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	<title>Social Media-Archiv - PR-Doktor</title>
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	<description>Magazin für Kommunikation und Marketing</description>
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		<title>Gibt es einen Ausweg aus diesem Social-Media-Dilemma?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dr. Kerstin Hoffmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Jun 2024 04:14:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Bug]]></category>
		<category><![CDATA[LinkedIn]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer sich in sozialen Netzwerken bewegt, hat nur sehr bedingt die Kontrolle und muss das Risiko gut abwägen: Wie oft habe ich schon dazu etwas geschrieben und öffentlich gesagt! Dennoch: Wenn, wie bei mir kürzlich auf LinkedIn, ein fieser Bug zuschlägt, kommt es trotzdem überraschend. Für die Plattform war es wohl nur ein Schluckauf. Für [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_30641" style="width: 835px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-30641" class="size-full wp-image-30641" src="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2024/06/bug.jpg" alt="Der kleine Bug frisst das Social-Media-Profil" width="825" height="464" srcset="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2024/06/bug.jpg 825w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2024/06/bug-300x169.jpg 300w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2024/06/bug-768x432.jpg 768w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2024/06/bug-705x397.jpg 705w" sizes="(max-width: 825px) 100vw, 825px" /><p id="caption-attachment-30641" class="wp-caption-text"><em>Der kleine Bug möchte aus der Spammer-Ecke abgeholt werden. – Illustration: Canva/KI-generiert</em></p></div>
<p>Wer sich in sozialen Netzwerken bewegt, hat nur sehr bedingt die Kontrolle und muss das Risiko gut abwägen: Wie oft habe ich schon dazu etwas geschrieben und öffentlich gesagt! Dennoch: Wenn, wie bei mir kürzlich auf LinkedIn, ein fieser Bug zuschlägt, kommt es trotzdem überraschend. Für die Plattform war es wohl nur ein Schluckauf. Für mein Netzwerk war es sehr nervig. Für mich – und andere Publizierende, bei denen der Fehler ebenfalls aufgetreten ist – war es ein kleines Desaster.</p>
<p>Und es zeigt, wie sehr wir letztlich alle am Tropf der Social Media hängen, auf denen die Anbieter die Regeln machen, die Funktionen beherrschen und auf denen eben nicht immer alles einwandfrei funktioniert. Wo sich der Algorithmus plötzlich ändern kann, so dass bewährte Mechanismen nicht mehr funktionieren oder Reichweite verlorengeht. Wo beispielsweise ein Account anscheinend ohne Grund suspendiert wird und nicht zurückzuholen ist (was mir zum Glück nicht passiert ist). Oder wo ein Profil plötzlich ungewollt zum Spam-Account wird und die Profilinhaberin nur hilflos zusehen kann (was mir passiert ist).</p>
<div class="wp_b_box">
<h3><span style="color: #ff6600;">Was war passiert?</span></h3>
<p>LinkedIn hat mit einer automatisierten Fehlfunktion beinahe mein Profil lahmgelegt, nachdem ich erstmals einen Newsletter auf der Plattform publiziert hatte. Erscheint eine solche erste Ausgabe, werden automatisch und unvermeidbar die eigenen Kontakte dazu eingeladen. Das sieht dann so aus, als käme es direkt von der betreffenden Person. Kommt es aber gar nicht. Es ist eine eingebaute Funktion. Man kann das nicht beeinflussen, nicht deaktivieren, nicht ändern. Man sieht es selbst nicht einmal. Aber in diesem Fall hat LinkedIn von meinem Profil aus wohl über mehr als 36 Stunden dieselbe Einladung immer wieder verschickt, an manche Personen pausenlos und offenbar bis zu hundert Mal. (Andere haben dagegen gar keine erhalten.) Dieser Bug hat mich zirka 100 Follower und Kontakte gekostet. Viel Zeit. Und einige Nerven. Und mich daran erinnert, wie schnell die vermeintliche Sicherheit einer Plattform, auf die wir mit viel Aufwand setzen, durchbrochen sein kann. Letztlich war es nur eine kleine Krise, ein Sturm im Wasserglas, aber wer weiß das schon zu Beginn? Mehr dazu gibt es <a href="https://www.linkedin.com/posts/kerstinhoffmann_an-alle-die-derzeit-mehrfach-teils-im-stundentakt-activity-7204387046604312577-BolV?utm_source=share&amp;utm_medium=member_desktop">hier</a>, <a href="https://www.linkedin.com/posts/kerstinhoffmann_dieser-newsletter-ist-ein-krisen-brief-activity-7204517429366996992-DZxH?utm_source=share&amp;utm_medium=member_desktop">hier</a> und <a href="https://www.linkedin.com/posts/britta-behrens-linked-in-marketing-und-social-selling-expertin_linkedin-newsletter-linkedinfluencer-activity-7205869179646660608-lpp2?utm_source=share&amp;utm_medium=member_desktop">hier</a> auf LinkedIn.</p>
</div>
<h3>Gibt es überhaupt eine Alternative?</h3>
<p>Aber was wäre die Alternative? „Eigene Plattformen stärken, die wir selbst kontrollieren!“ Das ist das Mantra, das viele Kolleg:innen und ich eigentlich schon so lange wiederholen, wie es Social Media gibt.</p>
<p>Doch was nützt es, wenn sich große Teile der Diskussionen längst in soziale Netzwerke verlagert haben? Wenn KI-Tools wie ChatGPT dafür sorgen, dass immer mehr Suchanfragen gar nicht mehr auf einzelnen Webseiten landen? Dann kann man zwar weiter auf Inhalte auf eigenen Seiten setzen. Aber ohne die Kraft des Netzwerks, ohne die Diskussionen und eben auch die Sichtbarkeit auf externen Plattformen verlieren diese an Bedeutung.</p>
<h3>Eigentlich wünschenswert – und doch risikobehaftet?</h3>
<p>Eigentlich passiert ja also das sehr Wünschenswerte, wozu Social Media gemacht sind: der direkte Austausch unter Menschen. Problematisch ist es dennoch, wenn dieser sich, wie in meinem Umfeld, größtenteils sogar nur noch auf eine einzige Plattform konzentriert, nämlich LinkedIn. Seit es Twitter nicht mehr gibt und Facebook zumindest für viele Bereiche an Bedeutung verliert, hat sich diese Entwicklung noch verstärkt.</p>
<p>Eine solche Konzentration birgt eben auch eine Gefahr. Und damit spreche ich noch gar nicht von den Berater:innen, deren Geschäftsmodell die Beratung in Sachen LinkedIn ist. Oder von Influencern, die (in diesem Fall beispielsweise über Instagram oder YouTube) beachtliche Umsätze gemacht hatten und dann gesperrt wurden. Sondern auch von denen, deren Sichtbarkeit auf der Plattform gleichbedeutend mit ihrer Reichweite für ihr professionelles Angebot, ihr Image, ihre Wahrnehmung als Fachpersonen ist. Viele Kolleginnen und Kollegen berichten, dass mittlerweile ein Großteil ihrer Anfragen von potenziellen neuen Kunden über LinkedIn kommt. Das ist schön, solange es funktioniert.</p>
<h3>Aufwand, Zeit, Geld investiert – und plötzlich alles weg?</h3>
<p>Viele Menschen haben beachtlichen Aufwand, Zeit, Geld, Aufmerksamkeit investiert, um ihr Profil aufzubauen und mit Inhalten zu füllen, ihr Netzwerk auszubauen und zu gestalten, oft über Jahre. Es passiert zum Glück selten: Aber wenn ein solches Asset zerstört oder beschädigt wird, ist dies also tatsächlich ein herber Verlust.</p>
<p>Das gilt auch für Menschen in Unternehmen, die gar nicht unmittelbar immer selbst etwas verkaufen. Man muss das mal ganz offen sagen: Viele Corporate-Influencer-Programme, die ich begleite, sind eigentlich LinkedIn-Programme. Zwar wird man seriöserweise ein solches Programm immer so planen, dass ein Großteil des persönlich Erarbeiteten auch für andere Plattformen anwendbar ist. Dennoch: Das Risiko, das mit einer solchen, oft exklusiven Fokussierung einhergeht, lässt sich nicht übersehen.</p>
<p>Es betrifft auch die Social CEOs, die ich berate, und für diejenigen, die ich in meinem Podcast interviewt habe. In letzterem stelle ich immer als eine Frage am Schluss: „Was wäre, wenn es LinkedIn morgen nicht mehr gäbe &#8230;“ Die Antworten sind sehr unterschiedlich von: „Das wäre ein echter Verlust“ über „Dann würde ich meine Kontakte auf einer anderen Plattform wiederfinden“ bis zum augenzwinkernden „Dann hätte ich plötzlich ganz viel Zeit“. (<a href="https://social-ceo.letscast.fm/">Hören Sie selbst hinein, was die verschiedenen Interviewten im O-Ton sagen.</a>)</p>
<h3>Was wäre, wenn &#8230;?</h3>
<p>Ich habe mir diese Frage angesichts des oben beschriebenen Desasters auch gestellt; als, von mir völlig unbeeinflussbar und ja auch unverschuldet,zeitweise meine Followerzahlen wie in einem Countdown minütlich sanken: Was ist, wenn ich morgen mein über Jahre mit viel Aufwand gepflegtes Profil nicht mehr habe – oder jedenfalls kein nennenswertes LinkedIn-Netzwerk mehr?</p>
<p>Relativ schnell hat sich herausgestellt: Alles wohl halb so schlimm. Und vor allem kein Grund, ein riesiges Drama daraus zu machen. Aber immerhin Anlass genug für einige Gedanken zum Thema, von denen vielleicht auch andere profitieren können.</p>
<h3>Fazit: Keine Lösung – aber vielleicht alles halb so schlimm?</h3>
<p>Für das Dilemma, nicht ohne diese Plattformen zu können, aber selbst nicht die Kontrolle zu haben, gibt es also keine wirkliche Lösung, vor allem keine, die alle Risiken minimiert. Aber folgende fünf Punkte sind mir in der Reflexion darüber noch einmal so richtig klargeworden:</p>
<p><strong>Erstens: (Kommunikations-)Krisen können jederzeit auftreten. </strong>Unangehm, aber nicht zu vermeiden. Und meistens weniger bedrohlich als erwartet. Natürlich ist nur ein Social-Media-Account, aber ein für mich wichtiger. Die Sache hat sich im ersten Moment vor allem deswegen bedrohlich angefühlt, weil ich teils sehr wütende persönliche Nachrichten von Menschen erhalten habe, die mich eigentlich besser kennen sollten. Aber dass ein LinkedIn-Account ganz und vollständig den sprichwörtlichen Bach hinuntergeht, ist wohl doch nicht so wahrscheinlich. Und echte große Krisen sehen sowieso anders aus als so ein relativ kleiner Social-Media-Störfall.</p>
<p><strong>Zweitens: Social Media sind nicht alles.</strong> Es gibt auch in meinem Umfeld immer noch sehr viele Menschen, die gar nicht auf LinkedIn sind oder zumindest nicht aktiv. Das gilt auch für viele Personen bei Auftraggeber-Unternehmen, in denen ich andere Projekte begleite, etwa Kommunikationsstrategie und Content-Marketing. Und diese Menschen sind auch beruflich erfolgreich. Oft betone ich hier dennoch die Bedeutung von LinkedIn als derzeitigem Goldstandard in der persönlichen Business-Kommunikation via digitale Medien. (Natürlich weise ich auch hier seit jeher zugleich auf die Risiken eines solchen Quasi-Monopols für zumindest ein bestimmtes Segment hin.)</p>
<p><strong>Drittens: Risiko hin oder her, Social Media sind (für mich) nicht verzichtbar.</strong> Auch wenn ich tatsächlich immer noch einen Großteil meiner Kundenanfragen auf anderen Wegen als via LinkedIn erhalte: Mein Profil mit mehr als 10.000 Followern (Stand: Juni 2024) stellt für mich nicht nur ein wertvolles Asset dar, sondern bietet vor allem die Möglichkeit, mit Menschen in Kontakt zu bleiben, Wissen und Informationen zu bekommen. Und selbst mein Wissen in die Welt zu bringen. In einer Form und mit einer Reichweite, die ich zumindest momentan in keinem anderen sozialen Netzwerk realisiere. Nicht zu kommunizieren und sich herauszuhalten: Das stellt meiner Meinung nach immer noch das weitaus größere Risiko dar.</p>
<p><strong>Viertens: Auf die Menschen kommt es an.</strong> Gerade in Krisen wie einer solchen erweist sich nicht nur die eigene Erfahrung in Sachen Krisenkommunikation als hilfreich. Es zeigt sich vor allem die Kraft eines persönlichen Netzwerks, das unterstützend in die Bresche springt. Viele Menschen haben mir Hilfe angeboten, einige mich sehr intensiv unterstützt. Den wenigen wütenden Privatnachrichten von Personen, die allen Ernstes angenommen hatten, ich würde sie persönlich pausenlos mit Spam-Einladungen überziehen, stehen viele, viele Kontakte gegenüber, die mir unterstützende Nachrichten und Kommentare geschrieben haben. Und den rund 100 Follower:innen, die ich verloren habe, stehen mehr als 10.000 gegenüber, die in meinem Netzwerk geblieben sind. Sowie viele neue Kontakte, die hinzugekommen sind.</p>
<p><strong>Fünftens: Niemand ist hier „schuld&#8220;. </strong>Klar, der Fehler war nicht von mir ausgelöst, sondern lag in einer Funktion der Plattform. Doch auch bei einer großen, scheinbar anonymen Plattform arbeiten Menschen, die im persönlichen Kontakt sehr freundlich und unterstützend sind. Die dann aber auch einmal durchblicken lassen, was es für sie für einen Stress bedeutet hat, dass ihr eigenes Produkt plötzlich ein unkontrolliertes Eigenleben entwickelt hat, das sie nicht so einfach einfangen konnten. Fehler passieren, und keine Technik ist völlig fehlerfrei. Daher sind wir alle auch gefordert, unseren Menschenverstand einzusetzen – und vielleicht einfach davon ausgehen, dass ein scheinbar nerviges Verhalten auch einfach ein technischer Schluckauf sein könnte, daher einfach mal kurz abwarten und die Ruhe bewahren.</p>
<p>*</p>
<p>Für das LinkedIn-Monopol-Risiko gibt es also aus meiner Sicht nach wie vor keine einfache Lösung. Ich kann auf die Präsenz dort nicht verzichten. Aber ich setze eben nicht alles nur auf diese Karte.</p>
<p>Letztlich war es zwar ein unerfreuliches Erlebnis. Aber kein existenzbedrohliches Drama. Und dann ist ja in diesem Fall doch alles gutgegangen. Wie meistens im Leben.</p>
<p><strong>Wie sehen Sie das? Schreiben Sie mir, gerne via LinkedIn. <a href="https://www.linkedin.com/in/kerstinhoffmann/">Hier geht es zu meinem Profil.</a></strong></p>
<div class="wp_b_box">
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		<title>Selfies: Mit fünf Fragen raus aus der Selbstinszenierungsfalle</title>
		<link>https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/selfie-selbstinszenierung-fuenf-fragen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Kerstin Hoffmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Sep 2022 04:56:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Personal Branding]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Community]]></category>
		<category><![CDATA[Selfie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eitle Selbstdarstellung oder Aufforderung zum Dialog: (Wann) brauchen wir das eigene Bild in Social Media? „Selfie-Wahn&#8220;, „Instagramisierung von LinkedIn&#8220;, „eitles Posieren&#8220;: Viele Menschen sind gegen Selfies – also fotografische Selbstbildnisse in sozialen Netzwerken – regelrecht allergisch. Erst recht, wenn diese in Business-Netzwerken überhand nehmen. Andererseits steigt die Zahl der Porträtfotos in Social Media immer weiter. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-29456" src="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2022/09/selbstinszenierung_selfie.jpg" alt="" width="825" height="464" srcset="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2022/09/selbstinszenierung_selfie.jpg 825w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2022/09/selbstinszenierung_selfie-300x169.jpg 300w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2022/09/selbstinszenierung_selfie-768x432.jpg 768w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2022/09/selbstinszenierung_selfie-705x397.jpg 705w" sizes="(max-width: 825px) 100vw, 825px" /></p>
<h2>Eitle Selbstdarstellung oder Aufforderung zum Dialog: (Wann) brauchen wir das eigene Bild in Social Media?</h2>
<p><strong>„Selfie-Wahn&#8220;, „Instagramisierung von LinkedIn&#8220;, „eitles Posieren&#8220;: Viele Menschen sind gegen Selfies – also fotografische Selbstbildnisse in sozialen Netzwerken – regelrecht allergisch. Erst recht, wenn diese in Business-Netzwerken überhand nehmen. Andererseits steigt die Zahl der Porträtfotos in Social Media immer weiter. Persönlicher Austausch ohne Gesicht ist schwierig bis unmöglich. Doch wo geht das Sich-Zeigen in reine Selbstdarstellung über? Wie viel Gesicht-Zeigen ist nötig und gesund? </strong><br />
<br />
Ich gebe es offen zu: Lange Zeit haben mich übertrieben viele Selfies einzelner Personen, erst recht die oft sehr plakativ inszenierten fotografischen Selbstdarstellungen , eher genervt. Diese Selbstbespiegelung kam mir anfangs fremd und oft eitel vor. Deswegen habe ich mich meistens auf die obligatorischen Profilbilder und allenfalls das eine oder andere Gruppenfoto mit meiner Person beschränkt.</p>
<p>Doch selbst solche Menschen, die lange Zeit zögerlich mit dem eigenen Porträt in Social Media waren, versuchen sich mehr und mehr mit  dem eigenen Foto im Algorithmus zu behaupten. Manche befürchten gar, dass sie ohne aussagekräftiges Foto gar nicht mehr wahrgenommen werden und setzen sich über eigenes Unbehagen hinweg. Andere dagegen scheinen überhaupt keine Hemmungen zu haben und posieren auch im Businesskontext freigebig, fantasievoll und oft sogar freizügig. Klar: Wer mit anderen ins Gespräch kommen und Beziehungen aufbauen will, muss sich zeigen. Persönlicher Austausch ohne Gesicht ist schwierig bis unmöglich.</p>
<p>Ich kann Menschen verstehen, denen es wirklich auf die Nerven geht, wenn bei Instagram eine perfekt inszenierte Pose auf die nächste folgt und wenn bei LinkedIn massenweise Menschen nachdenklich an der Kamera vorbeischauen, um sich im Text auf die eine oder andere Weise selbst zu beweihräuchern.</p>
<p>Doch mittlerweile habe ich geübt, mehr und mehr zu differenzien. So kann ich auch andere dabei unterstützen, solche Bilder mit ihren  Aussagen differenzierter bei anderen zu betrachten und gezielt für sich selbst einzusetzen.</p>
<div class="wp_b_box">
<h3><span style="color: #ff6600;">Zum Begriff „Selfie&#8220;</span></h3>
<p>Das Selfie bezeichnet im engeren Sinne ein selbst aufgenommenes Foto des Abgebildeten, meist mit dem Smartphone: das Selbstbildnis, wie es in der Kunst schon seit Jahrhunderten ein eigenes Genre bildet, gegenüber dem Porträt, das jemand anderes gemalt hat. Ich erlaube mir hier eine etwas freiere Verwendung des Begriffs und beziehe in meine Überlegungen alle Fotos ein, die eine Person von sich selbst veröffentlicht, insbesondere in sozialen Netzwerken, auch dann, wenn jemand anderes das Foto gemacht hat. Ich weite also den Begriff des Selbst-Fotografierens auf das Selbst-Posten aus. Entscheidend sind ja die eigenen Ziele ebenso wie Bildwahl und Einsatzzweck – und nicht primär, wer auf den Auslöser gedrückt hat.</p>
</div>
<h3>Ohne Gesichter fehlt was</h3>
<p>Bild-Text-Kombinationen wecken mehr Aufmerksamkeit als reine Textpostings. Das gilt auch für Business-Netzwerke wie etwa LinkedIn. Daher gleicht die eigene Timeline oft mehr und mehr einem Instagram-Stream, einem digitalen Fotoalbum.</p>
<p>Inhaltliche und fachliche Aussagen scheinen oftmals zu kurz zu kommen, selbst wenn sie plakativ in Bilder eingebaut sind. Aber ist das wirklich so?</p>
<p>Wenn ich mich selbst beim Scrollen durch meine Timeline beobachte, dann stelle ich fest, dass ich an Gesichtern eher hängenbleibe als an Stock- oder Schmuckfotos. Umgekehrt erzielen Postings, in denen ich mich selbst im Bild zeige, generell mehr Reaktionen als solche mit anderen Bilder und erst recht als reine Textpostings. Warum ist das so?</p>
<h3>Gesichter erkennen – Gesicht zeigen</h3>
<p>Auch im direkten Kontakt reagieren wir unmittelbar auf ein Gegenüber mit Gesicht. Wir erkennen sogar vermeintliche Gesichter in Dingen. Als empathische, soziale Wesen sind wir darauf programmiert, menschliche Gesichter aufmerksamer zu betrachten als andere Muster. Schon Neugeborene können Gesichter erkennen.</p>
<p>Wenn wir in Interaktion gehen, wollen wir unser Gegenüber sehen. Nicht zuletzt deswegen setzen ja Unternehmen auf Corporate Influencer, auf wiedererkennbare Persönlichkeiten, die für eine Marke stehen. Auch im direkten Gespräch, in einem Vortrag, in einem Meeting bin ich ja als Person, als Gegenüber anwesend. Das Foto ist kein Ersatz für ein lebendiges sprechendes Gegenüber, aber es verknüpft die sachliche Aussage oder den Diskussionbeitrag mit einer wiedererkennbaren Persönlichkeit.</p>
<p>Nicht zuletzt steht die Redewendung „Gesicht zeigen&#8220; dafür, dass jemand öffentlich für eine Meinung oder eine  Haltung einsteht.</p>
<p>Wenn ich mich nie traue, mein Gesicht zu zeigen, dann vergebe ich womöglich Chancen, wichtigen Inhalten die nötige Sichtbarkeit zu erzielen. Womöglich nehme ich, indem meine Botschaft weniger sichtbar ist, vielen Menschen in meinem Netzwerk die Möglichkeit von etwas zu erfahren, was ihnen nützt.</p>
<h3>Das Selfie ist (Teil der) Botschaft</h3>
<p>Wenn wir also das eigene Foto posten, nehmen wir eine Position ein, machen uns für etwas stark. Wir zeigen unserem Gegenüber auf den ersten Blick, viel eindrücklicher als nur mit der kleinen Profilbild-Ikone neben dem Posting, unser Gesicht. Wir setzen also Selbstbildnisse nicht einfach ein, um einen Algorithmus zu bedienen, sondern wir erleichtern unserem Gegenüber, uns sowie sich in Relation zu uns zu verorten.</p>
<p>Je nach Plattform, Anlass und Inhalt hat das Selfie unterschiedliche Funktionen. So unterstreicht das Foto die Botschaft, etwa wenn es ein Textposting ergänzt. Es ist wichtiger Bestandteil der Botschaft, wenn ich beispielsweise in Wort und Bild von einem Erlebnis oder einer Veranstaltung berichte. Oder es stellt die eigentliche Botschaft dar, wenn ich – etwa auf Instagram – die Follower an meinem Leben teilhaben lasse. Wie sehr ich mich dabei zeige und wo meine Schwerpunkte liegen, ist höchst individuell und wird sich auch immer wieder verändern.</p>
<p>Was zwangsläufig auch bedeutet: Ob dir mein Gesicht gefällt, entscheidet darüber, ob und wie meine Botschaft bei dir ankommt, im positiven wie im negativen Sinne.</p>
<p>Daher haben übrigens viele Menschen eine hohe Hemmschwelle, eigene Bilder im Netz zu zeigen. Sie machen sich damit auch angreifbar, befürchten Kritik.</p>
<p>Andere wiederum scheinen jegliche Hemmungen verloren haben und inszenieren sich in wirkungsvollen Posen, offenbar mit dem einzigen Ziel Beifall zu bekommen. Auch und gerade damit ziehen sie bestimmte Menschen an und stoßen andere ab. Ein solches Bild kann entlarvend sein. Es ist aber auch selektierend.  Immer wird es diejenigen zu mir führen, die zu mir passen. Ob das diejenigen sind, die ich besonders erreichen wollte, hängt auch vom Grad der eigenen Reflektiertheit ab.</p>
<p>Auch die überhöht gestylten, allzu inszeniert posierenden  Influencer, die jede:r sofort im Kopf hat, der oder die dem Thema Selfie kritisch gegenüber steht, haben ihr Publikum. Jedes Bild bekommt die Aufmerksamkeit, die es verdient.</p>
<h3>Welcher Selfie-Typ sind Sie?</h3>
