hoffentlich aufrüttelnden – Thesen.

  8. 18. Januar 2016 at 11:57

    Mein Lieblingssatz: „Storytelling, ich wiederhole es gerne noch einmal mehr, bedeutet keinesfalls, weitschweifige Fabeln daherzulabern.“ :-))) Danke dafür und für die pointierten Thesen!

  9. 18. Januar 2016 at 17:30

    Meine Lieblingsaussage in diesem sehr lesenswerten Artikel: „10. Die User laufen vor dem Marketing davon – aus Gründen“. Zu Recht laufen Sie davon, denn gerade die deutschsprachige Werbung ist nicht unbedingt die intelligenteste, um es einmal sehr vorsichtig auszudrücken. Offenbar haben die Werber Angst davor, die Menschen intellektuell zu überfordern. Im Free-TV geht es nur noch darum, die Zeit zwischen 2 Werbeblöcken so billig wie möglich zu überbrücken. Im Print-Bereich werden Millionen Euro regelrecht vernichtet, weil die überwiegende Zahl der Werbeblättchen direkt im Altpapiercontainer landen. Und Online? Da wird halt Content erstellt, weil es alle so machen. Content, den oftmals niemand liest, weil er entweder nicht gefunden wird oder schon zigmal an anderen Stellen existiert.

    Von einem Permission Marketing, wie es beispielsweise Seth Godin beschreibt, sind wir in Deutschland noch Lichtjahre entfernt. Doch das ist die Zukunft, da werden viele Marketing- und Werbefachleute noch schwer umdenken müssen.

    Herzliche Grüße aus Köln
    Horst Gräbner

  10. 18. Januar 2016 at 19:35

    Na, der Artikel ist ja mal richtig knackig. Um so mehr freue ich mich auf den Februar. Richtige Freude habe ich schon jetzt, mit Ihnen zusammenzuarbeiten. Ich fühle mich richtig aufgehoben, denn: Ihr fundiertes Wissen mit dem Gebrauch von Vokabeln, die ich gehirngerecht einordnen kann (;) community-challenges-Entrepreneurs), geben mir das Gefühl, dass ich verstehen werde, worauf es ankommt. 😉

    Vorfreudige Grüße
    Anja Küthe aus Leipzig

  11. 18. Januar 2016 at 20:33

    Freut mich, danke!

  12. 19. Januar 2016 at 18:56

    Am Ende ist es (leider) ganz einfach, sofern man gewillt und genügend privilegiert ist, die Entwicklung aus der Helikopter-Perspektive und in Dekaden zu betrachten: der Markt hat immer recht, und er wird Relevanz und Mehrwert belohnen. Um so grösser ist das Verdienst dieses Artikels, das Kind beim (richtigen) Namen zu nennen. Bravo!

  13. 20. Januar 2016 at 10:11

    Vielen Dank für die gute Zusammenfassung. Als Teil einer integrierten PR- und Marketing-Agentur erlebe ich die zum Teil immer noch divergierenden Vorstellungen mehr oder weniger täglich… Für unsere B2B-Kunden befinden wir uns auch immer wieder in der Diskussion, wie relevant in diesem Umfeld bereits CM ist. Zwar ist die Content-Flut nicht mit der im B2C vergleichbar, und Relevanz der Information war hier schon von jeher bedeutender als im B2C-Bereich, jedoch sehe ich persönlich auch in diesem Umfeld noch riesiges ungenutztes Potenzial, Menschen für eine Marke, ein Unternehmen oder eine Technologie zu begeistern…

  14. 20. Januar 2016 at 10:59

    „Sie sollten keinen Anleitungen und Thesen glauben – auch nicht diesen!“
    Danke für dieses Statement. Ich werde das zukünftig gerne zitieren, wenn ich wieder Tipps und Tricks verteile. 😉

    Ernsthaft: Deine 11 Thesen finde ich höchst zutreffend. Mein Fazit daraus: Content zu veröffentlichen ist nur sinnvoll, wenn man es als Unternehmen ernst damit meint, dahinter steht und Gesicht/Flagge zeigt.
    Wir arbeiten grad dran.

    Ach, in einer Sache widerspreche ich: Das IoT mit dem Thema Vernetzung wird alle Unternehmen heftigst betreffen, wenn es zukünftig um stärkere Vernetzung von Unternehmen zu Einkaufsgemeinschaften etc. gehen wird – offline wie online. Dann betrifft das besonders KMU und besonders das Feld der Kommunikation. Das weiß bisher nur kaum einer.

  15. 20. Januar 2016 at 13:18

    Ja, aber wieso Widerspruch? Genau das sage ich doch auch!

  16. Ralph Ohnemus
    20. Januar 2016 at 17:06

    Großartiger Beitrag.

    Fühle mich immer wie der Rufer in der Wüste, wenn man nur mal so ganz vorsichtig die extreme Menge an Weltklasse Content mit den Verarbeitungsmöglichkeiten vergleicht, die uns Menschen gegeben sind.

