{"id":32530,"date":"2026-03-19T06:45:41","date_gmt":"2026-03-19T05:45:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kerstin-hoffmann.de\/pr-doktor\/?p=32530"},"modified":"2026-04-21T14:28:00","modified_gmt":"2026-04-21T12:28:00","slug":"5-hauptgruende-warum-unternehmen-kein-corporate-influencer-programm-starten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kerstin-hoffmann.de\/pr-doktor\/5-hauptgruende-warum-unternehmen-kein-corporate-influencer-programm-starten\/","title":{"rendered":"5 Hauptgr\u00fcnde, warum Unternehmen kein Corporate-Influencer-Programm starten"},"content":{"rendered":"<h2><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-32539 size-full\" src=\"https:\/\/www.kerstin-hoffmann.de\/pr-doktor\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/5-hauptgruende-corporate-influencer-programm.jpg\" alt=\"Abwehr gegen ein Corporate-Influencer-Programm (Bild generiert mit Gemini Nano Banana und Canva)\" width=\"825\" height=\"466\" srcset=\"https:\/\/www.kerstin-hoffmann.de\/pr-doktor\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/5-hauptgruende-corporate-influencer-programm.jpg 825w, https:\/\/www.kerstin-hoffmann.de\/pr-doktor\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/5-hauptgruende-corporate-influencer-programm-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.kerstin-hoffmann.de\/pr-doktor\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/5-hauptgruende-corporate-influencer-programm-768x434.jpg 768w, https:\/\/www.kerstin-hoffmann.de\/pr-doktor\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/5-hauptgruende-corporate-influencer-programm-705x398.jpg 705w\" sizes=\"auto, (max-width: 825px) 100vw, 825px\" \/><\/h2>\n<h2>&#8230; und was Kommunikationsverantwortliche jetzt tun k\u00f6nnen<\/h2>\n<p><strong>Irgendwo in einem deutschen Unternehmen sitzt gerade eine Kommunikationsverantwortliche und fragt sich, warum die Entscheidung der Gesch\u00e4ftsleitung bez\u00fcglich eines <a href=\"https:\/\/www.kerstin-hoffmann.de\/pr-doktor\/category\/markenbotschafter\/\">Corporate-Influencer-Programms<\/a> zum dritten Mal vertagt wurde. Dabei hat sie selbst die Dringlichkeit erkannt. Sie hat in Pr\u00e4sentationen sowohl die Vorteile als auch die Optionen dargestellt. Damit ist sie kein Einzelfall. Doch was k\u00f6nnen Kommunikationsverantwortliche tun, um intern endlich zu \u00fcberzeugen und das \u201eGo&#8220; f\u00fcr ein erstes Programm zu bekommen?<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<div id=\"ez-toc-container\" class=\"ez-toc-v2_0_82_2 counter-hierarchy ez-toc-counter ez-toc-grey ez-toc-container-direction\">\n<div class=\"ez-toc-title-container\">\n<p class=\"ez-toc-title\" style=\"cursor:inherit\">Inhalt<\/p>\n<span class=\"ez-toc-title-toggle\"><a href=\"#\" class=\"ez-toc-pull-right ez-toc-btn ez-toc-btn-xs ez-toc-btn-default ez-toc-toggle\" aria-label=\"Toggle Table of Content\"><span class=\"ez-toc-js-icon-con\"><span class=\"\"><span class=\"eztoc-hide\" style=\"display:none;\">Toggle<\/span><span class=\"ez-toc-icon-toggle-span\"><svg style=\"fill: #999;color:#999\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" class=\"list-377408\" width=\"20px\" height=\"20px\" viewBox=\"0 0 24 24\" fill=\"none\"><path d=\"M6 6H4v2h2V6zm14 0H8v2h12V6zM4 11h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2zM4 16h2v2H4v-2zm16 0H8v2h12v-2z\" fill=\"currentColor\"><\/path><\/svg><svg style=\"fill: #999;color:#999\" class=\"arrow-unsorted-368013\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"10px\" height=\"10px\" viewBox=\"0 0 24 24\" version=\"1.2\" baseProfile=\"tiny\"><path d=\"M18.2 9.3l-6.2-6.3-6.2 6.3c-.2.2-.3.4-.3.7s.1.5.3.7c.2.2.4.3.7.3h11c.3 0 .5-.1.7-.3.