Natürlich darf ich mich nicht darauf verlassen. Aber ich bin dennoch dankbar für das, was in den allermeisten Fällen schon binnen Minuten geschieht, wenn in einem neu erschienenen Blogbeitrag ein Link nicht stimmt, ein gravierender Tippfehler vorkommt oder sonst etwas nicht funktioniert: Es kommt eine Mail oder ein Kommentar im Blog. Häufig von guten Freunden oder engen Kolleginnen. Oft aber auch von Menschen, die mir bis dahin völlig unbekannt waren. Das sieht dann zum Beispiel so aus: “Liebe Frau Hoffmann. Danke für den interessanten Beitrag. Der Link <xyz> führt in die Irre. Bitte korrigieren. Viele Grüße …” oder so wie hier in einem Kommentar.
Ich mache das übrigens genauso. Ich mache das auch fast täglich. Sehe ich in einem guten Blogbeitrag einen schlimmen Vertipper, schreibe ich schnell eine Mail. Oder wenn ich bei Kollegen sehe, dass beispielsweise eine Blogfunktion oder ein Reiter auf einer Facebook-Seite nicht richtig eingerichtet ist, nehme ich kurz Kontakt auf. Neulich zum Beispiel hatte eine Kollegin aus meiner Sicht den TweetMeme-Button auch auf Seiten integriert, auf denen ich es komisch fand. Da habe ich sogar kurz angerufen.
Allerdings muss mir jemand die Korrektur schon wert sein. Ich kann ja nicht durch’s ganze Netz surfen und alle Fehler korrigieren. Das kann ich nicht leisten, und das will ich auch gar nicht. Schließlich gehört solche Beratung ja eigentlich mit zu meinem Job. Dass ich es im direkten Netzwerk dennoch mache, ist ein gegenseitiger Tauschhandel. Man hilft sich untereinander. Man bekommt etwas und man gibt etwas zurück. Nicht immer direkt, eher als größeres Bild. Ich sehe das als gemeinsame Qualitätssicherung im Netzwerk. Mich persönlich machen dieser Austausch und die Wertschätzung, die sich darin ausdrückt, sehr glücklich.
Nichtsdestoweniger gibt es übrigens eine Menge ungeschriebene Regeln, die die meisten auch befolgen. Beispielsweise:
- Ein Dank für die Korrektur gehört zur selbstverständlichen Höflichkeit dazu. Wer gar nicht erst antwortet, bekommt kein zweites Mal eine Nachricht.
- Ganz vorsichtig muss man auch sein, wenn der Anschein entstehen könnte, man wollte die Korrektur nutzen, um Kontakt mit einem potenziellen Kunden aufzunehmen.
- Verdeckte Absichten sind hier völlig kontraproduktiv. Wenn sich andererseits ein interessanter Austausch und eine weitere Vernetzung daraus entwickelt: umso besser.
- Schmal ist auch der Grat zwischen hilfreicher Unterstützung und Besserwisserei. Manche Leute sind empfindlicher als andere. Selbst solche, die aktiv nach Feedback fragen, können nicht jedes offene Wort dann auch vertragen. Umgekehrt gibt es sensible Bereiche und Themen, die ich nur anspreche, wenn ich den Betreffenden schon besser kenne.
Nur so als Hinweis: Ich bin gar nicht empfindlich und freue mich über jedes Feedback. Ich muss ja nicht mit allem übereinstimmen; aber neue Perspektiven bringt es allemal. Für jede Korrektur offensichtlicher Fehler sowieso. Denn so sehr ich mich bemühe, mir werden immer mal wieder welche unterlaufen. Reparierte Links dienen dann ja nicht nur mir, sondern allen weiteren Lesern.
Sollte ich jemals vergessen haben, mich zu bedanken: Herzlichen Dank an alle Leser dafür, dass Sie aufmerksam mitlesen und sich melden. Machen Sie bitte weiter so!














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