PR-Doktor PLUS | Dezember 2015

Der monatliche Newsletter von Dr. Kerstin Hoffmann – Online-Version

3 Fragen und 1 Warnung

plaene16

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

nahezu jeder Newsletter, den ich abonniert habe, titelt in diesen Tagen etwas mit „Frohe Weihnachten“. Die etwas fortgeschritteneren wünschen schon mal einen „Guten Rutsch“. 😉 So sehr ich mich irgendwie doch darüber freue und nach einem ziemlich arbeitsreichen Jahres-Endspurt doch so langsam auf das Fest einstimme: Ich habe mir meinen letzten richtigen Arbeitstag vor den Feiertagen für diesen Newsletter freigehalten, um Ihnen noch ein wenig Handfesteres mitzugeben. Dazu gehört auch eine Warnung mit einem Link zu einem anderen Blog. Selbst wenn Sie also diesen „PR-Doktor PLUS“ nur überfliegen, bitte ich Sie dringend, bis zum Ende (und vor allem dieses) zu lesen!

Auch wenn die meisten von uns sich darauf freuen, einmal abzuschalten und nicht dauernd mit den Gedanken bei der Arbeit zu sein: Erfahrungsgemäß kommen ja in der ruhigen Zeit „zwischen den Jahren“ oft unverhoffte Ideen und Eingebungen für die Ausrichtung im neuen Jahr. So ist es jedenfalls bei mir. Ich nehme mir stets ganz bewusst einen Tag zwischen Weihnachten und Neujahr, um Bilanz zu ziehen und um mir zu überlegen, wo es in den kommenden zwölf Monaten hingehen soll. Ich hinterfrage meine Arbeitszeiten und meine Arbeitsweise darauf, ob alles noch so läuft, dass ich mich damit im Gleichgewicht fühle. Ich denke über die Weiterentwicklung meines Geschäftsmodells, über meine eigene Wachstumsstrategie nach. In den ersten beiden Januarwochen räume ich dann in meinen Social-Media-Profilen auf, mache mir einen Plan für meine eigene Contentstrategie. (Zu Letzterem mehr im ersten Newsletter 2016.)

Ganz gleich, ob Sie im Management eines größeren Unternehmens arbeiten, ob Sie die Kommunikation einer Firma verantworten oder ob Sie als Selbstständige/Freiberufler arbeiten: Drei Fragen möchte ich Ihnen mitgeben, um sich auf die Unternehmenskommunikation im folgenden Jahr auszurichten.

Die Warnung am Schluss betrifft diejenigen, die eine Präsenz auf Google+ betreuen und erfolgt aus aktuellem Anlass – für den Fall, dass Sie es nicht schon anderweitig erfahren haben.

So, und jetzt füge ich den vielen anderen Newsletter-Festtagswünschen aber doch noch meine hinzu: Haben Sie herzlichen Dank für Ihre Beiträge zu einem wunderbaren Jahr, das reich an Inspirationen, Begegnungen und Austausch war. Etlichen von Ihnen bin ich persönlich begegnet. Viele haben mir Feedback zu diesem Newsletter gegeben, im Blog kommentiert und natürlich in sozialen Netzwerken Kontakt aufgenommen.

Ich wünsche Ihnen glückliche und erholsame Festtage!

Herzlichst
Kerstin Hoffmann

PS: Übrigens läuft noch bis zum 10. Januar meine Blogparade #Kritikprofis. Ich lade Sie ganz herzlich ein, daran mitzuschreiben, Wie dies auch ohne eigenes Blog funktioniert, ist unter diesem Link ebenfalls erklärt. 


 

Frage Nr. 1: „Wie gut bin ich auf Disruptionen vorbereitet?“

Technologische Entwicklungen und neue Funktionen verändern das Verhalten von Nutzern und Konsumenten. Unternehmen müssen sich darauf einstellen, dass Kunden immer schneller neue Präferenzen und Ansprüche entwickeln werden. Gleichzeitig sorgen neue Netzwerke und Plattformen ebenfalls für schnelle Veränderungen, mit denen Unternehmen umgehen müssen. In diesen Zeiten des dramatischen Wandels, in denen wir uns befinden, entwickeln sich die Dinge mit wachsender Geschwindigkeit und nicht linear. Die Disruption ist der Normalfall: Gerade dann, wenn irgendetwas auf einem sicheren Weg scheint, geschieht etwas ganz anderes. Das alles stellt hohe Ansprüche an die Digitalstrategie in Unternehmen, gleich welcher Größe.

