Verkaufsförderung für Buch-Autoren

Was Sie als Autor oder Autorin selbst tun können, um Ihr Buch bekannt zu machen und besser zu verkaufen – mit Praxisbeispielen

Ein offenes Buch

Das neue eigene Buch ist da – aber es verkauft sich nicht. Was tun?

Das neue Buch ist erschienen. Der Stolz ist groß. Die ersten Leser-Feedbacks sind ermutigend. Doch nach einigen Wochen stellt sich Ernüchterung beim Buchautor ein: Die Verkaufszahlen sind lange nicht so gut wie erwartet oder gar erhofft. Zudem ist der Autor oder die Autorin vielleicht nicht damit zufrieden, was der Verlag für den Titel unternimmt und fühlt sich neben den Zugpferden unter den Kollegen vernachlässigt. Was tun? Im vorigen Beitrag habe ich dargestellt, warum eine einzelne Pressemitteilung alles andere als eine Problemlösung für diesen Fall – ebenso wie für viele andere Fälle – darstellt. Darin ging es nicht nur zum Bücher und Buch-Autoren, auch wenn eine solche Anfrage der Auslöser für den Beitrag war. Heute zeige ich ganz konkret, was ein Autor/eine Autorin selbst unternehmen kann, um den Erfolg des eigenen Buches zu steigern.

„Mein Verlag macht nicht genug PR“

„Mein Verlag macht nicht genug PR für mein Buch!“ ist eine der am häufigsten geäußerten Klagen von Autoren, ganz gleich, ob sie Sachbücher oder Romane schreiben. Das jedoch nicht erst seit gestern. Autoren vergessen im Überschwang der Manuskript-Fertigstellung gern, dass sie nicht der einzige sind, der ein Buch geschrieben hat, und dass sich das Verlagsuniversum nicht um sie alleine dreht. Für die Verlage ist es eine schlichte wirtschaftliche Kalkulation: Nicht in jeden Newcomer kann man fünfstellige Marketing-Etats investieren. Wer heute ein Buch schreibt, kann nicht mehr erwarten, dass der Verlag ihm in Sachen PR alles abnimmt. Nicht für den betreffenden Titel und schon gar nicht für Bekanntheit und Reputation des Autors insgesamt. Daher sollte sich jeder Autor rechtzeitig überlegen, was er selbst tun kann, um das eigene Buch zu einem Erfolgstitel zu machen, vielleicht sogar zu einem Bestseller oder Longseller. Die gute Nachricht lautet: Wer heute ein Buch schreibt, muss sich auch auf die Verlags-PR nicht mehr allein verlassen. Die neuen Plattformen und Angebote des Social Web machen es einfacher denn je, vernetzte PR für Bücher zu machen  – inklusive Ein- und Anbindung klassischer Maßnahmen.

Wie viel können Sie selbst investieren?

Man muss allerdings ebenfalls sagen: Es ist immer schwieriger, mit dem Bücherschreiben Geld zu verdienen. Dies ist die Stunde der Business-Autoren. Das sind Experten, die über ihr Fachgebiet schreiben, damit ihren Status untermauern, aber nicht vom Bücherschreiben leben. Vielmehr steigern die eigenen Bücher ihren Marktwert und ihre Bekanntheit. Damit helfen sie, die eigentliche „Ware“ zu verkaufen, beispielsweise eine hochpreisige Beratungsleistung. Deswegen kann es sich ein solcher Business-Autor leisten, ganz unabhängig von der Verlags-PR größere Summen und viel Manpower in das Buchmarketing zu investieren. Doch auch für alle anderen Autoren gilt: Sie können (und müssen!) selbst etwas für die Buch-PR tun.

Der beste Moment zu starten ist genau jetzt!

Wenn Sie Ihr Buch erst planen und sich bereits mit der Buch-Vermarktung befassen wollen: hervorragende Idee. Die Kommunikation wird, ganz gleich bei welchen Projekten, oft erst spät geplant. Oft zu spät. Sinnvoll ist es aber, die Vermarktungs- und Bekanntmachungs-Strategie von Beginn an mit einzubeziehen, weil sie ganz wesentlichen Einfluss auf die Projekt-Strategie insgesamt haben kann. Zudem können Sie auf diese Weise sehr früh Ihre Medien planen und miteinander vernetzen. Wenn Sie noch nicht im Social Web unterwegs sind, ist es höchste Zeit, sich jetzt einzuarbeiten und Accounts aufzubauen. Doch auch wenn Ihr Buch bereits erschienen ist, können Ihnen die folgenden Tipps helfen.