<p>Das Selfie ist also erst einmal wertfrei. Entscheidend sind die Intention und deren Umsetzung. Es kann ein Medium der beifallsheischenden eitlen Selbstinszenierung sein, und dafür kennen wir wohl alle genügend Beispiele. Darüber hinaus gibt es ja übrigens viele weitere Möglichkeiten, sich in Wort oder Text selbst zu inszenieren, die gar kein Foto brauchen, um zur peinlichen Selbstbeweihräucherung zu werden.</p>
<p><strong>Wir können aber fotografische Selbstbildnisse auch einsetzen, um &#8230;</strong></p>
<p><strong>&#8230; Sichtbarkeit für eigene Botschaften zu erzielen.</strong></p>
<p><strong>&#8230; wertvolle Inhalte zu unterstreichen.</strong></p>
<p><strong>&#8230; Nutzen im Netzwerk zu schaffen. </strong></p>
<p><strong>&#8230; Beziehungen aufzubauen.</strong></p>
<p><strong>&#8230; Gesicht für die eigene Position zu zeigen.</strong></p>
<p>Mein Tipp, wenn Sie sich bisher nicht getraut haben, Selbstbildnisse zu posten: Betrachten Sie das Thema einmal neu unter den genannten Aspekten und probieren Sie es einfach aus. Wenn Sie Angst haben, im Selfie-Wahn in die Selbstinszenierungsfalle zu tappen, dann habe ich abschließend drei Prüffragen für Sie.</p>
<h3>Fünf Fragen gegen die Selbstinszenierungsfalle</h3>
<p>Folgende fünf Fragen könnten Aufschluss darüber liefern, ob Sie mit Ihrem Selfie in sozialen Netzwerken Gesicht zeigen wollen oder in die Selbstinszenierungsfalle getappt sind.</p>
<ul>
<li class="p1">Schaue ich mein Gegenüber an – oder blicke ich schon beim Posten durch die imaginierten Augen eines Betrachters auf mich selbst?</li>
<li class="p1">Inszeniere ich mich vor allem selbst – oder stehe ich mit meinem Gesicht zu einer starken Aussage oder teile etwas Interessantes?<span class="Apple-converted-space"> </span></li>
<li>Zeige ich meinem Gegenüber etwas über mich und mache mich als Mensch sichtbar – oder versuche ich ein Idealbild zu schaffen, um besonders gut dazustehen?</li>
<li class="p1">Will ich Beifall für mein Foto, mein Aussehen, meine Statussymbole (&#8230;) – oder will ich Nutzen in meiner Community schaffen und ins Gespräch kommen?</li>
<li class="p1">Muss es dieses Mal ein Selfie sein, oder gibt es zur Abwechslung auch einmal andere Bebilderungsmöglichkeiten?</li>
</ul>
<div class="wp_b_box">
<h3><span style="color: #ff6600;">Mehr zum Thema</span></h3>
<ul>
<li><a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/personal-branding-bescheidenheit-kernbotschaften-selbstbewusstsein/">Personal Branding: Warum zu viel Bescheidenheit mehr schadet als nützt</a></li>
<li><a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/digitale-persoenlichkeit-personal-branding-personenmarke/">Digitale Persönlichkeit: Das Wesentliche ist von außen unsichtbar</a></li>
<li><a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/personal-branding-markenbotschafter-corporate-influencer-social-media-5-stufen/">Personal Branding für Corporate Influencer: Wirkungsvoll und sicher posten in 5 Stufen</a></li>
</ul>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Der hartnäckigste Mythos der Social-Media-Geschichte </title>
		<link>https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/mythos-social-media-kundengewinnung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Kerstin Hoffmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Sep 2021 04:44:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Community]]></category>
		<category><![CDATA[Kundengewinnung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/?p=27867</guid>

					<description><![CDATA[<p>„Meine Kunden sind nicht in Social Media!&#8220; – Als ich vor wenigen Tagen diese Behauptung als Argument gegen eigene unternehmerische Aktivitäten in sozialen Netzwerken las, habe ich ganz schön gestaunt. Wie ich übrigens seit ungefähr 2007 jedes Mal staune, wenn ich so etwas mal wieder wortgleich lese oder höre. Doch je mehr die Zeit voranschreitet, [&#8230;]</p>
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<p><strong>„Meine Kunden sind nicht in Social Media!&#8220; – Als ich vor wenigen Tagen diese Behauptung als Argument gegen eigene unternehmerische Aktivitäten in sozialen Netzwerken las, habe ich ganz schön gestaunt. Wie ich übrigens seit ungefähr 2007 jedes Mal staune, wenn ich so etwas mal wieder wortgleich lese oder höre.</strong></p>
<p><strong>Doch je mehr die Zeit voranschreitet, desto überholter ist dieser Mythos – der aber offenbar zu den hartnäckigsten in Sachen Social Media überhaupt gehört. Stereotyp wird er selbst von solchen Menschen wiederholt, die es eigentlich besser wissen müssten. Daher lohnt es sich offensichtlich, doch noch einmal ausführlich auf das Thema einzugehen.</strong></p>

<h3>Warum es sich lohnt, die Behauptung zu hinterfragen</h3>
<p>Nun muss ja niemand in sozialen Netzwerken für das eigene Unternehmen werben und aktiv netzwerken. Aber es ist schade, wenn Unternehmer*innen und Entscheider aus Unwissen die vorhandenen Potentiale nicht nutzen. Nicht zuletzt bekommen dadurch wertvolle Angebote und Produkte nicht die Aufmerksamkeit, die sie verdienen – und diejenigen, die sie brauchen könnten, erfahren oft nicht davon.</p>
<h2>Hier sind sieben Argumente, um mit dem hartnäckigen Mythos ein für allemal aufzuräumen:</h2>
<h3>1. „Woher weißt du das überhaupt?&#8220;</h3>
<p>Wer selbst nicht in Social Media aktiv ist und dann behauptet, die Kunden wären auch nicht dort, schafft damit einen Zirkelbeweis<em>. </em>Wo man selbst nicht hinschaut, kann man natürlich auch nichts sehen. Das ist übrigens so ähnlich wie bei der (tatsächlich!) bis heute (!) oft wiederholten Behauptung, man brauche keine mobile Website, weil die Kunden die eigene Website ohnehin nur auf dem Desktop ansähen. Beweisen könne man das mit den Analysedaten der (nicht mobiltauglichen!) Website. Ja, Kunststück, oder?</p>
<h3>2. Social Media ist viel mehr als nur direkte Kunden</h3>
<p>Wer bei eigenen Aktivitäten in Sachen Social-Media-Marketing, Content-Marketing, Community-Building, Netzwerkaufbau (&#8230;) nur immer auf die direkten Kunden schielt und zielt, greift viel zu kurz. Jeder Netzwerk-Kontakt bildet eine potentielle Schnittstelle in weitere Netzwerke und Communitys. Empfehler haben Zugang zu Menschen, die selbst in dem einen oder anderen Netzwerk nicht präsent sind.</p>
<h3>3. Social Media ist viel mehr als Werbung</h3>
<p>Natürlich ergibt es keinen Sinn, Anzeigen für eine direkte Kundenzielgruppe auf Facebook oder Instagram zu schalten, wenn die Analyse und das Listening (die Sie ja hoffentlich gründlich vorgenommen haben!), ergeben, dass diese Zielgruppe dort nicht vorhanden sind.</p>
<p>Doch das heißt ja nicht dass es keinen Sinn ergäbe, hier als Unternehmen, als Corporate Influencer oder auch als Solopreneur*in präsent zu sein, um Sichtbarkeit und Reichweite zu erzielen und das eigene Netzwerk auszubauen – siehe auch voriger Punkt. Und nicht zuletzt geht es ja in den Social-Media-Aktivitäten auch darum, das eigene Wissen zu vermehren, von aktuellen Entwicklungen zu erfahren, mit Gleichgesinnten zu diskutieren, aber auch selbst Lieferanten und Dienstleister zu finden und kennenzulernen.</p>
<h3>4. Die Kunden sind nicht abwesend. Die gehen vielleicht nur in Deckung.</h3>
<p>Persönliche Profile in sozialen Netzwerken sind ohnehin keine Vertriebskanäle. Wer es hier mit plumper Akquise versucht, kann allerdings schnell den Eindruck gewinnen, dass über Social Media keine Kunden zu gewinnen wären. Aber nicht, weil hier keine potentiellen Kund*innen aktiv wären. Sondern weil diese schnelle in Deckung gehen als Sie bei der nächsten nervigen Nachfrage per Privatnachricht auf „Absenden&#8220; klicken können.</p>
<h3>5. Social Media ist viel mehr als die großen sozialen Netzwerke</h3>
<p>Dass jemand nicht aktiv ein LinkedIn-Profil betreibt, nicht sichtbar auf Facebook postet und nicht täglich fünf Tweets absetzt, bedeutet keineswegs, dass der oder die Betreffende nicht doch mitliest, hier Informationen bezieht, das eigene Wissen vermehrt und sich auch über Anbieter schlau macht.</p>
<p>Gerade die stillen Mitleser*innen sind oft schwer zu finden – aber unter ihnen sind Menschen jeglicher Branche und Entscheider- beziehungsweise Käuferebene. Unterschätzen Sie nicht deren Potential.</p>
<p>Hinzu kommt: Auch selbst organisierte Mikro-Netzwerke in Messengern sind kleine soziale Netzwerke, in denen Empfehlungen, die Weitergabe von interessanten Links sowie auch die direkte Kommunikation mit möglichen Anbieter*innen eine immer größere Rolle spielen. Ich möchte einmal behaupten, dass es wirklich nur noch sehr wenige Menschen gibt, die überhaupt keine Messenger und keine digitalen Medien nutzen. Das gilt auch für diejenigen, die sich ansonsten selbst als wenig digitalaffin bezeichnen würden, für Facebook nichts übrig haben und noch nie selbst auf Instagram oder gar TikTok geschaut haben.</p>
<h3>6. Noch irgendjemand ohne Suchmaschine?</h3>
<p>Einmal abgesehen von Anzeigen aus sozialen Netzwerken auf anderen Seiten im Internet, etwa Nachrichten: Es gibt keine Trennung zwischen „dem Internet&#8220; und „den sozialen Netzwerken&#8220;. Eine ganz normale Suche in Google oder einer anderen Suchmaschine wirft Ergebnisse aus den verschiedensten sozialen Netzwerken aus. Die Fundstellen sind oft auch ohne eigenen Account zugänglich.<br />
Und schließlich: Auch Bewertungen in oder aus Social Media sind selbst den wenig Digitalerfahrenen längst ein Begriff. Wer aber dafür sorgen will, dass das (hoffentlich!) positive Bild des eigenen Unternehmens sich auch in Bewertungen, etwa in Google-MyBusiness-Einträgen oder einschlägigen Branchenportalen niederschlägt, kommt um den nachhaltigen Aufbau eines digitalen Netzwerks gar nicht herum.</p>
<h3>7. Krisenfestigkeit braucht Netzwerke</h3>
<p>Übrigens: Wer sich selbst in Social Media zurückhält, wird wenig darüber erfahren, wie über die eigene Marke gesprochen wird. Bahnt sich eine Krise an oder setzt jemand falsche Behauptung in die Welt, erfährt der- oder diejenige im Zweifel zu spät davon. Ist dann nicht gut genug vernetzt um gegenzusteuern. Und wird vielleicht feststellen, dass sich die nicht so angenehmen Botschaften auf eigenartige Weise selbst in Kundenzielgruppen verbreiten, die angeblich noch nie ein soziales Netzwerk von innen gesehen haben.</p>
<p>Insofern erfordert verantwortungsbewusstes, umfassendes unternehmerisches Handeln immer auch, dass soziale Netzwerke einbezogen werden. Wie das genau aussieht, was zu tun ist – und wie Sie letztlich Ihre Kunden erreichen, das ist dann immer eine Frage der individuellen Strategie.</p>
<p><strong>Überzeugt? Noch Fragen? Widerspruch? Oder haben Sie sogar noch weitere Punkte und Argumente? Ich freue mich, wenn Sie sich zu Wort melden.</strong></p>
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		<title>Keine Zeit für Social Media? So verteilen Sie Ihre Aktivitäten sinnvoll!</title>
		<link>https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/zeit-budget-social-media/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Kerstin Hoffmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jul 2021 10:29:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommunikationsstrategie]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Ressourcenplanung]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Meine Pyramide der Social-Media-Aktivitäten habe ich speziell für die Beratung in Corporate-Influencer-Projekten entwickelt, um klar und einfach zu visualisieren, wie sich die einzelnen Aufgaben aufteilen sollten. Sie ist ebenso für Unternehmen anwendbar wie für Personenmarken. In diesem Beitrag stelle ich sie erstmals öffentlich vor und erläutere sie ausführlich.  Wer relevante, aktuelle Informationen braucht und wer [&#8230;]</p>
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<p><strong>Meine Pyramide der Social-Media-Aktivitäten habe ich speziell für die Beratung in Corporate-Influencer-Projekten entwickelt, um klar und einfach zu visualisieren, wie sich die einzelnen Aufgaben aufteilen sollten. Sie ist ebenso für Unternehmen anwendbar wie für Personenmarken. In diesem Beitrag stelle ich sie erstmals öffentlich vor und erläutere sie ausführlich. </strong></p>

<p>Wer relevante, aktuelle Informationen braucht und wer wissen will, worüber die eigenen Zielgruppen und die eigene Branche sprechen, kann auf die aktive Teilhabe in sozialen Netzwerken nicht verzichten. Natürlich geht es auch darum, selbst Informationen zu verteilen. Agendasetting, Meinungsführerschaft, Informationshoheit über den eigenen Namen sowie relevante Begriffe: Das erreicht man sowohl als Marke als auch als Personenmarke nur mit relevanten, gut platzierten Inhalten.</p>
<p>Dennoch führt die Vorstellung, in Social Media vor allem auszusenden, damit andere die eigenen Botschaften empfangen, in die Irre. Wer nur spricht und nie zuhört, weiß erstens gar nicht, welche Themen andere gerade bewegen. Er oder sie bekommt nicht mit, worüber gesprochen wird. Im Zweifel gehen die eigenen Inhalte im großen Medienrauschen unter, ohne dass irgendjemand Notiz davon nimmt – während anderswo über genau dieses Thema rege diskutiert wird.</p>
<p>Lassen Sie uns daher, ausgehend von der Basis der Pyramide, die einzelnen Aktionen näher betrachten.</p>
<h3>Die Basis: Listening, Monitoring, Recherche</h3>
<p>Manchmal wird es vergessen, aber dafür ist das Internet vor allem gemacht: Informationen bekommen, recherchieren, sich informieren. Ein gutes Listening sowie ein umfassendes Monitoring zu den eigenen und weiteren relevanten Themen sowie zum Markt, zu Branche und zur eigenen Marke bilden die Basis jeder Social-Media-Strategie. Hier ist Social Media auch Dienstleister für die Gesamtkommunikation.</p>
<p>Deswegen bildet dieser umfassende, aus vielen kleinen und größeren Aktionen bestehende Aufgabenbereich die Basis der Pyramide. Hier werden die Voraussetzungen für alle weiteren Ebenen der Pyramide geschaffen.</p>
<h3>Gute Inhalte mit Likes belohnen</h3>
<p>Die Likes – auf etlichen Plattformen inzwischen längst durch weitere Reaktionen ergänzt – sind sozusagen der Schmierstoff des Social Web. So lässt sich mit einem Klick signalisieren: Ich habe den Beitrag gesehen, ich stimme zu, ich schenke dir Reichweite &#8230;</p>
<p>Wer gerade wenig Zeit für Social Media hat, kann zumindest einige Minuten am Tag investieren, um die eigenen Timelines durchzusehen, und dabei einige Reaktionen verteilen. Das erhöht zugleich die eigene Sichtbarkeit und sorgt dafür, dass man im Spiel bleibt.</p>
<h3>Wer Meinung(en) bilden will, muss mitreden</h3>
<p>Oft klafft zwischen dem Publizieren eigener Inhalte auf eigener Pinnwand und dem Verteilen von Likes und anderen Reaktionen (siehe voriger Punkt) eine große Lücke. Ein „Like-Daumen&#8220; oder ein Herz ist schnell angeklickt, geht aber in der Vielzahl der Reaktionen auch schnell unter. Zudem stellt es eine relativ unspezifische Stellungnahme dar.</p>
<p>Wer Meinung bilden will, sollte sich an Diskussionen beteiligen, und zwar nicht nur auf der eigenen Pinnwand. Dies erfordert Aufmerksamkeit und regelmäßige Präsenz: Worüber wird gerade gesprochen? Von wem? (Siehe auch der erste Punkt, der die Basis der Pyramide ausmacht.) Und was kann ich/können wir Wertvolles dazu beitragen?</p>
<p>Um qualifiziert mitzureden, muss man sich erstens einige Gedanken machen. Zweitens reicht nicht aus, einmal einen Kommentar abzusetzen und sich dann wieder herauszuziehen. Diskussionen bestehen aus Rede und Gegenrede, aus vielen Stimmen und können sich in sozialen Netzwerken auch über längere Zeit hinziehen. Ein Teil des Zeitbudgets sollte für diese aktive Teilhabe reserviert bleiben.</p>
<p>Übrigens: Ein guter Gedanke, der zu einem Diskussionsbeitrag in einem Kommentar wird, eignet sich oft auch zusätzlich als Begleittext, um einen Beitrag auf der eigenen Pinnwand zu teilen.</p>
<h3>Wer das Netzwerk nicht pflegt &#8230;</h3>
<p>Ein großer Teil des Zeitaufwands für soziale Netzwerken sollte in den Aufbau und die Pflege des Netzwerks investiert werden. Dazu gehören direkte persönliche Kontakte, Privatnachrichten, Antworten auf Anfragen und dergleichen. Dabei liegt der Fokus nicht nur auf der Reaktion, wenn jemand anderes auf die Person beziehungsweise die Ansprechpartner im Unternehmen zukommt.</p>
<p>Solche Interaktionen sind nicht oder kaum zu automatisieren und kosten daher pro Aktion vergleichsweise immer noch relativ viel Zeit innerhalb des Gesamtbudgets. Für diese Art der initiativen direkten Kommunikation sollte daher ein fester Anteil innerhalb der Gesamtzeit verplant sein – eine gewisse Flexibilität eingeschlossen. Denn erstens können eigene Aktionen und Kampagnen zeitweise diesen Aufwand steigern. Zweitens lässt sich die Zahl der Anfragen durch andere ja nicht genau vorausplanen. Nachrichten aus dem Netzwerk sollten aber auf jeden Fall zeitnah beantwortet werden.</p>
<h3>Content-Curation: Wertvolle Inhalte für mich, großer Nutzen für das Netzwerk</h3>
<p>Content Curation bedeutet: Links und Verweise zu Beiträgen anderer in eigenen Profilen und auf eigenen Seiten zu teilen. Dies sollte ein zentraler Bestandteil jeder Content-Marketing- und Social-Media-Strategie sein. Auf diese Weise lassen sich große Werte schaffen, Pinnwände mit hochwertigem Wissen füllen und die eigene Community mit nützlichen Informationen versorgen – mit vergleichsweise geringem eigenem Zeiteinsatz.</p>
<p>Doch dazu braucht man natürlich ein gut organisiertes eigenes Listening, sprich: Man muss mitlesen, relevante Quellen sichten. Und man sollte auch nicht kommentarlos teilen, sondern sich eine eigene Einordnung überlegen. Die geteilten Beiträge müssen zur eigenen Kommunikationsstrategie passen. Sie sollten Eingang in die Themenplanung und Redaktionsplanung finden.</p>
<p>Daher erfordert das Kuratieren fremder Inhalte ebenfalls einen gewissen Zeitaufwand. Der ist aber immer noch deutlich geringer als für die Produktion eigenen Contents.</p>
<h3>Eigene Inhalte: größter Aufwand – kleinste Anzahl</h3>
<p>„Was soll ich denn bloß posten – und wie finde ich die Zeit dazu?&#8220; Diese Frage stellen sich nicht nur viele Corporate Influencer und andere Menschen, die gezielt an ihrer Personenmarke arbeiten. Auch in den Kommunikationsabteilungen selbst größerer Unternehmen fehlen bis heute zeitliche und personelle Budgets, um die Accounts und Profile angemessen mit Inhalten zu versorgen.</p>
<p>Ausführliche Textbeiträge, aussagekräftige Fotos, gute Videos: Konzeption, Planung und Produktion eigenen Contents erzeugen den größten Zeitaufwand. Dass diese Inhalte in der professionellen Unternehmenskommunikation eine große Rolle spielen, ist keine Frage. Doch nicht nur Personen(-marken), die nicht hauptberuflich mit der Kommunikation befasst sind, müssen mit ihren Zeitbudgets haushalten.</p>
<p>Für die Unternehmenskommunikation ebenso wie für die persönliche Interaktion in sozialen Netzwerken gilt: Was den größten Aufwand pro Aktion erzeugt, sollte die kleinste Anzahl in der Gesamtkommunikation bilden. Das bedeutet: Die Produktion eigener Inhalte nimmt, gemessen am Gesamt-Zeitbudget, mit den größten Anteil ein, doch die Gesamtzahl der Handlungen ist deswegen naturgemäß geringer als die anderer Aktionen.</p>
<p>Gerade für Mitarbeitende in Unternehmen, die sich aktiv als Corporate Influencer engagieren, stellt diese Erkenntnis erfahrungsgemäß eine große Erleichterung dar. Denn sie erstarren nicht gleich zu Beginn angesichts der empfunden großen Hürde, immerzu große Mengen werthaltigen Contents erzeugen zu müssen. Doch auch Kommunikationsverantwortliche, die man mit dieser einfachen Visualisierung aus dem Sender-Empfänger-Paradigma herausholt, sehen die Herausforderungen im Umgang mit digitalen Medien oft im anderen Licht.</p>
<p>Denn zugleich kann man auf diese Weise prüfen, ob das zur Verfügung stehende Zeitbudget richtig verteilt ist: Sind alle Ressourcen für die Erstellung eigener Inhalte gebunden, läuft etwas falsch. Wer nur aussendet, wird nicht wahrgenommen. Eine Umbewertung und Umverteilung stehen an.</p>
<h3>Mehr zum Thema</h3>
<p><a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/digitale-persoenlichkeit-personal-branding-personenmarke/">Digitale Persönlichkeit: Das Wesentliche ist von außen unsichtbar</a><br />
<a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/content-curation/">Content Curation: Sichtbar und erfolgreich mit fremden Inhalten</a></p>
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		<title>Content Curation: Sichtbar und erfolgreich mit fremden Inhalten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dr. Kerstin Hoffmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Feb 2021 06:15:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Contentstrategie & Content-Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationsstrategie]]></category>
		<category><![CDATA[Community]]></category>
		<category><![CDATA[Content Curation]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ausführlicher Ratgeber mit zahlreichen Praxistipps Wer fremde Inhalte als seine eigenen ausgibt oder sie unerlaubt verwendet, verstößt gegen das Urheberrecht. Wer dagegen die Inhalte anderer in den eigenen Kanälen empfiehlt und verlinkt, unterstützt damit sogar die Urheber, liefert interessante Impulse an die Community und schafft zugleich erheblichen Nutzen für sich selbst.  So einfach lässt sich [&#8230;]</p>
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<h2>Ausführlicher Ratgeber mit zahlreichen Praxistipps</h2>
<p> <strong>Wer fremde Inhalte als seine eigenen ausgibt oder sie unerlaubt verwendet, verstößt gegen das Urheberrecht. Wer dagegen die Inhalte anderer in den eigenen Kanälen empfiehlt und verlinkt, unterstützt damit sogar die Urheber, liefert interessante Impulse an die Community und schafft zugleich erheblichen Nutzen für sich selbst.  So einfach lässt sich der entscheidende Unterschied zwischen dem strafbaren Contentklau und der ebenso empfehlenswerten wie oft in ihrer Wirkung unterschätzten <em>Content Curation</em> beschreiben. In diesem Beitrag erfahren Sie, was Content Curation genau ist, warum es im Content-Marketing eine wichtige Rolle spielt, wie Sie es in Ihrer Unternehmenskommunikation einsetzen und wie Sie dabei am besten vorgehen.</strong></p>
<p>Manchmal kommt mir meine Timeline in sozialen Netzwerken, ob nun Facebook oder LinkedIn, vor wie eine etwas seltsame Party, auf der nacheinander alle Gäste nur ihre eigenen Botschaften möglichst lautstark vortragen. Doch Zuhören ist oft wichtiger als Verkünden, und das Weiterempfehlen kommt meistens vor dem Weiterempfohlen-Werden. Das gilt auch und erst recht in Social Media.</p>
<h3>Wie sich Inhalte am besten verbreiten</h3>
