Willkommen im Jahr der ungewöhnlichen Formulierung! – Aktion und Blogparade

„Maßgeschneiderte Lösungen“? Ab sofort verboten! „Individuelle Konzepte“? ‚Delete‘-Taste! „Unser fachlich geschultes Personal“? Nie wieder!

Weg mit sprachlichen Klischees und gedankenlos übernommenen Floskeln in der Unternehmenskommunikation! Her mit guten Texten, die wirklich herüberbringen, was Sie sagen wollen! Hiermit rufe ich das Jahr der ungewöhnlichen Formulierung aus!

Sie können mitmachen: Mit Beiträgen in Ihrem eigenen Blog, mit Kommentaren unter diesem und den folgenden Artikeln, und natürlich auch mit Verlinkungen über Social Networks. Alle Beiträge, die hierher <http://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/2012/01/10/jahr-der-ungewoehnlichen-formulierung/> verlinken, sammle ich im Blog und gebe sie ebenfalls bei Twitter, Facebook, Google+ und weiteren Social Networks bekannt. – Der Hashtag, etwa für Twitter oder Google+, ist #djduf.

Da die Blogparade das ganze Jahr über läuft, können Sie sich auch mit mehreren Beiträgen oder einer ganzen Serie beteiligen!

Mehr Sprachqualität in der Unternehmenskommunikation!

Wir können nicht jedem beibringen, so zu schreiben wie ein Texter. Wir können noch nicht einmal jedem beibringen, fehlerfrei zu tippen. Das wollen wir auch gar nicht. Aber wir können bei denjenigen, die schreiben können und wollen, mehr Sensibilität wecken. Denn oft werden klischeehafte Sätze einfach ohne Nachdenken eingebaut; ohne dass sich der „Kopist“ überlegt, was sie eigentlich aussagen; und was er oder sie in Wirklichkeit ausdrücken will.

Warum diese Aktion?

Der Auslöser war ein Werbetext, den ich kürzlich gelesen habe. Er pries eine an sich hochwertige Dienstleistung an, zu der dem Texter aber nichts anderes einfallen war als die oben genannte „maßgeschneiderte, individuelle, persönliche Beratung“.

Was sagt das über die Leistung aus? Nichts.
Wie oft haben wir das schon gelesen?
Millionen Male.
Überzeugt uns das von dem Angebot?
Nein.

Das geht besser: mit Formulierungen, bei denen der Leser innehält; mit Gehalt, der wirklich etwas über die Leistung aussagt; eben mit anderen Worten als den üblichen Klischees. Man muss sich eben nur ein paar Gedanken dazu machen. Nicht allein darüber, welche Wörter ausgewählt werden. Sondern auch über den Nutzen, den der Text transportiert. Also über Sprache, Inhalte, unternehmerisches Ausrichtung. Jeder Text, der so entsteht, sogar einer, der etwas holpert, ist besser als eine aalglatte Floskel.

Natürlich ist das nichts Neues. Jeder von uns liest dauernd solche Texte. Aber jetzt habe ich einfach einmal Lust, das Thema aufzugreifen, und es wäre schön, wenn Sie Lust haben dabeizusein. Zugleich – und ich wäre keine Texterin, wenn das nicht auch meine Absicht wäre, die ich hiermit ganz offen kommuniziere – soll diese Aktion auch auf den Wert und die Wirkung guter, professionell geschriebener Texte aufmerksam machen. Vielleicht erkennt der eine oder die andere, dass es sich doch lohnt, wenigstens gelegentlich einen Kommunikationsprofi hinzuzuziehen.

Wer hat etwas davon?

Jeder, der die Wortwahl und Sprache in seiner Unternehmenskommunikation verbessern will. Jeder der Spaß daran hat, sich mit Texten und Schreiben zu befassen. Aber auch jeder, der mit seinem Beitrag zur Aktion zeigen will, was er oder sie schreiberisch kann und anbietet.

Wer kann mitmachen?