Wege zu einer erfolgreichen Kommunikationsstrategie für Buchautoren

Budgetieren Sie Ihre eigene Zeit.

Netzwerke pflegen, Blogbeiträge veröffentlichen, Zusatznutzen schaffen, Empfehlungen fördern: Das kostet natürlich Aufwand. Sie müssen daher entscheiden, was Sie an andere vergeben (können) und was Sie selbst tun (müssen). Ohnehin kann man nicht alle Aufgaben outsourcen, gerade da, wo es um persönlichen Austausch geht. Überlegen Sie sich, wie viel Zeit Sie investieren wollen und welchen Aufwand Sie realistischerweise über einen längeren Zeitraum gut aufrechterhalten können.

Vernetzen Sie sich.

Ich behaupte: Buchautoren brauchen heute eine Social-Media-Strategie, die mit klassischen Maßnahmen – etwa Pressearbeit – vernetzt ist. Genau wie für Unternehmen gilt: Wer den medialen Wandel ignoriert, macht sich selbst unsichtbar. Zu einer Vernetzung gehört aber auch die Kontaktpflege im realen Leben. Wer sich nirgendwo blicken lässt, wird eben auch nicht gesehen. Wie genau das aussieht und wo die Schnittstellen zwischen virtueller Welt und Echtwelt liegen, hängt von Ihrer individuellen Strategie ab. Manche Buchautoren bauen rund um ihre Werke eine regelrechte Community auf. Andere vernetzen sich mit Kollegen, entwickeln gemeinsam Ideen und erreichen so mehr Menschen.

Geben Sie den Konkurrenzgedanken auf.

Manche Buch-Autoren verzichten darauf, sich mit Kollegen zu vernetzen, weil sie Angst haben, diese würden ihnen die Butter vom Brot nehmen. Von allen Branchen, mit denen ich zu tun habe, verstehe ich das am allerwenigsten. Wer einen Rechtsanwalt in einem Fachgebiet hat, braucht keinen zweiten. Wer ein neues Auto hat, kauft sich wahrscheinlich so schnell nicht das nächste. Aber wer ein Buch ausgelesen hat, will das nächste lesen – und wo läge es näher, danach zu suchen, als im Umfeld des Werkes, das ihm als letztes gut gefallen hat?

Machen Sie das Bild größer.

Einzelmaßnahmen kosten viel mehr Aufwand im Vergleich zum Ertrag, als Prozesse, die einmal gut angelaufen sind. In der Kommunikation vernetzt zu denken, heißt, verschiedene Maßnahmen miteinander zu verbinden und damit einander verstärkende Effekte zu schaffen. So lassen sich Pressetexte im eigenen Buch-Blog verwenden; Leseproben auch als Gastbeiträge einsetzen; Lesungstermine für Pressearbeit sowie dazu nutzen, die eigene Website zu aktualisieren – um nur einige Beispiele zu nennen.

Fixieren Sie sich nicht nur auf Verkaufszahlen.

Vernetzungen im realen Leben ebenso wie in sozialen Netzwerken sorgen für die Verbreitung von Botschaften. Dabei sollten Sie aber nicht eingleisig nur in Verkaufsdenken verfallen. Ich bin der Ansicht, dass Hardselling in Social Networks ohnehin nicht gut funktioniert. Weil die Leute es sehr leicht haben, andere virtuell auszuschließen – oft ohne dass der Sender überhaupt merkt, dass ihm keiner mehr zuhört, weil alle auf „Ausblenden“ geklickt oder ihn gleich geblockt haben. Zum anderen können Sie mit viel Hartnäckigkeit vielleicht etwas direkt verkaufen. Sie motivieren aber auch diese Weise die Wenigsten, Ihre Botschaften weiterzuverbreiten. Social Networking ist kein Multi-Level-Marketing, auch wenn es immer wieder anders versucht wird.

Schaffen Sie Zusatznutzen.