<p>Eigene Inhalte auf eigenen Plattformen oder in eigenen Profilen veröffentlichen und anschließend verbreiten: Das gehört zu jeder Content-Marketing-Strategie dazu. Doch über Reichweite und Sichtbarkeit des Contents entscheidet die Community. Ein Inhalt verbreitet sich also dann erst, wenn andere ihn für interessant und nützlich genug halten, um ihn mit anderen zu teilen. Wer immer nur eigene Inhalte pushen will, aber niemals andere Autorinnen und Autoren unterstützt und zu deren Seiten verlinkt, hofft seinerseits oft vergebens auf Unterstützung.</p>
<p>Dabei bietet es sich an, über den eigenen engen Tellerrand hinaus interessante Inhalte zu sammeln und zu empfehlen. Wer mit Verweisen auf fremde Inhalte der Community nützt, wird selbst auch eher zitiert und verlinkt. Zudem bringt meiner Ansicht nach die eigene Sichtbarkeit auch Verantwortung mit sich.  Denn sie ist ja nicht allein der eigene Verdienst, sondern ganz wesentlich dem eigenen Netzwerk zu verdanken. Da sollte es eigentlich selbstverständlich sein, auch etwas zurückzugeben.</p>
<p>Content Curation kann auch ganz gezielt eingesetzt werden, um beispielsweise Projekte zu fördern, die es verdient haben oder anderen Menschen Sichtbarkeit für ihre Anliegen zu verschaffen.</p>
<h3>Erst die Vielfalt macht eigene Kanäle wirklich interessant</h3>
<p>Vor allem aber: Profile und Seiten in sozialen Netzwerken sind für andere besonders dann interessant, wenn sie nicht ausschließlich Links und Verweise zu den Inhalten ein- und desselben Anbieters enthalten, sondern wenn sie ein Fachgebiet umfassender behandeln. Das Kuratieren verschiedener Inhalte löst aber noch ein weiteres Problem, das sich in fast jeder Content-(Marketing-)Strategie von Unternehmen ebenso wie von Personenmarken und auch einzelnen Corporate Influencern stellt: Es ist eigentlich nie genug Zeit da, um Inhalte zu produzieren.</p>
<p>Selbst sorgfältig aufgestellte Social-Media-Redaktionspläne versickern früher oder später im Alltag oder durchlaufen zumindest immer wieder tiefe Täler. Viel schneller geht es und deutlich vielseitiger wird es, wenn man Inhalte nutzt, die man sowieso schon gefunden hat. Denn jeder, der sich in einem Markt, einer Branche, einem Fachgebiet auf dem Laufenden hält, begegnet fortwährend interessanten und eben auch weniger interessanten Beiträgen in multimedialer Form. Vom Sammeln dieser Links und Verweise für sich selbst bis zum Teilen ist es also nur noch ein kleiner Schritt.</p>
<h3>Nicht nur teilen, sondern auch kommentieren und einordnen</h3>
<p>Sinnvoll ist es, nicht einfach Links zu teilen, sondern diese zumindest kurz zu erläutern und einzuordnen, um dem Empfänger einen zusätzlichen Wert zu liefern. In der großen Informationsflut, der wir alle ausgesetzt sind, liefert derjenige, der das Interessante und Relevante heraussucht, ordnet und bewertet, einen großen Service für die Community.</p>
<div class="wp_b_box">
<h3><span style="color: #ff6600;">Content Curation: Was ist das eigentlich genau?</span></h3>
<p>Für das Kuratieren von Inhalten, vorwiegend in der digitalen Kommunikation, hat sich auch im deutschsprachigen Raum der Fachbegriff „Content Curation“ etabliert. Wie der Kurator einer Ausstellung, der Exponate zusammenstellt und präsentiert, verfährt auch der Kurator von Inhalten. Er oder sie sammelt, bewertet, gruppiert, kommentiert und präsentiert Verweise auf fremde Inhalte. Formen und Plattformen können dabei sehr unterschiedlich aussehen. Mit System und Strategie wird die Content Curation nützlich für den Kurator ebenso wie für die Community. Deswegen ist die Auswahl des geeigneten Präsentationsortes ebenso entscheidend wie ein Fokus darauf, den Nutzen der zusammengestellten Inhalte – oder vielmehr der Verweise zu diesen – für die Empfänger auf den ersten Blick erkennbar zu machen.</p>
<p>Content Curation kann auf eigenen Plattformen, im eigenen Content Hub stattfinden, etwa in einem Corporate Blog oder einem Newsletter. Sie kann Teil einer Social-Media-Kanalstrategie sein, etwa auf Facebook, Twitter oder LinkedIn. Ebenso können (zusätzlich) spezielle Angebote genutzt werden, die ausschließlich der Content Curation dienen, beispielsweise Flipboard. Dieses sogenannte<em> Social Bookmarking</em>, also das Teilen eigener Lesezeichen mit anderen, ist eine Form der Content Curation.</p>
<p><strong>Content Curation kann also viele verschiedene Formen annehmen, beispielsweise:</strong></p>
<ul>
<li>Ergänzung eigener Inhalte mit einer Sammlung von Links, beispielsweise im eigenen Corporate Blog</li>
<li>Thematisch geordnete Sammlung, beispielsweise in Magazinen auf Content-Curation-Plattformen</li>
<li>Fortwährendes Teilen von Links zu eigenen und fremden Inhalten aus einem bestimmten Fachgebiet beispielsweise auf Twitter, Facebook, LinkedIn oder XING</li>
</ul>
<p>Dabei reicht die Spannweite vom einfachen, unkommentierten Teilen bis zur sehr ausführlichen Bewertung und Einordnung.</p>
</div>
<h3>Content Curation rund um den eigenen Content Hub</h3>
<p>Wer im eigenen <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/contentstrategie-unternehmenskommunikation-content-hub/">Content Hub</a> – etwa in einem Corporate Magazin – hochwertige Inhalte produziert, will und wird diese auch auf externen Plattformen verteilen, etwa über Facebook, Twitter oder LinkedIn und beispielsweise im eigenen Newsletter. Doch wer Seiten und Profile in sozialen Netzwerken ausschließlich mit eigenen Links bestückt, bietet der Community zu wenig Nutzen, um auf Dauer Aufmerksamkeit zu bekommen. Entscheidend ist es, hier in den Dialog zu treten sowie hochwertige Inhalte auf der Plattform selbst zu generieren.</p>
<p>Darüber hinaus bietet es sich dann an, auf weitere Inhalte zu verweisen, die zum eigenen Interesse, zum Fachgebiet und zur Diskussion in der Community passen. Innerhalb der Content Curation können und sollen dann natürlich auch Verweise auf eigene Inhalte erfolgen. Wie hoch der Anteil dann genau ist, hängt von der eigenen Strategie ab.</p>
<h3>Content Curation ohne eigenen Content Hub</h3>
<p>So gut wie jedes Unternehmen braucht heute eine Contentstrategie und einen eigenen Content Hub. Doch wenn es darum geht, einen Ruf etwa als Fachfrau oder Fachmann in einem bestimmten Gebiet aufzubauen und sich in einem Netzwerk sichtbar zu etablieren, muss nicht jede Einzelperson und nicht einmal jeder sichtbare  Corporate Influencer zum Blogger werden. Ein Twitter-Account etwa, der Links zu interessanten Inhalten aggregiert oder eigene Flipboard-Magazin, nach Themen gegliedert, liefern der Community großen Nutzen.</p>
<p>Zusätzlich lässt sich, wenn kein selbstgehostetes Blog oder Magazin vorhanden ist, etwa auf LinkedIn mit den Artikeln eine Art eigenes Blog aufbauen. Die Verweise darauf fließen wiederum in die eigenen Beiträge genauso ein wie die Links zu anderen interessanten Inhalten.</p>
<h3>Beispiele für Plattformen und Formen</h3>
<p>Prinzipiell ist das Kuratieren von Inhalten nicht an bestimmte Formen oder Plattformen gebunden. Wollen Sie Sichtbarkeit für Inhalte herstellen, Verweise auf Eigenes um weitere interessante Links ergänzen und als Lotse für Ihre Community Content selektieren und bewerten, dann realisieren Sie dies am besten auf den Plattformen, auf denen Ihr Unternehmen gut vernetzt und sichtbar ist. Dies kann auch über sichtbare Protagonisten, Markenbotschafter, geschehen. Facebook-Fanpages und -Gruppen eignen sich dafür ebenso wie Twitter-Accounts oder LinkedIn-Profile von Unternehmen und Personen.</p>
<p>Um zu vermeiden, dass man eine große Zahl von Tweets hintereinander absetzt, kann man beispielsweise per <a href="https://tweetdeck.twitter.com/">Tweetdeck</a> die kommentierten Retweets und natürlich auch die anderswo gefunden Links, die man twittern will, auf spätere Uhrzeiten und Termine verteilen.</p>
<p>Viele Nutzer schätzen <a href="https://getpocket.com/">Pocket</a>, weil sie hier mit einem Klick auf ein Browser-Addon interessante Links direkt beim Lesen bookmarken können.</p>
<p>Auf <a href="https://paper.li/">Paper.li</a> lässt sich in der kostenfreien Variante ein Magazin anlegen und der Link dazu auch automatisch auf Twitter posten; die kostenpflichtige Variante bietet weitere Möglichkeiten.</p>
<p>Über Feedreader wie <a href="https://feedly.com/">Feedly</a> lassen sich viele verschiedene Quellen abonnieren und von dort aus leicht weiterverteilen. Social-Media-Planungstools wie <a href="https://buffer.com/">Buffer</a> oder <a href="https://publer.io/">Publer</a> bieten ebenfalls die Möglichkeit, RSS-Feeds aus anderen Quellen zu abonnieren, um diese weiterzuverteilen.</p>
<p><a href="https://refind.com/">Refind</a> wiederum sammelt Links aus den Postings der Twitternutzer, denen ein Account folgt und wählt zudem per Algorithmus als „the [Zahl einstellbar] most relevant links from the sites, hashtags, and people you follow“ als „Today’s Picks“ aus.</p>
<p>Anbieter wie Flipboard kuratieren häufig Inhalte von anderen Kuratoren noch einmal, indem Sie besonders interessante Links zusammenstellen, wie etwa die „<a href="https://flipboard.com/@flipboardde/flipboard-fundst%C3%BCcke-hi8ctablz">Flipboard Fundstücke</a>“. Natürlich lassen sich die optisch ansprechenden Magazine auch nutzen, um eigene Inhalte auf einer fremden Plattform zu kuratieren, wo sie den interessierten Lesern dann per Algorithmus täglich in die Schlagzeilen gespielt werden.</p>
<p>Auch die Redaktionen der Business-Netzwerke LinkedIn und XING kuratieren interessante News und Inhalte.</p>
<p>Auf Twitter verweist <a href="https://twitter.com/rivva">Rivva.de</a> auf seine Sammlung von Beiträgen, die besonders viel Resonanz erzeugen. Diese führen alle zur <a href="https://rivva.de/">Rivva-Website</a>, auf der die Inhalte mit Links zu den ursprünglichen Publikationen aggregiert sind.</p>
<p>Ein gutes Beispiel für eine Kombination aus Content Curation und redaktioneller Betrachtung und Bewertung liefert das <a href="https://socialmediawatchblog.de/">Social Media Watchblog mit seinem regelmäßigen Briefing</a>, das per (kostenpflichtigem) Newsletter kommt.</p>
<p>Wer über das Kuratieren von Bildern nachdenkt, kommt natürlich an <a href="https://pinterest.com/">Pinterest</a> nicht vorbei. Im Mode-, Deko-, DYI-Bereich und angrenzenden Gebieten ist es eine unverzichtbare Plattform mit hohem Nutzwert und guter Durchsuchbarkeit. Aber auch Infografiken und andere anschauliche Darstellungen haben hier ihren Platz. Somit ist Pinterest nicht nur für die B2C-Kommunikation sondern auch für B2B interessant.</p>
<h3>Gemeinsame Linksammlung (nicht nur) für Corporate Influencer</h3>
<p>Gerade in <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/?s=corporate+influencer">Corporate-Influencer-Projekten</a> bietet es sich an, gemeinsame Linksammlungen anzulegen. Hier fließen natürlich vor allem eigenen Unternehmensinhalte ein, die die einzelnen Personen – wo es in deren eigene Kommunikationsstrategie passt – über ihre Kanäle teilen können. Tipps und Hinweise für mögliche Teaser können hier hinzugefügt werden. Allerdings sollte man dann etwas aufpassen, dass nicht alle Personen identische Nachrichten absetzen. Es gibt jede Menge spezielle Tools für solche Linksammlungen.</p>
<p>Ich rate aber eher dazu, ein bereits eingeführtes Kollaborationstool dafür zu verwenden. (Wir nutzen beispielsweise hier in meinem Büro gemeinsame Trello-Boards sowie Microsoft Teams.) Am wichtigsten ist, dass alle Beteiligten schnellen und einfachen Zugang haben und die Einstiegshürden ebenso wie der Nutzungsaufwand möglichst gering sind. Dazu bedarf es auf jeden Fall genauer Überlegung, eines Konzepts und einer sorgfältigen internen Implementierung.</p>
<h3>Vorteile für Kuratoren</h3>
<p>Wer erwartet, dass andere auf die eigenen Inhalte verweisen, sollte also zunächst einmal auch die Inhalte anderer fördern und unterstützen. Davon abgesehen bietet die Content Curation in Ihrer Kommunikationsstrategie Ihnen als Kurator viele weitere Vorteile.</p>
<ul>
<li>Sie zeigen, dass Sie sich in einem Thema gut auskennen.</li>
<li>Sie beweisen Fachkenntnis, Überblick und Aktualität.</li>
<li>Sie liefern Ihrem Netzwerk einen hochwertigen Nutzen und bauen damit Reputation auf.</li>
<li>Sie steigern Ihre Sichtbarkeit und Bekanntheit.</li>
<li>Sie steigern die Attraktivität eigener Plattformen für den User und erhöhen damit Traffic und Verweildauer auf eigenen Webseiten.</li>
<li>Sie sorgen dafür, dass Ihr Unternehmen zu relevanten Keywords gefunden wird.</li>
<li>Sie bauen ein attraktives Umfeld auf, ein größeres Bild, in dem Ihre eigenen Links – etwa zum Corporate Blog – hervorragend untergebracht sind. Und das, ohne dass irgendjemand den Eindruck gewinnen könnte, Sie würden nur Eigenes aussenden und alles andere ignorieren.</li>
<li>Sie motivieren andere dazu, ebenfalls auf Ihre Inhalte zu verlinken und diese weiterzuverbreiten.</li>
</ul>
<h3>Nutzen für die Community</h3>
<p>Niemand kann heutzutage in der Fülle der Inhalte alles sichten und bewerten. Daher setzen Menschen auf Lotsen in verschiedenen Fachgebieten, denen sie vertrauen. Haben Sie sich einmal als Kurator etabliert, dann liefern Sie den Menschen in Ihrem Netzwerk beispielsweise folgende Vorteile:</p>
<ul>
<li>Diese sparen Aufwand und Zeit.</li>
<li>Diese finden gut aufbereitet alles zu einem Thema an einer Stelle.</li>
<li>Diese finden Inhalte, auf die sie sonst vielleicht nicht gestoßen wären.</li>
<li>Diese haben ebenfalls interessante Links, die sie ihrerseits weiterverbreiten und nutzen können.<strong> </strong></li>
</ul>
<h3>Nutzen für die anderen Content-Produzenten</h3>
<ul>
<li>Diese erhalten Aufmerksamkeit, Sichtbarkeit, Traffic, neue Abonnenten …</li>
<li>Diese erhalten Links auf ihre eigenen Webseiten.</li>
<li>Ist der Kurator renommiert, nutzt es ihrer Reputation noch einmal zusätzlich.</li>
</ul>
<div class="wp_b_box">
<h3><span style="color: #ff6600;">Klauen verboten: Wo Content Curation endet</span></h3>
<p>Content Curation hört auf, wo das Verwenden fremder Inhalte den für Zitate zugelassenen Umfang überschreitet, wo fremde Inhalte als eigene ausgegeben oder Quellen nicht genannt werden. Dies gilt für Texte ebenso wie für Fotos oder Videos. Folgende Regeln sollten Sie daher unbedingt beachten:</p>
<ul>
<li>kein ungenehmigtes Reblogging, also keine Übernahme kompletter Inhalte oder umfangreicher Auszüge daraus.</li>
<li>Zitate im üblichen und erlaubten Rahmen. Mehr dazu, wie dieser Rahmen aussieht, finden Sie <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/zitieren-verlinken-bildrechte-urheberrecht-strafen/">in diesem Beitrag.</a></li>
<li>bei Zitaten und Auszügen immer die Quelle/den Urheber nennen.</li>
<li>kein ungenehmigtes Hochladen fremder E-Books, Whitepaper oder anderer Dokumente auf eigenen Webspace. Verlinken Sie zur ursprünglichen Download-Quelle.</li>
<li>in allen Zweifelsfällen: beim Urheber nachfragen, besser einmal zu viel als einmal zu wenig!</li>
</ul>
<p><strong>Was juristisch noch zu bedenken ist: Urheberrrecht und Linkhaftung</strong> Umfangreiche Informationen zum Thema Urheberrecht, Erlaubtes und Unerlaubtes beim Zitieren von Texten, Bildern und Videos sowie zu möglichen Risiken bei der Linkhaftung finden Sie in diesem ausführlichen Ratgeberbeitrag in Fragen und Antworten:</p>
<div class='avia-iframe-wrap'>
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="UGIO0HY6za"><p><a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/zitieren-verlinken-bildrechte-urheberrecht-strafen/">Foto, Screenshot, Zitat, DSGVO: Was ist erlaubt? Wo drohen Strafen?</a></p></blockquote>
</div>
</div>
<p><strong>Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen? Dann freue ich mich, wenn Sie ihn gleich in Ihre eigene Content Curation aufnehmen und ihn mit anderen teilen!</strong></p>
<p>_</p>
<p><em>Hinweis: Bei diesem Beitrag handelt es sich um die komplett überarbeitete und aktualisierte Version mehrerer Beiträge im PR-Doktor aus den Jahren 2012 bis 2019.</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/content-curation/">Content Curation: Sichtbar und erfolgreich mit fremden Inhalten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor">PR-Doktor</a>.</p>
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		<title>Wege aus dem digitalen Überdruss im Unternehmen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dr. Kerstin Hoffmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Jan 2021 06:10:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitaler Wandel]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationsstrategie]]></category>
		<category><![CDATA[digital]]></category>
		<category><![CDATA[Kollaboration]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dies ist kein Ratgeber für die digitale Selbstfürsorge oder die persönliche Life-/Social-Media-Balance. Es geht darum, wie man im Unternehmen professionelle Strategien entwickelt, um die Mitarbeitenden (nicht nur) in der Unternehmenskommunikation vor der digitalen Überlastung zu schützen.   Digitale Erreichbarkeit ist in der professionellen Unternehmenskommunikation nicht optional. Wie schnell und zielgruppengerecht Unternehmen auf die Bedürfnisse der User antworten, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wege-aus-dem-digitalen-ueberdruss-unternehmen/">Wege aus dem digitalen Überdruss im Unternehmen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor">PR-Doktor</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-26287 size-full" src="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2021/01/shutterstock_digitaler_overload.jpg" alt="Mensch, der sich an Laterne festhält, während digitale Symbole vorbeifliegen" width="825" height="464" srcset="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2021/01/shutterstock_digitaler_overload.jpg 825w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2021/01/shutterstock_digitaler_overload-300x169.jpg 300w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2021/01/shutterstock_digitaler_overload-768x432.jpg 768w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2021/01/shutterstock_digitaler_overload-705x397.jpg 705w" sizes="auto, (max-width: 825px) 100vw, 825px" /></p>

<p><strong>Dies ist <em>kein</em> Ratgeber für die digitale Selbstfürsorge oder die persönliche Life-/Social-Media-Balance. Es geht darum, wie man im Unternehmen professionelle Strategien entwickelt, um die Mitarbeitenden (nicht nur) in der Unternehmenskommunikation vor der digitalen Überlastung zu schützen.  </strong></p>
<p>Digitale Erreichbarkeit ist in der professionellen Unternehmenskommunikation nicht optional. Wie schnell und zielgruppengerecht Unternehmen auf die Bedürfnisse der User antworten, entscheidet über Käufe und Kundenbindung. Dies stellt alle Mitarbeitenden vor große Herausforderungen: Denn eigentlich muss rund um die Uhr jemand erreichbar sein. Die verschiedenen Kanäle, die sich die User aussuchen, um Kontakt aufzunehmen, werden mehr – und entsprechen nicht immer den Wegen, die das Unternehmen selbst am liebsten hätte. Oft wechseln sie und sind damit oft schwer zu überblicken beziehungsweise nur aufwändig zu überwachen.</p>
<h3>Die Anforderungen steigen – nicht erst seit Corona</h3>
<p>Auch in der internen Zusammenarbeit im Team steigen die Anforderungen an die Verfügbarkeit und die Reaktionsschnelligkeit. Wer in diesen Zeiten eine Personenmarke aufbauen, Sichtbarkeit für das eigene Unternehmen erzeugen oder sich zu bestimmten Themen positionieren und austauschen will, ist auf Social Media angewiesen. Das gilt für Selbstständige genauso wie für sehr viele Angestellte auf allen Fach- und Führungsebenen. Hinzu kommt die persönliche, private Kommunikation, die sich ebenfalls in den letzten Jahren stark verändert und beschleunigt hat: WhatsApp und andere Messenger, aber auch die gute alte E-Mail sowie privat genutzte Social-Media-Accounts fordern während Arbeitszeit und Freizeit jede Menge Aufmerksamkeit.</p>
<p><span class="Apple-converted-space">Die vorhergehenden Sätze habe ich bereits Ende 2019 in einem Beitrag für das UPLOAD-Magazin geschrieben, Titel: &#8222;<a href="https://upload-magazin.de/40276-wie-schuetze-ich-mich-vor-dem-digitalen-burnout/" target="_blank" rel="noopener">Wie schütze ich mich vor dem digitalen Burnout?</a>&#8220; Die latente und häufig auch manifeste digitale Überlastung ist also nicht erst ein Phänomen, das in der Coronakrise aufgetaucht wäre. Doch seit dem Frühjahr 2020 sind wir fast alle noch einmal mehr herausgefordert. Dies gilt selbst für die zuvor schon sehr Digitalaffinen. Es gilt aber erst recht für diejenigen, die in Sachen digitale Kommunikation, digitale Zusammenarbeit und Social Media gezwungenermaßen eine steile Lernkurve hinlegen mussen.</span></p>
<h3>Alte Strukturen + neue Tools = Flickwerk</h3>
<p><span class="Apple-converted-space">Erst recht sind aber die Kommunikationsabteilungen in Unternehmen gefordert. Denn oft wurde schon &#8222;vor Corona&#8220; mehr gefordert, als auf Dauer durchzuhalten war. Jetzt versucht man oft, mit alten Strukturen Neues zu verwirklichen. Das Ergebnis gleicht dann häufig eher einem Flickwerk aus Tools als einem vernünftigen System. Was dazu führt, dass alle Beteiligten trotz scheinbarer Hilfen eher mehr als weniger belastet sind, ohne dass sich im Ergebnis irgendetwas verbessern würde – eher im Gegenteil. </span></p>
<p>Vieles von dem, was ich im Folgenden rate, habe ich tatsächlich vor zwei, drei oder sogar fünf Jahren identisch gesagt. Aber mit den derzeitigen Herausforderungen einerseits und mit der weiterhin wachsenden Flut an Angeboten, an Informationen und gewinnt es nochmals an Brisanz.</p>
<h3>Nicht mit den gleichen Ressourcen immer mehr verlangen</h3>
<p>Grundproblem seit dem Beginn des Internets: Es kommen immer mehr Angebote hinzu. Alle wollen für die Kommunikation und das Marketing zumindest betrachtet und geprüft werden. In bestehende Aufgabenbereiche kommen neue Teilbereiche hinzu. (Ein Beispiel: PR-Texten muss nun auch SEO-Anforderungen genügen.) Inhalte müssen nicht nur für ein Medium optimiert werden, sondern für viele Kanäle auf unterschiedliche Weise.</p>
<p>Taucht dann beispielsweise eine App wie Clubhouse auf, und es soll sich die Social-Media-Abteilung damit intensiv auseinandersetzen, denkt auf der Führungsebene meistens niemand darüber nach,  dass dafür anderes wegfallen muss. Stillschweigend wird häufig erwartet, dass alles weiterläuft wie bisher, während Neues hinzukommt.</p>
<h3>Prozesse überdenken</h3>
<p>Lösen kann man das beschriebene Dilemma nur dadurch, dass man von Anfang an ein bestimmtes Kontingent der Arbeitszeit in den betreffenden Teams oder bei den einzelnen Fachleuten dafür reserviert, dass Neues ausprobiert und dass experimentiert wird. Hier muss es dann allerdings auch erlaubt sein, keine Erfolge vorzuweisen – etwa in Lead- oder Umsatzzahlen. Das Ausprobieren, das Evaluieren an sich ist der Erfolg, und auch einen neuen Kanal ausführlich zu testen und dann zu verwerfen ist ein erfolgreicher Prozess.</p>