Jeder, der etwas zum Thema zu sagen hat. Natürlich Blogger, Texter, Kommunikationsberater, Autoren, Journalisten … Aber auch Unternehmer und alle anderen Sprachbegeisterten.

In welcher Form können Sie mitmachen?

Indem Sie beispielsweise Ratgeber-Beiträge schreiben, indem Sie sprachliche Schnitzer humorvoll aufgreifen oder indem Sie aus Ihrer eigenen Schreibpraxis berichten. In Blogbeiträgen, Google+-Postings oder als Facebook-Nachricht, ganz kurz auf Twitter oder in Bild und Ton auf YouTube.

Wo und wie können Sie Ihren Beitrag verlinken und bekanntmachen?

  • Automatisch per Pingback, indem Sie aus Ihrem WordPress-Blog zu diesem Beitrag verlinken: http://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/2012/01/10/jahr-der-ungewoehnlichen-formulierung/
  • Händisch, in den Kommentaren unter diesem Artikel.
  • Händisch per Trackback aus älteren Blogsystemen. Trackback-URL: http://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/2012/01/10/jahr-der-ungewoehnlichen-formulierung/
  • Indem Sie mir den Link über das Kontaktformular senden. Ich trage ihn dann ein.

 Wie geht es hier im PR-Doktor weiter?

Das ganze Jahr über werde ich in loser Folge einzelne Formulierungen aufgreifen, Begriffe hinterfragen, besonders gelungene Texte vorstellen und Tipps für ungewöhnliche Formulierungen geben. Gleich in der kommenden Woche befasse ich mich mit dem oben bereits angesprochenen „Adjektiv“ maßgeschneidert, das anscheinend in kaum einer Beschreibung von Dienstleistungen fehlen darf.

Was meinen Sie zu dieser Aktion? Ich freue mich über Ihren Kommentar und über viele Beiträge!

Hier finden Sie eine stets aktuelle Liste sämtlicher bereits erschienener Beiträge.


Dr. Kerstin HoffmannDie Autorin: Dr. Kerstin Hoffmann berät und unterstützt Unternehmen sowie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in digitalen Strategien, Public Relations und Corporate Blogging. Sie gibt Workshops, hält Vorträge und schreibt Bücher. Ihr Blog “PR-Doktor” ist laut Ebuzzing eines der führenden deutschen Blogs über digitale Kommunikation. Sie wollen mehr darüber erfahren, was Kerstin Hoffmann mit ihrem Team für Ihr Unternehmen tun kann? Hier geht es zum Beratungsangebot. »

kontakt(at)kerstin-hoffmann.de | Kontaktformular »


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  73 comments for “Willkommen im Jahr der ungewöhnlichen Formulierung! – Aktion und Blogparade

  1. 10. Januar 2012 at 09:49

    Die Idee gefällt mir als Neubloggerin (seit Dezember 2011) gut. Ich werde meine geplanten Beiträge fürs eigene Blog gleich mal daraufhin begucken – ich wette, dass ich die eine oder andere Floskel finden werde … Mal sehen, was mir an besseren Formulierungen einfällt.

  2. 10. Januar 2012 at 11:10

    Im Kulturbereich gibt es ein ähnliches Problem. Als Beitrag erlaube ich mir, auf einen älteren Blogpost zu verweisen:
    http://www.vioworld.de/blog/2009/11/die-bratwurst-im-kulturjournalismus/

  3. 10. Januar 2012 at 11:14

    Tolle Idee, die Aktion! Das Adjektiv „maßgeschneidert“ gehört schon seit Jahren zu meinem festen Repertoire schlechter Beispiele in meinen Schreibworkshops:-). Eine abgenutzte Metapher. Ursprünglich ein schönes Bild (ich gehe zur Schneiderin und lasse mir etwas auf Maß schneidern, das nur mir allein passt). Jetzt haben wir es einfach zu oft gelesen und es ist zur hohlen Phrase geworden. Tütensuppen-Werbedeutsch.

