"Nicht um Links betteln!"

25. November 2008

“Erste Blogger-Regel: Nicht um Links betteln!” heißt ein hervorragender, informativer Beitrag des Blogtrainers Karl-Heinz Wenzlaff.

Wie erreicht man die Aufmerksamkeit von Bloggern?

* Betteln Sie nicht um Links. Blogger haben schon genug Ärger mit Kommentar-Spammern und Trackback-Spammern, denen es nur um Backlinks geht.
* Verlinken Sie selbst auf Blogs, die Sie gern lesen. Die Blogosphäre lebt von Links. Wer nicht verlinkt, stellt sich selbst ins Abseits. “Linkgeiz” ist eben nicht geil.
* Pflegen Sie eine Blogroll mit Ihren Lieblingsblogs. Die Aufnahme in die Blogroll ist ein Zeichen der Wertschätzung für andere Blogger.
* Lesen Sie andere Blogs und beteiligen Sie sich dort an der Diskussion. Natürlich mit substanziellen Beiträgen, denn mit Kommentar-Spammern… aber das sagte ich schon.

Der Erfolg wird nicht ausbleiben. Andere Blogger werden auf Sie und Ihr Blog aufmerksam. Sie werden Ihr Blog direkt oder über RSS-Feeds mitlesen. Und wenn Sie dann noch interessante Beiträge schreiben, werden andere auch auf Sie verlinken…

Das bedeutet aus meiner Sicht vor allem: Ein Blog konsequent zu betreiben ist eben einfach Arbeit. Lohnt sich aber. Jedoch nur, wenn es Spaß macht. Wenn es anstrengend ist, als lästige Pflicht empfunden wird oder halbherzig geschieht, kann es nicht erfolgreich sein. Egal, wie sehr andere damit durchstarten. Daher unterstütze ich absolut das Fazit, das Karl-Heinz zieht:

Soviel Zeit haben Sie nicht? Dann vergessen Sie das Bloggen am besten. Sofort.

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8 Antworten auf "Nicht um Links betteln!"

  1. Giesbert Damaschke am 25. November 2008 um 16:18

    > Soviel Zeit haben Sie nicht? Dann vergessen Sie das Bloggen am besten. Sofort.

    solche apodiktischen Urteile reizen mich immer zum Widerspruch 8-)
    Wenn jemand mit einem Blog im Netz aktiv ist und einfach nur so vor sich hinbosselt, weil’s ihm Spaß macht und ansonsten den lieben Gott einen guten Mann sein lässt: was wäre dagegen zu sagen? Privatim gilt im Netz: erlaubt ist, was gfällt. Statt sich um irgendwelche Erfolgsregeln zu kümmern, sollen die Leute doch einfach erstmal die Dinge tun, die ihnen Spaß machen. Alles andere kommt dann schon von selbst.

    Statt irgendwelche Hürden zu errichten und Ansprüche zu formulieren (“schreiben Sie – aber bitte nur Substantielles!” – gimme a break), an denen Hobby-Blogger aus dem Stand scheitern und es frustriert sein lassen, sollte man imho eher jeden, aber wirklich jeden auf das Lebhafteste dazu ermuntern, das mit dem Internet und den Blogs einfach mal auszuprobieren.

    Bei kommerziellen Auftritten oder Leuten mit schweren Ego-Probleme sieht das natürlich anders aus. 8-)

  2. Kerstin Hoffmann am 25. November 2008 um 16:25

    Giesbert: Du hast vollkommen Recht. Sowohl Karl-Heinz als auch ich hätten näher oder deutlicher darauf eingehen sollen, welche Art Blogs gemeint ist.

    Aber im Wesentlichen beschreibt Karl-Heinz ja, wie es gelingen kann, mit einem Blog erfolgreich zu sein und eine hohe Verlinkung zu erreichen.

    Ein Hobby-Blogger ohne Ambitionen würde sich wohl auch nicht in der beschriebenen Weise an einen anderen Blogger wenden -, oder?

  3. Kerstin Hoffmann am 25. November 2008 um 16:30

    Im übrigen stimme ich nicht zu, dass jeder es mit dem Bloggen einfach mal versuchen sollte. Zumindest nicht, bevor er sich genau überlegt hat, welche persönlichen Spuren er damit im Netz hinterlässt. (Ich sage jetzt nicht ‘Online Reputation Management, sonst krieg’ ich nachher gleich wieder einen drüber.;-)) Wie schon an anderer Stelle gesagt: Das Netz vergißt nichts: http://taeglichfrisch.wordpress.com/2008/06/02/das-web-vergisst-nichts/

  4. Giesbert Damaschke am 25. November 2008 um 16:51

    Wer Angst vorm Leben hat, sollte das Internet meiden 8-) – und ein Minimum an sozialer Kompetenz ist natürlich auch Voraussetzung.