<p>Ein Kommunikationsabteilung, ein Social-Media-Team, ein Community-Manager, die zu hundert Prozent mit bestehenden Aufgaben ausgelastet sind, sind ein Beweis dafür, dass die Prozesse nicht stimmen.</p>
<h3>Die Begeisterung aus der Gleichung herausnehmen</h3>
<p>Ich habe es so oft erlebt: Wenn sich in einem Unternehmen in Sachen Kommunikationsstrategie endlich etwas bewegt, wenn eine Content-Marketing-Strategie auf den Weg kommt, wenn endlich Licht am Ende eines oft allzu eingefahrenen und methodisch überalterten Wegs zu sehen ist, flammt in allen Beteiligten eine Begeisterung auf. Das ist schön und beglückend zu sehen, und das braucht man auch, um mit Schwung Neues auf den Weg zu bringen.</p>
<p>Doch wenn man die Ergebnisdichte dieser Anfangsbegeisterung zum neuen Standard macht, kann das Projekt früher oder später nur im Alltag versanden. Kein Mensch, kein Team kann mit gleichbleibend hohem Euphorielevel einen vernünftigen Standard in der Kommunikation aufrecht erhalten.</p>
<p><span style="font-size: 20px; font-weight: 600;">Standards in der Kommunikation schaffen</span></p>
<p>Daher gilt es, Standards zu schaffen, die auf Dauer auch nahezu personenunabhängig funktionieren. Natürlich braucht man gerade in der Kommunikation fähige und engagierte Verantwortliche und Fachkräfte. Ob es hier gelingt, die Richtigen zu finden und zu binden, entscheidet ganz wesentlich mit über den Erfolg. Ich habe es ebenfalls so oft erlebt, dass der richtige Mensch zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle einen wirklichen Umschwung bewirken kann.</p>
<p>Doch wenn es alleine von den Kompetenzen und Vorlieben Einzelner abhängt, ob Prozesse funktionieren, und wenn diese nur in den Köpfen der Beteiligten verankert sind, dann ist das keine Qualitätssicherung. Nur wenn es standardisierte, gut dokumentierte Prozesse gibt, kann die Kommunikation auch den Abgang eines dieser Leistungsträger ohne längerfristige massive Qualitätseinbußen verkraften. Vor allem kann man nur dann neue Beteiligte zügig in die Prozesse onboarden, ohne jedes Mal das Rad komplett neu zu erfinden.</p>
<h3>Die Verantwortung für digitale Präsenz nicht auf die Mitarbeitenden abwälzen</h3>
<p>Wenn Mitarbeitende in Unternehmen freiwillig (oder vielmehr häufig notgedrungen) auch in ihrer Freizeit, am Abend und am Wochenende immer wieder in die Social-Media-Kanäle des Unternehmens schauen und hier womöglich sogar aktiv werden, dann machen sie das meistens nicht aus Begeisterung einerseits oder aus Langeweile andererseits. Vielmehr steckt dann meistens die Angst dahinter, dass ansonsten etwas schiefgehen könnte, dessen Folgen sie dann ausbaden müssen.</p>
<p>Eine solche Selbstausbeutung, selbst wenn sie freiwillig geschieht, führt dennoch früher oder später bei den meisten Menschen zur Ermüdung oder sogar zum kompletten Social-Media-Überdruss.</p>
<p>Hier kann es also nicht der Verantwortung und der Entscheidung der Mitarbeitenden überlassen werden, in welchem Umfang und überhaupt ob sie sich in ihrer Freizeit digital für den Arbeitgeber engagieren. Hier muss es ganz klare Regeln geben. Diese können durchaus flexibel sein, und natürlich müssen professionelle Kommunikatoren beispielsweise im Krisenfall auch erreichbar sein oder ihre Freizeit unterbrechen.</p>
<p>Aber wenn das zum Standard wird, dann stimmen auch hier die Prozesse nicht. Dann ist der Weg in den digitalen Burnout sogar standardmäßig im Prozess festgeschrieben.</p>
<h3>&#8230; aber individuelle Verantwortung stärken</h3>
<p>Gleichwohl geht es nicht darum, Mitarbeitende zu gängeln oder ihnen alle Verantwortung abzunehmen. Wer in der Kommunikation und erst recht in der schnellen digitalen Kommunikation zu Hause ist, kann oft sehr gut einschätzen, wie er oder sie am besten arbeitet.</p>
<p>In den vergangenen Monaten haben viele Menschen beispielsweise im Home Office neue Abläufe und eigene Stundenpläen entwickelt, die zu ihrer individuellen Arbeitsweise passen.</p>
<p>Manche mussten allerdings auch notgedrungen neue Zeitpläne finden, etwa denjenigen, die die manchmal schier unmögliche Aufgabe eines anspruchsvollen Jobs mit monatelangem Homeschooling verbinden mussten. Hier kann dann oft der beste Prozess nicht helfen. Hier habe ich auch keine umittelbare Lösung parat. Jedoch vermute ich, dass diejenigen, die schon zuvor ständig am Rande der digitalen Überlastung balancierten, es hier nochmals schwerer haben. Auch das ist also letztlich ein Argument, sich die vorigen Punkte noch einmal genau anzuschauen.</p>
<h3>Arbeit mit den richtigen Tools verantwortungsbewusst erleichtern</h3>
<p>Wo es schon vorher kein systematisch eingeführtes Kollaborationstool gab, das für alle Beteiligten gut zu handhaben war und vor allem die Arbeit erleichtert und nicht statt dessen sogar mehr Arbeit verursacht hat, sind jetzt häufig noch weitere Werkzeuge hinzugekommen.</p>
<p>In Unternehmen, in denen jahrelang mit dem Compliance-Argument fast jedes neue Tool abgeschmettert wurde, wurden seit Corona plötzlich alle möglichen Angebote für die Kernaufgaben  genutzt &#8211; meistens eher geduldet als offiziell erlaubt. Aber sonst hätte eben niemand arbeiten können. Wenn aber zuvor immer alles abgeschmettert statt verantwortungsvoll geprüft und implementiert wurde, gibt es jetzt auch keine sicheren Prozesse für die neuen digitalen Angebote.</p>
<p>Treten wir jetzt in eine Phase der Verstetigung und Normalisierung digitalen Zusammenarbeitens ein, dann fehlen solche Prozesse, und die Diskrepanz zwischen Compliance- und Datenschutz-Anforderungen einerseits und der gelebten Realität im Unternehmen vergrößert sich stetig. Hier herrscht also in vielen Fällen der größte Nachholbedarf.</p>
<h3>Architektur statt Wildwuchs</h3>
<p>Auch geht es eben nicht darum, immer nochmal ein neues Werkzeug hinzuzunehmen, weil eine bestimmte Funktion fehlt – wie bei einem Haus, an das immer noch ein neues Zimmer angebaut wird. Sondern es muss eine vernünftige digitale Architektur entstehen, in der die einzelnen Komponenten ineinandergreifen.</p>
<p>Ansonsten begünstigt man nämlich zugleich den Wildwuchs, weil jede und jeder das jeweilige Tool nutzt, das den persönlichen Vorlieben entspricht. Auch dies übrigens ist durchaus nicht erst ein Phänomen seit Corona. Auch zuvor haben in sehr vielen Unternehmen die Menschen offizielle Regelungen unterlaufen, beispielsweise indem sie nicht vorhandene schnelle interne Kommunikationswege ersetzt haben durch selbstorganisierte Gruppen in Messengern wie WhatsApp auf privaten Smartphones.</p>
<h3>&#8222;A fool with a tool &#8230;&#8220;</h3>
<p>Eigentlich sollte es unnötig zu sagen sein, ist es aber nicht: Das Wichtigste an einem neuen Tool sind nicht dessen Funktionen, sondern wie gut es eingeführt wird. Wie einfach es für die Beteiligten ist damit umzugehen, entscheidet über die Akzeptanz. Neue Tools sollen die Arbeit erleichtern, nicht zusätzliche Arbeit schaffen. Jede Neueinführung ist ein kleiner Change-Prozess, mit den üblichen Ängsten, Unsicherheiten und Unwägbarkeiten. Die menschliche Komponente spielt also mit die wichtigste Rolle.</p>
<p>Nur dann wenn die Beteiligten auch tatsächlich selbst erkennen, dass ihnen die neue Plattform oder der neue Kanal nicht noch einen schweren Brocken zusätzlich auf die Schultern lädt, kann sich statt Überdruss eine echte Erleichterung einstellen – zum Nutzen aller Menschen im Unternehmen und zum Nutzen der Unternehmung selbst.</p>
<h3>Mitarbeiter-Markenbotschafter gezielt unterstützen</h3>
<p>Das Phänomen der digitalen Überlastung betrifft im Grunde (fast) jede und jeden, nicht nur im Beruf, sondern ebenfalls im Privatleben, und eben nicht nur die Menschen im den Kommunikationsabteilungen. Es betrifft gerade auch diejenigen, die sich in Corporate-Influencern-Programmen sichtbar machen oder auch nur überhaupt in digitalen Medien beruflich unterwegs sind.</p>
<p>Hier sind die Grenzen zwischen Arbeitszeit und privater Zeit meistens fließend. Natürlich schaut man auch nach Feierabend in die sozialen Netzwerke, tauscht sich mit anderen aus oder denkt über neue Inhalte nach.</p>
<p>Gerade in Zeiten des <em>physical distancing</em> spielt der Austausch mittels digitaler Medien eine große Rolle. Menschen brauchen Sozialkontakte. Der große Erfolg etwa der App Clubhouse zum Start in Deutschland zeigt, wie groß das Bedürfnis nach zwischenmenschlichen Unterhaltungen ist, wenn persönliche Treffen nicht möglich sind.</p>
<p>Im privaten und persönlichen Bereich ist es natürlich den Einzelnen überlassen, inwieweit sie ihre Freizeit in der digitalen Welt verbringen. Auch sie brauchen Strategien, um nicht in den digitalen Burnout zu schliddern. <a href="https://upload-magazin.de/40276-wie-schuetze-ich-mich-vor-dem-digitalen-burnout/" target="_blank" rel="noopener">Hierzu mehr in meinem bereits eingangs genannten Beitrag.</a></p>
<p>Doch darüber hinaus sollte es im Unternehmen gezielte Unterstützung für die Corporate Influencer/Mitarbeiter-Markenbotschafter geben. Dazu gehören beispielsweise Coaching-Angebote, Workshops beispielsweise zur effizienten Erstellung von Inhalten, aber eben auch Tools, die das digitale Publizieren und Interagieren erleichtern.</p>
<h3>Das Optimum bleibt eine Utopie, und doch &#8230;</h3>
<p>Selbstverständlich kann man selbst mit den besten Werkzeugen und guten Prozessen nicht in kurzer Zeit alles ändern. Auch warne ich davor, ein System mit zu radikalen Veränderungen an zu vielen Stellen zugleich regelrecht zu schockieren. Daher geht es darum, einen vernünftigen Plan zu entwickeln und sich der wichtigsten Baustellen und Prioritäten bewusst zu sein. Die höchste Priorität aber sollten die Menschen im Unternehmen haben. Denn wenn sie einmal in den digitalen Überdruss abgedriftet sind, ist es schwer, sie zurückzuholen.</p>
<p>Das gilt erst recht, aber eben nicht nur in Zeiten wie diesen, in denen fast alle noch einmal besonderen Belastungen ausgesetzt sind &#8211; Belastungen, die im Außen und in der Gesamtsituation liegen. Da helfen dann selbst die besten Prozesse nur bedingt. Doch gerade in solchen Zeiten großen Wandels liegt eben immer auch die Chance, etwas loszulassen, was nicht funktioniert und sich gemeinsam Gedanken über etwas Neues zu machen, das allen Beteiligten nützt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wege-aus-dem-digitalen-ueberdruss-unternehmen/">Wege aus dem digitalen Überdruss im Unternehmen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor">PR-Doktor</a>.</p>
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		<item>
		<title>Was ich 2020 über die digitale Kommunikation gelernt habe</title>
		<link>https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/lage-kw50-2020/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Kerstin Hoffmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Dec 2020 06:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zur Lage der Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Community]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>2020. Was für ein Jahr! Ich glaube, in wenigen Jahren zuvor habe ich so schnell so viel gelernt über Kommunikation und speziell über digitale Kommunikation.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/lage-kw50-2020/">Was ich 2020 über die digitale Kommunikation gelernt habe</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor">PR-Doktor</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_28379" style="width: 835px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://youtu.be/SUM0PfQUnA8"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28379" class="size-full wp-image-28379" src="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2022/03/Video-2020-gelernt.jpg" alt="" width="825" height="470" srcset="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2022/03/Video-2020-gelernt.jpg 825w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2022/03/Video-2020-gelernt-300x171.jpg 300w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2022/03/Video-2020-gelernt-768x438.jpg 768w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2022/03/Video-2020-gelernt-705x402.jpg 705w" sizes="auto, (max-width: 825px) 100vw, 825px" /></a><p id="caption-attachment-28379" class="wp-caption-text"><a href="https://youtu.be/SUM0PfQUnA8">Video auf YouTube ansehen.</a></p></div>
<hr />
<h3>&#8222;Zur Lage der Kommunikation&#8220; als Podcast hören</h3>
<ul>
<li><a href="https://open.spotify.com/show/4RT7t24UjdFXJmKZCSvUb7" target="_blank" rel="noopener">Spotify</a></li>
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</ul>
<hr class="stag-divider stag-divider--plain" />
<p>2020. Was für ein Jahr!</p>
<p>Ich glaube, in wenigen Jahren zuvor habe ich so schnell so viel gelernt über Kommunikation und speziell über digitale Kommunikation, und darüber spreche ich in dieser Ausgabe  von &#8222;Zur Lage der Kommunikation&#8220;.</p>
<p>Ja, ich weiß, das Jahr ist noch nicht ganz herum, aber ich habe für mich schon mal begonnen, Bilanz zu ziehen und mir zu überlegen: Was habe ich denn eigentlich alles gelernt und was habe ich auch beobachtet?</p>
<h3>Einige Punkte, auf die ich in dieser Folge näher eingehe:</h3>
<p>Widerstand gegen Digital ist zwecklos.</p>
<p>Social Media ist nicht optional.</p>
<p>Manches ist nicht das, was es scheint.</p>
<p>Manche Dinge funktionieren einfach, manche einfach nicht – aber  manche auch besser als erwartet.</p>
<p>Mediennutzung verändert Wahrnehmung.</p>
<p>EIN Unternehmen ist keine Studie – anekdotische Evidenz ist kein Beleg.</p>
<p>Corporate Influencer sind besser vorbereitet.</p>
<p>Das digitale Ich ist nichts ohne die Community.</p>
<p>Persönlicher Kontakt ist wichtiger denn je.</p>
<p>Nichts ist sicher, gerade deswegen sollte man gut planen.</p>
<p>&#8230; und, ganz persönlich: Dankbarkeit und Mitgefühl.</p>
<p><strong>Was sind Ihre Erfahrungen und Erkenntnisse? Schreiben Sie mir.</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/lage-kw50-2020/">Was ich 2020 über die digitale Kommunikation gelernt habe</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor">PR-Doktor</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Patentrezepte und Überzeugungen anderer Leute</title>
		<link>https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/lage-kw49-2020/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Kerstin Hoffmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Dec 2020 06:00:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zur Lage der Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolg]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolgsmessung]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationsstrategie]]></category>
		<category><![CDATA[KPI]]></category>
		<category><![CDATA[Listening]]></category>
		<category><![CDATA[Monitoring]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmenskommunikation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/?p=25753</guid>

					<description><![CDATA[<p>Erfolgsstrategien für die Unternehmenskommunikation: Glauben Sie niemandem, auch nicht mir – jedenfalls nicht ungeprüft.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/lage-kw49-2020/">Patentrezepte und Überzeugungen anderer Leute</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor">PR-Doktor</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_28380" style="width: 835px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://youtu.be/_trrMbqKfy4"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28380" class="size-full wp-image-28380" src="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2022/03/Video-Patentrezepte.jpg" alt="" width="825" height="472" srcset="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2022/03/Video-Patentrezepte.jpg 825w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2022/03/Video-Patentrezepte-300x172.jpg 300w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2022/03/Video-Patentrezepte-768x439.jpg 768w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2022/03/Video-Patentrezepte-705x403.jpg 705w" sizes="auto, (max-width: 825px) 100vw, 825px" /></a><p id="caption-attachment-28380" class="wp-caption-text"><a href="https://youtu.be/_trrMbqKfy4">Video auf YouTube ansehen.</a></p></div>
<hr />
<h3>&#8222;Zur Lage der Kommunikation&#8220; als Podcast hören</h3>
<ul>
<li><a href="https://open.spotify.com/show/4RT7t24UjdFXJmKZCSvUb7" target="_blank" rel="noopener">Spotify</a></li>
<li><a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/zur-lage-der-kommunikation/id1519773326" target="_blank" rel="noopener">Apple Podcasts</a></li>
<li><a href="https://anchor.fm/kerstin-hoffmann" target="_blank" rel="noopener">Anchor.fm</a></li>
<li><a href="https://www.google.com/podcasts?feed=aHR0cHM6Ly9hbmNob3IuZm0vcy8yN2I3MzRiMC9wb2RjYXN0L3Jzcw==" target="_blank" rel="noopener">Google Podcasts</a></li>
</ul>
<hr class="stag-divider stag-divider--plain" />
<p>Erfolgsstrategien für die Unternehmenskommunikation: Glauben Sie niemandem, auch nicht mir – jedenfalls nicht ungeprüft. In dieser Ausgabe von „Zur Lage der Kommunikation&#8220;:</p>
<p>Warum es weder im Geschäftsmodell noch in der Kommunikation funktioniert, wenn man Patentrezepte erwartet beziehungsweise befolgt. Warum Menschen dennoch immer wieder nach Patentrezepten fragen – oder welche anbieten. Was tatsächlich funktioniert. Worauf dabei zu achten ist. Und welche Fragen Sie dabei stellen sollten.</p>
<p>Darüber hinaus gibt es zwei wertvolle Lesetipps &#8211; natürlich mit Begründung. ;-)</p>
<h3>Links aus dieser Folge:</h3>
<p><a href="https://marketing.twitter.com/de/insights/5-arten--wie-marken-die-neuen-conversation-settings-von-twitter-" target="_blank" rel="noopener">Twitter: 5 Arten, wie Marken die neuen Conversation Settings von Twitter nutzen</a></p>
<p><a href="https://www.cision.com/de/ressourcen/whitepaper/state-of-the-media-report-2020-deutschland/" target="_blank" rel="noopener">Cision: Der State of the Media Report 2020 für Deutschland</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/lage-kw49-2020/">Patentrezepte und Überzeugungen anderer Leute</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor">PR-Doktor</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Meine besten Social-Media-Hacks</title>
		<link>https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/lage-kw48-2020/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Kerstin Hoffmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Nov 2020 06:00:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zur Lage der Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/?p=25684</guid>

					<description><![CDATA[<p>in dieser Folge einfach stelle ich einfach mal meine beliebtesten Social-Media-Hacks vor – inklusive weiterführende Links.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/lage-kw48-2020/">Meine besten Social-Media-Hacks</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor">PR-Doktor</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_28382" style="width: 835px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://youtu.be/j4RoH9Cdsq8"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-28382" class="size-full wp-image-28382" src="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2022/03/Video-Social-Media-Hacks.jpg" alt="" width="825" height="469" srcset="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2022/03/Video-Social-Media-Hacks.jpg 825w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2022/03/Video-Social-Media-Hacks-300x171.jpg 300w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2022/03/Video-Social-Media-Hacks-768x437.jpg 768w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2022/03/Video-Social-Media-Hacks-705x401.jpg 705w" sizes="auto, (max-width: 825px) 100vw, 825px" /></a><p id="caption-attachment-28382" class="wp-caption-text"><a href="https://youtu.be/j4RoH9Cdsq8">Video auf YouTube ansehen.</a></p></div>
<hr />
<h3>&#8222;Zur Lage der Kommunikation&#8220; als Podcast hören</h3>
<ul>
<li><a href="https://open.spotify.com/show/4RT7t24UjdFXJmKZCSvUb7" target="_blank" rel="noopener">Spotify</a></li>
<li><a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/zur-lage-der-kommunikation/id1519773326" target="_blank" rel="noopener">Apple Podcasts</a></li>
<li><a href="https://anchor.fm/kerstin-hoffmann" target="_blank" rel="noopener">Anchor.fm</a></li>
<li><a href="https://www.google.com/podcasts?feed=aHR0cHM6Ly9hbmNob3IuZm0vcy8yN2I3MzRiMC9wb2RjYXN0L3Jzcw==" target="_blank" rel="noopener">Google Podcasts</a></li>
</ul>
<hr class="stag-divider stag-divider--plain" />
<p>Kennen Sie den Post Inspector, den Card Validator, den Debugger? Haben Sie schon mal in Ihre Twitter Analytics geschaut? Wissen Sie, wie man Text in ganz normalen Social-Media-Postings fett setzt?</p>
<p>Auch in der Strategieberatung und im Austausch mit Kolleginnen und Kollegen stelle ich immer wieder fest, dass bestimmte Funktionen einfach nicht bekannt sind – selbst Profis nicht. Das ist ganz unterschiedlich verteilt, und es kann ja keiner alles kennen. Deswegen stelle ich in dieser Folge einfach mal meine beliebtesten Social-Media-Hacks vor.</p>
<h3>Tools und Links aus dieser Folge</h3>
<p><a href="https://developers.facebook.com/tools/debug/">Facebook Debugger </a></p>
<p><a href="https://cards-dev.twitter.com/validator">Twitter Card Validator </a></p>
<p><a href="https://www.linkedin.com/post-inspector/">LinkedIn Post Inspector </a></p>
<p><a href="https://analytics.twitter.com/">Twitter Analytics </a></p>
<p><a href="https://lingojam.com/BoldTextGenerator">Lingojam Bold Text Generator </a></p>
<p><a href="https://publer.io/">Publer.io </a></p>
<p><a href="https://www.canva.com/">Canva</a></p>
<p><a href="https://www.basicthinking.de/blog/2020/11/20/instagram-guides-know-how/">Instagram Guides: Alles, was du über die Funktion wissen solltest von Vivien Stellmach in Basic thinking </a></p>
<p><a href="https://medienrot.de/mit-dr-kerstin-hoffmann-quer-durch-die-kommunikationswelt/">„Mit Dr. Kerstin Hoffmann quer durch die Kommunikationswelt“. Podcast von Jens Stoewhase für Medienrot </a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/lage-kw48-2020/">Meine besten Social-Media-Hacks</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor">PR-Doktor</a>.</p>
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		<title>Corporate Influencer in Zeiten der Krise: Was jetzt wirklich zählt</title>