    Letztes Jahr habe ich für einen Newsletterartikel ca. 30 Spendenbriefe sprachlich analysiert – die Quintessenz daraus passt meiner Ansicht nach gut zu dieser Blogparade: http://www.fundraising.saz.com/fundraising-echo-2011-1-1

    Ma sehen, ob ich dazu komme, mich mit einem neuen Beitrag daran zu beteiligen. Eigentlich ja mein Herzensthema (relaunche nur gerade komplett meine Site, das dauert noch:-).

  4. 10. Januar 2012 at 12:03

    Mein momentaner Verbalgraus zurzeit: der inflationäre Gebrauch von „nachhaltig“.

  5. 10. Januar 2012 at 12:28

    Das beruht vor allem auf individuellen Fehlern. Würde jeder seine Leistung abrufen, wäre alles viel besser.

  6. 10. Januar 2012 at 13:10

    @Florine: Geht mir genauso.

  7. 10. Januar 2012 at 13:11

    @Andreas: Ich denke, es resultiert auch aus fehlendem Bewusstsein – und das stärker zu wecken, ist auch meine Absicht.

  8. 10. Januar 2012 at 13:25

    Schöne Aktion, und auch wichtig, Texte immer wieder zu hinterfragen und sich nicht mit abgedroschenen Formulierungen zufrieden zu geben. Aaaber … wenn es denn so einfach wäre …

    Leider steht dem schönen Text der suchmaschinenoptimierte Text entgegen. Manche Kernbegriffe muss man einfach deshalb verwenden, weil die potenziellen Interessenten eben danach suchen – und nicht nach der brillant formulierten Alternative. Beispiel: Ein namhafter Weißwarenherstller hatte keinen Erfolg damit, auf seiner Webseite „Waschvollautomaten“ anzupreisen, weil die Leut‘ halt eben nach „Waschmaschine“ googeln.

    Gute Nachricht: Nach „maßgeschneiderter Lösung“ googelt keiner, und nach „individueller Beratung“ sucht nur eine Handvoll. Es gibt Hoffnung.

    Bin sehr gespannt auf die Resonanz, auf kluge Texte und sprühende Ideen, die nicht nur Suchmaschinen, sondern auch Kunden und Interessenten anmachen.

  9. 10. Januar 2012 at 13:35

    Wundervolle Aktion! Mein persönlicher Anti-Favorit: „knackiger Salat“.

  10. 10. Januar 2012 at 14:00

    Hallo PR-Doktor! Da mach ich natürlich begeistert mit und wie es der Zufall so will, hab ich den passenden Artikel schon parat. Bin gespannt auf die anderen Beiträge. Hier mein ganz schön umstrittener Artikel zum ewigen ‚Herzlich Willkommen‘ auf Homepages und Online-Shops.
    http://www.papillon-texte.de/2011/10/warum-kein-herzlich-willkommen/
    und als Gastartikel http://www.textshop.biz/blog/webtext/260/webtext-warum-eigentlich-kein-herzlich-willkommen-auf-webseiten?c=1151
    Schöpferische Grüße allen Lesern und Schreibern!
    J. Florence Pompe

  11. 10. Januar 2012 at 15:13

    Vielen Dank für den Link. Schöner Text! Solche Artikel, die bereits irgendwann vorher in diesem Themenbereich erschienen sind, können hier natürlich gerne verlinkt werden. In die Teilnahme-Liste der Blogparade nehme ich aber nur solche Texte auf, die auch tatsächlich dazu geschrieben wurden, also ab heute erscheinen – und dann noch das ganze Jahr über. Sorry, dass ich darauf nicht extra hingewiesen habe. Darauf wäre ich auch gar nicht gekommen, weil es für Blogparaden eigentlich selbstverständlich so ist. Aber das ist dann ja jetzt eine gute Gelegenheit, darauf noch einmal hinzuweisen.

    @J. Florence Pompe: Vielleicht fällt Ihnen zu Ihrem Thema ja ein schöner neuer Ansatz oder Teilaspekt ein, den Sie nochmal in einem neuen Artikel aufgreifen können.

