PR an Blogger? Ein Dauerbrenner

Soll man nun oder soll man nicht? Es geht um die Frage, ob es sinnvoll ist, Pressemitteilungen an Blogger zu senden. Ich greife das Thema nicht zum ersten Mal auf. Es gibt die Fraktion, die generell eher davon abrät. Zu ihnen gehört etwa Thomas Pleil, der im Textdepot mehrfach differenziert zu dem Thema geschrieben hat. Es gibt nach wie vor diejenigen, die ziemlich mit der Gießkanne an alle Blog heraushauen, was nur irgend herauszuhauen ist. Und es gibt diejenigen, die dazu ausführlichen Rat geben: Wenn schon PR an Blogger, dann aber richtig. Dazu gehört Mike Schnoor. Sein Blog „Telagon Sichelputzer“ habe gerade erst entdeckt und dort auch den hilfreichen Beitrag „HowTo: PR mit Bloggern“ gefunden.

Die drei wichtigsten Sätze darin:

Blogger sind keine Journalisten.

Blogger sind nicht auf die Informationen angewiesen, die man ihnen mitteilen möchte.

Ein Blogger ist zu nichts verpflichtet.

Schließlich kommt Mike Schnoor auf die eine, die wichtigste Regel, zurück, die für jegliche Form der sozialen und medialen Interaktion und daher auch für die PR gilt: „Alles in allem sind diese wenigen Grundsätze nichts weiter als das, was man von klein auf an lernt, wenn man etwas kommunizieren möchte.“  Mit anderen Worten: Auch hier hilft der gesunde Menschenverstand am meisten weiter.

Übrigens: Ich sende nach wie vor keine PR an Blogger. Für mich nicht und nicht für Kunden. Für mich sind Blogs – so unterschiedlich sie auch sind – kein Medium für PR im klassischen Sinne. Meiner Auffassung nach ist das einzige, was wirklich nützt, die Vernetzung. Und dann muss es in alle Richtungen gehen, nicht nur in eine. Ansonsten geht es vor allem darum, hochwertigen Content und interessante Inhalte zu produzieren. Dann kommt die Verlinkung von selbst. Virale Effekte erreicht man nicht auf klassischen Pfaden.


  4 comments for “PR an Blogger? Ein Dauerbrenner

  1. N.N.
    6. Juli 2009 at 08:41

    [Kommentar auf Wunsch des Kommentators entfernt.]

  2. 6. Juli 2009 at 10:39

    Hallo,

    generell keine PR an Blogger zu schicken finde ich nicht sinnvoll. Je nach Blog kann die Rückmeldung wichtige Infos bringen. Wenn man auf den den Grundsatz „Ein Blogger ist zu nichts verpflichtet“ achtet, kann man auch nicht enttäuscht werden.

    Ich habe einmal eine PM an einen Design-Blog geschickt, der diese freundlicherweise auch aufnahm, aber auch konstruktiv Kritik am Angebot äußerte. Ich diesem Sinne sind Blogs sehr aufschlußreich.

    Viele Grüße
    Mario Böhl

  3. Kerstin Hoffmann
    6. Juli 2009 at 11:18

    Ja, das kommt eben sehr auf das Thema an und auf das betreffende Blog. Jeder hat da seine eigene Strategie und seine eigenen Erfahrungen. Ich mache es nicht, würde aber auch nie generell davon abraten.

  4. 6. Juli 2009 at 16:37

    Also ich sehe das ähnlich wie Kerstin Hoffmann: Blogger sind im Allgemeinen keine Zielgruppe für Medienarbeit as usual. Im Einzelfall kann es anders sein. Vielleicht hat man auch mal Glück, aber manchmal wird man eher das Gegenteil des Gewünschten erreichen. Und ob uns die neuen Ideen einer Social Media Release wirklich die Lösung bringen, da steht für mich noch ein großes Fragezeichen.

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