    Nehmen wir das im Marketing so beliebte Stereotyp der Hausfrau. Wie soll diese auch nur zu den Marken, die im Einkaufswagen liegen, regelmäßig Content lesen?? Wo sie doch schon nicht mehr beim ‚Content‘ ihres sozialen Zirkels auf Instagram, Facebook und Twitter hinterherkommt, ohne als Screen Addict zu gelten. Und sollte sie vielleicht sogar private Interessen neben Haushalt und Familie haben und dazu Content bekommen, dann gibt es entweder den Haushalt bald nicht mehr oder einen weiteren Fall von burn out.

    Nach meiner Erfahrung greift der beste menschliche Copingmechanismus zum Ärger der Content Beschleuniger: Einfach immer mehr ignorieren. Und alle bleiben gesund. Zumindest bei der Zielgruppe.

    Aber noch dreht sich das Rad und die erfolgreiche Content Agentur C3 kauft die Londoner Agentur Seven und wird der größte Contentproduzent in Europa. Bleiben wir gespannt.

    Beste Grüße
    Ralph Ohnemus

  17. Pingback: Lesetipps 03/2016
  18. 24. Januar 2016 at 21:20

    Hallo Kerstin,

    Vielen Dank für diesen gelungenen Artikel. Werde ihn meinen Studierenden als Lesetipp empfehlen und ihn selbstverständlich auch teilen.

    Beste Grüsse aus der Schweiz
    Aldo

  19. 28. Januar 2016 at 10:27

    Moin Frau Hoffmann. Schöner Artikel! Genauso ist es. Aber wie kommen Sie darauf, dass man in der deutschen Unternehmenslandschaft von Content Strategien sprechen kann? 😉 Gibt es wirklich nennenswerte Content Strategien? Ich habe immer das Gefühl, was Sie auch ansprechen. Digitales Knowhow ist kaum vorhanden. Wie soll es da überhaupt zu einem digitalen Bewusstsein, ja gar einer Content Strategie kommen? Selbst Konzerne verstehen nicht die neue allumfassende Transparenz da draussen im Neuland. Die Mode macht´s! Ich weiß zwar nicht, warum alle jetzt mit roten Schals rumrennen. Ich weiß auch nicht, welcher rote Schal wirklich gut ist oder ob er mir steht, aber ich mach das jetzt auch mal 😉 Sinnfreie, unreflektierte Adaption hat den Menschen noch nie wirklich weitergebracht. Das lernt man spätestens wenn man aus dem Kinderalter raus ist.

  20. 28. Januar 2016 at 12:26

    Das beste, was ich seit langem zu diesem Thema gelesen habe. Ich unterstreiche jeden Satz.
    Danke, Kerstin!
    Liebe Grüße
    Annette

  21. 28. Januar 2016 at 12:41

    Danke dir, Annette.

  22. 29. Januar 2016 at 08:01

    Hallo Kerstin,

    toller Artikel. Insbesondere der oft fehlende Nutzen dürfte meiner Meinung nach vielen Content-Erstellern langfristig das Genick brechen. Der Umstand dass viel Marketing und PR praktisch Gesichts-los ist ebenfalls.
    Beste Grüße aus dem Süden
    Matthias Böhmichen

  23. Uli Fetz
    7. Februar 2016 at 17:27

    Sehr guter Beitrag! Zum hinter-die-Ohren-schreiben… und Pflichtlektüre für die Content is King-Rufer.

  24. rolf
    8. Februar 2016 at 14:15

    Danke für die gute Zusammenstellung an beachtenswerten Themen zur Content Strategie.
    Oft beobachtet, selbst wenn alle oder der großteil oben genannter Punkte in Content-Projekten beachtet wird, ist die mangelnde Ausdauer: Ein Content-Projekt, egal ob es um eine LinkedIn Präsenz oder ein Corporate blog geht, braucht 6-12 Monate (abhängig von der Stärke der Marke und bestehenden Social Präsenzen) bis er auch nur eine kleine Leserschaft aufgebaut hat. Das ist vor allem bei Großunternehmen, mit häufig wechselnden Marketing Managern, ändernden Budgets.. ein Problem. Nach 10 Posts oder 2 Monaten tut sich einfach wenig.

  25. 15. Februar 2016 at 17:58

    Huhu liebe Kerstin,

    super Artikel – danke! 🙂

    Zu Punkt 2 würde ich noch ergänzen:
    Es lebe der Unterhaltungswert. Denn Nutzen alleine reicht heute oft auch nicht mehr. Es muss auch noch in einer Form verpackt sein, die unterhält und Spaß macht.

    Einen lieben Gruss
    André

  26. 15. Februar 2016 at 18:19

    Unterhaltungswert zählt auch zum Nutzen. Der Nutzen orientiert sich am Bedürfnis des Users.

  27. Claudia Hönig
    16. Februar 2016 at 06:42

    Liebe Frau Dr. Hoffmann,

    ich liebe Ihre Beiträge. Nicht nur, dass sie einmalig geschrieben sind, nein, jedes Wort hat Hand und Fuß. Danke.

    Herzliche Grüße
    claudia Hönig

  28. joseph.goldhofer@gmail.com
    21. März 2016 at 08:23

    als ich am WE Werbung für Chicken MacNuggets auf mein T-Mobile-Dritthandy (in der Hoffnung es bleibt unentdeckt bekommen hab) dachte ich auch, dass personalisierte Werbung in den Kinderschuhen steckt. Über ein SMS von Bocuse hätte ich mich möglicherweise gefreut 🙂

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