    … und als Tipp bei der Gelegenheit: Schon rein aus suchmaschinentechnischen Gründen rate ich Blogbetreibern davon ab, bereits erschienene Artikel umzudatieren oder nachträglich den Text zu ändern. Das gilt erst recht dann, wenn Sie Zählpixel der VG Wort verwenden, denn dann verlieren Sie unter Umständen alle bisherigen Zählungen für den betreffenden Beitrag.

  12. 10. Januar 2012 at 15:16

    @Sabine Wittig: Danke. Ah, das ist in der Tat auch so eine Reizformulierung. Vielleicht lässt sich daraus „ein bunter Mix anrichten“ oder „ein schöner eigener Artikel stricken“. 😉

  13. K.F.Mayer
    10. Januar 2012 at 15:42

    Eine gute Aktion. Aber hätte unter die Überschrift „Wirkunsvolle Kommunikation in einer digitalen Welt“ nicht auch ein Logo gehört, was den gleichen Ansprüchen genügen sollte, wie die verbale Kommunikation? Das verwendete Logo sieht ein bisschen nach „schnell mal in Paint selbst gemacht“ aus. Daher mein Tipp: mehr Qualität im Gesamtkonzept!

  14. 10. Januar 2012 at 15:53

    @Kerstin Hoffmann. O.k., dann mach ich mir mal Gedanken für einen neuen Beitrag, hab ja noch ein paar Monate Zeit..
    Grüße J.Florence Pompe

  15. 10. Januar 2012 at 16:16

    Schön. ich freue mich darauf!

  16. 10. Januar 2012 at 16:44

    … nun ja… kein Wunder! Zunächst soll man als Texterin die ganzen Begriffe auswendig lernen und dann internalisieren… wie Overline, Subline, Body Copy, Pay-off und Claim…. um dann wieder individuelle, aussagekräftige und peppige Formulierungen zu produzieren. 😉

    Aber das nur als Anmerkung am Rande.
    Coole Aktion. Ich bin dabei.

  17. 10. Januar 2012 at 17:47

    „Ich würde mal sagen“ geht gar nicht! Sag es einfach!

  18. 10. Januar 2012 at 18:03

    🙂

  19. 10. Januar 2012 at 18:09

    Sorry, dass einige der ersten Kommentare noch nicht beantwortet sind, mehrere darauf folgende aber schon. Das liegt daran, dass das Antispam-Plugin heute großzügig mit dem Aussortieren war und ich die Kommentare deswegen erst jetzt gefunden und freigeschaltet habe.

    Also: Danke an alle Kommentatoren – und ich bin sehr gespannt auf die Beiträge, die da kommen werden!

  20. A-Jay
    11. Januar 2012 at 12:22

    Eine schöne Idee.

    Ich stelle jedoch fest, das die meisten der bisherigen Komm entatoren sich exakt der Sprache bedienen, die sie so furchtbar und/oder nichtssagend finden.
    ;-))

    Wo gibt es denn Beispiele von, im Sinne der Aktion, besonders gelungenen Texten zu begutachten?

  21. 11. Januar 2012 at 15:42

    Liebe PR-Doktorin,

    ein schöner Aufruf, der mich gleich animiert hat, mir auch Gedanken zu machen. Mein Brief an mich selbst, der aber auch für andere funktionieren wird, ist unter folgendem Link zu finden: http://thomaskreiseder.com/2012/01/11/mit-adjektiven-knausern-nomen-hinterfragen/

    Beste Grüße, Thomas Kreiseder

  22. 11. Januar 2012 at 15:49

    Lieber Thomas Kreiseder,

    ein sehr schöner Beitrag. Vielen Dank dafür. Ich mache in Kürze eine Liste mit allen Beiträgen auf und verlinke sie dann hier.