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7zM5.8 14.7l6.2 6.3 6.2-6.3c.2-.2.3-.5.3-.7s-.1-.5-.3-.7c-.2-.2-.4-.3-.7-.3h-11c-.3 0-.5.1-.7.3-.2.2-.3.5-.3.7s.1.5.3.7z\"\/><\/svg><\/span><\/span><\/span><\/a><\/span><\/div>\n<nav><ul class='ez-toc-list ez-toc-list-level-1 ' ><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-3'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-1\" href=\"https:\/\/www.kerstin-hoffmann.de\/pr-doktor\/5-hauptgruende-warum-unternehmen-kein-corporate-influencer-programm-starten\/#Grund_1_Fehlendes_Problembewusstsein\" >Grund 1: Fehlendes Problembewusstsein<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-3'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-2\" href=\"https:\/\/www.kerstin-hoffmann.de\/pr-doktor\/5-hauptgruende-warum-unternehmen-kein-corporate-influencer-programm-starten\/#Grund_2_Zu_wenig_Wissen\" >Grund 2: Zu wenig Wissen<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-3'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-3\" href=\"https:\/\/www.kerstin-hoffmann.de\/pr-doktor\/5-hauptgruende-warum-unternehmen-kein-corporate-influencer-programm-starten\/#Grund_3_Falsche_Vorstellungen_und_Aengste\" >Grund 3: Falsche Vorstellungen und \u00c4ngste<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-3'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-4\" href=\"https:\/\/www.kerstin-hoffmann.de\/pr-doktor\/5-hauptgruende-warum-unternehmen-kein-corporate-influencer-programm-starten\/#Grund_4_Fehlende_Ressourcen\" >Grund 4: Fehlende Ressourcen<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-3'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-5\" href=\"https:\/\/www.kerstin-hoffmann.de\/pr-doktor\/5-hauptgruende-warum-unternehmen-kein-corporate-influencer-programm-starten\/#Grund_5_Keine_strategische_Prioritaet\" >Grund 5: Keine strategische Priorit\u00e4t<\/a><\/li><li class='ez-toc-page-1 ez-toc-heading-level-3'><a class=\"ez-toc-link ez-toc-heading-6\" href=\"https:\/\/www.kerstin-hoffmann.de\/pr-doktor\/5-hauptgruende-warum-unternehmen-kein-corporate-influencer-programm-starten\/#Fazit\" >Fazit<\/a><\/li><\/ul><\/nav><\/div>\n\n<p>Die Zahl der Corporate-Influencer-Programme in deutschen Unternehmen w\u00e4chst. Aber in sehr vielen Organisationen sind sie nach wie vor kein Thema. Oder die Sache wird nicht systematisch angegangen. W\u00e4hrend die Realit\u00e4t in der Firma und rundherum sie langsam aber sicher \u00fcberholt: Eine steigende Anzahl ihrer Marktbegleiter hat ein Programm und verbessert damit die eigene Position am Markt. Eine ebenfalls steigende Zahl von Besch\u00e4ftigten ist auf eigene Initiative auf LinkedIn aktiv, aber ohne jede offizielle Unterst\u00fctzung und ohne gemeinsame Strategie. Und daneben gibt es dann immer noch diejenigen Unternehmensangeh\u00f6rigen, die wirklich etwas zu sagen h\u00e4tten. Aber sie zeigen \u00f6ffentlich weder Gesicht noch Fachkenntnisse. Unz\u00e4hlige vertane Chancen also, strategische Risiken und ein zunehmender Abstand zu den Vorreitern in der Branche.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich die Kommunikation und die digitale Welt gerade dramatisch wandeln, bleiben einige typische Vorbehalte hartn\u00e4ckig bestehen. Wer etwas daran ver\u00e4ndern will, sollte sie kennen. Hier sind f\u00fcnf Hauptgr\u00fcnde, warum Unternehmen kein Corporate-Influencer-Programm starten. Und f\u00fcnf Tipps, was jetzt sinnvollerweise zu tun ist.