		<link>https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/corporate-influencer-krise-was-wirklich-zaehlt/</link>
					<comments>https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/corporate-influencer-krise-was-wirklich-zaehlt/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Kerstin Hoffmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Apr 2020 14:35:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Corporate Influencer/Markenbotschafter]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationsstrategie]]></category>
		<category><![CDATA[Krisenkommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Influencer]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Markenbotschafter]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmenskommunikation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn alles im Ausnahmezustand ist, dann ist es auch – und erst recht! – die Unternehmenskommunikation. In sozialen Netzwerken gibt es, ebenso wie in persönlichen Gesprächen, derzeit fast nur ein Thema; und nahezu alle anderen Gespräche sind früher oder später durch dieses Thema zumindest beeinflusst. PR und Content-Marketing müssen sich in der Krise umstellen – [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/corporate-influencer-krise-was-wirklich-zaehlt/">Corporate Influencer in Zeiten der Krise: Was jetzt wirklich zählt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor">PR-Doktor</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-24539" src="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2020/04/Artikelbild_corporate_influencer_krise.jpg" alt="" width="825" height="464" srcset="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2020/04/Artikelbild_corporate_influencer_krise.jpg 825w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2020/04/Artikelbild_corporate_influencer_krise-300x169.jpg 300w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2020/04/Artikelbild_corporate_influencer_krise-768x432.jpg 768w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2020/04/Artikelbild_corporate_influencer_krise-705x397.jpg 705w" sizes="auto, (max-width: 825px) 100vw, 825px" /></p>
<p><strong>Wenn alles im Ausnahmezustand ist, dann ist es auch – und erst recht! – die Unternehmenskommunikation. In sozialen Netzwerken gibt es, ebenso wie in persönlichen Gesprächen, derzeit fast nur ein Thema; und nahezu alle anderen Gespräche sind früher oder später durch dieses Thema zumindest beeinflusst. PR und Content-Marketing müssen sich in der Krise umstellen – auch wenn sie gerade keine originäre eigene Krisen-PR betreiben (müssen). Die meisten Unternehmen haben genug damit zu tun, ihre Arbeit zu ordnen und umzustellen. Viele von ihnen kämpfen um die Existenz. Große Konzerne haben bereits angekündigt, ihre Werbekampagnen auszusetzen. Wie aber sieht es mit den Markenbotschaftern aus den Unternehmen in der Krise aus? Was hat sich für sie verändert? Was sollten sie verändern? Was macht gute Corporate Influencer in der Krise aus? Ich habe drei sinnvolle, typische Verhaltensweisen beobachtet und dafür Beispiele gefunden. Außerdem: </strong><strong>Was Mitarbeitende jetzt wirklich brauchen. </strong></p>

<p>Better done than perfect! (Besser überhaupt etwas getan als es perfekt ausgeführt zu haben): In dieser für alle Beteiligten völlig neue Situation tolerieren Kunden, User, Community ziemlich viel Un-Perfektionismus. Spontaneität, schnell auf die Beine gestellte Aktionen und Angebote werden dann mit Aufmerksamkeit und Dank angenommen, wenn sie von Werten getragen sind. Provisorien, die anderen helfen sollen, sind okay; Schlampigkeit nicht. Auch und gerade in besonders belasteten Zeiten gilt es besondere Sorgfalt zu üben, besonders dann, wenn andere Menschen involviert sind.</p>
<h3>Was (vermutete) Werteverstöße bewirken</h3>
<p>Sensibel sind die Menschen gegenüber Egoismus, Alleingängen, Rücksichtslosigkeit, und seien sie nur vermutet. Auch verdeckte Vorhaben – etwa scheinbarer Altruismus, der tatsächlich nur der Eigenwerbung dienen soll – fliegen schnell auf. Das gilt eben auch dann, wenn ein Angebot arglos und allzu naiv gemacht wurde. Daher müssen sowohl Unternehmen in der offiziellen Kommunikation als auch Markenbotschafter mehr als je zuvor sich vor vorschnellen Äußerungen hüten und sich genauer überlegen, was sie wie ausdrücken.</p>
<p>In Zeiten der Krise sind Unternehmen mehr denn je auf sichtbare Köpfe angewiesen. Diese haben das Vertrauen der Community und sorgen dafür, dass sich Botschaften verbreiten. Sie sind aber zugleich das Ohr an den Stakeholdern und können ins Unternehmen zurückmelden, worüber gerade gesprochen wird oder wo es für die Marke problematisch werden kann. Zugleich sind sie aber auch besonders exponiert.</p>
<p><!-- Begin Mailchimp Signup Form --></p>
<h3>Markenbotschafter ist, wen das Gegenüber dazu macht</h3>
<p>Strategische (Fehl-) Entscheidungen und Äußerungen der Führungsebene, die gegen Werte verstoßen oder auch nur unsensibel erscheinen, entladen sich also womöglich auf denen, die weder etwas dafür- noch etwas ändern können. Diese sind zudem womöglich gar nicht darauf vorbereitet, wie sie antworten und mit den Angriffen umzugehen sollten – nicht nur im Sinne der Marke, sondern auch im Sinne des Selbstschutzes. Daher brauchen Mitarbeitende umfassende Unterstützung.</p>
<p>Zieht der Arbeitgeber den Unmut der Öffentlichkeit auf sich, dann trifft dies im persönlichen Kontakt vor allem diejenigen, die als Mitarbeitende erkennbar sind, obgleich sie zur Situation gar nicht persönlich beigetragen haben. Dazu müssen sie sich eben genau nicht bereits als Corporate Influencer verstehen oder an einem entsprechenden Programm teilnehmen. Markenbotschafter (<a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/markenbotschafter-erfolg-corporate-influencern-ausblick-buch/">in diesem Beitrag finden Sie meine Definition des Begriffs</a>) ist eben der- oder diejenige, den das Gegenüber dazu macht, weil der Arbeitgeber bekannt ist.</p>
<hr style="width: 100%; margin-top: 30px; margin-bottom: 30px; height: 5px; border: 0; border-top: 3px dotted gray;" />
<h3 style="text-align: left;"><strong>Was Mitarbeitende jetzt wirklich brauchen</strong></h3>
<p>Gerade jetzt sind also Unternehmensleitung und Kommunikationsabteilungen besonders gefragt, um diejenigen zu schützen und zu unterstützen, die ihnen anvertraut sind: die Mitarbeitenden. Jede*r, die/der sich für den Arbeitgeber aus dem Fenster lehnt, hat besondere Wertschätzung verdient. Die folgenden Punkte gehören dazu:</p>
<p><strong>Klare Leitlinien.</strong> Gemeint sind Unterstützung und Anleitung, nicht Gängelung und Kontrolle. Social-Media-Guidelines liefern Orientierung. Es muss klar sein, wer wann was sagen darf und wer für das Unternehmen spricht. Nicht jede*r Mitarbeitende ist ein offizieller Unternehmenssprecher – auch dann nicht, wenn er unvermutet von jemand anderem konfrontiert und zur Stellungnahe gedrängt wird.</p>
<p><strong>Funktionierende interne Kommunikation.</strong> Damit Mitarbeitende auch unter Stress nicht in Panik geraten oder unüberlegt handeln, bedarf es des Austauschs und der vorausschauenden Kommunikation im Unternehmen. Dabei sind Medienverhalten und Bedürfnisse der Betreffenden zu berücksichtigen. Guidelines in einem PDF im Internet nützen niemandem, der darauf keinen Zugriff hat; und auch nicht demjenigen, dem sich der Sinn einer Beschäftigung damit nicht von selbst erschließt.</p>
<p><strong>Einfache Wege der Rückmeldung.</strong> Wer das Potenzial der Mitarbeiter-Markenbotschafter als Schnittstellen in die Öffentlichkeit und als Ohren an der Community ausschöpfen will, muss es ihnen leicht machen, Informationen in das Unternehmen zurückzuspielen. Auch hier ist unbedingte Wertschätzung gegenüber allen Mitarbeitenden das oberste Gebot.</p>
<p><strong>Rechtssicherheit.</strong> Das Letzte, was Unternehmen und Mitarbeiter in diesen Zeiten gebrauchen können, ist eine Abmahnung wegen Schleichwerbung oder dergleichen. Der Arbeitgeber trägt Verantwortung dafür, dass die Mitarbeitenden weder sich noch der Marke schaden. Um das sicherzustellen, braucht man eindeutige vertragliche Vereinbarungen, verständliche Informationen und &#8230;</p>
<p><strong>Erreichbare Ansprechpartner.</strong> Nicht nur, aber besonders in herausfordernden Zeiten müssen Mitarbeitende wissen, an wen sie sich mit Fragen wenden können und wer ihnen hilft, wenn doch einmal etwas schief gegangen ist. Damit sie sich auch trauen sich zu melden, braucht man eine &#8230;</p>
<p><strong>Offene Fehlerkultur.</strong> Wo Menschen miteinander kommunizieren, geschehen Fehler. Die Frage ist nicht ob, sondern wann. Das müssen Unternehmen anerkennen, ganz gleich, ob sie nun eine aktive Markenbotschafterstrategie betreiben oder nicht. Mitarbeitende müssen wissen, dass sie nicht bestraft werden, wenn sie eigene Fehler frühzeitig melden.</p>
<p><strong>Gute Vorbilder.</strong> Wann, wenn nicht jetzt? Unternehmensleitung und erfahrene Markenvertreter sollten sich gerade in diesen Zeiten zeigen und mit gutem Beispiel vorangehen.</p>
<hr style="width: 100%; margin-top: 30px; height: 5px; border: 0; border-top: 3px dotted gray;" />
<h3>Beispiele: Was Corporate Influencer jetzt tun (können)</h3>
<p><strong>Viele sichtbare Köpfe aus Unternehmen engagieren sich (nicht erst) jetzt für andere. Generell lässt sich sagen: Wer sich jetzt für andere stark macht, hat dies wahrcheinlich auch in der Vergangenheit getan. Doch viele wachsen nun noch einmal über sich hinaus oder setzen besondere Schwerpunkte. </strong></p>
<h3>An die Mitarbeitenden denken</h3>
<p>Der CEO oder die Vorständin als Corporate Influencer: Auch im Normalbetrieb bemisst sich der Erfolg einer Markenbotschafterstrategie mit am Verhalten der sichtbaren Markenvertreter aus der Führungsebene. Dabei gilt die besondere Sorgfalt in diesen Zeiten nicht zuerst dem Image der Marke, sondern den Menschen, die ihnen anvertraut sind.</p>
<p><a href="https://youtu.be/cQ6ds66JTtw">Ein gutes Beispiel für ein solches fürsorgliches, vorbildhaftes Verhalten liefert Tina Müller, CEO Douglas Group, in diesem Interview, das Miriam Meckel und Daniel Rettig für ada mit ihr geführt haben. </a></p>
<p>* * *</p>
<p><a href="https://www.ehmers-blog.de/2020/augenoptische-versorgung-sicherstellen/"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-24529" src="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2020/04/ehmer_screenshot.jpg" alt="" width="520" height="495" srcset="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2020/04/ehmer_screenshot.jpg 520w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2020/04/ehmer_screenshot-300x286.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 520px) 100vw, 520px" /></a></p>
<p><a href="https://www.ehmers-blog.de/2020/augenoptische-versorgung-sicherstellen/">Auch Jörg Ehmer, CEO Apollo Optik, macht sich als allererstes Gedanken um die Sicherheit der Mitarbeitenden. Direkt danach gilt seine Sorge denen, die in diesen Zeitem besonders gefordert sind. </a></p>
<h3>An die Community denken</h3>
<p>Momentan ist nicht die Zeit, in der Community für maximale Aufmerksamkeit und Reichweite zu sorgen – jetzt ist die Zeit, um etwas an die Community zurückzugeben. Das haben viele sichtbare Köpfe aus Unternehmen verstanden. Sie nutzen ihre gute Vernetzung derzeit nicht hauptsächlich für Markenbotschaften, sondern um andere zu unterstützen. Dazu gehört auch, ihnen Mut zuzusprechen, Persönliches aus dem eigenen Umgang mit der Situation zu zeigen, Rat und Gespräche anzubieten sowie berufliche Unterstützung zu liefern.</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/StadtwerkeNeuss">In Instagram- und Facebook-Stories liefern Mitarbeitende der Stadtwerke Neuss, die nach wie vor im Einsatz sind,  Einblicke in ihre Arbeit und verbreiten Zuversicht.</a></p>
<p>* * *</p>
<p><a href="https://www.linkedin.com/posts/m-wild_stayathome-wirsindfuereuchda-dabei-activity-6646317677289721857--0G4"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-24532" src="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2020/04/Screenshot_telekom-botschafter.jpg" alt="" width="520" height="712" srcset="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2020/04/Screenshot_telekom-botschafter.jpg 520w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2020/04/Screenshot_telekom-botschafter-219x300.jpg 219w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2020/04/Screenshot_telekom-botschafter-515x705.jpg 515w" sizes="auto, (max-width: 520px) 100vw, 520px" /></a></p>
<p><a href="https://www.linkedin.com/posts/m-wild_stayathome-wirsindfuereuchda-dabei-activity-6646317677289721857--0G4">Aktiv sind auch in diesen Zeiten die Telekom-Botschafter, die sich bekanntlich als &#8222;Graswurzel-Bewegung&#8220; gegründet haben. Das offensive Branding täuscht: Dies geschieht aus eigenem Antrieb und nicht im Auftrag der Unternehmenskommunikation. Bei Manuela Wild verbinden sich offene persönliche Aussagen mit beruflichem Angebot.</a></p>
<p>* * *</p>
<p><a href="https://www.linkedin.com/posts/carsten-mei%C3%9Fner_stayathome-covid19-wirvsvirus-activity-6647768126681305088-sWV8"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-24537" src="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2020/04/Screenshot_meissner.jpg" alt="" width="322" height="520" srcset="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2020/04/Screenshot_meissner.jpg 322w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2020/04/Screenshot_meissner-186x300.jpg 186w" sizes="auto, (max-width: 322px) 100vw, 322px" /></a></p>
<p><a href="https://www.linkedin.com/posts/carsten-mei%C3%9Fner_stayathome-covid19-wirvsvirus-activity-6647768126681305088-sWV8">Carsten Meißner, Senior Consultant Siemens for Fire Safety Solutions, teilt in diesen Zeiten persönliche Einblicke, appeliert an die Vernunft und hält Verbindung mit seinem Netzwerk. Solche Postings im Business-Network LinkedIn gehören dazu.  </a></p>
<p>* * *</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/RouvenKasten1974"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-24533" src="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2020/04/screenshot-rouven-kasten.jpg" alt="" width="520" height="408" srcset="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2020/04/screenshot-rouven-kasten.jpg 520w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2020/04/screenshot-rouven-kasten-300x235.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 520px) 100vw, 520px" /></a></p>
<p>Ganz und gar nicht auf Öffentlichkeitswirksamkeit aus, sondern als Service an die eigene Community und daher nur mit &#8222;Freunden&#8220; auf Facebook geteilt: Rouven Kasten, zuständig für das Online Marketing der GLS Bank, bietet für alle, die sich aussprechen wollen, Kontakt suchen oder in diesen Zeiten Aufmunterung brauchen, eine tägliche Kaffeerunde an. <a href="https://www.facebook.com/RouvenKasten1974">Zum persönlichen Profil von Rouven Kasten bei Facebook.</a> (Screenshot mit Genehmigung des Autors)</p>
<h3>An die Schwächeren denken</h3>
<p>Die Krise als Chance begreifen: Daran ist sicherlich viel Wahres. Doch wer in Krisen wie dieser an Chancen denken kann, der ist in der Maslowschen Bedürfnispyramide schon ziemlich weit oben angekommen. Manche dagegen haben kaum eine Chance, unbeschadet daraus hervorzugehen. Das gilt nicht für die Unternehmen, deren Existenz bedroht ist. Das gilt vor allem für diejenigen, die besonders schwach sind. Wer als Corporate Influencer Sichtbarkeit aufgebaut hat, setzt diese jetzt ein, um anderen zu helfen.</p>
<p><a href="https://www.linkedin.com/posts/magdalenarogl_mein-geburtstagswunsch-kinder-vor-gewalt-activity-6650322763250745344-JP1k"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-24535" src="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2020/04/lena_rogl_screenshot.jpg" alt="" width="520" height="551" srcset="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2020/04/lena_rogl_screenshot.jpg 520w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2020/04/lena_rogl_screenshot-283x300.jpg 283w" sizes="auto, (max-width: 520px) 100vw, 520px" /></a></p>
<p><a href="https://www.linkedin.com/posts/magdalenarogl_mein-geburtstagswunsch-kinder-vor-gewalt-activity-6650322763250745344-JP1k">Ein besonders berührendes Beispiel dafür liefert Magdalena Rogl, Head of Digital Channels Microsoft Deutschland, mit ihrer Geburtstagsaktion – und dies ist nur eines ihrer vielfältigen gesellschaftspolitischen Engagements.</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/corporate-influencer-krise-was-wirklich-zaehlt/">Corporate Influencer in Zeiten der Krise: Was jetzt wirklich zählt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor">PR-Doktor</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Social Media: Was tun, wenn die eigene Botschaft einmal besonders wichtig ist?</title>
		<link>https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/soziale-netzwerke-botschaften-ankommen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Kerstin Hoffmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Feb 2020 11:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Contentstrategie & Content-Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerken]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>4 schlechte Tricks, 3 Thesen und 9 bessere Lösungen für mehr Sichtbarkeit. – Früher oder später hat sie jeder einmal: Die eine wichtige Botschaft, die auf keinen Fall im täglichen Strom der Nachrichten untergehen darf. Was tun? Wie kann man die gängigen Mechanismen unterlaufen, wenigstens ein einziges Mal, so dass eben doch alle davon erfahren?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/soziale-netzwerke-botschaften-ankommen/">Social Media: Was tun, wenn die eigene Botschaft einmal besonders wichtig ist?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor">PR-Doktor</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>5 schlechte Tricks, 3 Thesen und 9 Wege zu mehr Sichtbarkeit für <em>die eine</em> wichtige Botschaft</h3>
<p><strong>Früher oder später hat sie jeder einmal: <em>Die eine</em> wichtige Botschaft, die auf keinen Fall im Strom der täglichen Nachrichten untergehen darf. Das könnte die Ankündigung einer Veranstaltung sein, die Ihnen besonders am Herzen liegt und die eine Mindestteilnehmerzahl braucht. Ein eigener Blogbeitrag, der endlich einmal eine größere Leserschaft erreichen soll. Ein eigenes Projekt, für das Unterstützer gebraucht werden. Ein neues Angebot im eigenen Portfolio beziehungsweise dem des Arbeitgebers oder Auftraggebers, von dem nun alle erfahren sollen. Was tun? Wie kann man die gängigen Mechanismen unterlaufen oder umgehen, wenigstens ein einziges Mal, so dass eben doch alle davon erfahren?</strong></p>
<div id="attachment_29596" style="width: 590px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-29596" class="wp-image-29596 size-full" src="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2023/04/flowchart_markieren_taggen-Kopie.png" alt="Entscheidungshilfe Markierung" width="580" height="435" srcset="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2023/04/flowchart_markieren_taggen-Kopie.png 580w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2023/04/flowchart_markieren_taggen-Kopie-300x225.png 300w" sizes="auto, (max-width: 580px) 100vw, 580px" /><p id="caption-attachment-29596" class="wp-caption-text">Diese kleine Entscheidungshilfe für das – oft massenweise, aber selten sinnvolle – Taggen anderer Personen und Profile in Postings habe ich entwickelt. <a href="https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:7056507757289451520/">Noch mehr zum Thema gibt es in diesem LinkedIn-Posting. </a></p></div>
<p>Social-Media-Kommunikation funktioniert, wie eigentlich jeder weiß, überwiegend nach dem Prinzip &#8222;Pull statt Push&#8220;. Menschen ziehen sich die Inhalte, die sie interessant finden, und klicken weg, was sie nicht interessiert. Wer einen Kontakt in einem sozialen Netzwerk bestätigt, weiß, dass er in Zukunft dessen Statusmeldungen sehen wird. Er erklärt sich jedoch nicht automatisch damit einverstanden, auf anderen Wegen Push-Mitteilungen zu erhalten. Ausnahme: unter ganz bestimmten Umständen, die bekanntermaßen in die Grundfunktionen mit eingeschlossen sind und damit zum gegenseitigen &#8222;Vertrag&#8220; gehören. Eine solche Funktion ist beispielsweise die Event-Einladung bei Facebook oder XING. Doch selbst diese sollte man sehr sensibel und vorsichtig einsetzen. Der Grat zwischen &#8222;noch interessant&#8220; und &#8222;schon nervig&#8220; ist bei den meisten Nutzern schmal. Viele Menschen wollen das jedoch nicht akzeptieren und lassen sich allerhand einfallen, um eben doch auf ihr Angebot aufmerksam zu machen.</p>
<p>Hier sind drei beliebte Tricks – jeweils mit Begründung, warum Sie auf keinen Fall so vorgehen sollten. Am Schluss dieses Artikels finden Sie wirksame Alternativen, um die eigenen Botschaften doch sichtbar zu machen.</p>
<h2>5 Tricks für <em>Push</em> statt <em>Pull</em> – und warum Sie diese nicht anwenden sollten:</h2>
<h3>Schlechter Trick Nr. 1: Alle neuen Kontakte sofort zu Fanpages (und Gruppen) einladen</h3>
<p>Möglichst viele &#8222;Freunde&#8220; und Kontakte sammeln, um Reichweite zu erzielen: Das funktioniert besonders gut, wenn man beispielsweise auf Facebook den neuen Freund oder die neue Freundin direkt auf die kommerzielle Fanpage einlädt oder in eine Gruppe, die ebenfalls vor allem den eigenen Zwecken dient. Viele Menschen machen das auf Facebook so und halten es für eine völlig legitime Vorgehensweise. Schließlich erreicht man so wirklich viele, die ansonsten gar nicht von dem Angebot erfahren würden. Leute, die Social-Media-Präsenzen von Kunden betreuen, können dafür auch gleich als zusätzliches Verkaufsargument das eigene Netzwerk in die Waagschale werfen. Jedes Mal wenn sie für einen Auftraggeber eine neue Seite eröffnet haben, laden sie dann alle eigenen Kontakte zu dieser ein. Super-Idee, oder?</p>
<h3>Warum Sie das besser bleiben lassen</h3>
<p>Falsch: Das ist eine ganz, ganz schlechte Idee, und ich frage mich, warum das immer noch so häufig praktiziert wird. Nicht nur bei mir führt die Seiteneinladung, insbesondere wenn sie bereits kurz nach der Kontaktbestätigung erfolgt, zum sofortigen Entfreunden oder sogar Blockieren. Denn mit einer solchen Verhaltensweise signalisiert das Gegenüber, ob es nun tatsächlich so gemeint ist oder eher einer gewissen Unerfahrenheit entspringt: &#8222;Ich interessiere mich nicht für dich als Kontakt, sondern habe vor allem meine eigenen Interessen im Blick. Deswegen gibt es bessere Möglichkeiten, Zielgruppen zu erreichen, siehe weiter unten.</p>