    Herzlichst
    Kerstin Hoffmann

  23. 11. Januar 2012 at 16:34

    … und hier ist auch schon die Liste. Sie wird stets aktualisiert. Sie ist auch im obigen Beitrag verlinkt sowie in der Seitenleiste des Blogs gleich hier rechts.

  24. Angelika Bewer
    11. Januar 2012 at 17:34

    Danke für die Initiative, die bei einem Sprachsensibelchen wie mir auf große Zustimmung stößt.
    Zwei Dinge, bei denen sich mir die Nackenhaare aufstellen, eines davon leider auch im Eingangstext:
    Etwas kommunizieren. Man kommuniziert MIT jemandem. Oder man verbreitet/veröffentlicht/benennt oder sagt schlicht etwas.
    Etwas realisieren. Ohne Nachdenken aus dem Englischen übernommen. Warum nicht „wahrnehmen“ oder „bemerken“? Warum das Wort für „verwirklichen“ zweckentfremden?
    Schöne Grüße!

  25. 11. Januar 2012 at 17:54

    „Ungewöhnliche Formulierungen“ zu wählen, muss aber keineswegs Selbstzweck sein. Schon die „abgedroschenen Formulierungen“ (ist selbst ja auch eine) wegzulassen, wäre schon sehr hilfreich. Statt nun den Schreibstress zu erhöhen, indem man sich bemüht, möglichst originell zu sein, empfehle ich lieber eine sehr einfache Sprache. Die wird von vielen Menschen leichter und lieber rezipiert (und von Suchmaschinen auch).
    Leichte Sprache ist im übrigen ein wichtiger Aspekt zur barrierefreien Gestaltung speziell von Web-Seiten.

  26. 11. Januar 2012 at 17:58

    Sehr gute Hinweise, vielen Dank. Speziell das Thema „einfache Sprache“ steht bereits für einen der folgenden Blogbeiträge auf meiner Liste. Aber das heißt nicht, dass nicht auch andere dazu bloggen können. Im Gegenteil: Das kann man gar nicht oft genug betrachten. 😉

  27. 11. Januar 2012 at 18:06

    Herr Ziegert hat recht, ich hab mich jetzt zwischenzeitlich schon abgemüht einen Ersatz für die „maßgeschneiderte Lösung“ zu finden..und „passgenau“ ist als Alternative ja auch nich grade neu.. Gute Ersatzformulierungen wird man also kaum finden. Wohl besser ganz anders ansetzen..

  28. 11. Januar 2012 at 18:17

    Stimmt: Buzzwords, die auf derselben Ebene aus derselben Denke kommen, ändern in der Tat nichts. (… auch ein interessanter Ansatz für einen weiteren Blogbeitrag!)

  29. 11. Januar 2012 at 21:31

    *Aufzeig* ich hab was, ich hab was. Darf ich jetz mit paraden? http://www.papillon-texte.de/2012/01/ungewohnliche-formulierungen-%E2%80%9Ebleibt-alles-anders-h-gronemeyer/

    Grüße und frohes Schaffen,
    Papillons

  30. 11. Januar 2012 at 23:09

    Sehr schön, vielen Dank!

  31. 12. Januar 2012 at 08:33

    Vielleicht wird aus diesem Projekt ja eine Wortwechselstube für Umlautdenker ?
    Mir würde das gefallen.

    Tausche Nörgler gegen Bedenkenträger 😀

  32. 12. Januar 2012 at 12:06

    Ich möchte eine Lanze für das Wort ‚maßschneidern‘ brechen. In Maßen genutzt, beschreibt es genau das, was das Produkt kann.

    Beispiel:
    „Der Vorteil modularer Präsentationen: Sie können Ihren Vortrag schnell maßschneidern.“

    Ok, ok – häufig verwendete Begriffe sind wie Beton. Es kommt darauf an, was man daraus macht 🙂

  33. 12. Januar 2012 at 12:42

    Tolle Aktion, die mir aus der Seele spricht. Wenn ich mal selber einen Text schreiben muss, benutze ich für erste Überprüfungen gerne das Blablameter. http://www.blablameter.de/

    Herzliche Grüße
    Gina

  34. 12. Januar 2012 at 14:55

    @Papillon-Texte on 11. Januar 2012 at 18:06
    Wäre es nicht sowieso eleganter ohne ein Adjektiv? Eine Lösung ist eine Lösung. Die könnte doch eigentlich als solche reichen und auch für sich stehen, ganz ohne passgenau, maßgenschneidert, perfekt, passend etc. Oder nicht?

