Ein Tisch ist ein Tisch: Wann ungewöhnliche Formulierungen sogar hinderlich sind

Ein Tisch ist ein Tisch

Kennen Sie die Geschichte „Ein Tisch ist ein Tisch“ von Peter Bichsel? Sie hat mich als Kind sehr beeindruckt, und der Titel steht für mich bis heute für die Erkenntnis, wie wichtig sprachlicher Konsens ist. In der Geschichte beginnt ein Mann, den Dinge nach eigenem Geschmack umbenennt. Es endet damit, dass er sich mit niemandem mehr verständigen kann. Manchmal ist eben das Naheliegende, Gewohnte, allgemein Anerkannte sinnvoller als eine fantasievolle Bezeichnung. Moment – zuerst rufe ich zu ungewöhnlichen Formulierungen auf, und dann behaupte ich, dass genau diese hinderlich seien? Wie passt das zusammen?

Weg mit „maßgeschneiderten Lösungen“!

Irgendwann einmal vor langer, langer Zeit hat ein Werbetexter zum allerersten Mal ein Angebot aus einem ganz anderen Bereich mit einem Maßanzug verglichen. Wir wissen heute nicht mehr, wer das war und um welches Angebot es sich gehandelt hat. Aber höchstwahrscheinlich war das ein sehr treffender, origineller und überzeugender Vergleich. Vielleicht war es

Willkommen im Jahr der ungewöhnlichen Formulierung! – Aktion und Blogparade

„Maßgeschneiderte Lösungen“? Ab sofort verboten! „Individuelle Konzepte“? ‚Delete‘-Taste! „Unser fachlich geschultes Personal“? Nie wieder! Weg mit sprachlichen Klischees und gedankenlos übernommenen Floskeln in der Unternehmenskommunikation! Her mit guten Texten, die wirklich herüberbringen, was Sie sagen wollen! Hiermit rufe ich das Jahr der ungewöhnlichen Formulierung aus! Sie können mitmachen: Mit Beiträgen in Ihrem eigenen Blog, mit Kommentaren…

Text-Check: Ist das relevant oder kann das weg?

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Goethe, Heine und wahrscheinlich noch mindestens vier bis sechs weiteren deutschen Dichtern wird die Entschuldigung für einen Brief zugeschrieben, der deswegen so lang ausgefallen sei, weil der Betreffende wenig Zeit zum Schreiben gehabt habe. Da ist viel Wahres dran. Natürlich sind nicht alle langen Texte schlecht und alle kurzen gut. Entscheidend ist vielmehr, wie viel…

7 Thesen zur erfolgreichen Pressearbeit

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Was macht Pressearbeit zu einem so großartigen Werkzeug im Kommunikationsmix? Was macht gute Pressearbeit aus? Was ist zu beachten? Was zu vermeiden? – Denn der große Durchbruch mit einer einzigen Pressemitteilung ist eine Illusion. Langfristig geplant, konsequent durchgeführt und mit dem nötigen Fachwissen ausgeführt, kann Pressearbeit zum Erfolg der Unternehmenskommunikation wesentlich beitragen. Ich habe in…

12 Wege, wie Sie es sich mit Bloggern dauerhaft verderben

Hier sind 12 Tipps, wie Sie die denkbar schlechtesten Blogger Relations aller Zeit hinbekommen. Lernen Sie von den Meistern ihres Fachs, die es schaffen, wirklich jede einzelne dieser Bedingungen zu erfüllen. Eigentlich ist es gar nicht so schwierig, es sich mit einem Blogger* gründlich und dauerhaft zu verderben. Denn Blogger sind meistens kritisch, legen Wert…

Geht „dieses Social Media“ wieder weg?

„‚Geht das Social Media wieder weg, wann denn endlich?‘ wird soeben gefragt“, lautete kürzlich eine Twitter-Nachricht von Klaus Eck live von einem Kongress, über die ich – und nicht nur ich – herzlich gelacht habe. Vielen Dank, lieber Klaus, für das großartige Zitat! Praktisch jeder, der in Sachen Social Media berät, trifft immer wieder auf…

Das Web, das Crowdsourcing und die Mär von der Schwarmintelligenz

Ist der Schwarm nun klug – oder nicht? Schon lange wollte ich einmal etwas über Crowdsourcing schreiben. Jetzt habe ich endlich einen aktuellen Anlass. Jemand hatte auf Google+ nach einem Zitat aus einem online nicht erhältlichen Buch (das sind diese Klötze aus Papier, die aus vielen dünnen Schichten bestehen) gesucht – und es postwendend (also…

Social Web: Das Ende der Automatismen?

Zugegeben: Google+ ist derzeit noch kein wirkliches Massen-Phänomen. Gleichwohl hat es bei vielen die Workflows mal wieder gründlich durcheinandergewirbelt. Viel diskutierte Themen derzeit: Was poste ich wo? Wie profiliere ich mich in welchem Netzwerk? Beispielsweise: Persönliches bei Facebook, Fachliches bei Google+ und kurze Links bei Twitter. Oder doch umgekehrt? Mit ist dabei vor allem aufgefallen,…

Realistische Erfolgsplanung in PR und Social Web

Mit einer Mischung aus Faszination und leichtem Entsetzen erinnere ich mich immer noch jenes Interessenten, der eines Tages bei mir anrief und „sehr dringend“ ein Social-Media-Konzept brauchte. Er wolle „mit einem neuen Produkt noch in  diesem Geschäftsjahr eine mittlere fünfstellige Summe einnehmen“ mit „dem Internet als Verkaufskanal“. Er habe sich bereits mit dem Thema Verkaufen…