<h3>Schlechter Trick Nr. 2: Event-Funktion kapern</h3>
<p>Wenn es zu mühsam ist, einzelne Menschen aufwändig individuell anzusprechen, um ihnen etwas nahezubringen: Warum nicht einfach ein Event bei Facebook oder XING anlegen und alle dazu einladen? Statt einer echten Veranstaltung steht dann in der Beschreibung die eigene Botschaft, natürlich mit Link auf die eigenen Seiten. Könnte das nicht ein Weg sein?</p>
<h3>Warum es sich bei diesem Trick um keine gute Idee handelt</h3>
<p>Ob Sie es glauben oder nicht: Die Eingeladenen sind nicht dumm. Sie merken sehr schnell, dass Sie versuchen, die reguläre Funktion auszutricksen – und damit auch die Empfänger. Besonders schade ist dies, wenn das Angebot eigentlich für die gewünschte Zielgruppe interessant wäre. Der Effekt ist ähnlich wie beim vorhergehenden Trick: Wahrscheinlich verärgern Sie eine Menge Ihrer Kontakte. Selbst wenn der eine oder die andere, die Sie schon länger kennen, vielleicht sogar wohlwollend reagiert, ist dies kein Dafür-Indiz. Denn gerade diese engeren Kontakte, bei denen Sie bereits auf die Beziehung eingezahlt haben, hätten Sie auf anderen Wegen besser erreicht, und zwar ohne die anderen zu vergrätzen. Insgesamt sollte man übrigens auch mit echten Event-Einladungen bedachtsam umgehen und sorgfältig abwägen, ob und wen man einlädt. Angesichts der wachsenden Flut solcher digitalen Aufforderungen reagieren sehr viele Menschen zunehmend genervt.</p>
<h3>Schlechter Trick Nr. 3: Massenweise Messenger-Botschaften</h3>
<p>Werbliche Privatnachrichten – oft erkennbar als Copy-Paste-Botschaften identischer Form, allenfalls vielleicht mit jeweils ausgetauschtem Namen –  über den Facebook-Messenger, die LinkedIn-Nachrichten oder sogar in WhatsApp: Macht wenig Arbeit und klingt daher nach einer ziemlich schlauen Vorgehensweise, oder?</p>
<h3>Warum das nicht so schlau ist, wie man denken könnte</h3>
<p>Wenn Sie beispielsweise auf Facebook in Massen fast wortgleiche Nachrichten in kurzer Zeit versenden, könnte es sein, dass Ihr Profil plötzlich gesperrt ist, zumindest für einen bestimmten Zeitraum. Aber auch hier gilt es aber vor allem mit der Intelligenz des einzelnen Users zu rechnen: Solchen Massenbotschaften kann man ziemlich leicht ansehen, dass sie keine individuellen Nachrichten darstellen. Dazu muss Ihnen nicht einmal der beliebte Copy-Paste-Fehler mit dem falschen Namen an den nächsten Adressaten unterlaufen oder das Versehen, dass Sie einen Du-Kontakt plötzlich siezen oder umgekehrt. Auch hier gilt: Wer die Absicht merkt, ist verstimmt, selbst wenn er oder sie ansonsten vielleicht interessiert gewesen wäre. Das Gegenteil des Gewünschten ist erreicht, und wahrscheinlich bleiben bisher offene Ohren auch für folgende Anlässe erst einmal verschlossen.</p>
<h3>Schlechter Trick Nr. 4: Möglichst viele Freunde markieren</h3>
<p>Ganz besonders schlau kommen sich häufig diejenigen vor, die beispielsweise in einem Facebook-Posting möglichst viele ihrer Freunde markieren; nicht, weil diese wirklich mit dem Inhalt etwas zu tun haben, sondern zu dem einen Zweck: Sie sollen es sehen und weiterverbreiten, es soll in ihrer Chronik auftauchen und wiederum von ihren Freunden gesehen werden. Klappt auch &#8230; manchmal.</p>
<h3>Warum das nur in ganz wenigen Ausnahmefällen funktioniert</h3>
<p>Ich habe es schon öfter erlebt, das eine solche Vorgehensweise erfolgreich war; immer dann nämlich, wenn die so Erwähnten tatsächlich ein Interesse an der Botschaft hatten, wenn der Urheber des Postings in seinem Netzwerk ein hohes Ansehen genießt oder/und selbst als generell sehr unterstützend wahrgenommen wird. Dies ist jedoch eher die Ausnahme als die Regel. In den allermeisten Fällen sind andere genervt, und auch hier schlägt die erwünschte Wirkung ins Gegenteil um. Im Zweifel also lieber nicht machen!</p>
<div class="wp_b_box">
<h3><span style="color: #ff6600;">Wichtiger Hinweis: Wann das Markieren ausdrücklich empfehlenswert ist</span></h3>
<p><strong>Bitte hören Sie jetzt nicht generell auf, andere Profile zu markieren. Wenn man die Betreffenden empfehlen, zitieren oder unterstützen möchte oder wenn man sich konkret auf sie bezieht, ist das natürlich absolut gewünscht und sehr wertvoll, ja sogar unverzichtbar für das digitale Netzwerken. Dabei hilft das Flowchart, das Sie oben sehen.</strong></p>
</div>
<h3>Schlechter Trick Nr. 5 bis unendlich &#8230;</h3>
<p>Ich könnte jetzt noch viele weitere Tricks aufzählen, von denen Ihnen wahrscheinlich der eine oder andere schon selbst begegnet ist: unspezifische Massenmails, ungefragte Newsletter-Zusendung, Lockvogel-Headlines bei Twitter, nervige Einladungen in Facebook-Gruppen und so weiter. Doch der Effekt ist meistens ähnlich: Statt des Erwünschten wird das Gegenteil erreicht. Womöglich landen Sie bei vielen Adressaten auf der Blockierliste oder werden stummgeschaltet, so dass Sie in Zukunft selbst mit wirklich interessanten Angeboten und Informationen nicht mehr durchdringen.</p>
<h3>Was tue ich, wenn &#8230;?</h3>
<p>Aber was ist denn gleichwohl, wenn ich nun einmal eine wirklich wichtige Botschaft von großem allgemeinem Interesse habe? Wenn ich ganz sichergehen will, dass alle meine Kontakte diese Information erhalten? Dann habe ich doch keine andere Möglichkeit, als doch ausnahmsweise die gewohnten Mechanismen zu umgehen und den ansonsten ungeliebten &#8222;Push&#8220; machen, oder?</p>
<p>Die Antwort lautet leider auch in diesem Fall: Nein. Auf keinen Fall, und zwar aus den folgenden Gründen:</p>
<h2>3 Thesen gegen den Push</h2>
<h3>These Nr. 1: Es funktioniert nur das, was potentiell alle tun können.</h3>
<p>&#8222;Wenn das jeder machen würde &#8230;&#8220;: Das ist eigentlich eine Plattitüde, aber in diesem Fall sehr anschaulich. Denn wenn alle User in sozialen Netzwerken sich dieser Tricks bedienen würden, dann wäre im Nu jegliche wirkliche Kommunikation unmöglich. Das gilt selbst dann, wenn jeder dies nur &#8222;ausnahmsweise&#8220; für sich beansprucht. Schon bei einer dreistelligen Zahl von Kontakten würden wir alle mit solchen Seiteneinladungen, unerwünschten E-Mails oder missbrauchten Eventeinladungen zugeschüttet – oder werden es bereits. Hat man ein großes Netzwerk, stellt es oft schon jetzt eine Herausforderung dar, das Relevante vom Spam zu trennen.  Gelegentliche Ausrutscher werden vielleicht toleriert. Wer wiederholt pusht, stellt sich damit schnell selbst kalt. Daher rechnen Sie bitte einfach die Aktion, über die Sie gerade nachdenken, auf alle Ihre eigenen Kontakte hoch. Nur wenn jeder von Ihnen potentiell etwas Ähnliches unternehmen könnte, ohne dass Sie selbst genervt wären, lohnt es sich überhaupt, weiter nachzudenken.</p>
<h3>These Nr. 2: <strong>Was dir wichtig ist, muss nicht mein Anliegen sein.</strong></h3>
<p>Jemand hat ein Thema, das für ihn herausragende Bedeutung hat. Deswegen möchte er es an alle seine Kontakte verbreiten. Das nervt jedoch viele der eigenen Kontakte mehr, als dass es der Sache nützen würde. Ein möglicher Einwand könnte lauten: &#8222;Aber es handelt sich doch hier um keine Werbebotschaft, sondern um eine wichtige Angelegenheit von allgemeinem Interesse, für die ich mich selbstlos einsetze.&#8220; Dabei vergisst der- oder diejenige jedoch: Was bei ihm höchste Priorität hat, kann anderen komplett egal sein &#8211; und umgekehrt. Besonders bei Herzensangelegenheiten fällt es oft schwer, sich das selbst klarzumachen. Ablehnung, die aufgrund des gewählten Weges zurückkommt, wird dann oft nicht verstanden und als verletzend wahrgenommen; ein Grund mehr, sich nicht irgendwelcher Tricks zu bedienen.</p>
<h3>These Nr. 3: <strong>Was wirklich wichtig ist, setzt sich durch.</strong></h3>
<p>Menschen entscheiden, was ihnen wichtig ist &#8211; und was vielen nahegeht, wird auch von vielen weiterverbreitet. Allerdings funktioniert das dennoch nicht von selbst, sondern nur dann, wenn bestimmte Voraussetzungen gegeben sind. Auch Botschaften von eigentlich großem allgemeinem Interesse gehen manchmal unter, während Belangloses sich verbreitet. Denn selbst wirklich Wertvolles ist kein Selbstläufer. Was können Sie also unternehmen, damit Ihre wirklich wichtige Botschaft sich verbreitet? Im Folgenden 9 Wege zu mehr Sichtbarkeit.</p>
<h2>9 Wege zu mehr Sichtbarkeit für die eine, besonders wichtige Botschaft</h2>
<p>Tatsächlich gibt es in der Kommunikation nur wenige echte Abkürzungen und fast keine geheimen Tricks, die wirklich nachhaltig funktionieren. Jedoch haben Sie eine Menge Möglichkeiten, um auf Dauer für mehr Sichtbarkeit zu sorgen – und damit auch die eine, besonders wichtige Botschaft voranzubringen. Leider sind die wenigsten davon kurzfristige Maßnahmen. Dafür sorgen die meisten zugleich insgesamt für den mittel- bis langfristigen Erfolg Ihrer Kommunikation.</p>
<h3>1. Pflegen Sie Ihre Beziehungen. Wirklich.</h3>
<p>Nachhaltig aufgebaute Accounts, echte Kontakte und langfristige persönliche Bindungen führen zu mehr Reaktionen und besserer Resonanz. Das gilt ja schließlich nicht nur für soziale Netzwerke. Wer Sie kennt, weil Sie gute Beziehungen und direkten Austausch mit ihm oder ihr pflegen, ist aufgeschlossener für Ihre Botschaften und unterstützt diese eher. Wenn Sie sich dagegen nur melden, wenn Sie selbst ein Anliegen haben, werden Sie kaum schnell hinreichend Aufmerksamkeit dafür erreichen. Wenn mich beispielsweise ein enger Kontakt, der mich gut kennt, zu einer Gruppe hinzufügt, bei der mein Interesse voraussetzen kann, sieht die Sache schon ganz anders aus, als im oben beschriebenen Beispiel. Das kostet Zeit und Aufwand, aber einen völlig unaufwändigen Weg mit maximalem Ertrag gibt es nun einmal nicht.</p>
<h3>2. Suchen Sie den direkten Kontakt – aber mit ausgewählten Personen.</h3>
<p>Wem es zu viel Mühe macht, eine größere Zahl von Freunden und Kontakten individuell anzusprechen und um Unterstützung zu bitten, der wird wahrscheinlich genau das ausstrahlen: &#8222;Es ist mir nicht mehr Mühe wert.&#8220; Oft ist es sinnvoller, wenige anzusprechen, diese aber direkt. Auf diese Weise kann schnell eine intensive Diskussion entstehen, aus der jeder Beteiligte dann wiederum an weitere eigene Kontakte herantritt.</p>
<h3>3. Schließen Sie Partnerschaften.</h3>
<p>Vielleicht gibt es viele andere, denen das gleiche Thema am Herzen liegt, aber Sie wissen es noch gar nicht. Vielleicht geht es den anderen genauso, und jeder Einzelne steht erst einmal auf verlorenem Posten oder versucht den Alleingang. Partnerschaften und <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/facebook-gruppen-kommunikation-verkannt/">Gruppen</a> Gleichgesinnter (die sich freiwillig zusammenfinden!) mit intensivem Austausch helfen dabei, eine gute Sache gemeinsam nach vorne zu bringen.</p>
<h3>4. Gehen Sie immer vom Empfänger aus.</h3>
<p>Selbst wenn Ihnen das Thema noch so sehr am Herzen liegt: Es nützt nichts, wenn es für andere kein Herzensthema ist. Denken Sie deswegen darüber nach, welche Aspekte Ihr Netzwerk interessieren und wie Sie die Angelegenheit formulieren und präsentieren müssen, damit sie bei anderen auf Interesse stößt. Menschen verbreiten Inhalte und Informationen nur dann, wenn sie einen eigenen Nutzen darin sehen. Dieser Nutzen kann sich auch aus einer Beziehung zu jemandem ergeben, dem man einen Gefallen tun will. Doch selbst dann muss aus dem Inhalt selbst ersichtlich sein, warum er wiederum für andere <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/reichtum-fuer-alle/">nützlich, unterhaltsam oder interessant</a> sein kann.</p>
<p>Auch das Timing spielt eine Rolle. Wer dann etwas verkündet, wenn alle gerade anders beschäftigt sind, muss sich nicht wundern, wenn keiner zuhört. Auch das richtige Timing entsteht aus Aufmerksamkeit für die Bedürfnisse der anderen.</p>
<h3>5. Machen Sie Ihre Inhalte auf den ersten Blick interessanter.</h3>
<p>In der Informationsflut des digitalen Zeitalter wird es immer schwieriger, sich mit selbst sehr interessanten Inhalten durchzusetzen. Daher entscheidet nicht der Inhalt an sich allein, wie gut sich etwas verbreitet, sondern dessen Aufbereitung: Headline, Teaser, Form sowie der gewählte Kommunikationsweg. Der erste Blick ist entscheidend, damit selbst eine wichtige Botschaft die gewünschten Empfänger erreicht.</p>
<h3>6. Machen Sie Ihre Inhalte leichter teilbar.</h3>
<p>Ob Blog oder soziales Netzwerk: Wenn Ihre Inhalte implizit oder explizit dazu einladen, weiterverbreitet zu werden, dann geschieht dies auch häufiger. Dazu gehören etwa Social Sharing Buttons, aber auch die Formulierung. Auch der Ort, wo Sie etwas publizieren, spielt eine Rolle. Vielleicht ist für einen bestimmten Inhalt eine öffentliche Blogging-Plattform wie Medium oder die Blogfunktion bei LinkedIn eine bessere Wahl als Ihr eigenes Blog. Vielleicht verbreitet sich ein YouTube-Video besser als ein geschriebener Beitrag. Vielleicht sorgt ein Foto auf Instagram für mehr Aufmerksamkeit als ein reiner Textbeitrag anderswo.</p>
<h3><strong>7. Halten Sie sich an Regeln und nutzen Sie Ihren Menschenverstand.</strong></h3>
<p>Dies bezieht sich nicht allein auf Nutzungsbedingungen, sondern gilt auch für die ungeschriebenen Gesetze zwischenmenschlicher Kommunikation. Ein Anhaltspunkt: Alles, was andere in physischen Begegnungen <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/praxistipp-facebook-fanpages-einladen-ohne-zu-nerven/">nerven</a> würde, stößt wahrscheinlich auch im Social Web auf Unmut. Alles, was mit Wertschätzung zu tun hat, kommt gut an. Je besser Sie mit den Funktionen eines Netzwerks vertraut sind, desto erfolgreicher werden Sie dort kommunizieren.</p>
<h3><strong>8. Denken Sie über </strong><em>Paid Media</em><strong> nach.</strong></h3>
<p>Wer in sozialen Netzwerken viel Resonanz in kurzer Zeit erreichen will, kommt oft um bezahlte Anzeigen nicht herum. Richtig eingesetzt, können diese sehr wirkungsvoll sein. Allerdings braucht man auch dafür Fachwissen und/oder professionelle Unterstützung. Auch darüber sollten Sie also nicht erst beginnen nachzudenken, wenn Sie die eine wirklich wichtige Botschaft verbreiten wollen.</p>
<h3><strong>9. Forschen Sie nach Ursachen.</strong></h3>
<p>Wenn Sie ein Thema oder ein Anliegen nach vorne bringen wollen, dann werden Sie natürlich alle verfügbaren Energien hineinstecken. Trotzdem kann es passieren, dass Sie keine oder nicht die gewünschte Resonanz erzielen. Akzeptieren und respektieren Sie es, wenn Ihr Umfeld kein Interesse zeigt. Aber resignieren Sie deswegen nicht. Vielleicht haben Sie wirklich nur den falschen Zeitpunkt erwischt? Oder Ihr Netzwerk ist einfach noch nicht groß genug? Oder Sie kennen noch nicht genügend Gleichgesinnte zum Thema? &#8211; Ursachenforschung kann helfen, und dazu gehört auch direktes Feedback von guten Freunden oder Kollegen, denen Sie vertrauen. Beobachten Sie, wie andere vorgehen und nutzen Sie das Social Media für das, wozu sie sich eignen: Für Recherche und Gespräche.</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie man Social-Media-Guidelines erarbeitet, die tatsächlich funktionieren</title>
		<link>https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/social-media-guidelines-unternehmen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Kerstin Hoffmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jan 2020 06:30:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Corporate Influencer/Markenbotschafter]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Kollaboration]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media Guidelines]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Verfügt Ihr Unternehmen über Social-Media-Guidelines? Wenn ja: Wissen Sie genau, was darinsteht? Wie setzen Sie diese in Ihrer täglichen Kommunikation um? Haben Sie sie bei jedem Social-Media-Posting im Hinterkopf? Denken Sie eigentlich auch daran, wenn Sie sich beispielsweise privat bei WhatsApp austauschen? – Erstaunlicherweise gibt es immer noch Unternehmen, die über keine solchen Richtlinien verfügen. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Verfügt Ihr Unternehmen über Social-Media-Guidelines? Wenn ja: Wissen Sie genau, was darinsteht? Wie setzen Sie diese in Ihrer täglichen Kommunikation um? Haben Sie sie bei jedem Social-Media-Posting im Hinterkopf? Denken Sie eigentlich auch daran, wenn Sie sich beispielsweise privat bei WhatsApp austauschen? – Erstaunlicherweise gibt es immer noch Unternehmen, die über keine solchen Richtlinien verfügen. Andererseits gibt es in sehr vielen Unternehmen oft umfangreiche Regelwerke, aber sie werden kaum gelesen und angewandt. Woran liegt das? Wie kann man das ändern? </strong></p>
<p>In fast jedem meiner Vorträge zum Thema Mitarbeiter-Markenbotschafter frage ich die Teilnehmenden aus Unternehmen, ob sie über Leitlinien für das Agieren der Mitarbeiter in sozialen Netzwerken verfügen. Ergebnis: Etliche Firmen haben immer noch keine; in vielen hat man sich dazu noch nicht einmal Gedanken gemacht. Zuweilen zeigen die Zuschauer zögerlich auf und sagen dann typischerweise Sätze wie: &#8222;Ich glaube, wir haben so etwas, aber da müsste ich erst nachschauen.&#8220; Auch diejenigen, die stolz auf ein entsprechendes gedrucktes oder im Intranet hinterlegtes Regelwerk verweisen, können meist nur relativ diffus aus der eigenen Anwendungspraxis berichten. Das gilt meiner Erfahrung nach für mittelständische Unternehmer ebenso wie für Kommunikationsfachleute in Konzernen.</p>
<p>Im Grunde ist also offenbar ein großer Teil der oft mit erheblichem Aufwand erarbeiteten und nicht selten sehr ansprechend gestalteten Social-Media-Guidelines in Unternehmen mehr oder weniger wertlos. Sie haben keine wirkliche Relevanz für die tägliche Arbeit. Woran liegt das? Sicherlich in den allermeisten Fällen nicht am Unwillen oder mangelnden Einsatz der Beteiligten. Dann muss es also an den Richtlinien selbst liegen, daran wie sie vermittelt werden, oder an Strukturen im Unternehmen selbst. Aber wie sehen dann Social-Media-Guidelines aus, die funktionieren? Und warum sind diese für jedes Unternehmen unverzichtbar?</p>
<h2>Warum jedes Unternehmen Social-Media-Guidelines braucht. Immer noch.</h2>
<p>Social-Media-Guidelines sind ja nun beileibe kein neues Thema, und es ist schon eine Menge dazu gesagt und geschrieben worden. Doch nach meiner Erfahrung ist der Informationsbedarf immer noch riesig, und viele Unternehmen stehen in diesem Gebiet immer noch ganz am Anfang. Andere haben seit Jahren solche Guidelines, sollten das Thema aber dringend noch einmal neu betrachten, weil diese Richtlinien im Unternehmensalltag de facto keine Rolle spielen. Da ich in letzter Zeit sehr viel über das Thema gesprochen und in etlichen Unternehmen an Social-Media- und Markenbotschafter-Konzepten mitgearbeitet habe, hier einige Überlegungen.</p>
<h3>Jeder Mitarbeiter bildet eine Schnittstelle in die Öffentlichkeit</h3>
<p>Auf die eine oder andere Weise ist heute jeder Mensch digital vernetzt. Dazu gehört nicht immer unbedingt ein aktiv bespieltes Facebook-Profil oder ein Twitter-Account. Auch in Messengern wie WhatsApp tauschen sich Menschen aus. Das gilt eben auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jedes Unternehmens – untereinander, aber eben auch mit Außenstehenden.</p>
<p>Blieb der Flurfunk früher im Wesentlichen auf das Firmengebäude selbst und vielleicht noch das nahe Umfeld der unmittelbar Beteiligten beschränkt, ist heute der virtuelle Flurfunk hinzugekommen. Da ist die Schnittstelle nach außen viel eher erreicht als in der realen Welt.</p>
<p>Damit ist heute eigentlich jeder Mitarbeiter ein <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/ist-wirklich-jeder-mitarbeiter-ein-markenbotschafter/">Markenbotschafter</a>. Doch wie gut er oder sie diese Rolle ausfüllt, hängt von mehreren Faktoren ab, nicht zuletzt davon, ob dem einzelnen die eigene Rolle überhaupt bewusst ist.</p>
<h3>Alles ist Kommunikation</h3>
<p>Natürlich fordern Aktivitäten eines Unternehmens in sozialen Netzwerken dazu heraus, dass sich die Mitarbeiter beteiligen, beispielsweise in dem sie Statusmeldungen oder Bilder ihres Arbeitgebers in ihren Accounts teilen, auf Veranstaltungen hinweisen oder auch nur den RSS-Feed des Corporate Blog in ihre persönlichen Neuigkeiten auf XING einfließen lassen. Doch das ist nur ein kleiner Teil der Kommunikation. Oft viel relevanter sind Grenzbereiche, in denen nicht jedem klar ist, dass es die Unternehmenskommunikation betrifft.</p>
<p>Was einmal irgendwo in einem digitalen Medium niedergeschrieben und dann geteilt wurde, ist viel schwerer aus der Welt zu schaffen als eine mündliche Bemerkung zwischen Teeküche und Besprechungsraum, selbst dann, wenn sie ebenso beiläufig gemeint war. Selbst private Nachrichten in Messengern kann man abfotografieren und dann weiterverteilen oder sogar veröffentlichen. Immer dort, wo jemand in seinem Profil oder als Person als Unternehmensangehöriger erkennbar ist, betrifft es in irgendeiner Weise auch die Firma selbst. Das gilt nicht nur bei unmittelbaren Äußerungen über Berufliches, sondern auch beim Verhalten insgesamt.</p>
<h3>Die Übertragung von Vertragsinhalten ins Digitale fällt nicht jedem leicht</h3>
<p>Geheimhaltungsvereinbarungen im Arbeitsvertrag, Sprachregelungen, Verhaltenskodizes: All dies hat es in Unternehmen schon immer gegeben. Dennoch fällt es nicht jedem gleichermaßen leicht, solche verbindlichen Vereinbarungen auch in die digitale Welt zu übertragen. Da werden dann eben zum Beispiel in privaten WhatsApp-Gruppen Informationen ausgetauscht, die so niemals hätten weitergegeben werden dürfen.</p>
<p>Auch dies ist meist kein böser Wille, sondern es fehlt eben die Transferleistung. Es wird also zuweilen nicht erkannt, dass beispielsweise gegen eine Geheimhaltungsvereinbarung verstoßen wird oder dass eine bestimmte Äußerung nicht mit dem Arbeitsvertrag vereinbar ist. Hier sollte die interne Kommunikation Bewusstsein schaffen und Hilfestellung leisten. Allerdings brauchen viele Mitarbeiter viel weniger Anleitung, als manchmal angenommen wird.</p>
<h3>Niemand liest Ihre Social-Media-Guidelines!</h3>
<p>Sie werden, wie eingangs gesagt, oft mit beträchtlichem Aufwand erstellt, gestaltet, gedruckt, auf internen Servern oder sogar im Internet hinterlegt – dennoch hat sie kaum jemand im Unternehmen verinnerlicht oder wendet sie im Kommunikationsalltag an. Woran liegt das?</p>
<h3>Aufmerksamkeit ist begrenzt</h3>