<\/p>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Grund_1_Fehlendes_Problembewusstsein\"><\/span>Grund 1: Fehlendes Problembewusstsein<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>Ein fl\u00fcchtiger Blick in die LinkedIn-Timeline eines fast beliebigen Nutzers liefert ein verzerrtes Bild. Denn die zahllosen Postings \u00fcber und aus Corporate-Influencer-Programmen sind eben das, was man sieht. Was man nicht sieht: Diejenigen, die eben immer noch nicht pr\u00e4sent sind und sich wom\u00f6glich auch noch nie mit dem Thema auseinandergesetzt. Und das ist ein relativ gro\u00dfer Teil deutscher Unternehmen, vor allem im Mittelstand.<\/p>\n<p>Viele Entscheider:innen untersch\u00e4tzen, wie stark die pers\u00f6nliche Kommunikation einzelner Mitarbeitender auf die Wahrnehmung der Gesamtorganisation einzahlt, in beide Richtungen: im besten Fall positiv, im ung\u00fcnstigsten Fall negativ. Tats\u00e4chlich kommunizieren Mitarbeitende bereits jetzt als Markenvertreter, ob das im Unternehmen begriffen ist und unterst\u00fctzt wird oder nicht. Wer das nicht als Risiko und als Chance gleicherma\u00dfen begreift, wird wahrscheinlich eher kein Programm starten.<\/p>\n<p>Denn ob ein Unternehmen es aktiv f\u00f6rdert oder nicht: Die Besch\u00e4ftigten eines Unternehmens werden, sobald sie als solche erkennbar und zuzuordnen sind, als Gesichter der Marke wahrgenommen. Und das gilt eben nicht nur f\u00fcr diejenigen, die offiziell als Sprecherinnen und Sprecher fungieren. Das Verhalten und die Aussagen aller Unternehmensangeh\u00f6rigen beeinflussen die \u00f6ffentliche Wahrnehmung erheblich. Diese Tatsache macht es f\u00fcr Unternehmen unerl\u00e4sslich, ihre Mitarbeiter aktiv in die Kommunikationsstrategie einzubinden und ihnen die Werkzeuge an die Hand zu geben, die sie ben\u00f6tigen, um als authentische und glaubw\u00fcrdige Markenbotschafter zu agieren. Denn ist diese Rolle nicht bewusst, oder findet keine Unterst\u00fctzung statt, bleiben der Erfolg und die Au\u00dfenwirkung dem Zufall \u00fcberlassen. Das kann gut ausgehen, muss aber nicht zwangsl\u00e4ufig.<\/p>\n<h4>Was Kommunikationsverantwortliche jetzt tun k\u00f6nnen: Relevanz vermitteln<\/h4>\n<p>Problembewusstsein l\u00e4sst sich nicht durch Argumente allein erzeugen, Relevanz entsteht nicht in der Theorie. Was helfen kann, sind Beispiele und Szenarien, sowohl aus anderen Unternehmen als auch aus der eigenen Organisation. Es lohnt sich, anschaulich herauszuarbeiten, welcher Gefahren und Nachteile ein fortgesetztes Nicht-Handeln mit sich bringen. Um dann im n\u00e4chsten Schritt die Vorteile aufzuzeigen.<\/p>\n<p>Wichtig: So sinnvoll es erscheint, etwa die Aktivit\u00e4ten einzelner Mitarbeitender in Social Media aufzuzeigen, so rechtlich problematisch ist dies. Kein Unternehmen darf ohne Grund Accounts von Besch\u00e4ftigten systematisch auswerten. Idealerweise gelingt es aber, einzelne bereits sichtbare Protagonisten mit ins Boot zu holen. Mit ihrem Einverst\u00e4ndnis kann man dann zeigen, welches Potenzial sich bereits jetzt entwickelt hat. Negativbeispiele dagegen lassen sich selbstverst\u00e4ndlich besser in anderen Unternehmen finden, wom\u00f6glich auch anonymisiert. Es geht hier nicht darum, Personen vorzuf\u00fchren, sondern etwas zu verdeutlichen.<\/p>\n<p>Hilfreich ist es auch, die Rolle von sichtbaren Mitarbeitenden in der Krisenkommunikation und der Krisenpr\u00e4vention aufzuzeigen, um die Dringlichkeit zu vermitteln. <a href=\"https:\/\/www.kerstin-hoffmann.de\/pr-doktor\/corporate-influencer-krise-krisenkommunikation\/\">In diesem Beitrag gibt es ausf\u00fchrliche Argumente daf\u00fcr.