{"id":32734,"date":"2026-07-28T06:41:38","date_gmt":"2026-07-28T04:41:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kerstin-hoffmann.de\/pr-doktor\/?p=32734"},"modified":"2026-07-27T16:27:24","modified_gmt":"2026-07-27T14:27:24","slug":"gruende-warum-corporate-influencer-programme-scheitern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kerstin-hoffmann.de\/pr-doktor\/gruende-warum-corporate-influencer-programme-scheitern\/","title":{"rendered":"7 typische Gr\u00fcnde, warum Corporate-Influencer-Programme fr\u00fcher oder sp\u00e4ter scheitern"},"content":{"rendered":"<h2><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-32737\" src=\"https:\/\/www.kerstin-hoffmann.de\/pr-doktor\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/artikelbild_corporate-influencer-programm_scheitern.png\" alt=\"Warum scheitern Corporate-Influencer-Programme fr\u00fcher oder sp\u00e4ter?\" width=\"825\" height=\"464\" srcset=\"https:\/\/www.kerstin-hoffmann.de\/pr-doktor\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/artikelbild_corporate-influencer-programm_scheitern.png 825w, https:\/\/www.kerstin-hoffmann.de\/pr-doktor\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/artikelbild_corporate-influencer-programm_scheitern-300x169.png 300w, https:\/\/www.kerstin-hoffmann.de\/pr-doktor\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/artikelbild_corporate-influencer-programm_scheitern-768x432.png 768w, https:\/\/www.kerstin-hoffmann.de\/pr-doktor\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/artikelbild_corporate-influencer-programm_scheitern-705x397.png 705w\" sizes=\"auto, (max-width: 825px) 100vw, 825px\" \/><\/h2>\n<h2>\u2026 und was Programmverantwortliche dann tun k\u00f6nnen<\/h2>\n<p><strong>In einem Unternehmen ist das Programm zwar gestartet, aber irgendwie kam es von Anfang an nicht so richtig in Schwung. In einem anderen waren beim Kick-off f\u00fcnfzig Teilnehmende begeistert und motiviert, ein halbes Jahr sp\u00e4ter ist keiner von ihnen mehr regelm\u00e4\u00dfig auf LinkedIn aktiv. In einem dritten l\u00e4uft das Programm seit zwei Jahren erfolgreich, nun stagniert es aus scheinbar unerkl\u00e4rlichen Gr\u00fcnden: Es gibt einen Teams-Kanal, in dem zuletzt im Fr\u00fchjahr jemand etwas gepostet hat, und eine Folie im Quartalsreporting an die Gesch\u00e4ftsleitung. Von den zw\u00f6lf Teilnehmenden der ersten Stunde sind noch drei regelm\u00e4\u00dfig sichtbar, zwei davon w\u00e4ren es auch ohne Programm.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Warum scheitern Corporate-Influencer-Programme oder verlieren zumindest an Elan, und an welcher Stelle? Gibt es typische Ursachen und wenn ja: Wie beugt man dem Scheitern vor und geht mit Hindernissen um? Wie sichert man umgekehrt, dass ein Programm eben nicht scheitert, sondern weiter erfolgreich l\u00e4uft? Die folgenden sieben Gr\u00fcnde folgen dem Verlauf eines solchen Programms, vom Start bis zur dauerhaften Umsetzung. Zu jedem davon geh\u00f6ren Handlungsempfehlungen. Wer ein Programm verantwortet, das gerade an Schwung verliert, findet hier wom\u00f6glich die Stelle, an der sich noch etwas bewegen l\u00e4sst.