Was wirklich zieht und motiviert, ist der Empfängernutzen, vielfach auch „Mehrwert“ genannt: Menschen wollen unterhalten, inspiriert, bestätigt, aufgewertet werden. Sie wollen wertschätzend wahrgenommen und ihren Bedürfnissen bedient werden. Dazu muss man diese Bedürfnisse kennen, und man muss ebenfalls interessiert sein an wertschätzendem Austausch. Wer nur einen Mechanismus triggern will, um eigene Ziele zu erreichen, wird auch damit nicht weit kommen. Wer dagegen Interessantes zu bieten hat, generiert von selbst Empfehlungen im realen Leben und in sozialen Netzwerken.

Legen Sie eine Buch-Website an.

Auf der Buch-Website läuft alles zusammen. Hier bündeln sich die Aktivitäten im Social Web. Hier generieren Sie Nutzen für die Leser. Sie stellen Pressematerialien zur Verfügung. Sie ergänzen das Buch um aktuelle Inhalte. Nicht zuletzt: Sie tun etwas für die Suchmaschinenoptimierung, so dass jemand, der Informationen zu einem bestimmten Thema sucht, Ihr Buch findet.

Schreiben Sie ein Buch- oder Themenblog.

Natürlich werden Sie nicht alle der hier genannten Vorschläge verwirklichen. Ein Buch-Blog oder gar ein umfassenderes Themenblog ist relativ aufwändig zu pflegen. Es ist nicht mal so eben gemacht. Sie brauchen ein Konzept, Fachwissen und einiges mehr. Aber es ist eine gute Möglichkeit, viele potentielle Leser (und bei Business-Autoren zusätzlich Kunden) anzusprechen. Es unterstützt Empfehlungen, und nicht zuletzt tun Sie mit dem stets aktualisierten Content etwas für die Suchmaschinenoptimierung zu relevanten Begriffen. Der große Vorteil, den Buch-Autoren gegenüber vielen anderen Menschen haben: Sie können selbst schreiben und müssen daher Texte nicht teuer einkaufen!

Denken Sie multimedial.

Buch-Videos, Aufzeichnungen von Lesungen, ein eigener Youtube-Kanal, Infografiken: Zusatznutzen rund um ein Buch kann aus weit mehr als nur aus Texten bestehen. Die Praxisbeispiele am Ende dieses Artikels liefern Ihnen erste Anregungen dazu.

Planen Sie Aktionen.

Dass Lesungen den Buch-Verkauf ankurbeln (können), versteht sich. Aber über diese klassische Form der Veranstaltung hinaus gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, sowohl in der realen als auch in der virtuellen Welt. Buch-Verlosungen im eigenen Blog und zu Gastbeiträgen sind ein Beispiel. Sie könnten Interviews mit anderen führen. Ihre Community in einem Gewinnspiel motivieren, eigene Beiträge einzusenden – entweder für das Blog oder in sozialen Netzwerken. Die Liste der Möglichkeiten ist lang. Entscheidend ist, dass Sie sie strategisch in Ihr Gesamtkonzept einbinden.

Beziehen Sie Pressearbeit und Online-PR ein.

Nachdem ich im vorigen Artikel dargelegt habe, wie aufwändig Pressearbeit ist, empfehle ich sie dennoch. Aber eben nicht als einzelne Aussendung, sondern als langfristig geplantes Instrument der Imagebildung und Unterstützung von Sichtbarkeit. Vielleicht ist Ihr Buch aber auch so außergewöhnlich, dass Sie gleich mit der ersten Pressemitteilung einen der seltenen Zufallstreffer erzielen. Damit dürfen Sie halt nur nicht rechnen. Der Vorteil, den Autoren haben, die in einem Verlag publizieren (also nicht Self-Publisher sind): Dieser hat meist bereits Verteiler und Kontakte, die Sie nicht selbst aufbauen müssen. Wenn Sie gut vernetzt sind, bietet es sich auch an, beispielsweise Blogs und Online-Medien Gastbeiträge, etwa Auszüge aus Ihrem Buch, anzubieten. Wenig sinnvoll sind allerdings „kalte“ Mails mit Gastbeitrags-Angeboten an Blogger, welche Sie noch gar nicht kennen. Lassen Sie sich im Zweifel zum komplexen Thema Blogger-Relations wenigstens initial beraten.

Planen Sie das Zusammenspiel mit dem Verlag.

