Phänomen “Jahresbeginn-Tschakka”: Wie Ihr 2012 aus sieben guten Gründen erfolgreich wird

Immer besonders magisch: die Morgenröte eines neuen Jahres.

Immer besonders magisch: die Morgenröte eines neuen Jahres.

Haben Sie zu Silvester gute Vorsätze gefasst? Und, wenn ja: Haben diese die erste Arbeitswoche überstanden? Nein? Dann können wir uns ja jetzt mit den wirklich wichtigen Dingen befassen, nämlich Ihrem Erfolg in diesem Jahr. Mein einziger Vorsatz, vor langer Zeit gefasst und bisher konsequent eingehalten, lautet übrigens: Keine Vorsätze! Machen, was ansteht!

Das, was gerade ansteht, zeigt sich nämlich oft auf sehr wunderbare, geradezu fließende Weise, und häufig ganz anders, als man es geplant hatte. Dennoch habe ich zu Beginn immer dieses wunderbare, gespannte, neugierige Gefühl, dass das gerade begonnene Jahr mein bisher großartigstes wird. Und tatsächlich hat sich das bisher auch immer bewahrheitet: Am Ende eines jeden Jahres habe ich das Gefühl, dass es das bisher schönste, erfüllteste, erfolgreichste war. (Rückschläge und nicht so schöne Erlebnisse eingeschlossen; jede Erfahrung ist auf ihre Weise wichtig.)

Auch ohne eine Liste guter Vorsätze: Für den Erfolg ist Ausrichtung dennoch wichtig; Klarheit über die eigenen Motive und Ziele; Klarheit auch über die eigenen Werte. Und genau auf letztere will ich einmal mehr hinaus.

Derzeit lese ich allenthalben “Jahresbeginn-Tschakka”-Artikel für ein erfolgreiches neues Jahr (… und nichts anderes ist dieser Beitrag hier ja auch). Das Spannende daran ist, dass jeder es aus seiner Sicht der Dinge und mit Hilfe seiner bsonderen Fachkenntnisse detailliert beleuchtet. So wie beispielsweise der von mir sehr geschätzte Brian Solis Ten Social Media Strategies to Define a Successful 2012 vorstellt. “This is your year …”, ruft er uns darin zu (… und ist darin ganz meiner Meinung vom vergangenen Dienstag). Er beschreibt sehr detailliert und pointiert, worum es in Social-Media-Strategien wirklich geht beziehungsweise gehen sollte.

Zwei Dinge fallen mir an Brians Beitrag (und in ähnlicher Weise auch an vielen anderen) auf: 1. Neu und aktuell sind vor allem die Plattformen, die er nennt. Alles andere galt auch schon für 2011 und wird für 2013 genauso gelten.  2. Letztlich lässt sich alles immer wieder auf wenige Kerntugenden zurückführen.

Das bedeutet nicht, dass man auf den ganz konkreten, fachlichen Input verzichten kann. Wer in der Kommunikation – und eben auch in der Kommunikation im Social Web – erfolgreich sein will, muss up to date sein. Er muss die neuesten Entwicklungen kennen. Er braucht das nötige Handwerkszeug und die richtigen Fachleute. Aber: Das ist alles nichts, ohne die zugrundeliegenden Werte. Wenn Sie also 2012 ganz groß herauskommen wollen, dann sollten Sie (scheinbar paradoxerweise) nicht zuerst an sich und an Ihren Erfolg denken, sondern an die Menschen, auf die Sie sich beziehen.

Die neuen (und auch die nicht mehr ganz so neuen) Werkzeuge des Web, die sich immer weiter entwickeln, bieten Ihnen großartige Möglichkeiten. Auch kleine Unternehmen und einzelne Berater können sich beachtliche Reputation und große Aufmerksamkeit erarbeiten, wenn sie es richtig machen und diese Möglichkeiten nutzen. Große Unternehmen entwickeln direkte, intensivere Beziehungen zu Kunden und anderen Stakeholdern. Wenn sie es richtig anpacken.

Hier sind meine sieben einfachen Tipps dazu:

  1. Gut zuhören: Was brauchen die Menschen um Sie herum? Nicht nur Ihre (potenziellen) Kunden, sondern Ihr gesamtes Netzwerk sowie die Meinungsbildner Ihrer Branche?
  2. Genau beobachten: Was tut sich wo? Was ist neu? Was tritt in den Hintergrund? Welche Informationen sind für Sie bedeutsam? Welche (technischen) Kenntnisse und Fertigkeiten sollten Sie erwerben?
  3. Sinnvoll automatisieren: Schaffen Sie Workarounds, die Ihnen die Informationssuche vereinfachen. Nutzen Sie Reader, Aggregatoren, automatische Suchen, Google Alerts …
  4. Geschickt selektieren: Zu viele Informationen lähmen eher als dass sie beflügeln. Sortieren Sie großzügig aus, was nicht relevant ist.
  5. Relevant bleiben: Sprechen Sie, wenn Sie wirklich etwas zu sagen haben. Schweigen Sie, wo andere nur schwafeln.
  6. Großzügig sein: Was können Sie geben? Wo können Sie jemandem weiterhelfen? Welches wertvolle Fachwissen besitzen Sie, das andere weiterbringt?
  7. Klug investieren: Wie bringen Sie Ihr Wissen und Ihre Botschaften so in die Welt, dass sie von anderen wahrgenommen werden – und zwar auf eine Weise, die den Betreffenden wirklich weiterhilft?


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Die Autorin: Dr. Kerstin Hoffmann berät Unternehmen in klassischer PR & Social Web.
Kontakt: Tel. 02151 970785; kontakt(at)kerstin-hoffmann.de; www.kerstin-hoffmann.de

 

  2 comments for “Phänomen “Jahresbeginn-Tschakka”: Wie Ihr 2012 aus sieben guten Gründen erfolgreich wird

  1. 13. Januar 2012 at 10:39

    Wie viel dünner wären unsere Zeitungen, wie viel angenehmer wäre es, Twitter, Facebook und Google+ zu lesen, wie viel TV-Sender könnten ihr Programm straffen, wenn mehr Menschen diese sieben Tipps beherzigen würden.

    Vor allem Punkt 5 gefällt mir.
    Danke.

  2. 13. Januar 2012 at 10:41

    Freut mich. Danke für das Feedback!

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