<\/strong><\/p>\n\n<div id=\"ez-toc-container\" class=\"ez-toc-v2_0_85 counter-hierarchy ez-toc-counter ez-toc-grey ez-toc-container-direction\">\n<div class=\"ez-toc-title-container\">\n<p class=\"ez-toc-title\" style=\"cursor:inherit\">Inhalt<\/p>\n<span class=\"ez-toc-title-toggle\"><a href=\"#\" class=\"ez-toc-pull-right ez-toc-btn ez-toc-btn-xs ez-toc-btn-default ez-toc-toggle\" aria-label=\"Toggle Table of Content\"><span class=\"ez-toc-js-icon-con\"><span class=\"\"><span class=\"eztoc-hide\" style=\"display:none;\">Toggle<\/span><span class=\"ez-toc-icon-toggle-span\"><svg style=\"fill: #999;color:#999\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" class=\"list-377408\" width=\"20px\" height=\"20px\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\"><path d=\"M6 6H4v2h2V6zm14 0H8v2h12V6zM4 11h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2zM4 16h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2z\" fill=\"currentColor\"><\/path><\/svg><svg style=\"fill: #999;color:#999\" class=\"arrow-unsorted-368013\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"10px\" height=\"10px\" viewBox=\"0 0 24 24\" version=\"1.2\" baseProfile=\"tiny\"><path d=\"M18.2 9.3l-6.2-6.3-6.2 6.3c-.2.2-.3.4-.3.7s.1.5.3.7c.2.2.4.3.7.3h11c.3 0 .5-.1.7-.3.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7zM5.8 14.7l6.2 6.3 6.2-6.3c.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7c-.2-.2-.4-.3-.7-.3h-11c-.3 0-.5.1-.7.3-.2.2-.3.5-.3.7s.1.5.3.7z\"\/><\/svg><\/span><\/span><\/span><\/a><\/span><\/div>\n<nav><ul class='ez-toc-list ez-toc-list-level-1 ' ><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-3'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-1\" href=\"https:\/\/www.kerstin-hoffmann.de\/pr-doktor\/gruende-warum-corporate-influencer-programme-scheitern\/#Grund_1_Das_Commitment_der_Geschaeftsleitung_ist_nur_formal\" >Grund 1: Das Commitment der Gesch\u00e4ftsleitung ist nur formal<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-3'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-2\" href=\"https:\/\/www.kerstin-hoffmann.de\/pr-doktor\/gruende-warum-corporate-influencer-programme-scheitern\/#Grund_2_Das_Programm_ist_zu_wenig_strategisch_verankert\" >Grund 2: Das Programm ist zu wenig strategisch verankert<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-3'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-3\" href=\"https:\/\/www.kerstin-hoffmann.de\/pr-doktor\/gruende-warum-corporate-influencer-programme-scheitern\/#Grund_3_Die_Beteiligten_werden_nicht_richtig_abgeholt\" >Grund 3: Die Beteiligten werden nicht richtig abgeholt<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-3'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-4\" href=\"https:\/\/www.kerstin-hoffmann.de\/pr-doktor\/gruende-warum-corporate-influencer-programme-scheitern\/#Grund_4_Zu_wenige_Ressourcen_auf_Dauer\" >Grund 4: Zu wenige Ressourcen auf Dauer<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-3'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-5\" href=\"https:\/\/www.kerstin-hoffmann.de\/pr-doktor\/gruende-warum-corporate-influencer-programme-scheitern\/#Grund_5_Das_Programm_wird_dauerhaft_als_Projekt_verstanden\" >Grund 5: Das Programm wird dauerhaft als Projekt verstanden<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-3'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-6\" href=\"https:\/\/www.kerstin-hoffmann.de\/pr-doktor\/gruende-warum-corporate-influencer-programme-scheitern\/#Grund_7_Das_Programm_entwickelt_sich_nicht_weiter\" >Grund 7: Das Programm entwickelt sich nicht weiter<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-3'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-7\" href=\"https:\/\/www.kerstin-hoffmann.de\/pr-doktor\/gruende-warum-corporate-influencer-programme-scheitern\/#Mehr_zum_Thema\" >Mehr