Bei allem, was Sie tun – auch in Bezug auf die Buch-PR, gilt vor allem eines als gesetzt: Die Vereinbarungen, die Sie mit Ihrem Verlag getroffen haben. (Außer natürlich, Sie haben Ihr Buch oder E-Book im Eigenverlag herausgebracht.) Deswegen empfehle ich Ihnen, als Allererstes mit Ihren Ansprechpartnern im Verlag zu reden und Ihre Strategie mit diesen zu besprechen. Auszüge aus Ihrem Buch als Gastbeiträge in Blogs und Zeitschriften anbieten, Leseproben auf Ihre Website nehmen, Ausschnitte aus dem Buch bloggen: Stimmen Sie sich mit dem Verlag ab, was Sie dürfen. Fragen Sie aber auch, wo der Verlag Sie unterstützen kann. Vielleicht hat er nicht die Ressourcen für aufwändige Pressearbeit, kann Ihnen aber Tipps geben, Kontakte herstellen oder von Ihnen erstellte Pressetexte über seinen Verteiler senden. Wie schon im vorigen Artikel betont: Pressearbeit ist jedoch keine Maßnahme, die primär der Verkaufsförderung dient, und sie erfordert ein eigenes Konzept, das auf einen längeren Zeitraum angelegt ist.

Holen Sie sich rechtzeitig Unterstützung.

Sie werden an der einen oder anderen Stelle wahrscheinlich an Grenzen kommen, jenseits derer Sie Unterstützung brauchen werden. Die Gründe können ebenso zeitlicher wie fachlicher Natur sein. Es hängt auch von Ihren persönlichen Voraussetzungen ab, aber auch davon, was Ihr Verlag gegebenenfalls für Sie leisten kann und was nicht. Kein noch so umfassendes Buch macht aus einem PR-Laien einen Kommunikationsfachmann. Auch eine genaue Beschreibung, wie ein guter Pressetext aussieht, macht aus niemandem einen erfahrenen PR-Texter. Natürlich können Sie Ihre Kommunikationsstrategie ganz auf den Aspekten aufbauen, die Sie selbst abdecken. Wenn Sie jedoch fachliche Unterstützung oder einfach zusätzliche Arbeitskraft brauchen, dann sorgen Sie rechtzeitig dafür, dass die Betreffenden bereitstehen. Versichern Sie sich, dass Dienstleister, Mitarbeiter und Kooperationspartner zur rechten Zeit bereitstehen. Sorgen Sie dafür, dass diese dann auch den entsprechenden Wissensstand haben, den sie brauchen, um das Projekt mit voranzubringen.

Schauen Sie doch mal, wie es andere machen!

Fredo Kinderbuch

Vom philosophischen Fachbuch bis zum Kinderbuch: Hier sind Beispiele für Buch- und Autorenpräsenzen im Web.

Im Folgenden finden Sie einige Beispiele für begleitende Seiten, Social-Media-Präsenzen und PR-Werkzeuge zu Büchern und von Buch-Autoren aus meinem Netzwerk. Es sind sowohl Werke dabei, die in Verlagen erschienen sind, als auch solche von Self-Publishern. (Danke auch für die Tipps, die ich auf Facebook dazu erhalten habe. Dort finden Sie noch weitere Beispiele, müssen allerdings bei Facebook eingeloggt sein, um es zu sehen. Der Beitrag selbst ist öffentlich.)

Auf einigen der folgenden Seiten würde ich durchaus einiges anders machen. Andere finde ich uneingeschränkt empfehlenswert. Doch machen Sie sich am besten ein eigenes Bild. Hier finden Sie ganz sicher einige Inspirationen:

Ein schönes Beispiel für einen Belletristik-Schriftsteller, der eine große Community um sich und seine Bücher aufgebaut hat, ist der Fantasy-Autor Kai Meyer. Hier geht es zu seiner Facebook-Seite. »

Sehr gut gefällt mir die ganz neue Buch-Website der Belletristik-Autorin Heike Abidi, die Sie hier finden. »

Hier ist eine wunderschöne Seite zum Kinderbuch „Fredo will nicht Zähne putzen“ von Anne Kratz. »