Dazu muss aber vor allem in der Führungsriege begriffen sein, worum es wirklich geht. Dass dieser Wandel nicht mehr weggeht. Dass die Disruption der Normalfall ist. Dass wir anders, schneller, agiler handeln müssen, dass wir dazu aber eine solide Basis brauchen.

Wenn Sie in einigen stillen Stunden ein wenig Lesezeit haben: In meinen Magazinen auf Flipboard habe ich interessante Artikel zu diesen Themen gesammelt (und die Sammlung wächst weiter).


 

Frage Nr. 2: „Ist das Contentstrategie – oder muss das neu?“

Im fast vollendeten Jahr 2015 haben wir sehr, sehr viele Unternehmen beobachtet, die erstmals so richtig auf den Zug mit Namen „Contentstrategie“ aufgesprungen sind. Doch oft hat das, was so heißt, mehr mit Content als mit Strategie zu tun. Viele Unternehmen streuen nach wie vor einfach relativ beliebig möglichst viele Inhalte über möglichst viele Kanäle.

Je mehr Content jedoch insgesamt verfügbar ist, desto bedeutsamer ist nicht dessen Menge, sondern die richtige Selektion. Machen Sie sich zum Lotsen in der Informationsflut statt zur Inhaltsschleuder. Treten Sie in Gespräche ein, statt nur zu senden. So und nur so erreichen Sie die richtigen Dialogpartner.

In einer ruhigen Stunde könnten Sie sich einfach einmal hinsetzen und überlegen, wen genau Sie erreichen wollen und wie Sie für diese Betreffenden zu einer wirklichen Referenz in Ihrem eigenen Kerngebiet werden können. Dazu müssen Sie Ihr Gegenüber kennen und sich über das eigene Portfolio klarer werden.


 

Frage Nr. 3: „Wo will ich mit meiner Personenmarke hin?“

Lotsen in der Informationsflut: Das sind auch und vor allem die „Köpfe“ im Unternehmen; Vertrauenspersonen, die Gesicht zeigen und für Dialoge zur Verfügung stehen. Meiner Prognose nach wird 2016 DAS Jahr der Personenmarken werden. Unternehmen, die nur von mehr oder weniger gesichtslosen Firmenaccounts senden, werden es immer schwerer haben, die Wahrnehmungsschwelle zu durchbrechen.

Für Sie als Entscheider, Führungskraft oder Einzelunternehmer ist das zugleich eine riesige Chance: Sie punkten nicht allein damit, dass Sie sich in der realen wie in der digitalen Welt mit Ihren Fachkenntnissen darstellen, sondern auch mit Ihren ganz unverwechselbaren persönlichen Eigenschaften.

Das bedeutet nun keineswegs, dass Sie Ihr Inneres nach außen kehren oder Privatestes im Internet zelebrieren müssten. Es geht vielmehr darum, eine sinnvolle Strategie zu entwickeln, um die eigene Personenmarke sichtbarer zu machen und im Hinblick auf persönliche und unternehmerische Ziele auszubauen. Dazu ist es auch sinnvoll, sich Gedanken über die eigene Arbeitsweise, die Stärken und Vorlieben, aber auch etwaige „No-Gos“ zu machen.


 

Warnung: Ihre Präsenz auf Google+ könnte wettbewerbswidrig sein!

„Da viele Unternehmen und Freiberufler ihre Google+-Profile nicht mehr nutzen, haben sie nicht mitbekommen, dass seit den Designänderungen ihr Impressum nicht mehr sichtbar ist und die Profile wettbewerbswidrig sind.“ – So schreibt es mein Bloggerkollege, der Rechtsanwalt Thomas Schwenke.

Ich zitiere nur, was er schreibt und verlinke dazu, denn ich kann und darf ja selbst gar keine Rechtsberatung anbieten. Doch wenn ich nicht so gut mit ihm vernetzt wäre, hätte ich womöglich selbst nicht davon erfahren. Daher nutze ich diesen Newsletter, um Sie auf den Artikel von Rechtsanwalt Schwenke aufmerksam zu machen. Wenn Sie ein Profil auf der Plattform haben, ob nun aktiv gepflegt oder nicht, sollten Sie sich die Sache besser gleich ansehen.


Die Autorin: Dr. Kerstin Hoffmann berät und unterstützt Unternehmen sowie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in digitalen Strategien, Public Relations und Corporate Blogging. Sie gibt Workshops, hält Vorträge und schreibt Bücher. Ihr Blog “PR-Doktor” ist laut Ebuzzing eines der führenden deutschen Blogs über digitale Kommunikation. Sie wollen mehr darüber erfahren, was Kerstin Hoffmann mit ihrem Team für Ihr Unternehmen tun kann? Hier geht es zum Beratungsangebot. »

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