  35. 12. Januar 2012 at 16:09

    @Sascha Knöchel, naja maßgeschneidert sagt eben aus, dass die Lösung nur zu diesem einen „Unternehmen“ oder was auch immer passt. Ich finde das Wort an sich gut, aber wenn es nich‘ mehr zieht, weil überall benutzt..
    Übrigens hab ich zufällig heute einen bemühten Ersatz für das maßgeschneidert in der Werbung für „Rolf Benz Möbel“ gefunden: „Das Ego-Prinzip: Ihr Stil + Ihre Maße = Ihr Sofa.“ Hmmm also für mich ist „Ego“ einfach negativ besetzt.

  36. 12. Januar 2012 at 16:14

    Genau um das Adjektiv „maßgeschneidert“ geht es übrigens in meinem nächsten Beitrag zum Thema, in der kommenden Woche.

  37. 12. Januar 2012 at 19:16

    Klasse Aktion! Bin dabei – irgendwann im Lauf des Jahres ;-). In der Zwischenzeit möchte ich auf einen Beitrag von Klaus Kresse über fieses Schönsprech verweisen:

    http://www.cpwissen.de/Experten-Forum/items/der-unfug-mit-dem-schoensprech.h
    tml

  38. 13. Januar 2012 at 09:40

    Tolle Aktion! Und eben lief mir dieser Artikel über den Weg: http://www.harvardbusinessmanager.de/meinungen/artikel/a-805147.html

  39. 14. Januar 2012 at 09:11

    Schöne Aktion, aber mit dem Pingback funktioniert es nicht. Daher noch einmal:
    http://kalliopevorleserin.wordpress.com/2012/01/12/anleitung-zur-phrase/

  40. 14. Januar 2012 at 12:55

    Sehr schön, danke!

  41. 17. Januar 2012 at 10:24

    Das ist eine ganz tolle Aktion, an der ich mich gerne beteiligt habe mit dem Beitrag „Unis mögen Denglisch“:
    http://www.andreabehnke.de/unis-moegen-denglisch/2012/01/17/

  42. 19. Januar 2012 at 14:24

    Auch ich habe mich mal mit gebräuchlichen Phrasen auseinander gesetzt. Diesmal zum Thema Arbeitswelt und Bewerbungen.
    http://tibamietz.blogspot.com/2012/01/mein-profil-hat-potenzial.html

  43. 19. Januar 2012 at 14:33

    Prima, danke. Nehme ich sofort in die Liste auf.

  44. 25. Januar 2012 at 11:55

    Bonforzionöse Idee! Hier mein maßgeschneiderter Beitrag…

    Neues aus der Schreibwerkstatt: Nach Wörtern grasen
    http://carolawolff.wordpress.com/2012/01/13/neues-aus-der-schreibwerkstatt-nach-wortern-grasen/

  45. 25. Januar 2012 at 20:57

    Wurde schon ein Kochrezept eingereicht?
    Vielleicht ist es nicht ungewöhnlich genug formuliert, das ist in diesem Gebiet aber auch nicht so einfach. Denn die Handlungen wiederholen sich stets. Ich finde Ihre Idee aber grandios!

    http://blog.nordbayern.de/netz/2012/weiss-garnelen-auf-himbeerstreifen-mit-gratiniertem-chicoree/

    Mit freundlichem Gruß aus Nürnberg
    Peter

  46. 25. Januar 2012 at 21:12

    Köstlich! 🙂

  47. Uwe Baltner
    2. Februar 2012 at 07:57

    Herzlichen Dank für diese schöne Aktion, die ich in einem kleinen Blogeintrag unseren Kunden ans Herz gelegt habe:

    http://www.gerhard-baumann.net/artikel/aid/kampf-der-floskel.html

    Für mich ist das Wichtigste, Spaß an der Sprache zu haben und sich nicht mit der erstbesten Formulierung zufrieden zu geben. Ich bin mir sicher, dass wir Nutzer und Suchmaschinen künftig nur durch Texte mit Charakter erreichen werden.