zum Thema<\/a><\/li><\/ul><\/nav><\/div>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Grund_1_Das_Commitment_der_Geschaeftsleitung_ist_nur_formal\"><\/span>Grund 1: Das Commitment der Gesch\u00e4ftsleitung ist nur formal<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>Die Freigabe liegt vor, das Budget steht, die Verantwortlichkeiten sind verteilt. Das Corporate-Influencer-Programm ist gestartet. Aber ab diesem Moment h\u00f6rt man von der Gesch\u00e4ftsleitung nichts mehr zum Thema. Niemand aus der F\u00fchrungsebene ist selbst in sozialen Netzwerken aktiv. Das Programm taucht in keiner F\u00fchrungskommunikation auf, in keiner Zielvereinbarung und in keinem Jahresgespr\u00e4ch. Auf dem Papier existiert die Unterst\u00fctzung. Im Alltag merkt niemand etwas davon.<\/p>\n<p>Besch\u00e4ftigte interpretieren das richtig: Wer soll sich exponieren, wenn die eigene F\u00fchrungsebene dies erkennbar f\u00fcr verzichtbar h\u00e4lt? Die Aufforderung, das eigene Gesicht f\u00fcr die Marke zu zeigen, wirkt dann wie eine Aufgabe, die man nach unten weitergereicht hat.<\/p>\n<p>Kritisch wird es sp\u00e4testens beim ersten Widerstand: ein Posting, \u00fcber das intern diskutiert wird, eine unangenehme Reaktion in den Kommentaren, ein formaler Fehler oder eine rechtlich etwas bedenkliche Aussage. Dann gibt es vielleicht aus der Gesch\u00e4ftsleitung zum ersten Mal sichtbare Reaktionen; jedoch in Form von Kritik oder Anweisungen statt R\u00fcckendeckung und konstruktiver Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p>Das schafft nicht nur Unsicherheiten bei den Teilnehmenden. Auch die Programmverantwortlichen verlieren die Lust, wenn sie nur angesprochen werden, sobald etwas ausgeb\u00fcgelt werden soll.<\/p>\n<h4>Was Programmverantwortliche jetzt tun k\u00f6nnen: Verbindlichkeit herstellen<\/h4>\n<p>Eine Absichtserkl\u00e4rung der F\u00fchrungsriege sollte ausdr\u00fccklich eingefordert werden und dabei konkret formuliert sein. Was bedeutet Unterst\u00fctzung im Alltag? Wer entscheidet im Zweifelsfall? Wie oft wird berichtet, an wen, und was passiert mit dem Bericht? Dazu geh\u00f6rt die Zusage, die erforderlichen Ressourcen bereitzustellen und R\u00fcckendeckung zu geben, gerade wenn es nicht rund l\u00e4uft.<\/p>\n<p>Am st\u00e4rksten wirken F\u00fchrungskr\u00e4fte, die selbst sichtbar sind, Stichwort: <a href=\"https:\/\/www.kerstin-hoffmann.de\/pr-doktor\/?s=Social+CEO\">Social CEO<\/a>. Fehlt diese Bereitschaft noch, stellt die \u00dcberzeugungsarbeit auf F\u00fchrungsebene die dringendere Aufgabe dar.<\/p>\n<p>Gerade hier zeigt sich auch: Was sich manchmal erst im Verlauf auswirkt und das Programm beeintr\u00e4chtigt, hat wahrscheinlich viel fr\u00fcher begonnen. Dies gilt ebenso f\u00fcr den folgenden Grund:<\/p>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Grund_2_Das_Programm_ist_zu_wenig_strategisch_verankert\"><\/span>Grund 2: Das Programm ist zu wenig strategisch verankert<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>Worauf zahlt das Programm eigentlich ein? Wie ist es in der Unternehmensstrategie verankert? Wie ist es mit der Gesamtkommunikation vernetzt? H\u00e4ufig sind Ziele so allgemein formuliert, dass sich weder Ma\u00dfnahmen daraus ableiten noch Erfolge daran messen lassen. \u201eMehr Sichtbarkeit f\u00fcr das Unternehmen\u201c gibt eine Richtung an, mehr nicht. Die Reihenfolge ist immer dieselbe: vom Unternehmensziel zum Kommunikationsziel zum Programmziel. Fehlt eine dieser Ebenen, kann keine strategische F\u00fchrung des Programms stattfinden, und vor allem f\u00e4llt es schwer, den Erfolg zu beurteilen. Wer aber keinen Erfolg misst, anhand klar definierter KPI, kann nicht darauf aufbauend das Programm weiterentwickeln.