<\/a><\/p>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Grund_2_Zu_wenig_Wissen\"><\/span>Grund 2: Zu wenig Wissen<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>Selbst dort, wo ein grunds\u00e4tzliches Interesse am Thema besteht, fehlt tats\u00e4chlich auch heute noch oft das Wissen dar\u00fcber, was ein Corporate-Influencer-Programm \u00fcberhaupt ist und was es f\u00fcr ein Unternehmen bedeutet. In Gespr\u00e4chen stelle ich oft fest, dass es Entscheider:innen gibt, die sich noch \u00fcberhaupt nicht damit auseinandergesetzt haben. Das mag in vielen F\u00e4llen sogar einfach am Begriff liegen (siehe n\u00e4chster Punkt).<\/p>\n<p>Welche verschiedenen Optionen und Formen gibt es? Wie kann ein erster Pilot aussehen, wie ein Rollout? Wie startet man \u00fcberhaupt, und wer ist zu beteiligen? Was kostet das, und wie viele Ressourcen bindet es? Welche konkreten Vorteile hat es f\u00fcr das Unternehmen, und wie misst man diesen Erfolg? \u2013\u00a0Ohne einige wesentliche Grundlagen bleibt das Thema abstrakt. Entscheider:innen k\u00f6nnen keine fundierte Abw\u00e4gung treffen, wenn sie den Gegenstand der Entscheidung nicht hinreichend kennen. Das f\u00fchrt dazu, dass das Thema entweder gar nicht ernsthaft aufgegriffen oder dass mit falschen Erwartungen gestartet wird.<\/p>\n<h4>Was Kommunikationsverantwortliche jetzt tun k\u00f6nnen: Informationen kompakt aufbereiten<\/h4>\n<p>Die Herausforderung besteht darin, das erforderliche Wissen kompakt und auf den Punkt zum richtigen Zeitpunkt zu vermitteln. Entscheider:innen brauchen oft keine vollst\u00e4ndige Methodenbeschreibung, sondern ein klares Bild davon, was ein Einstieg bedeutet, und zwar f\u00fcr das eigene Unternehmen. Wie dies am besten ankommt, ist aber von Person zu Person sehr unterschiedlich. Da gibt es tats\u00e4chlich keine Patentrezepte.<\/p>\n<p>Wer der eigenen Gesch\u00e4ftsleitung eine Idee verkaufen m\u00f6chte, muss die entscheidenden Personen mit ihren Bed\u00fcrfnissen und auch Bef\u00fcrchtungen kennen. Nur dann k\u00f6nnen die Informationen zielgruppengerecht an die Betreffenden vermittelt werden.<\/p>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Grund_3_Falsche_Vorstellungen_und_Aengste\"><\/span>Grund 3: Falsche Vorstellungen und \u00c4ngste<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>Wer schon einmal mit Entscheider:innen gesprochen hat, die sich erstmals mit dem Thema befassen, kennt sie alle: die typischen Fehlannahmen. Das beginnt bereits bei der Terminologie. Gerade in traditionellen Branchen hat bis heute der Anglizismus \u201eInfluencer&#8220; einen sehr negativen Beiklang. Das allein kann schon davon abhalten, sich \u00fcberhaupt n\u00e4her damit zu besch\u00e4ftigen und zu erkennen, worum es in Wirklichkeit geht.<\/p>\n<p>Einer der h\u00e4ufigsten Vorbehalte: die Angst vor dem Kontrollverlust, in dem Moment, in dem es Markenbotschafter im Unternehmen gibt. So als k\u00f6nnte man verhindern, dass Besch\u00e4ftigte mit ihren \u00c4u\u00dferungen wahrgenommen werden, indem man sie nicht unterst\u00fctzt. Das Gegenteil ist ja der Fall, siehe Punkt 1.<\/p>\n<p>Weitere Bef\u00fcrchtungen betreffen vor allem den juristischen Bereich: Corporate-Influencer-Programme rechtlich oder datenschutzrechtlich ein Minenfeld. Dabei gibt es viele Belege daf\u00fcr, dass die Sicherheit steigt, je geschulter alle Besch\u00e4ftigten sind und je bewusster die Organisation ebenso wie die Einzelnen mit der \u00f6ffentlichen Sichtbarkeit umgehen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus gibt es etwa die Vorstellung, mit dem Start eines solchen Programms k\u00f6nnte man alle sichtbaren Besch\u00e4ftigten \u00fcber ihre eigenen Accounts als Werbekan\u00e4le nutzen. Da h\u00e4lt verhindert nicht unbedingt die Entscheidung f\u00fcr ein Programm, um die es hier ja geht. Doch ein Start mit falschen Erwartungen seitens der F\u00fchrungsebene kann in der Folge erhebliche Probleme bereiten.