    Ich bin jetzt seit rund 15 Jahren online aktiv, immer mit meinem Realnamen, jeder, der will, findet auf meiner Homepage sämtliche Kontaktdaten etc. Bislang habe ich damit keine Probleme.

    ich glaube übrigens auch nicht, dass das alberne Abifeten-Foto 20 Jahre später ganze Karrieren zerstören kann. Diese Idee überträgt rezente Verhaltensmuster und Wertvorstellungen, die aus Erfahrungen der analogen Offline-Welt gebildet wurden, einfach mal ein paar Jahre in die Zukunft und vergisst dabei, dass die sich ändernden Erfahrungen auch zu Änderungen der Wertvorstellungen führen werden. Dass diese “peinliche Foto”-Affären aktuell so hochgekocht werden, ist einfach nur ein Zeichen für einen gesellschaftlichen Lernprozess und die mähliche Erweiterung der Medienkompetenz.

    Btw – “das netz vergisst nichts” – das ist doch schon 10 Jahre alt ;-) :

    http://www.damaschke.de/notizen/index.php/das-netz-verliert-nichts/

  5. Kerstin Hoffmann am 25. November 2008 um 17:00

    Toll, wie die Sachen sich im Netz erhalten! :-)

  6. Frank H. aus Z. am 25. November 2008 um 23:03

    Ich frage mich gerade, ob ich ein “Kommentar-Spammer” bin, wirklich substanziell ist das ja meist nicht, was ich von mir gebe – und die Welt der Online-Information bringe ich auf diese Weise vermutlich nicht gesamthaft auf den nächsten Qualitäts-Level.

    Zu der Blog-Diskussion kann man sicher sagen, dass sich das Bild ähnelt zu anderen Technologien, die auf einmal einer breiten Masse zugänglich werden.

    Synthesizer, Desktop Publishing und Digitalkameras fallen mir spontan ein.

    Nur weil es “geht”, heisst das nicht, dass jeder Dilettant damit spontan und ohne grosse Mühe erfolgreich ist. Auf der anderen Seite versuchen die “Profis” aber, ihre Felle zu retten und machen Stimmung gegen alle, die das Thema weniger ernst nehmen – auch wenn es engagierte Amateure sind, die offen sind und vielleicht neue kreative Ideen ohne den Ballast des ach so hohen Anspruchs einfach umsetzen.

    Die Menge an Müll steigt als Nebeneffekt natürlich auch an.

  7. Kerstin Hoffmann am 26. November 2008 um 10:57

    Nein, bist du natürlich nicht. :-) Was ja schon der Rest deines Beitrags beweist.

    Von mir aus kann jeder machen, was er will. Er soll sich halt bloß hinterher nicht beschweren. ;-) In diesem Sinne war wohl auch die Aussage von Karl-Heinz (“Soviel Zeit haben Sie nicht? Dann vergessen Sie das Bloggen am besten. Sofort.”) gemeint: dass eben erfolgreiches, ausgerichtetes Bloggen innerhalb eines Kommunikations-Mixes nur unter bestimmten Voraussetzungen Sinn macht.

    Sowohl Karl-Heinz als auch ich beziehen uns ja so gut wie immer auf den professionellen Bereich. Hobby-Blogger sind nicht unsere Zielgruppe – wenn sie dennoch von dem profitieren, was wir schreiben: umso besser.

    Ich habe auch überhaupt nichts gegen den kreativen Einsatz neuer Medien. Ich habe auch eine Digitalkamera und experimentiere damit herum. Ich veröffentliche die Bilder sogar hier im Blog. Aber ich würde nie auf die Idee kommen, für Kunden zu fotografieren. Da verweise ich immer auf Fotografen.

    Das Gleiche mit Gestaltung: Ich verstehe zu viel von Design, als dass ich es je selbst versuchen würde – jedenfalls nie professionell. Aber ich habe auch schon tolle Entwürfe von begabten Laien gesehen (und schlechte Entwürfe von Profis).

  8. Karl-Heinz am 26. November 2008 um 11:40

    @Giesbert Damaschke: Sie haben vollkommen Recht, wenn Sie schreiben, dass das Bloggen Spass machen soll. Na klar! Aber Spass und Erfolg schließen einander wirklich nicht aus.

    Und darum ging es mir vorgestern bei meinem Blogposting: Linkbettelei um der reinen Backlinks willen verleidet anderen den Spass am Bloggen und ist obendrein ein Mißerfolgskonzept.

    Mit bloggenden Grüßen
    Karl-Heinz

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