<\/p>\n<p>Dahinter steckt oft ein gr\u00f6\u00dferes Problem. In vielen Unternehmen kennen die Ausf\u00fchrenden die strategischen Ziele gar nicht in ausgeschriebener Form. Jede Abteilung arbeitet mit eigenen Annahmen, die untereinander nie abgeglichen wurden. Wo gemeinsame Leitplanken fehlen, zahlt das Handeln der Einzelnen auf ihre pers\u00f6nlichen Ziele ein. Vorwerfen kann man das niemandem.<br \/>\nEine zweite Variante trifft man vor allem dort, wo das Programm im Marketing angesiedelt ist. Es wird wie eine Kampagne gef\u00fchrt, mit Laufzeit, Kampagnenziel und Abschlussbericht. Nach zw\u00f6lf Monaten ist die Kampagne vorbei, und mit ihr das Programm. Corporate Influencer brauchen jedoch Aufbauzeit. In der Logik einer Kampagne bekommen sie diese Zeit nie.<\/p>\n<h4>Was Programmverantwortliche jetzt tun k\u00f6nnen: Ziele an die Strategie binden<\/h4>\n<p>Auch bei einem laufenden Programm lohnt es sich, strategisch nachzusch\u00e4rfen. Zu jedem Ziel geh\u00f6ren Indikatoren, quantitative und qualitative. Ein Ziel, an dem sich nicht ablesen l\u00e4sst, ob es erreicht ist, bleibt eine Absichtserkl\u00e4rung. An einem gemeinsamen Mission Statement sollten alle Beteiligten mitwirken. Wer bei der Zieldefinition beteiligt war, vertritt sie sp\u00e4ter \u00fcberzeugt gegen\u00fcber Dritten. Beteiligen sollte man alle Bereiche, die im Programm eine Rolle spielen: Kommunikation, HR, Vertrieb, Recht, gegebenenfalls den Betriebsrat.<\/p>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Grund_3_Die_Beteiligten_werden_nicht_richtig_abgeholt\"><\/span>Grund 3: Die Beteiligten werden nicht richtig abgeholt<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>Die Auswahl der Teilnehmenden pr\u00e4gt den Erfolg eines Programms st\u00e4rker als die meisten anderen Faktoren. Deswegen sollte man sich zu Beginn gut \u00fcberlegen, wer in welcher Phase an Bord kommt. <a href=\"https:\/\/www.kerstin-hoffmann.de\/pr-doktor\/corporate-influencer-gewinnen-casting\/\">Dabei gibt es sehr unterschiedliche Vorgehensweisen: von der bewussten Auswahl bestimmter Pers\u00f6nlichkeiten bis zum unternehmensweiten Aufruf.<\/a><\/p>\n<p>Am wenigsten aussichtsreich ist wohl die delegierte Teilnahme. Eine F\u00fchrungskraft benennt jemanden aus ihrem Bereich, die Person sagt nicht ab und postet eine Weile pflichtbewusst, aber ohne wirkliche \u00dcberzeugung. Danach h\u00f6rt sie auf. Motivation l\u00e4sst sich nicht anordnen. Doch herstellen, wenn man die richtigen Argumente findet. Dann kann sogar eine Nominierung funktionieren.<\/p>\n<p>Problematisch kann es auch werden, wenn eine Gruppe zu homogen ist, beispielsweise alle aus Kommunikation, Marketing und HR kommen und \u00fcber \u00e4hnliche Themen posten. Dann entsteht wom\u00f6glich kein authentisches Bild von der fachlichen Breite des Unternehmens, im ganz pers\u00f6nlichen Stil von Botschafterinnen und Botschaftern aus unterschiedlichen Bereichen. Gerade so etwas macht ein Corporate-Influencer-Programm attraktiv und sorgt f\u00fcr die n\u00f6tige Resonanz, die man f\u00fcr Erfolgserlebnisse braucht.