Jochen Mai hat aus seinem Buch „Die Karrierebibel“ sogar ein sehr erfolgreiches, bekanntes Blog gemacht, das inzwischen schon lange nicht mehr primär darauf ausgerichtet ist, das Buch selbst zu verkaufen. »

Was als witziges Blog begann, hat ein Buch hervorgebracht: auslisten.de. Das Buch ist nun natürlich auch im Blog prominent dargestellt. »

Niemand anders, den ich kenne, ist rund um sein Buch so aktiv und unterstützt andere in einem Ausmaß wie Matthias Matting, Autor der Self-Publisher-Bibel. Unter anderem betreut er aktiv eine Facebook-Gruppe zum Thema. Hier geht es zu seiner „Bibel“. »

Sehr viel Zusatznutzen (nicht nur) rund um seine Bücher generiert der Autor und Keynote-Speaker Prof. Gunter Dueck auf seiner Website. »

Hier ist die Facebook-Seite zum Buch „1000 Gefühle für die es keinen Namen gibt“ von Mario Giordano. »

Dies sind nur einige Beispiele. Fallen Ihnen weitere ein? Dann freue ich mich über einen Hinweis in den Kommentaren! – Haben Sie Fragen oder Anmerkungen? Auch diese sind willkommen.


Dr. Kerstin HoffmannDie Autorin: Dr. Kerstin Hoffmann berät und unterstützt Unternehmen sowie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Kommunikations- und Social-Media-Strategien, Public Relations, Corporate Blogs, Marketing und Text. Sie gibt Workshops, hält Vorträge und schreibt Bücher. Sie wollen mehr darüber erfahren, was Kerstin Hoffmann mit ihrem Team für Ihr Unternehmen tun kann? Hier geht es zum Beratungsangebot. »

kontakt(at)kerstin-hoffmann.de | Kontaktformular »


  21 comments for “Verkaufsförderung für Buch-Autoren

  1. Doris Ostermeier-Schwaneberg
    28. Mai 2014 at 10:42

    Liebe Frau Dr. Hoffmann,

    vielen Dank für Ihre interessanten Anregungen.
    Mein Verlag bietet Websites für Autoren an und bisher war ich der Meinung, eine zusätzlich eingerichtete Seite auf meiner Firmenhomepage reicht, um auf meine Publikation aufmerksam zu machen.
    Nach Ihren Beitrag habe ich mich nun entschlossen, eine Autorenwebsite einzurichten und ich werde auch einige Ihrer weiteren Anregungen in die Tat umsetzen.
    Eine Frage an Sie als PR-Expertin hätte ich aber dennoch: bisher existiert von mir kein Foto im Netz. Firmenkunden kennen wohl meine Homepage, telefonieren natürlich auch oft mit mir, jedoch weiß niemand wie ich aussehe – bis er mich dann trifft. Immer sind die Menschen dann überrascht, passt meine Stimme überhaupt nicht zu meiner tatsächlichen Erscheinung. Mir anzuhören, wie man mich sich über meine Stimme vorstellte, ist ja immer lustig für mich – ich stelle mir dann aber immer wieder die Frage, ob ich nun vielleicht doch endlich Fotos von mir veröffentlichen soll.

    Das Internet ist wie eine Tätowierung. Für immer und ewig sichtbar. Somit ist es gut zu überlegen, was man veröffentlicht.
    Frage: Ist es für mich ein Vorteil, wenn ich als Unternehmerin und Buchautorin Fotos von mir veröffentliche?

    Gerne höre ich von Ihnen und verbleibe
    mit den besten Grüßen
    Doris Ostermeier-Schwaneberg

  2. 28. Mai 2014 at 10:43

    Die Antwort lautet: Ja.

  3. 28. Mai 2014 at 11:46

    Vielen Dank für diesen sehr ausführlichen und informativen Artikel! Auch wenn ich bis jetzt noch kein Buch geschrieben habe, was aber noch kommen wird, kann ich schon jetzt vieles für andere Bereiche rausziehen!

  4. Andreas Quinkert
    28. Mai 2014 at 12:30

    Ein prima und vor allem mehrwertiger Beitrag, der mir sehr gelegen kommt, da ich als PR-Mann gerade einen neuen Autor betreue!

