stART.09 – Kultur und Web 2.0: Mein persönlicher Rückblick

Mit einigen Tagen Abstand hier mein persönliches Resümé der stART.09, der Konferenz zu Kultur und Web 2.0, die am vergangenen Donnerstag und Freitag erstmals in Duisburg stattgefunden hat. Für mich steht jetzt schon fest: Das war eines der herausragenden Ereignisse dieser Herbst-/Wintersaison.

Viele der rund 500 Teilnehmer waren an Orten, an denen sie vielleicht nie ankommen werden: Second Life, virales Marketing, umfassende Web-2.0-Präsenz als Utopie für viele Kultureinrichtungen, die gerade erst überhaupt im Internet angekommen sind. Aber auch als „Nicht-Orte“ sind die vorgestellten Medien und Strategien dennoch richtungweisend für den Aufbruch in eine neue Vernetzung und in einen neuen, fruchtbaren Dialog mit Besuchern, Zuschauern und Zuhörern. Kommunikation, das ist wohl allen klar geworden, kann keine Einbahnstraße sein. Erfolgreiche Beispiele von Praktikern aus der Kultur waren ebenso inspirierend wie die erfreulich offenen Darstellungen der Kommunikationsprofis.

Am eigenen Leib habe ich einmal mehr erfahren, wie sich Web 2.0 auf das reale Leben und Netzwerken auswirkt. Kaum hatte ich am Donnerstagmorgen das Foyer der Mercatorhalle betreten, kamen schon die ersten auf mich zu: „Wir kennen uns doch aus Twitter!“, „Ich lese immer dein Blog!“, „Zuletzt sind wir uns auf XING begegnet!“, „Wir sind doch in Facebook vernetzt!“ Den Organisatoren, die mir schon lange virtuell bekannt und sehr vertraut sind – besonders Karin Janner und Christian Henner-Fehr -, bin ich tatsächlich erstmals persönlich begegnet. Wir konnten es selbst kaum glauben. Der Schritt von der virtuellen und telefonischen zur realen Vertrautheit war dann nur noch ein sehr kleiner.

Kennengelernt habe ich eine ganze Reihe sehr interessanter Menschen. Die Bandbreite und Qualität der Vorträge haben mir sehr imponiert, und ich habe sehr viel und sehr aktuelles Wissen mit nach Hause genommen – unter anderem von Gerd Leonhard, Christof Breidenich, Can Gezer oder Andreas Mertens. Die Vorträge dieser vier sind bei mir besonders hängen geblieben. Allerdings habe ich auch nicht alle Veranstaltungen besuchen können, weil vieles parallel lief. Daher bin ich gespannt auf die Zusammenfassungen, die die Organisatoren gerade auf Vimeo und auf Slideshare organisieren. (Der aktuelle Stand dazu steht jeweils auf der stART-Website.)

Sehr gut hat mir die Location gefallen, und auch die organisatorische und technische Betreuung waren wirklich exzellent. Als ich kurz vor meinem Workshop feststellte, dass das Mikro einen unerwünschten Hall erzeugte, war in Minuten jemand bei mir, der den Fehler umgehend behob. Mein Workshop behandelte übrigens das Thema „Effiziente Kultur-PR in einer vernetzten Welt„. Ganz zum Abschluss saß ich noch einmal mit Gastgeber Dr. Alfred Wendel, Christian Henner-Fehr, Dorothea Abpovnik und Professor Ralf Spiller auf dem Podium.

Ich freue mich schon auf die stART.10.

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