<\/p>\n<p>Jeder und jede Kommunikationsverantwortliche, die oder der sich schon einmal intern damit befasst hat, kennt viele weitere Mythen, Fehlannahmen und \u00c4ngste. Aber es gibt M\u00f6glichkeiten, damit aufzur\u00e4umen.<\/p>\n<h4>Was Kommunikationsverantwortliche jetzt tun k\u00f6nnen:\u00a0Aufkl\u00e4ren und Angst nehmen<\/h4>\n<p>Jede Sorge l\u00e4sst sich am besten entkr\u00e4ften, indem man sie erst einmal ernst nimmt. Denn es stehen ja reale Verantwortlichkeiten und Verantwortungsbewusstsein dahinter. Es gilt zu belegen, wie man mit klaren Leitlinien, dem richtigen Onboarding und transparenten Verantwortlichkeiten die wesentlichen Risiken reduziert. Denn diese bestehen\u00a0 ja tats\u00e4chlich jetzt schon, selbst wenn es noch gar keine Bestrebungen zu einem Programm gab.<\/p>\n<p>Diese vorhandenen Risiken kann man also zun\u00e4chst einmal durchaus aufzeigen, um dann im n\u00e4chsten Schritt konstruktiv zu erl\u00e4utern, was jetzt zu tun w\u00e4re.\u00a0Auch hier helfen Beispiele aus der Praxis sowie Vorschl\u00e4ge, wie dies im eigenen Unternehmen im Detail anzugehen w\u00e4re.<\/p>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Grund_4_Fehlende_Ressourcen\"><\/span>Grund 4: Fehlende Ressourcen<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>Manche Kommunikationsentscheider:innen erweisen sich selbst einen B\u00e4rendienst, indem sie so leidenschaftlich f\u00fcr ein Programm pl\u00e4dieren, dass sie den Auftrag dazu erhalten; aber bevor die Ressourcenfrage gekl\u00e4rt ist. Dann kann es passieren, dass von ihnen erwartet wird, dass sie mit den bestehenden Ressourcen zus\u00e4tzlich noch ein so umfassendes Projekt realisieren. Wenn aber im Unternehmen bisher kein Budget f\u00fcr ein solches Programm eingeplant ist, dann muss es entweder geschaffen werden. Oder etwas anderes muss wegfallen.<\/p>\n<p>Sind sich diejenigen, die ein Programm initiieren wollen, selbst nicht dar\u00fcber im Klaren, was es genau umfasst und was das kostet \u2013 intern ebenso wie f\u00fcr externe Begleitung \u2013, dann f\u00e4llt es auch schwer, eine stringente Argumentation zu f\u00fchren. Stimmt dagegen die Argumentation, und die Dringlichkeit ist erkannt, dann lassen sich meistens auch Strukturen und Budgets schaffen. Diese m\u00fcssen nat\u00fcrlich zum Unternehmen und zu dessen Ressourcen passen. Doch zwischen dem Minimum und dem Optimum findet sich erfahrungsgem\u00e4\u00df f\u00fcr jede Organisation das Machbare.<\/p>\n<h4>Was Kommunikationsverantwortliche jetzt tun k\u00f6nnen: Ehrlich kalkulieren<\/h4>\n<p>Die Ressourcenfrage ist nur dann l\u00f6sbar, wenn man sie fr\u00fch und ehrlich angeht. Dazu geh\u00f6rt, sich selbst erst einmal einen \u00dcberblick \u00fcber die verschiedenen M\u00f6glichkeiten und die damit verbundenen Kosten sowie Aufw\u00e4nde zu verschaffen. Wenn es f\u00fcr das gro\u00dfe Programm gerade nicht reicht, k\u00f6nnte beispielsweise ein klar umrissenes Pilotprojekt mit einer kleinen Gruppe und einem \u00fcberschaubaren Budget einen sinnvollen Einstieg bilden.