  5. 28. Mai 2014 at 12:46

    Liebe Frau Dr. Hoffmann,

    ich bin soeben auf Ihren interessanten Artikel gestoßen und fühle mich, was meine „Arbeit“ betrifft, in gewissen Punkten Ihrer Argumentation bestätigt. Genau genommen habe ich ein Kinderbuch (Titel: „Gute Nacht, Igebitz! Ein kleiner Igel will nicht schlafen…“) geschrieben, das sich gerade im Druck befindet.

    Während der Arbeit an meinem Buch habe ich bereits versucht, bei der entsprechenden Zielgruppe Interesse zu wecken und eine Buchwebseite (www.schlafen-lernen-mit-igebitz.de) erstellt, ebenso wie Sie es empfehlen. Vor allem meine Social-Media-Maßnahmen über Facebook, Gewinnspiele sowie eine eigene Facebook-Fanpage (https://www.facebook.com/igebitz.kinderbuch) haben mir geholfen, einen „Stamm“ an potenziellen Interessenten aufzubauen. Ich bin ebenfalls, wie Sie, davon überzeugt, dass es wichtig ist, sich immer wieder ins Gespräch zu bringen – beispielsweise durch das Planen von Aktionen, PR, etc.

    Mir wurde vielfach geraten, mir einen Verlag zu suchen. Ich versuche jedoch, mein Buch im Eigenverlag zu vertreiben – u.a. auch darum, weil ich so flexibler sein und Entscheidungen im Hinblick auf mein Buch selbst treffen kann. Da ich beruflich aus dem Online-Marketing komme, stehen mir viele Wege offen, um mein Buch anzupreisen, zielorientiert zu vermarkten, etc.

    Ich bin Ihnen sehr dankbar für einige Tipps im Rahmen Ihres Artikels, die ich noch nicht kannte und, bei Bedarf, gerne anwenden werde.

    Beste Grüße aus Oberösterreich,
    Edith Helminger

  6. 28. Mai 2014 at 12:47

    Der Beitrag ist echt spitzenklasse. Für mein eigenes Buch, das im Dezember 2013 erschien, habe ich bereits einige dieser Dinge in Angriff genommen. So habe ich auf meiner Website eine eigene Buchseite angelegt. Außerdem habe ich dem Verlag empfohlen, sich mal moderne Landingpage-Methoden anzuschauen (à la SeoKratzes bzw. Konversionskraft).

    Aber es sind in jedem Falle eine Menge Augenöffner enthalten, an die ich bisher nicht gedacht habe und die ich in jedem Falle umsetzen möchte.

  7. 28. Mai 2014 at 12:51

    Liebe Doris,

    der höchste Preis für „Anonymität“ im Internet ist die Irrelevanz. Nicht unbedingt die Beste Grundlage für einen Autor, dessen Intention die Sichtbarkeit und Bekanntheit ist. 😉

    Nur Mut – wenn Bilder von Dir im Netz vorhanden sind, dann ist erstmal das Schlimmste was passieren kann, dass Menschen diese Bilder sehen.

    Viele Grüßle und viel Erfolg,

    Karl

  8. 28. Mai 2014 at 13:32

    Danke, Kerstin, da sind viele nützliche Ideen und super Beispiele dabei!

    Eine Idee wäre vielleicht auch ein Buch „frei zu lassen“, d.h. es jemandem zu schenken, der es nach dem Lesen weiter gibt. Jede/r LeserIn verewigt sich in einer Liste im Buch mit E-Mail Anschrift und wenn mindestens x Leute es gelesen haben, schickt der letzte in der Reihe es zurück zum Autor, der dann alle Leser mit irgend einer kleinen Nettigkeit belohnt. Die „Reise“ des Buchs könnte man im Blog verfolgen… Zugegeben: Diese Idee ist nicht ganz neu (siehe bookcrossing.com) und noch nicht ganz ausgegoren. Aber vielleicht hat ja jemand Lust das oder etwas ähnliches auszuprobieren…

    Grüße aus Weinfranken,
    Alexander

  9. Doris Ostermeier-Schwaneberg
    28. Mai 2014 at 13:48

    Lieber Karl,
    weise gesprochen – und überzeugend!
    Vielen Dank für diesen Ansporn und herzliche Grüße
    Doris Ostermeier-Schwaneberg

  10. 28. Mai 2014 at 16:51

    Sehr lesenswerter Artikel mit wertvollen Tipps, die ich jedem Autor empfehlen kann. Vor allem den Satz „Social Networking ist kein Multi-Level-Marketing, auch wenn es immer wieder anders versucht wird.“ sollte man bei Netzwerken wie Xing groß herausstellen. Und die Rubrik „Schaffen Sie Zusatznutzen“ könnte ich glatt komplett zitieren. Respekt!