<\/p>\n<h4>Was Programmverantwortliche jetzt tun k\u00f6nnen: Auswahl ernst nehmen, die richtigen Worte finden<\/h4>\n<p>Sinnvollerweise macht man sich vorher Gedanken, wen man \u00fcberzeugen will und wie. Dazu braucht man eine Zielgruppenanalyse, nur so funktionieren die Argumentation und die Motivation. In fast jedem Unternehmen gibt es Menschen, die l\u00e4ngst ohne Programm sichtbar sind. Sie einzubinden lohnt sich, weil Bereitschaft und Erfahrung schon vorhanden sind. Vereinnahmen l\u00e4sst sich von ihnen allerdings niemand. Wer bisher nach eigenen Regeln gearbeitet hat, macht mit, wenn er mitbestimmen darf.<\/p>\n<p>Ein oft untersch\u00e4tzter Punkt: Klar kommunizieren, dass die Teilnahme freiwillig ist und ein Ausstieg jederzeit m\u00f6glich, ohne Begr\u00fcndung und ohne Gesichtsverlust. Erfahrungsgem\u00e4\u00df senkt das paradoxerweise die Zahl der Ausstiege, weil es den Druck reduziert. Andererseits bleiben dann nur diejenigen dabei, die wirklich motiviert sind, an die also die Ressourcen des Programms nicht verschwendet sind.<\/p>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Grund_4_Zu_wenige_Ressourcen_auf_Dauer\"><\/span>Grund 4: Zu wenige Ressourcen auf Dauer<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>Zun\u00e4chst einmal die pers\u00f6nlichen Ressourcen der Beteiligten: Wie viel Zeit die Aktivit\u00e4ten eines Corporate Influencers in Anspruch nehmen, kann sehr unterschiedlich aussehen. Gesch\u00e4tzt zwei bis vier Stunden pro Woche sollte eine Person einkalkulieren, die regelm\u00e4\u00dfig und mit Wirkung pr\u00e4sent sein will. Es gibt auch niedrigschwelligere Strategien, die weniger pers\u00f6nliche Ressourcen binden. Doch wer dies nicht thematisiert und hier keine Leitplanken liefert, wird schnell feststellen, dass etliche Teilnehmende sich auf Dauer schwertun, regelm\u00e4\u00dfig bei der Stange zu bleiben.<\/p>\n<p>Der andere Aspekt betrifft die Ressourcen f\u00fcr das Programm und die Zeit derjenigen, die das Programm verantworten und betreuen. Oft gibt es zu Beginn ein umfangreicheres Budget, und es werden andere Aufgaben hintangestellt, damit das Team aus Internen und Externen sich auf das Programm fokussieren kann. Doch nach einer Weile f\u00e4llt dies weg. Es gibt weniger Folgebudget f\u00fcr externe Begleitung, und die internen Programmverantwortlichen haben im Tagesgesch\u00e4ft jede Menge andere Aufgaben. Entweder sie reiben sich dann \u00fcber Geb\u00fchr auf und steuern zielsicher in die Ersch\u00f6pfung. Oder es geht zulasten des Programms, das nicht mehr mit voller Kraft weitergef\u00fchrt werden kann.<\/p>\n<h4>Was Programmverantwortliche jetzt tun k\u00f6nnen: Aufwand realistisch kalkulieren und absichern<\/h4>\n<p>Entscheidend ist, was den Aufwand der Einzelnen angeht, nichts kleinzureden, sondern offen dar\u00fcber zu sprechen. Dazu geh\u00f6rt es gegebenenfalls auch, die Vorgesetzten der Programm-Teilnehmenden einzubinden und \u00fcber Arbeitszeiten zu sprechen: nicht nur f\u00fcr die Aktivit\u00e4ten, sondern auch f\u00fcr Schulungen sowie den Austausch in der Corporate-Influencer-Community.<\/p>\n<p>Es gilt, von Anfang an realistisch zu kalkulieren, wie gro\u00df und aufw\u00e4ndig das Programm mit den gegebenen Budgets und zeitlichen Ressourcen der daran Mitarbeitenden werden kann. Einzurechnen sind beispielsweise das Budget f\u00fcr die externe Begleitung, die Wochenstunden der Hauptverantwortlichen, die Kapazit\u00e4t aus der Unternehmenskommunikation, ein Zeitkontingent in der Rechtsabteilung und ein Budget f\u00fcr Weiterbildung und Veranstaltungen. Das Programm kann nur so gro\u00df werden, wie diese Zahlen es erlauben. Die Behauptung, es koste fast nichts, h\u00e4lt genau zwei Wochen.