<\/p>\n<p>Wer in das Gespr\u00e4ch mit Entscheider:innen geht und nicht nur das Thema beschreibt, sondern gleichzeitig einen Vorschlag f\u00fcr Verantwortung, Struktur und einen realistischen Ressourcenrahmen mitbringt,<\/p>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Grund_5_Keine_strategische_Prioritaet\"><\/span>Grund 5: Keine strategische Priorit\u00e4t<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>Der letzte Grund ist in gewisser Weise der banalste und zugleich der h\u00e4ufigste: Das Projekt \u201eCorporate-Influencer-Programm&#8220; landet auf der langen Liste der Themen, die wichtig, aber nicht dringend sind. Es ist zun\u00e4chst immer noch etwas anderes zu erledigen: Quartalsberichte, Produktlaunches, Reorganisationen, Krisenkommunikation. Oft geht das Tagesch\u00e4ft so im Operativen unter, dass kaum noch Zeit f\u00fcr strategische Planung und Entscheidungen bleibt.<\/p>\n<p>Hinzu kommt: Ein Corporate-Influencer-Programm ist langfristig angelegt. Es verspricht keinen kurzfristigen Return on Investment. Es braucht Aufbauzeit, bevor Wirkung sichtbar wird. In Entscheidungsprozessen, die auf schnelle Erfolge allein ausgerichtet sind, hat es deshalb strukturell das Nachsehen.<\/p>\n<p>Doch Abwarten bis alles andere erledigt ist, bedeutet wahrscheinlich, dass es nie dazu kommt. W\u00e4hrend dessen gewinnen Wettbewerber, deren Mitarbeitende bereits sichtbar und glaubw\u00fcrdig kommunizieren, weiter an Reichweite, Vertrauen und Attraktivit\u00e4t als Arbeitgeber.<\/p>\n<h4>Was Kommunikationsverantwortliche jetzt tun k\u00f6nnen: strategische Bedeutung aufzeigen<\/h4>\n<p>Wer ein Corporate-Influencer-Programm intern voranbringen will, sollte <a href=\"https:\/\/www.kerstin-hoffmann.de\/pr-doktor\/strategie-corporate-influencer-programme-kommunikation\/\">die zutiefst strategische Bedeutung aufzeigen<\/a>. Er oder sie sollte belegen, was das Nichthandeln tats\u00e4chlich kostet; kurz-, mittel- und langfristig: Reichweite, die derweil die eigenen Mitbewerber aufbauen. Talente, die ein anderes Unternehmen w\u00e4hlen, weil dessen Mitarbeitende sichtbar sind und glaubw\u00fcrdig kommunizieren. Vertrauen, das \u00fcber pers\u00f6nliche Stimmen entsteht und \u00fcber Unternehmenskan\u00e4le allein nicht erreichbar ist.<\/p>\n<p>Wie generell in der Kommunikation kommt man dabei allein mit quantitativen Kennzahlen nicht weiter. Aber es gibt viele verschiedene qualitative und auch quantitative Kennzahlen, die zusammengenommen beweisen, dass sich ein solches Programm lohnt. Und zwar f\u00fcr alle Beteiligten.<\/p>\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Fazit\"><\/span>Fazit<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n<p>Keiner der f\u00fcnf Hinderungsgr\u00fcnde ist in Stein gemei\u00dfelt. Hinter jedem steckt eine Haltung, die sich durch bessere Information, anschauliche Beispiele und zum richtigen Zeitpunkt ver\u00e4ndern l\u00e4sst. Kommunikationsverantwortliche, die diese zielgruppengerecht aufzeigen, sind in internen \u00dcberzeugungsprozessen deutlich im Vorteil gegen\u00fcber denen, die nur die eigenen Argumente wiederholen.<\/p>\n<p>&#8211;<\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><em>Bild generiert mit Gemini Nano Banana und Canva<\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230; und was Kommunikationsverantwortliche jetzt tun k\u00f6nnen Irgendwo in einem deutschen Unternehmen sitzt gerade eine Kommunikationsverantwortliche und fragt sich, warum die Entscheidung der Gesch\u00e4ftsleitung bez\u00fcglich eines Corporate-Influencer-Programms zum dritten Mal vertagt wurde. Dabei hat sie selbst die Dringlichkeit erkannt. Sie hat in Pr\u00e4sentationen sowohl die Vorteile als auch die Optionen dargestellt. 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