  11. 29. Mai 2014 at 00:43

    Toller Artikel, Kerstin.

    Mein neues Buch, an dem du ja auch mitgewirkt hast, unterstütze ich durch die Landingpage http://www.b2b-buch.de. Zusätzlich habe ich den Blog http://www.b2b-marketing-blog.de gekauft. Dort werde ich über das Thema bloggen. Sollte eigentlich schon fertig sein, da hänge ich aber ziemlich hinterher. Der Blog rankt bereits/noch für einige relevante Keywords bei Google und sollte sich durch den Alters- und Backlinkbonus recht schnell reaktivieren lassen.

  12. 29. Mai 2014 at 09:45

    Danke für das schöne Beispiel. Deine Seite gefällt mir ausnehmend gut.

  13. 30. Mai 2014 at 13:20

    Vielen Dank für diesen informativen Artikel. Er hat mich nochmals darin bestärkt, wie wichtig Social Media bei der Vermarktung eines Buches ist.

    Es erfordert zwar einige harte Kämpfe mit dem inneren Schweinehund, aber ich denke, dass man sein Werk heutzutage nicht mehr anders an Mann/Frau und Kind bringen kann.

    Deshalb habe ich das Erscheinen meines Vanille-Engels auch von Anfang an mit einer fanpage und einer website begleitet.

    http://www.facebook.com/EngelGabri

    http://www.vanilleengel.de/

    Aber ich denke trotzdem, dass man auch klassische Webemittel nicht ausser acht lassen sollte. Der Engel hat zum Beispiel eine eigenen Visitenkarte, die sehr gut ankommt. Und ich werde auch noch Flyer gestalten. Viele Leute haben einfach gerne etwas in der Hand. Und gerade bei einem Kinderbuch sind auch ältere Leute (mit Enkeln) als Zielgruppe relevant. Die meisten von ihnen fühlen sich im die im Internet nicht richtig zu Hause.

    Den o.g. Tip mit der Reise finde ich toll. Ich weiß auch, dass das nicht neu ist. Aber das macht gar nichts. Es ist einfach eine nette Idee.

    viele Grüsse
    Katharina Berrenberg

  14. 3. Juni 2014 at 16:29

    Ich stimme Ihnen ganz zu, dass wir AutorInnen enttäuscht sind, wie wenig PR unsere Verlage für unsere Bücher machen. Es ist auch absolut richtig, dass wir selbst aktiv werden müssen. Aber an das Abliefern des Manuskriptes bzw. an die endgültige Freigabe für den Druck schließt sich eine Phase des Aufräumens/Abheftens/Loslassens an, während der man langsam aus dem Thema aussteigt. Und nach einer Erholungsphase steigt man in das nächste Thema ein. In meinem Fall brannte ich während des Schreibens am ‚Pfeifferschen Fieber‘ – ich schrieb über einen Mann namens Helmut Pfeiffer. Da ich aber in meinem Buch alles gesagt habe, was ich über Helmut Pfeiffer zu sagen hatte, ist die weitere Beschäftigung mit ihm nicht soo brennend wie das neue Fieber, in dem ich jetzt für mein neues Manuskript liege. Mit anderen Worten: Sobald das ‚Baby‘ auf der Welt ist, wandern Geist und Energie schon wieder zu neuen Ufern. So geht es uns AutorInnen also ähnlich wie unseren VerlegerInnen, die auch schon immer auf das nächste schielen. Sich nochmals voller Elan auf das vorige Buch zu konzentrieren finde ich motivationsmäßig schwierig.
    Freundliche Grüße aus Wien – Susanne Krejsa MacManus

  15. Claus Ehlert
    16. Juli 2014 at 09:06

    Vielen Dank für die guten Tipps, bzw. die gute Zusammenfassung der Anstrengungen die letztendlich dazu führen sollen, ein Buch bekannt zu machen.

    Aus meiner Erfahrung – 13 Fachbücher zur Prüfungsvorbereitung im Dualen Ausbildungssystem im Eigenverlag – kommen immer neue Fragestellungen auf einen zu.