<\/p>\n<p>Die F\u00fchrungskr\u00e4fte der Teilnehmenden bekommen eine eigene Information, am besten vor dem Kick-off. Sie m\u00fcssen wissen, was auf ihr Team zukommt und warum es sich lohnt. Hier gilt ebenso: Zielgruppenanalyse vor der Argumentation!<\/p>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Grund_5_Das_Programm_wird_dauerhaft_als_Projekt_verstanden\"><\/span>Grund 5: Das Programm wird dauerhaft als Projekt verstanden<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>Der Start ist sorgf\u00e4ltig vorbereitet: Workshop, Schulung, Kick-off, gute Stimmung. Es sind Ziele, Meilensteine und Reviews definiert. Es gibt eine Roadmap und einen Masterplan. Kurz: Die Einf\u00fchrung eines Corporate-Influencer-Programms wird als Projekt geplant und durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Daran ist nichts falsch, im Gegenteil. Die Weiterentwicklung des Programms und neue Phasen, etwa das Onboarding weiterer Teilnehmer, sollte man als Projekte organisieren.<\/p>\n<p>Doch ein Corporate-Influencer-Programm, das immer Projekt bleibt, kann nur scheitern. Erst dann, wenn es zum selbstverst\u00e4ndlichen Bestandteil der Unternehmensstrategie wird, kann es erfolgreich sein. Ein Projekt hat immer ein Ziel und daher ein Ende. Ein Corporate-Influencer-Programm nicht.<\/p>\n<h4>Was Programmverantwortliche jetzt tun k\u00f6nnen: Integration organisieren<\/h4>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal\" dir=\"ltr\">Das Einf\u00fchrungsprojekt braucht ein Ziel, das einen \u00dcbergabepunkt beschreibt. Ab wann l\u00e4uft das Programm im Regelbetrieb? Wer tr\u00e4gt es dann, mit welchem Etat, in welcher Abteilung? Wer diese Fragen erst gegen Projektende stellt, stellt sie zu sp\u00e4t. Regelbetrieb hei\u00dft in der Praxis: ein fester Posten im Etat, eine benannte Zust\u00e4ndigkeit samt Vertretung, ein Platz im Standardreporting. Solange das Programm aus einem Projektbudget mit Enddatum lebt, hat es eben ein Enddatum.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal\" dir=\"ltr\">Ablesen l\u00e4sst sich der \u00dcbergang an einigen Anzeichen. Das Programm kommt im Onboarding neuer Besch\u00e4ftigter vor. Es steht in den Aufgabenbeschreibungen der Beteiligten. Die Nachfolge der Hauptverantwortlichen ist geregelt. Niemand im Unternehmen muss mehr begr\u00fcnden, warum es existiert.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal\" dir=\"ltr\">Neue Projekte innerhalb des Programms bleiben dabei sinnvoll und sind sogar n\u00f6tig: eine weitere Onboarding-Runde, zus\u00e4tzliche Rollen, eine neue Plattform, der Aufbau von KI-Kompetenz. Jedes davon hat ein Ziel, ein Ende und einen Review. Das Programm selbst l\u00e4uft weiter.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal\" dir=\"ltr\">Auf die interne Sprache lohnt sich dabei ein Blick. Solange alle vom \u201eProjekt\u201c sprechen, wartet ein Teil der Organisation auf dessen Abschluss. Wer den Regelbetrieb erreicht hat, sagt das auch so.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 20px; font-weight: 600;\">Grund 6: Es entsteht keine echte Community<\/span><\/p>\n<p>Der Erfolg und der dauerhafte Bestand eines Corporate-Influencer-Programms stehen und fallen damit, ob sich eine Community mit echtem Austausch und gegenseitiger Unterst\u00fctzung bildet. Von au\u00dfen sieht eine Gruppe schnell wie eine Community aus. Es gibt eine Teilnehmerliste, einen Chatkanal und Termine im Kalender. Im Kanal stehen Ank\u00fcndigungen des Programmteams, darunter ein paar Reaktionen. Alle reden mit der Programmleitung, kaum jemand mit den anderen. An mehreren Standorten kennen sich die Teilnehmenden nicht einmal pers\u00f6nlich.