5 Dinge, für die Sie Social Media nicht nutzen sollten

7. Oktober 2009

Als ich den PR-Zen von dieser Woche schrieb (“Einfach öfter mal die Presse halten!”), sind mir fünf besonders häufige Fehler klargeworden, die ungeübte besonders häufig in Social Media machen. Die möchte ich Ihnen nicht vorenthalten:

Die Plattformen und Technologien des Web 2.0 – Social Media – sind äußerst verführerisch, vor allem durch ihre Verfügbarkeit und einfache Bedienbarkeit. Sie verleihen dem Einzelnen mehr Gehör als je zuvor, schier unendliche Veröffentlichungsmöglichkeiten und jede Menge Gelegenheiten sehr schnell eine sehr große Zahl anderer Menschen zu erreichen. Deswegen sind sie auch so gefährlich – und zwar vor allem für die Reputation jedes einzelnen.

Früher gab es jede Menge Kontroll- und Regelinstanzen, bevor ein Inhalt ins Netz gelangte. Nicht, dass es da nicht auch schon schreckliche Websites gegeben hätte und jede Menge Inhalte, mit denen sich Personen und Unternehmen nachhaltig geschadet haben. Aber eine spontane, nicht zurücknehmbare Äußerung, die sich sofort viral verbreitet: eher selten. Deswegen ist es heute wichtiger denn je, die Werkzeuge und ihre Gesetzmäßigkeiten wirklich zu kennen, ehe man sie einsetzt. Verfügbarkeit und einfache Bedienbarkeit sind extrem verführerisch. Widerstehen Sie! Hier sind fünf Dinge, für die Sie Social Media nicht nutzen sollten.

1. Adressbuch für Werbemails: Vernetzen Sie sich mit Ihren Kontakten aus sozialen Netzwerken, tauschen Sie sich mit ihnen aus. Aber sammeln Sie keine Adressen, um diesen anschließend Werbemails und Prospekte zusenden. Das ist die sicherste Methode, um sich mehr Ablehnung als Erfolg zu holen.

2. Quasselbude: Es gibt Foren und Chats, in denen Sie frei plaudern dürfen. Aber Businessplattformen sind keine Orte zum Labern und Blödsinn-Verbreiten. Sinnentleerter Blödsinn über Twitter befreit Sie schnell und sicher von allen Followern, die für Sie als Netzwerkpartner und Multiplikatoren interessant wären.

3. Plattform für Nabelschauen: persönliche Authentizität und Ehrlichkeit sind äußerst wünschenwert. Aber unterscheiden Sie das von Privatem. Exhibitionismus und peinlichen Einblicken in Ihr Privatleben. Es tut Ihnen irgendwann leid. Daher auch: Finger weg vom Twitter, wenn sich der Alkoholpegel der Fahruntüchtigkeit nähert!

4. Kampfring: Streit und Auseinandersetzungen, Seitenhiebe und Zickereien sind immer unangenehm. Wenn Sie sich nicht beherrschen können und unbedingt jemanden zurechtweisen oder beleidigen müssen: Rufen Sie Ihre vermeintlichen Gegner an oder schicken Sie ihnen Privatmails. Selbst vermeintlich berechtigte eigene Verteidigung schadet demjenigen, der sich im Recht fühlt (und meistens sind das beide Seiten) in der Öffentlichkeit mehr, als ihm das öffentliche Rechthaben nützt.

5. PR-Kanal: Social Media und Netzwerkplattformen sind in der Regel keine Ort für Pressemitteilungen oder Werbebotschaften, und schon gar nicht sind sie eine Einbahnstraße. Es sei denn, sie wären eigens für Werbung und PR bestimmt und benannt- was dann ja auch jeder Leser/User weiß. Der Sinn von Social Media ist aber vor allem der Dialog, nicht die Verlautbarung in eine Richtung.

Morgen: “5 Dinge, für die Sie Social Media nutzen sollten“.

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3 Antworten auf 5 Dinge, für die Sie Social Media nicht nutzen sollten

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  2. Ronald Werner on 7. Oktober 2009 at 17:25

    Eigentlich….
    ist mir das alles bewusst, wenn ichs lese.
    Danke für die Struktur und Klarheit.
    Ronald

  3. Kerstin Hoffmann on 7. Oktober 2009 at 18:24

    Man ist stets gern zu Diensten. ;)

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