<p>Es gibt wohl kaum ein Unternehmen, in dem Mitarbeiter herumsitzen und nach Inhalten suchen, die sie lesen könnten. Wir alle sind, im Beruflichen und über das Berufliche hinaus, riesigen Informationsmengen ausgesetzt. Die Aufmerksamkeit, die wir einem einzelnen Stück widmen können, schwindet. Lange Lesestücke werden immer weniger beachtet. Selbst wenn wir uns mit etwas befassen, bleibt immer weniger davon hängen. Das gilt natürlich ebenso für andere Formen. Wer hat schon Zeit, sich ein Video mit Social-Media-Guidelines so lange anzuschauen, bis die Inhalte wirklich verinnerlicht sind?</p>
<p>In der Informationsflut setzt sich nur das durch, was erstens größtmöglichen Nutzen verspricht und zweitens diesen auch auf den ersten Blick erkennbar macht. Selbst dann stellt es aber keine geringe Aufgabe dar, den Betreffenden auch wirklich bis zum Ende durch den Inhalt zu führen und damit gar noch eine Folgehandlung, eine Verhaltensänderung oder eine Übertragung auf individuelle Situationen anzustoßen.</p>
<h3>Die eigene Relevanz wird nicht erkannt</h3>
<p>Gutgemeinte Regelwerke, die mit Formulierungen beginnen wie: &#8222;Das Internet und soziale Netzwerke gewinnen immer mehr an Bedeutung&#8220; erzeugen selbst bei demjenigen, der lesewillig ist, kein Gefühl von wirklicher Relevanz. Erstens hat man das schon hundert- oder tausendmal gelesen. Zweitens lässt es annehmen, dass im Folgenden ebenfalls Selbstverständliches wiederholt wird.</p>
<p>Ein Problembewusstsein erzeugt man nicht mit Allgemeinplätzen. Menschen, die in und mit digitalen Medien kommunizieren, haben selten das Gefühl, dass ihnen die Kompetenz und an Informationen dazu fehlt. Werden sie nicht ernstgenommen oder auf einem Wissensstand angesprochen, den sie bereits vor Jahren hatten, steigen sie erst gar nicht tiefer ein – auch nicht dort, wo es sich lohnen würde, gemeinsam an dem Thema zu arbeiten.</p>
<h3>Die Folgen von Nichtbeachtung sind nicht erkennbar</h3>
<p>Warum kennen wir (oder zumindest hoffentlich die meisten von uns) beispielsweise die Regeln im Straßenverkehr einigermaßen gut und verwenden auch Aufmerksamkeit auf Änderungen in der Gesetzgebung – etwa wenn die Strafen für die Handynutzung am Steuer drastisch heraufgesetzt werden? Wir wissen, dass eine Nichtbeachtung unangenehme Folgen haben kann, beispielsweise finanzieller Art. Aus dem gleichen Grund halten sich Mitarbeiter an Geheimhaltungsvereinbarungen; Sie wissen, dass Konsequenzen drohen, wenn sie sie ignorieren.</p>
<p>Social-Media-Guidelines sind oft sehr allgemein abgefasst. Da ist etwa von wertschätzender Kommunikation und Höflichkeit die Rede. Natürlich soll man sich professionell verhalten nicht lügen und auch keine Interna verraten. Ach, und (Überraschung!) an geltende Gesetze soll man sich natürlich auch halten. Doch all dies ist so vage formuliert, dass es zwar gut gemeint ist, aber niemand erkennen kann, was eigentlich passiert, wenn jemand sich nicht daran hält.</p>
<h3>Digitale Kompetenz ist oft längst vorhanden</h3>
<p>Viele Mitarbeiter, auch aus ganz anderen Bereichen, sind in Sachen digitale und mobile Kommunikation oft viel weiter als die formale Unternehmenskommunikation. Daher muss man ihnen meistens weder die Grundlagen erklären, noch muss man ihnen mitteilen, wie man sich digital &#8222;höflich&#8220; ausdrückt.</p>
<p><strong>Es geht um eine gemeinsame, konstruktive Kultur des Austauschs nach innen und außen – nicht darum, erwachsenen Menschen höfliches Benehmen oder den Umgang mit einem Smartphone beizubringen, zumindest nicht, wenn sie letzteres nicht selbst einfordern.</strong></p>
<h2>Was das für Unternehmen bedeutet</h2>
<h3>Belohnung oder Strafe?</h3>
<p>Social-Media-Guidelines sollen eher unterstützen als reglementieren. Doch damit das gelingt, müssen sie Relevanz erzeugen. Menschen tun Dinge nur, wenn sie etwas davon haben, also eine Belohnung erhoffen oder einen Schmerz vermeiden. Deswegen geht es gar nicht darum, Strafen anzudrohen. Drohungen führen ohnehin eher zu Vertuschung und Vermeidung und ganz bestimmt nicht zu einer konstruktiven Kommunikationskultur im und über das Unternehmen.</p>
<p>Vielmehr gibt es ja bereits die Regeln, gegen die nicht verstoßen werden darf – etwa justiziable Äußerungen oder Geheimnisverrat. Die Kunst besteht darin, erkennbar zu machen, inwieweit die Guidelines dabei helfen, sich sicher und eben auch rechtssicher in sozialen Netzwerken und allgemein digitalen Medien zu bewegen. Ansonsten bleibt es eben bei netten, aber relativ beliebigen Allgemeinplätzen.</p>
<p>Daher gehören auch rechtliche Aspekte und konkrete Aussagen in die Guidelines. Was alles dazugehört, <a href="http://www.socialmediarecht.de/2017/09/25/social-media-und-der-digitalisierte-arbeitsplatz-ein-arbeitsrechtliches-beitrags-medley-zur-efarblogparade/">hat die Rechtsanwältin Nina Diercks hier zusammengestellt</a>.</p>
<h3>Unternehmenskultur und Bewusstseinsbildung</h3>
<p>Konkrete Beispiele statt Allgemeinplätzen sind gefragt, damit die oder der einzelne die persönliche Relevanz erkennt. Doch das Bewusstsein für einen sinnvollen gemeinsamen (!) Erarbeitungsprozess für den Umgang mit digitalen Medien erreicht man nicht in einem noch so gut formulierten Dokument, selbst wenn es multimedial unterstützt wird.</p>
<p>Es bedarf eines Prozesses der Implementierung und gemeinsamen Erarbeitung. Denn es geht darum, Bewusstsein zu schaffen, Eigenverantwortung zu fördern und einen ganzheitlichen Struktur- und Kulturwandel in diesen sich schnell verändernden digitalen Zeiten zu begleiten. Insofern ist das Projekt immer auch innerhalb der gesamten Digitalisierungsstrategie zu betrachten.</p>
<h3>Fehlerkultur und Unterstützung</h3>
<p>Was in deutschen Unternehmen generell oft zu kurz kommt, ist eine Fehlerkultur. Zwar sollte der Einzelne anhand von möglichen Konsequenzen erkennen, wie sinnvoll es ist, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Andererseits sollte auf allen Unternehmensebenen das Bewusstsein herrschen, dass in der schnellen digitalen Kommunikation Fehler nicht nur passieren können, sondern dass sie passieren werden. Eine vernünftige Kultur des Umgangs mit Fehlern ist daher integraler Bestandteil jeder guten Kommunikationsstrategie und daher auch der Social-Media-Guidelines.</p>
<h2>Was sich in vielen Unternehmen ändern muss</h2>
<h3><span style="letter-spacing: 0.05em;">Nutzen: Sprechen Sie Mitarbeiter wie Externe an!</span></h3>
<p><span style="letter-spacing: 0.05em;">Oft ist die Unternehmenskommunikation sehr gut darin, interessante Inhalte für PR und Marketing zu produzieren und zu verteilen. Denn was hier nicht relevant ist und Aufmerksamkeit erzeugt, überschreitet gar nicht erst die Aufmerksamkeitsschwelle. In der internen Kommunikation dagegen wird allzu oft auf reine Information gesetzt; schließlich geht man ja davon aus, dass derjenige verpflichtet ist, sich mit bestimmten Inhalten auseinanderzusetzen.</span></p>
<p>Betrachtet man Mitarbeiter wie externe Stakeholder und überlegt sich, welchen Nutzen man mit einer Kommunikation erzeugt, so dass sie freiwillig teilhaben und sich mit etwas beschäftigen. Siehe oben: Aufmerksamkeit und Relevanz. Dazu gehört eben auch, sie in Gespräche aktiv einzubinden und nicht nur Verlautbarungen von oben nach unten abzugeben.</p>
<h3>Unternehmenskultur: Social-Media-Guidelines sind kein Einzelprojekt</h3>
<p>Die interaktive Erarbeitung eines sinnvollen Umgangs mit digitalen Medien im Unternehmen und aus diesem heraus kann kein Einzelprojekt in einer ansonsten von (siehe oben) Verlautbarungen und hierarchischen Strukturen geprägten Unternehmenskultur sein.</p>
<p>Ein solches Unternehmen ist im digitalen Zeitalter auf Dauer ohnehin nicht überlebensfähig. Das gilt auch für die Strukturen in und mit denen intern kommuniziert wird.</p>
<h3>Digitalisierung: Gibt die Struktur es nicht her, ist dringendes Handeln erforderlich</h3>
<p>Wenn die einzige Möglichkeit, Richtlinien und Unterstützung für das Verhalten in den sozialen Netzwerken anzubieten, darin besteht, im Intranet oder auf einem Server statische Dokumente zu hinterlegen, dann stimmt mit der <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/menschen-gute-inhalte-interview-klaus-eck/">Digitalisierungsstrategie</a> im Unternehmen ganz grundsätzlich etwas nicht.</p>
<p>Die Erkenntnis, dass Social-Media-Guidelines nur auf diese veraltete, statische Weise verbreitet werden können, dann kann das der Anlass sein, die Strukturen generell zu überdenken. Ohnehin kann man davon ausgehen, dass die Guidelines in Kürze das geringste der Probleme sein werden, denen sich die Firma stellen muss. Das gilt übrigens keineswegs nur für kleine und mittelständische Unternehmen. Manche von diesen sind sogar schon sehr weit, was Kollaboration und interne agile Kommunikation angeht. Andererseits herrscht in etlichen Konzernen erheblicher Nachholbedarf, auch wenn die formalen technischen Voraussetzungen längst geschaffen zu sein scheinen.</p>
<p>Jedes Unternehmen braucht heute interne Strukturen, die schnelles, komplexes Handeln ermöglichen. Man kann keine digitalen Inhalte managen, in sozialen Netzwerken kommunizieren und Wissen zugänglich machen, wenn die Strukturen nicht entsprechend vorhanden sind. Das gilt sowohl für die Abstimmungsprozesse und Hierarchien in der Organisation als auch für die technischen Strukturen, die diese abbilden. Dazu gehören klare Zuständigkeiten und explizite Vereinbarungen, wie eben auch Social-Media-Guidelines, die wirklich aus der Organisation heraus entstanden und wiederum verinnerlicht sind. <a href="https://buggisch.wordpress.com/2011/10/12/deutsche-social-media-guidelines/">Hier gibt es eine Zusammenstellung mit einer Übersicht über Regelwerke aus mehr als fünf Jahren (zwischen 2011 und 2016).</a> Doch würde es wenig bringen, einfach allgemeine Formulierungen zu übernehmen. Entscheidend ist der Prozess, nicht allein der Inhalt; vor allem wie gut es gelingt, alle einzubinden und zu beteiligen.</p>
<hr style="width: 100%; margin-top: 30px; height: 5px; border: 0; border-top: 3px dotted gray;" />
<h3><em><span style="color: #808080;">Gute Social-Media-Guidelines &#8230; </span></em></h3>
<p><strong>&#8230; passen </strong><strong>in den Struktur- und Kulturwandel im Unternehmen: </strong>Was bedeutet der digitale Wandel für unser Unternehmen und was ergibt sich daraus für die Social-Media-Aktivitäten?</p>
<p><strong>&#8230; nennen die Themenfelder: </strong>Worum geht es in diesen Guidelines und was ist das Ziel?</p>
<p><strong>&#8230; definieren Nutzen: </strong>Was bringt es dem einzelnen Mitarbeiter, sich damit auseinanderzusetzen?</p>
<p><strong>&#8230; liefern Orientierung: </strong>Wie ist das Thema Social Media generell zu sehen, wie wird es im Unternehmen gehandhabt, und was ist für die einzelnen Personen zu beachten?</p>
<p><strong>&#8230; schaffen Bewusstsein: </strong>Warum bin ich als erkennbarer Angehöriger des Unternehmens auch in meiner digitalen Präsenz wichtig?</p>
<p><strong>&#8230; stellen Bezüge her: </strong>Was hat das Verhalten in sozialen Netzwerken mit dem Arbeitsleben sowie mit bereits etablierten Regeln – etwa in Arbeitsverträgen, Geheimhaltungsvereinbarungen – zu tun?</p>
<p><strong>&#8230; liefern Handlungsvorschläge anhand von Beispielen:  </strong>Wo bin ich als Unternehmens-Angehöriger erkennbar? Wie sieht ein guter Auftritt aus?</p>
<p><strong>&#8230; geben konkrete Anhaltspunkte für bestimmte Plattformen:</strong>Wo muss ich beispielsweise klarmachen, dass es sich hier um meine private Meinungsäußerung handelt? Was ist sonst noch zu beachten (beispielsweise Impressumspflicht, Vermeidung von Schleichwerbung &#8230;)?</p>
<p><strong>&#8230; klären Zuständigkeiten: </strong>Wer ist im Unternehmen wofür verantwortlich? Wer darf in welchen Firmenfragen sprechen?</p>
<p><strong>&#8230; beschreiben Abläufe: </strong>Was ist wie abzustimmen? Wie sehen Freigabeprozesse aus? Wen kann oder muss ich in welchen Fragen zu Rate ziehen?</p>
<p><strong>&#8230; liefern Empfehlungen und Vorschläge für Formulierungen: </strong>Wie kennzeichne ich mein privates Blog? Wie ist die korrekte Schreibweise meines Unternehmens beispielsweise auf XING oder LinkedIn?</p>
<p><strong>&#8230; berücksichtigen unterschiedliche Kommunikationsbedürfnisse: </strong>Besonders in Unternehmen mit heterogener Mitarbeiterstruktur muss den medialen und kommunikativen Voraussetzungen verschiedener Mitarbeitergruppen gerecht werden.</p>
<p><strong>&#8230; etablieren Gespräche:  </strong>Lebendiger Austausch und aktive (gegenseitige) Unterstützung stehen im Mittelpunkt (und nicht ein statisches Regelwerk).</p>
<p><strong>&#8230;. bieten Dialog an: </strong>Alle Unternehmensangehörigen sollten wissen, wo sie Fragen stellen und an wen sie sich im Zweifelsfall wenden können.</p>
<hr style="width: 100%; margin-top: 30px; margin-bottom: 30px; height: 5px; border: 0; border-top: 3px dotted gray;" />
<h3>Über Guidelines hinaus: Mitarbeiter als aktive Markenbotschafter</h3>
<p>Während Social-Media-Guidelines zunächst einmal von der Annahme ausgehen, dass Mitarbeiter als Unternehmensvertreter in sozialen Netzwerken und allgemein digitalen Medien ohnehin präsent sind, geht eine Strategie der aktiven Mitarbeiter-Markenbotschafter mittels sichtbarer Personenmarken deutlich weiter. Aber auch in einer solchen Strategie spielt die gemeinsame Erarbeitung von Leitlinien eine wichtige Rolle.</p>
<ul>
<li><a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/marken-brauchen-gesichter/">Erfahren Sie, warum Marken unbedingt Gesichter brauchen.</a></li>
<li><a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/markenbotschafter-angst-sichtbarkeit/">Lesen Sie mehr darüber, welche Ängste bei Unternehmensleitung und Mitarbeitern auftreten können und wie man damit konstruktiv umgeht. </a></li>
<li>Nutzen Sie meine kostenfreien Tools, die <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/reputationsskala-sieben-schritte-erfolgreiche-personenmarke/">Reputationsskala für Personenmarken</a> und das <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/neuer-grosser-social-media-check-erfolg/">Social-Media-Inventory</a>.</li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/social-media-guidelines-unternehmen/">Wie man Social-Media-Guidelines erarbeitet, die tatsächlich funktionieren</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor">PR-Doktor</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der ganz neue große Social-Media-Check</title>
		<link>https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/neuer-grosser-social-media-check-erfolg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Dr. Kerstin Hoffmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jun 2019 06:35:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/?p=16906</guid>

					<description><![CDATA[<p>4 Wege zu Übersicht und Ordnung in Ihren Social-Media-Konten und Kanälen – plus Inventory zum Download mit detaillierter Anleitung.. – Haben Sie noch den Überblick über alle Ihre Accounts, Seiten und Profile in sozialen Netzwerken? Wann haben Sie zuletzt Ihre Strategie überprüft? Haben Sie einen Plan, was Sie wann wo für wen und wie oft posten wollen? Sind alle Ihre Daten auf dem neuesten Stand?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/neuer-grosser-social-media-check-erfolg/">Der ganz neue große Social-Media-Check</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor">PR-Doktor</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Drei Taktiken für mehr Übersicht und Ordnung in Ihren Social-Media-Kanälen – plus Tabelle mit Anleitung zum Download</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-24753" src="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2019/06/social-media-check_neu20.jpeg" alt="" width="825" height="464" srcset="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2019/06/social-media-check_neu20.jpeg 825w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2019/06/social-media-check_neu20-300x169.jpeg 300w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2019/06/social-media-check_neu20-768x432.jpeg 768w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2019/06/social-media-check_neu20-705x397.jpeg 705w" sizes="auto, (max-width: 825px) 100vw, 825px" /></p>
<div class="wp_b_box">Hinweis: Dies ist eine Version von 2019. Eine neue Version ist in Arbeit und erscheint dann unter diesem Link.</div>
<p><strong>Haben Sie wirklich noch den Überblick über alle Konten, Profile, Seiten Ihres Unternehmens in sozialen Netzwerken? Wann haben Sie zuletzt Ihre Strategie überprüft? Haben Sie einen Plan, was Sie wann wo für wen und wie oft posten wollen? Sind alle Ihre Kurzbios, Daten, Bilder, Links auf dem neuesten Stand? Sind alle Beteiligten, die daran mitarbeiten, eingebunden? Soziale Netzwerke wandeln sich schnell. Strategien müssen sich ständig anpassen. Umso entscheidender ist es, die Übersicht zu behalten. </strong><strong>Hier ist mein gründlich überarbeiteter großer Social-Media-Check mit drei verschiedenen Vorschlägen für das systematische Vorgehen. Dazu schenke ich Ihnen mein Social-Media-Inventory als Tabelle zum Download mit einer genauen Anleitung, wie Sie diese ausfüllen.</strong></p>

<h3>Rundum oder Schritt für Schritt: So kommt Ordnung in Ihre Social-Media-Konten</h3>
<p>Alle hier beschriebenen Vorgehensweisen basieren darauf, dass Sie bereits eine Social-Media-Strategie verfolgen, die in Ihr gesamtes Kommunikationskonzept eingebettet ist. Der Social-Media-Check ersetzt also keine umfassende Kommunikations- und Social-Media-Strategie, sondern ergänzt sie taktisch und hilft bei der praktischen Umsetzung. Zugleich kann er aber dabei helfen, die Strategien zu überprüfen und auf Überarbeitungsbedarf hinweisen. Deswegen spreche ich im Folgenden auch von &#8222;Taktiken&#8220; und nicht von &#8222;Strategien&#8220;.</p>
<h4>Der Social-Media-Check dient dazu &#8230;</h4>
<p><span style="color: #339966;"><strong>⇨</strong> </span>die eigene Vorgehensweise und die dazugehörigen Prozesse zu überprüfen</p>
<p><span style="color: #339966;"><strong>⇨</strong> </span>den Überblick (wieder-) zu gewinnen</p>
<p><span style="color: #339966;"><strong>⇨</strong> </span>dafür zu sorgen, dass dieser Überblick künftig jederzeit für alle Beteiligten auf Abruf vorhanden ist.</p>
<p><span style="color: #339966;"><strong>⇨</strong> </span>Handlungsbedarf zu erkennen und entsprechende Schritte einzuleiten.</p>
<hr style="width: 100%; margin-top: 30px; height: 5px; border: 0; border-top: 3px dotted gray;" />
<h4><em><span style="color: #808080;">A propos Social-Media-Strategie</span></em></h4>
<p>Der Social-Media-Check kann eine gute Informationsbasis bereitstellen, um eine Social-Media-Strategie neu zu erarbeiten oder zu überarbeiten. Diese sollte aber immer im größeren Zusammenhang der Contentstrategie und diese innerhalb der Gesamtkommunikation betrachtet werden. Mehr Tipps und Best Practice für Ihre Kommunikationsstrategie und Ihre Social-Media-Strategie <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/?s=strategie">finden Sie hier im PR-Doktor</a>.</p>
<hr style="width: 100%; margin-top: 30px; margin-bottom: 30px; height: 5px; border: 0; border-top: 3px dotted gray;" />
<h3>1. Die Rundum-Taktik</h3>
<h4>Ausgangslage<strong>: </strong></h4>
<p>Sie kommunizieren, über <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/contentstrategie-unternehmenskommunikation-content-hub/">den eigenen Content Hub</a> hinaus, strategisch geplant und umfassend in sozialen Netzwerken. Sie haben zahlreiche Profile und Seiten, etwa bei Facebook (hier betreiben Sie idealerweise zusätzlich<a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/facebook-gruppen-b2b-kommunikation/"> Gruppen</a>), LinkedIn, XING, Twitter, YouTube, Instagram. Weiterhin nutzen Sie vielleicht Angebote wie Pinterest und bieten Ihren Zielgruppen interessante Links in Social-Bookmarking-Diensten (wie <a href="https://flipboard.com/@PR_Doktor">Flipboard</a>) an. Sie publizieren auf verschiedenen externen Plattformen nd &#8230; – ja, was eigentlich noch?</p>
<h4>Das ist zu tun:</h4>
<p><span style="color: #339966;"><strong>⇨</strong> <span style="color: #000000;">Laden Sie das Social-Media-Inventory herunter und richten Sie es für Ihr Unternehmen und zu Ihren Abläufen sowie Tools passend ein. </span> </span></p>
<p><span style="color: #339966;"><strong>⇨</strong> </span>Listen Sie alle Profile, Seiten und Accounts Ihres Unternehmens auf.</p>
<p><span style="color: #339966;"><strong>⇨</strong> <span style="color: #000000;">Analysieren Sie Ihre Pinnwände und stichprobenartig einzelne Postings. </span></span><span style="color: #000000;">V</span>ergleichen Sie anhand der Publikationen und Diskussionen der vergangenen Wochen die tatsächliche Vorgehensweise mit der ursprünglich geplanten Strategie und deren taktischer Umsetzung.</p>
<p><span style="color: #339966;"><strong>⇨</strong> </span>Arbeiten Sie die gesamte Social-Media-Checkliste ab.</p>
<p><strong>Wenn sich anhand der gründlichen Prüfung zusätzlicher Handlungsbedarf ergibt: Gehen Sie beispielsweise vor wie in der Aufbau-Taktik beschrieben. </strong></p>
<hr style="width: 100%; margin-top: 30px; height: 5px; border: 0; border-top: 3px dotted gray;" />
<h4>Die Social-Media-Checkliste</h4>
<p><strong>Start</strong></p>
<ul>
<li>Fragen Sie sich ehrlich (im Team): Habe ich/haben wir noch den Überblick über alle Profile, Konten und Kanäle?</li>
<li>Fahnden Sie gezielt nach Profilen, die Sie vielleicht einmal angelegt, aber nie wirklich genutzt haben.</li>
<li>Laden Sie das Social-Media-Inventory herunter und richten Sie es ein.</li>
</ul>
<p><strong>Inventarisierung</strong></p>
<ul>
<li>Legen Sie während der Erfassung jeweils für jedes Profil, jede Präsenz, jede Seite, jede Gruppe eine neue Zeile an.</li>
<li>Gehen Sie die Punkte in der Tabelle einzeln durch. Dabei sind die folgenden besonders wichtig:
<ul>
<li>Sind alle Beschreibungen, Daten, Texte, Inhalte, Bilder, Links auf allen Plattformen aktuell?</li>
<li>Für jedes einzelne Angebot: Hat sich etwas an den Regularien, Funktionen, an der Bedienungsweise der einzelnen Plattformen geändert?</li>
<li>Prüfen Sie, ob alle Zugriffsrechte noch stimmen. Sind vielleicht Personen noch mit Rechten versehen, die gar nicht mehr im Unternehmen arbeiten oder längst andere Aufgaben wahrnehmen.</li>
<li>Checken Sie auch, welchen Apps Sie im Laufe der Zeit Zugriff auf Ihre Profile und Seiten gestattet haben – und ob Sie das wirklich noch alles wollen.</li>
<li>Richten Sie überall dort, wo es möglich, aber noch nicht geschehen ist, eine 2-Faktor-Authentifizierung ein.</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p><strong>Nach der gründlichen Erfassung</strong></p>