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal\" dir=\"ltr\">Die Termine, die es gibt, sind Arbeitstreffen: Statusrunde, Reporting, Schulung. Sie sind n\u00fctzlich und erzeugen keine Zugeh\u00f6rigkeit. F\u00fcr das, was eine Community ausmacht, bleibt in einer straff moderierten Stunde keine Zeit.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal\" dir=\"ltr\">Die Folgen zeigen sich an zwei Stellen. Nach au\u00dfen unterst\u00fctzen sich die Teilnehmenden nicht. Niemand kommentiert die Beitr\u00e4ge der anderen, niemand teilt sie, niemand verweist auf sie. Damit verzichtet das Programm auf seinen gr\u00f6\u00dften Reichweitenvorteil, denn Resonanz entsteht in sozialen Netzwerken vor allem \u00fcber Beziehungen. Nach innen f\u00e4llt es niemandem auf, wenn jemand still wird. Ein innerer Austritt bleibt monatelang unbemerkt.<\/p>\n<h4 class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal\" dir=\"ltr\">Was Programmverantwortliche jetzt tun k\u00f6nnen: Austausch organisieren und loslassen<\/h4>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal\" dir=\"ltr\">Dabei ist die Zugeh\u00f6rigkeit f\u00fcr viele Teilnehmende der eigentliche pers\u00f6nliche Gewinn. Sichtbarkeit und Personenmarkenwert sind abstrakte Gr\u00f6\u00dfen und zeigen sich erst nach Monaten. Eine Gruppe, in der jemand fragt, wie es l\u00e4uft, und in der jemand antwortet, wirkt sofort. Nach der ersten Euphorie tr\u00e4gt genau diese Gruppe das Programm weiter.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal\" dir=\"ltr\">Arbeitstreffen und Community-Formate brauchen getrennte Termine. Der Jour fixe kl\u00e4rt Abstimmungsfragen und bleibt kurz. Daneben braucht es Formate ohne Agenda: ein Mittagessen, ein Stammtisch, eine offene Fragestunde, ein internes Barcamp. Idealerweise sollten sich die Beteiligten zumindest gelegentlich pers\u00f6nlich treffen, selbst bei mehreren Standorten. Eine solche Begegnung tr\u00e4gt die digitale Zusammenarbeit \u00fcber Monate.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal\" dir=\"ltr\">Allerdings: Ich begleite internationale Projekte, bei denen der Aufwand nun wirklich nicht in Relation st\u00fcnde. Dann muss man individuell andere L\u00f6sungen finden.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal\" dir=\"ltr\">So oder so: Betreiben l\u00e4sst sich eine Community nicht von der Programmleitung allein. Man kann und sollte die gegenseitige Unterst\u00fctzung f\u00f6rdern. Man kann und sollte die Zusammensetzung der Gruppe so gestalten, dass sich Ber\u00fchrungspunkte ergeben. Beim Medienzugang lohnt ein zweiter Blick. Nicht alle Besch\u00e4ftigten haben einen Rechnerarbeitsplatz oder ein Diensthandy. Formate, die das \u00fcbersehen, schlie\u00dfen einen Teil der Belegschaft aus.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal\" dir=\"ltr\">Dann muss man jedoch loslassen k\u00f6nnen. Wo eine Community entsteht, bilden sich Beziehungen und entsteht Austausch, den niemand explizit geplant hat. Unterst\u00fctzung anbieten, Anerkennung zeigen, Organisatorisches abnehmen: Mehr ist dann oft gar nicht mehr n\u00f6tig.