    Hier einige:

    – Ist Facebook noch aktuell oder eher Google+ aufgrund des Rankings in Suchmaschinen?

    – Muss ich alle (zeitfressenden) Socialmedia-Kanäle bedienen? Nutzt meine Zielgruppe Twitter oder Google+ überhaupt?

    – Bin ich zu abhängig als Eigenverlag von Amazon, der nun mal ein großer Umsatzbringer ist?

    – Und die Frage, die mich zur Zeit sehr beschäftigt: Wie durchbreche ich die Barrieren und komme als Eigenverlag in den Zwischenhandel / Bücherwagen mit täglicher Auslieferung. Geht das zu annahmebaren Konditionen überhaupt?

    Mit besten Grüßen aus Neustadt an der Ostsee
    Claus G. Ehlert

  16. 16. Juli 2014 at 11:33

    @ Claus Ehlert: Alle Social Media Kanäle kannst du gar nicht bedienen, daher musst du ich konzentrieren, bzw. dir überlegen, ob und welche deine Leser benutzen. Du schreibst Bücher für Azubis, das bedeutet:
    – welche Kanäle benutzen deine Azubis: ist es facebook oder vielleicht sogar ein Ratgeberportal (gutefrage.net etc.)
    – ob Azubis auf Google+ anzutreffen sind, musst du prüfen. Meines Erachtens ist ein Google+ Profil für den Author-Rank wichtig, wenn du deine Bücher über eine eigene Website ankündigst oder anpreist.
    – Schau dir als erstes also deine Azubis an, wie sie suchen, wo sie suchen, mit welchen Suchbegriffen.
    – Die eigene Website ist mit Sicherheit ein guter Weg, weil du hier alles selbst im Griff hast. Auch den Vorschlag mit einer eigenen Buchseite finde ich richtig. Mit einem Baukasten oder einer WordPress-Vorlage kannst du hier einiges reissen.

    Beispiel: bei einer Facebook-Fanpage brauchst du einen Grundbestand an Fans, sonst sieht dich hier niemand. Es sei denn, du machst Facebook-Ads. Das wiederum kann recht spannend sein, weil du hier deine Zielgruppe sehr präzise eingrenzen kannst.
    Wenn deine Keywords nischig genug sind, meine ich, sollte deine Website bei guter Konzeption schnell gut ranken können. Ansonsten helfen auch hier Adwords-Kampagnen, abhängig von Budget und Preis der Suchanfragen. Ich vermute aber, dass das überschaubar ist.

    Wenn der Titel zieht, ist Amazon bestimmt gut. Denn auf Amazon ist jeder und wenn du der erste zum Thema bist, wird dein Buch sicherlich gefunden. Die Frage der Abhängigkeit: na ja, was zahlt dir Amazon beim Verkauf eines Buches und was zahlt dir ein Verlag.
    Ich selbst habe letztes Jahr mein erstes Fachbuch klassisch über einen Verlag publiziert und hier waren Grundhonorar und Stückprovision pro Buch eher bescheiden. Im Nachhinein denke ich, hätte ich mit Amazon mehr erreicht.

    Viel Erfolg

    Andreas

  17. 17. Juli 2014 at 15:54

    Liebe Frau Dr. Hoffmann,

    vielen Dank für den aufschlussreichen Artikel mit den vielen Tipps.

    Viele Grüße aus Bingen
    Andrea Conrad

  18. 4. Mai 2015 at 10:45

    Nachdem ich bereits drei eBooks und zwei Bücher als Self Publisherin herausgegeben habe, muss ich mich nun endlich verstärkt dem Buchmarketing widmen, wobei die Umsetzung Ihrer Tipps nützlich sein wird. Vielen Dank.

  19. Ulrich Eckardt
    17. Mai 2016 at 09:59

    Hallo,

    vielen Dank für den interessanten Artikel. Was ich derzeit lernen darf ist, dass mehr Zeit für Social-Marketing (Facebook, Google, Twitter & Co.) einzuplanen ist, als für das Schreiben des Buches. Dies hat insgesamt ein Jahr gedauert.

    Welche Aktionen kann man noch für ein Fachbuch ergreifen?

    Beste Grüße

    Ulrich

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