    Herzliche Grüße,
    Uwe Baltner

  48. 2. Februar 2012 at 10:31

    Der Todestrakt für jeden halbwegs erfrischenden Text ist die Marketingabteilung großer IT Unternehmen. Besonders in der Event-Kommunikation lesen sich die Flyer, wie Auszüge der 08/15 Bibel. Beispiel gefällig?

    „…Jeden Tag gestalten wir gemeinsam mit Ihnen die Zukunft der IT. Voraussetzung dafür ist ein umfangreiches Know-how über aktuelle Technologien und Lösungen. Deswegen präsentieren Ihnen auch 2012 wieder erstklassige Redner in ihren Vorträgen zukünftige Trends und spannende Innovationen…“

    Wer so einer Einladung folgt, der geht auch aus Langeweile auf Begräbnisse. Und dem Texter bleibt nur die Flucht in eigene Projekte, bevor die Affen mit den Schreibmaschinen übernehmen…

    Gruß von den Fotoschichten

  49. 2. Februar 2012 at 14:04

    @Hans Christian: mit so wahren Worten und so schön auf den Punkt gebracht habe ich das lange nicht mehr zu lesen bekommen

    danke dafür!

  50. 4. Februar 2012 at 11:28

    Hier noch ein Text zum Thema!
    Ich glaube das wird mich in diesem Jahr noch eine ganze Weile beschäftigen!

    http://tibamietz.blogspot.com/2012/02/ab-heute-will-ich-mutig-sein.html

  51. 12. März 2012 at 10:33

    Wenn man wirklich „flexibel“ und „innovativ“ ist, dann müsste man doch dazu etwas zu erzählen haben, z.B. über Situationen in denen man besonders „flexibel“ war oder über Ideen, die besonders „innovativ“ sind. Und wenn man das gut erzählt, denkt das Publikum „flexibel“, obwohl man’s nicht sagt. Diesen Gedanken habe ich gerade in einem Blog-Beitrag aufgegriffen: http://ueberzeugend-praesentieren.de/blog/der_flexible_und_innovative_service.html

  52. Hirnzwengler
    13. März 2012 at 16:34

    Ihr starker Partner in Sachen Kompetenz.
    Kompetenz in Sachen Partnerschaft und Qualität.
    Ihr starker Kompetenzpartner in Sachen Qualität.
    Qualität ist unsere Stärke.

  53. 25. April 2012 at 10:43

    Schöne Blogparade. Aber ob ein Jahr ausreichend ist?

    Hier mein Beitrag dazu: http://www.schreibtischwelten.de/2012/04/11/interessant-geschrieben-oder-hinreißend-formuliert/

    Grüße an alle.

  54. 25. Oktober 2012 at 15:46

    Herrlich. Ich empfinde genauso. Sprache ist vielfältig! Hab auch mal ein paar Worte dazu verloren.

  55. 4. Juni 2015 at 12:10

    Danke für die Blogparade und die Zusammenstellung der Beiträge. Ist zwar schon 2015, aber das Thema bleibt vermutlich immer „brandaktuell“ – um bei den Phrasen zu bleiben …
    Schade finde ich, dass inzwischen sehr viele Link , zu viele als dass ich Lust habe, sie alle aufzuführen, ins Leere führen. Ist wohl der schnelllebigen Bloggerei geschudet. Trotzdem habe ich die noch vorhandenen Beiträge gerne gelesen und Danke dafür. Jetzt gehe ich auf die Suche nach Ersatzworten für „optimal“.

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