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Was allerdings nicht bedeutet, dass man das Programm irgendwann sich selbst \u00fcberlassen kann. Das sind zwei verschiedene Dinge. Weiterbildung, Schulungen, Onboarding, Coaching, Informationsmedien wie ein Programm-Newsletter: All dies braucht man weiter. Siehe hierzu auch Punkt 4.<\/p>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Grund_7_Das_Programm_entwickelt_sich_nicht_weiter\"><\/span>Grund 7: Das Programm entwickelt sich nicht weiter<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>Selbst das beste Programm, das noch so gut l\u00e4uft, kann und wird auf Dauer nicht immer linear so gut weiterlaufen. Anfangsbegeisterung versiegt. Wenn neue Anst\u00f6\u00dfe fehlen, geht irgendwann das Empfinden f\u00fcr die eigenen Antriebe verloren.<\/p>\n<p>Nach einem gewissen Zeitraum \u2013 wie lange, h\u00e4ngt sehr stark von Form, Intensit\u00e4t und Intervallen ab \u2013 muss ein deutlicher Schnitt erfolgen. Sonst versickert das Programm langsam, aber sicher.<\/p>\n<h4>Was Programmverantwortliche jetzt tun k\u00f6nnen: bewusst neu starten<\/h4>\n<p>Disruption muss von Anfang an eingeplant werden. Daher sollte jedes Programm mit den Corporate Influencern in Abst\u00e4nden neu definiert, neu erfunden werden \u2013 und das \u201emit\u201c ist w\u00f6rtlich gemeint, also gemeinsam mit den Beteiligten.<\/p>\n<p>Klare Schnitte, neue Ziele, weitere Beteiligte \u2013 auch wenn bestimmte bew\u00e4hrte Bestandteile nat\u00fcrlich bestehen bleiben d\u00fcrfen: Der Neustart muss f\u00fcr alle Mitwirkenden deutlich zu sp\u00fcren sein. Idealerweise geht das gesamte Programm dabei zugleich immer mehr in die Unternehmenskultur \u00fcber.<\/p>\n<p>Wenn euer Programm schon l\u00e4nger l\u00e4uft: Zieht Bilanz und denkt dar\u00fcber nach, ob und wann ein Schnitt, eine Neudefinition oder die n\u00e4chste Phase ansteht. Ist es erst vor relativ kurzer Zeit gestartet: Merkt euch schon jetzt einen Termin f\u00fcr diese Pr\u00fcfung vor. Sp\u00e4testens nach einem Jahr sollte sie erfolgen und sich dann regelm\u00e4\u00dfig wiederholen.<\/p>\n<div class=\"wp_b_box\">\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Mehr_zum_Thema\"><\/span><span style=\"color: #ff6600;\">Mehr zum Thema<\/span><span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>Dieser Beitrag ist Teil einer kleinen Serie. Hier sind die weiteren Beitr\u00e4ge:<br \/>\n\u2192 <a href=\"https:\/\/www.kerstin-hoffmann.de\/pr-doktor\/5-hauptgruende-warum-unternehmen-kein-corporate-influencer-programm-starten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">5 Hauptgr\u00fcnde, warum Unternehmen kein Corporate-Influencer-Programm starten<\/a><br \/>\n\u2192 <a href=\"https:\/\/www.kerstin-hoffmann.de\/pr-doktor\/7-hauptgruende-warum-beschaeftigte-keine-corporate-influencer-sein-wollen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">7 Hauptgr\u00fcnde, warum Besch\u00e4ftigte keine Corporate Influencer sein wollen<\/a><br \/>\n\u2192 <a href=\"https:\/\/www.kerstin-hoffmann.de\/pr-doktor\/11-hauptgruende-warum-fuehrungskraefte-kein-social-ceo-sein-wollen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">11 Hauptgr\u00fcnde, warum F\u00fchrungskr\u00e4fte kein Social CEO sein wollen<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u2026 und was Programmverantwortliche dann tun k\u00f6nnen In einem Unternehmen ist das Programm zwar gestartet, aber irgendwie kam es von Anfang an nicht so richtig in Schwung. 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