<ul>
<li>Stimmt die tatsächliche Vorgehensweise mit der Strategie und Taktik überein, die Sie insgesamt und für jeden einzelnen Account vorgesehen haben?</li>
<li>Brauchen Sie jede dieser Präsenzen noch und sind sie aktiv gepflegt – oder sollten sie einzelne besser stilllegen? – Zu beachten: Wie man Accounts stilllegt, hängt von der jeweiligen Plattform ab. Geben Sie aber nicht vorschnell Nutzernamen auf, etwa Ihren Firmennamen, nur weil Sie ein Angebot vorerst stilllegen.</li>
<li>Wollen Sie neue Tools oder Social-Media-Dashboards einführen? Wenn ja: Was ist dafür zu tun?</li>
<li>Sind die eigenen Accounts und Profile auf Ihren eigenen Websiten noch aktuell, korrekt eingebaut und verlinkt? (Stichwort: Google+. Taucht das vielleicht noch irgendwo auf?)</li>
<li>Überarbeiten Sie ggf. Strategie und Konzeption.</li>
</ul>
<p><strong>Weiteres Vorgehen</strong></p>
<ul>
<li>Halten Sie die Tabelle stets aktuell und für alle Beteiligten verfügbar.</li>
</ul>
<hr style="width: 100%; margin-top: 30px; margin-bottom: 30px; height: 5px; border: 0; border-top: 3px dotted gray;" />
<h3>2. Die Schritt-für-Schritt-Taktik</h3>
<h4>Ausgangslage:</h4>
<p>Ihre Profile und Seiten in sozialen Netzwerken sind gut sortiert. Sie haben den Überblick, und Ihre Abläufe stimmen – auch in der Content-Distribution. Sie möchten aber Details weiter optimieren, zum Beispiel die Informationsflüsse in alle Richtungen besser kanalisieren und selektieren. Vielleicht kommen aber zu viele Daten herein, die gar nicht mehr gesichtet werden können. Womöglich müssten eigentlich mal dringend gründlich aufräumen, aber es fehlt gerade die Zeit dazu. Da die Grundlage stimmt, können Sie Schritt für Schritt vorgehen, indem Sie nach und nach erfassen und optimieren.</p>
<h4>Das ist zu tun:</h4>
<p><strong>Integrieren Sie die schrittweise Überprüfung in Ihre täglichen Arbeitsabläufe, beispielsweise wie folgt:</strong></p>
<p><span style="color: #339966;"><strong>⇨</strong> <span style="color: #000000;">Laden Sie das Social-Media-Inventory herunter und richten Sie es für Ihr Unternehmen und zu Ihren Abläufen sowie Tools passend ein. </span> </span></p>
<p><span style="color: #339966;"><strong>⇨</strong> </span>Tragen Sie für den Anfang die wichtigsten Profile, die Sie täglich oder häufig nutzen, in die Tabelle ein.</p>
<p><span style="color: #339966;"><strong>⇨</strong> </span>Immer dann, wenn Sie einen Newsletter, eine Nachricht oder sonst eine Information von einer selten genutzten Plattform erhalten, gehen Sie dorthin und checken die einzelnen Punkte aus der Tabelle.</p>
<p><span style="color: #339966;"><strong>⇨</strong> </span>Fahnden Sie nach und nach – immer dann, wenn etwas Zeit ist – gezielt nach Accounts, die Sie vielleicht einmal angelegt, aber nie wirklich genutzt haben.</p>
<div><span style="color: #339966;"><strong>⇨</strong> </span>Überprüfen Sie bei diesen Anlässen jeweils, ob sich etwas an den Regularien oder Funktionen der jeweiligen geändert hat und bessern Sie gegebenenfalls nach.</div>
<p><span style="color: #339966;"><strong>⇨</strong> </span>Prüfen Sie bei jeder Plattform, ob die geplante und die tatsächliche Vorgehensweise noch übereinstimmen.</p>
<p><span style="color: #339966;"><strong>⇨</strong> </span>Prüfen Sie, ob und wie Sie die einzelnen, selten genutzten Accounts noch brauchen.</p>
<p><span style="color: #339966;"><strong>⇨</strong> </span>Arbeiten Sie auf diese Weise nach und nach die Social-Media-Checkliste ab.</p>
<p><strong>Auch hier wird sich schnell erweisen, an welchen Stellen Sie nachregulieren sollten.</strong> <strong>Unter Umständen zeigt sich, dass Ihre Strategie insgesamt überarbeitet werden sollte und Sie danach eine neue taktische Vorgehensweise entwickeln. Oder Sie stellen fest, dass Ihre tatsächlichen Arbeitsabläufe von dem abweichen, was Sie eigentlich geplant hatten, und Sie passen sie wieder an. Im zweiten Fall haben Sie dann nach einiger Zeit wieder den kompletten Überblick gewonnen und können überlegen, ob Sie Ihre Strategie noch einmal grundlegend neu planen wollen</strong>.</p>
<h3>3. Die Ausbau-Taktik</h3>
<h4>Ausgangslage:</h4>
<p>Sie sind bereits als Unternehmen und als Personenmarke (oder mit verschiedenen Personenmarken) in ausgewählten sozialen Netzwerken präsent. Diese Profile, Seiten und Gruppen haben Sie gut im Griff. Vielleicht haben Sie mit den zuvor beschriebenen Taktiken bereits sortiert und aufgeräumt. Jetzt wollen Sie sich weitere Angebote erschließen.</p>
<h4>Das ist zu tun:</h4>
<p>Um den Ausbau Ihrer Präsenzen auf eine solide Basis zu stellen und gleich Ordnung zu schaffen und zu behalten, könnten Sie folgendermaßen vorgehen.</p>
<p><span style="color: #339966;"><strong>⇨</strong> </span>Checken und reservieren Sie (wenn noch nicht geschehen), Ihren (Benutzer-/Firmen-) Namen auf weiteren Plattformen. Dabei könnten zum Beispiel Angebote wie  <a title="http://namechk.com/" href="http://namechk.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NameChk</a> und <a title="http://knowem.com/" href="http://knowem.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">KnowEm</a> helfen. Welche Plattformen die für Sie relevanten sind, kann natürlich nur eine ausführliche Strategie-Erarbeitung zeigen.</p>
<p><span style="color: #339966;"><strong>⇨</strong> </span>Setzen Sie Prioritäten. Welches sind die Haupt-Kommunikations-Kanäle? Mit welchen wollen Sie beginnen? Welche später ausbauen?</p>
<p><span style="color: #339966;"><strong>⇨</strong> </span>Legen Sie fest, wer für Ihr Unternehmen wo und wann und was sagen darf – und in welcher Form.</p>
<p><span style="color: #339966;"><strong>⇨</strong> </span>Beschreiben Sie Prozesse und Abstimmungspläne detailliert, übersichtlich und für alle Beteiligten verständlich: Wer ist wofür zuständig? Wer muss wann informiert werden? Wer reagiert im Krisenfall? Was ist dabei zu beachten?</p>
<p><span style="color: #339966;"><strong>⇨</strong> </span>Arbeiten Sie sich gründlicher in alle Funktionen der einzelnen Angebote ein und bauen Sie die Accounts gezielt aus. Wenn Ihre XING-Kontakte bisher nicht verschlagwortet sind, könnten Sie das jetzt tun. Sie könnten Twitter-Listen anlegen. Oder Sie könnten die gestalterischen und funktionalen Möglichkeiten Ihrer Facebook-Seite stärken nutzen. Denken Sie – abhängig von Ihrer Strategie – über Premium-Accounts, Facebook-Anzeigen und über eine stärkere Vernetzung zwischen Website/Blog und sozialen Netzwerken nach.</p>
<p><span style="color: #339966;"><strong>⇨</strong> </span>Denken Sie, wenn noch nicht geschehen, über Tools nach, die Ihnen die gemeinsame Arbeit erleichtern.</p>
<p><span style="color: #339966;"><strong>⇨</strong> </span>Etablieren Sie, wenn noch nicht geschehen, ein sinnvolles Monitoring. Siehe unter „Kontroll-Taktik“. Wenn Sie bereits eines haben, bauen Sie es weiter aus, so dass die Ergebnisse aussagekräftiger werden und beim weiteren Ausbau gezielt nutzbar sind.</p>
<p><strong>Die Ausbau-Taktik basiert auf einer funktionierenden Strategie und funktioniert nur dann gut, wenn diese regelmäßig überprüft und weiterentwickelt wird. Dazu gehören immer auch die entsprechenden internen Prozesse und Tools – um diese wird es im Verlauf des Jahres in weiteren Beiträgen noch genauer gehen. </strong></p>
<h3>Das Social-Media-Inventory als Tabelle zum kostenlosen Download</h3>
<p>Für die Bestandsaufnahme habe ich eine sehr einfache Exceltabelle entwickelt. Hier können Sie alle Profile, Seiten und Accounts eintragen – persönliche ebenso wie Gemeinschafts- und  Unternehmenspräsenzen. Auf diese Weise gewinnen und behalten Sie eine umfassende Übersicht darüber, welche Angebote Sie überhaupt und in welcher Weise nutzen.</p>
<p>Im Folgenden finden Sie Hinweise, wie Sie mit dem Social-Media-Inventory arbeiten. Sie können die Excel-Tabelle beliebig nach eigenen Bedürfnissen ergänzen. Ich habe sie so allgemein angelegt, dass sie eigentlich für jeden Nutzer gut funktionieren sollte.</p>
<p><a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2019/09/Hoffmann_Social_Media_Inventory2019-neu-1.xlsx"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-23743 size-full" src="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2029/06/some-inventory2019-screenshot.jpg" alt="Social-Media-Inventory herunterladen" width="840" height="403" srcset="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2029/06/some-inventory2019-screenshot.jpg 840w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2029/06/some-inventory2019-screenshot-300x144.jpg 300w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2029/06/some-inventory2019-screenshot-768x368.jpg 768w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2029/06/some-inventory2019-screenshot-705x338.jpg 705w, https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2029/06/some-inventory2019-screenshot-450x216.jpg 450w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p><a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2019/09/Hoffmann_Social_Media_Inventory2019-neu-1.xlsx">Hier geht es direkt zum Download der Tabelle (keine Anmeldung, keine Registrierung).</a></p>
<hr style="width: 100%; margin-top: 30px; height: 5px; border: 0; border-top: 3px dotted gray;" />
<h4>Hinweis: So setzen Sie das Inventory am besten ein</h4>
<p>Das Inventory eignet sich für die Bestandsaufnahme in Unternehmen, in Teams oder Abteilungen, ebenso aber für Einzelunternehmen und einzelne Personenmarken. <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/markenbotschafter-strategie-typologie-beispiele/">Markenbotschafter</a> innerhalb von Unternehmen legen sich zusätzlich eine eigene Tabelle für ihre Personenmarke an. Gerade für exponierte Personen, etwa einen in sozialen Netzwerken präsenten CEO, wird es ebenfalls ein Team geben, das daran mitarbeitet. Excel an sich ist natürlich noch kein  Kollaborationstool. Je nach Größe der Organisation können Sie die Tabelle als Grundlage verwenden, um sie beliebig weiter auszubauen, und sie gegebenfalls in Ihr Kollaborationstool zu integrieren. Wie dies genau auszugestalten ist, hängt von den Funktionen der gewählten Plattform ab. Deswegen enthält die Excel-Tabelle auch möglichst wenige spezifische Funktionen, wie etwa Dropdown-Menüs. Bauen Sie diese ggf. ein, um allen Beteiligten die Arbeit zu erleichtern.</p>
<p><strong>Tipp: Für jeden neuen turnusmäßigen Check können Sie die Tabelle duplizieren und unter einem neuen Dateinamen ablegen. Auf diese Weise lässt sich jeder vorige Stand abrufen und die Entwicklung über die Zeit hinweg betrachten.</strong></p>
<hr style="width: 100%; margin-top: 30px; margin-bottom: 30px; height: 5px; border: 0; border-top: 3px dotted gray;" />
<h3>Bestandsaufnahme aller Accounts und Profile</h3>
<p>Legen Sie in der Tabelle für jedes Profil oder Konto, das Sie in einem sozialen Netzwerk betreiben, eine eigene Zeile an. Wenn Sie mehrere Konten pro Plattform betreiben, empfiehlt es sich, diese untereinander anzulegen.</p>
<p>Etliche Profile werden Ihnen sofort einfallen. Fahnden Sie aber auch gezielt nach Accounts, die Sie vielleicht einmal angelegt, aber nie wirklich genutzt haben, oder die nur dazu dienten, sich den betreffenden Benutzernamen zu sichern. Hinweise darauf könnten Sie beispielsweise in Ihren E-Mails finden. Vielleicht erhalten Sie auch von Zeit zu Zeit Newsletter oder sonstige Nachrichten von Plattformen, an die Sie gar nicht mehr gedacht hatten, und werden auf diese Weise daran erinnert. Das ist dann eine gute Gelegenheit, das betreffende Profil ebenfalls in die Tabelle einzutragen. Gleiches nehmen Sie natürlich mit Konten vor, die Sie neu anlegen.</p>
<h3>Social-Media-Inventory: Die einzelnen Felder ausfüllen – so geht&#8217;s</h3>
<p><strong>Die Bezeichnungen der einzelnen Felder beziehen sich auf <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/wp-content/uploads/2019/09/Hoffmann_Social_Media_Inventory2019-neu-1.xlsx">das Social-Media-Inventory, das Sie hier herunterladen können.</a></strong></p>
<ul>
<li><strong>Datum des letzten Checks</strong></li>
</ul>
<p>Tragen Sie hier das Datum ein, an dem Sie das Profil, die Seite oder die Präsenz, die in dieser Zeile beschrieben ist, zuletzt überprüft haben. Wenn Sie die Tabelle jeweils neu ablegen und alle eingetragenen Profile checken, dann brauchen Sie das Datum natürlich jeweils pro Check nur einmal einzutragen.</p>
<ul>
<li><strong>Plattform/Anbieter</strong></li>
</ul>
<p>Um welche Plattform/welches soziale Netzwerk handelt es sich? Beispiele: XING, LinkedIn, Facebook oder Twitter.</p>
<ul>
<li><strong>Angelegt am</strong></li>
</ul>
<p>Pro Profil (deswegen also bei mehreren Profilen/Seiten/Gruppen bei einem Anbieter für jedes davon eine neue Zeile anlegen): Wann haben Sie den Account eröffnet beziehungsweise sich angemeldet? Wenn dies nicht mehr bekannt und im Profil nicht angegeben ist, hilft oft der Blick auf das erste Posting.</p>
<ul>
<li><strong>URL</strong></li>
</ul>
<p>Hier steht der <em>Deep Link</em> zu Ihrem Profil/zu Ihrer Seite/Ihrer Gruppe, und zwar so, wie er für andere aufrufbar ist. So haben Sie sie für alle Zwecke, etwa die Weitergabe an andere oder die Verlinkung von anderen Seiten aus, schnell zu Hand.</p>
<ul>
<li><strong>Benutzername/ (&#8230;)</strong></li>
</ul>
<p>Wie auf der Plattform angegeben. Nicht alle Plattformen erfordern einen Benutzernamen, bei manchen ist er mit dem Personen- oder Firmennamen identisch.</p>
<ul>
<li><strong>Screenname (falls abweichend)</strong></li>
</ul>
<p>Nicht immer sind Benutzername und Screenname gleich. Bei Twitter können Sie entweder auch als eigentlichen Namen das Handle angeben oder eine eigene Bezeichnung. Mein Twitter-Handle beispielsweise lautet @PR_Doktor, aber als Namen lasse ich meinen eigenen anzeigen: Dr. Kerstin Hoffmann. Gleiches lässt sich auch für Unternehmen so handhaben.</p>
<ul>
<li><strong>Persönliches Profil</strong></li>
<li><strong>Unternehmens-/Gemeinschaftsprofil</strong></li>
<li><strong>Seite </strong></li>
<li><strong>Gruppe</strong></li>
</ul>
<p>Zutreffendes kennzeichnen.</p>
<ul>
<li><strong>Aktiv (A) oder stillgelegt (S)?</strong></li>
</ul>
<p>Manche Profile und Seiten legt man zunächst nur an, um den eigenen Namen als Benutzernamen vorsorglich zu sichern. Andere will man temporär ausprobieren. Oder man hat ein Angebot eine Zeitlang intensiv genutzt, aber dann haben sich die Prioritäten verschoben. Daher sollten Sie beim Check auch die Gewichtung überprüfen. Ein stillgelegter Account braucht womöglich eine geänderte Kennzeichnung. Vielleicht wollen Sie auch die Sichtbarkeitseinstellungen verändern. Von manchen sozialen Netzwerken wollen Sie sich womöglich ganz verabschieden, weil sie nicht mehr zu Ihrer Personenmarken-Strategie passen. Geben Sie aber nicht vorschnell Nutzernamen auf, etwa Ihren Firmennamen, nur weil ein Angebot vorerst stillliegt.</p>
<p>Steht in diesem Feld ein &#8222;S&#8220;, braucht der Check für dieses Profil allerdings erst einmal nicht weiterzugehen. Es ist sinnvoll, alle stillgelegten Profile ans Ende einer solchen Liste oder in eine separate Liste zu legen und ggf. wieder hervorzunehmen, wenn sie doch wieder aktiviert werden sollen.</p>
<ul>
<li><strong>Zahl der Kontakte/Fans/ Follower</strong></li>
</ul>
<p>Tragen Sie hier die Zahl am Stichtag des Erfassungsdatums ein. Wenn eigene Follows und Follower voneinander abweichen (beispielsweise bei Twitter oder Instagram), dann geben Sie hier zwei Zahlen ein und kennzeichnen es entsprechend.</p>
<ul>
<li><strong>Inhalte/Kanalversprechen (lt. Strategie)</strong></li>
</ul>
<p>Was wollen Sie mit dem Account bewirken? Was ist das Kanalversprechen an Ihr Netzwerk? Welche Arten der Botschaften gehören dazu? Hier ist eine kurze Notiz dazu unter Umständen sinnvoll, damit Sie auf den ersten Blick wissen, was in dieses Profil an Inhalten hineingehört. Wenn Sie ansonsten einen guten Überblick über Ihre Strategie haben, ist dieses Feld optional. <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/2014/06/11/kanalversprechen-empfaenger-nutzen/">Mehr zum Thema &#8222;Kanalversprechen&#8220; finden Sie hier.</a></p>
<ul>
<li><strong>Kurz-Bio aktuell?</strong></li>
</ul>
<p>Stimmt Ihre Selbstbeschreibung noch? Wenn nicht, ändern oder ergänzen Sie sie.</p>
<ul>
<li><strong>Infos + Links aktuell?</strong></li>
</ul>
<p>Prüfen Sie einmal alle Felder und Unterseiten des betreffenden Profils auf Korrektheit und Vollständigkeit. Womöglich gibt es seit dem Anlegen (oder seit dem letzten Check) neue Funktionen oder Felder, die Sie noch nicht nutzen. dies gilt ebenso für Beschreibungen etc. bei Seiten, Gruppen usw.</p>
<ul>
<li><strong>Bild/Design aktuell?</strong></li>
</ul>
<p>Wann haben Sie eigentlich das letzte Mal Ihr Profil- und Ihr Titelbild ausgetauscht? Hat womöglich seither die Plattform ihr Layout verändert, und die Bildgröße passt gar nicht mehr? Stammt die letzte Überarbeitung Ihres Twitter-Accounts aus einer Zeit, als es dort noch keine Titelbilder gab? Enthält das Titelbild eine veraltete Information? Prüfen Sie alle Designelemente, und ändern Sie gegebenenfalls, was nötig ist.</p>
<ul>
<li><strong>Login-Hinweis</strong></li>
</ul>
<p>In vielen sozialen Netzwerken ist der Login identisch mit dem Benutzernamen oder der E-Mail-Adresse, oder man kann eines von beiden wählen. Tragen Sie es entweder hier direkt ein. Oder legen Sie sich einen Code an, anhand dessen Sie es sofort wieder wissen. In der beispielhaft ausgefüllten Zeile bedeutet beispielsweise eine „1“, dass ich die E-Mail-Adresse gewählt habe, die ich extra für Social-Media-Logins angelegt habe und die nicht öffentlich auffindbar ist.</p>
<ul>
<li><strong>Passwort-Hinweis</strong></li>
</ul>
<p>Ich rate davon ab, Passwörter unverschlüsselt irgendwo abzulegen, wo andere sie vielleicht sehen können. Die „2“, die ich in dem Beispiel in der Tabelle eingetragen habe, liefert unserem Team einen Hinweis darauf, wie das Passwort lautet, das anderswo abgelegt ist.</p>
<ul>
<li><strong>Passwort aktualisiert am</strong></li>
</ul>
<p>Manche Sicherheitsfachleute empfehlen, die Passwörter in allen Profilen und Accounts regelmäßig zu wechseln. Manche Plattformen fordern das sogar regelrecht ein. Auch wenn eine Plattform, was ja leider manchmal vorkommt, eine Sicherheitslücke an einem vergangenen Zeitpunkt meldet, ist es gut zu wissen, ob Sie schon damals dasselbe Passwort verwendet haben. Daher sollten Sie sich notieren, seit wann das jeweilige Passwort gültig ist.</p>
<ul>
<li><strong>2-Faktor-Authentifizierung</strong></li>
</ul>
<p>Wo immer dies möglich ist – und zum Glück wird es mehr und mehr angeboten – sollten Sie eine 2-Faktor-Authentifizierung einrichten. Gerade wenn mehrere Personen zugreifen müssen, ist es hilfreich zusätzlich zu vermerken, wie dies eingerichtet ist.</p>
<ul>
<li><strong>Wer hat Zugriff?</strong></li>
</ul>
<p>Für eine Seite oder eine Gruppe nur einen einzelnen Administrator einzurichten, ist fahrlässig. Zudem erfordern es die Abläufe in der Unternehmenskommunikation, dass mehrere Personen sich mit Verwaltung, Pflege und Moderation abwechseln. Wenn hier hinterlegt ist, wer mit welcher Berechtigung Zugriff hat, erspart dies viel Aufwand – auch und gerade dann, wenn jemand einmal plötzlich nicht erreichbar ist.</p>
<p>Ob nun eine Gemeinschaftsseite oder ein persönliches Profil: In den allermeisten Fällen erscheint es sinnvoll, dass zumindest für den Notfall mindestens eine weitere Person zugreifen kann. Oft gehört es sogar explizit zu einer Personenmarken-Strategie dazu, dass andere beteiligt sind. Mit der Zeit vergisst man aber, wer irgendwann einmal Zugriff hatte. Vielleicht ist der betreffende Mitarbeiter längst nicht mehr im Unternehmen, könnte aber theoretisch immer noch zugreifen. Umgekehrt muss man beim Austausch eines Passworts ebenfalls daran denken, den anderen Beteiligten diese Information zukommen zu lassen.</p>
<ul>
<li><strong>Überwiegend auf der Plattform selbst gepflegt</strong></li>
</ul>
<p>Wenn zutreffend, hier anhaken.</p>
<ul>
<li><strong>Überwiegend mit diesem Tool gepflegt</strong></li>
</ul>
<p>Social-Media-Dashboard, komplexe Content-Marketing-Lösungen: Jede Contentstrategie ist anders aufgebaut. Deswegen kann dieses Feld nur grob vorschlagen. Ggf. bitte selbst individualisieren.</p>
<ul>
<li><strong>Weitere Berechtigungen und Verknüpfungen</strong></li>
</ul>
<p>Automatisierungen, plattformübergreifendes Posting, Autorisierung einer Plattform mit einem anderen Account: Hier gibt es viele Möglichkeiten, und mit der Zeit gerät oft in Vergessenheit, was womit verknüpft ist. Um bestimmte Apps zu nutzen, von einem Netzwerk in das andere zu posten oder um ein soziales Netzwerk mit einem externen Tool wie Buffer oder Hootsuite zu bespielen, muss man den Zugriff ausdrücklich erlauben. Idealerweise hat man sich das jeweils im Einzelfall gut überlegt. Dennoch sammeln sich mit der Zeit bei fast jedem solche Berechtigungen an. Oft nutzt man irgendwann die betreffende App oder das Tool gar nicht mehr, vergisst aber, die Berechtigung zu widerrufen. Die erstmalige systematische Bestandsaufnahme stellt, ebenso wie der turnusmäßige Check, eine gute Gelegenheit dar, diese Berechtigungen zu überprüfen.</p>
<ul>
<li><strong>Themenplanung, Redaktionsplan und Projektmanagement</strong></li>
</ul>
<p>Dieser Punkt ist essentiell, sprengt aber eigentlich den Rahmen eines solchen Inventars. Er soll hier dennoch angesprochen werden. Setzen Sie ggf. Freitext oder entsprechende Verweise ein, damit jede/r Beteiligte sofort die Verknüpfungen zu den Tools findet, sie Sie nutzen, um Ihre Inhalte und Dialoge zu erarbeiten, zu erstellen und zu managen.</p>
<ul>
<li><strong>Weiterer Handlungsbedarf</strong></li>
</ul>
<p>Wenn Sie bestimmte Teile oder Elemente nicht sofort austauschen oder ändern, dann sollten Sie hier den Handlungsbedarf definieren. Beispiel: Vielleicht sind Ihre Profilfotos veraltet, aber Sie müssen erst neue machen lassen. Oder Sie wollen den RSS-Feed Ihres noch anzulegenden Blogs bei XING automatisch importieren lassen, sobald er in ein paar Monaten vorliegt. Tragen Sie hier alles ein, was nicht vergessen werden soll, und legen Sie die Liste erst als erledigt ab, wenn alles erfüllt ist.</p>
<ul>
<li><strong>Nächster Check</strong></li>
</ul>
<p>Hier steht der nächste Termin für Ihren turnusmäßigen Social-Media-Check. Dieser gehört zugleich in IhrenProjektalender.</p>
<ul>
<li><strong>Bemerkungen/Sonstiges</strong></li>
</ul>
<p>Hier können Sie alles notieren, was Sie sonst noch brauchen, um sich etwa beim nächsten Mal sofort zurechtzufinden. Womöglich wollen Sie hier auch Hinweise für weitere Mitarbeiter hinterlegen.</p>
<h3>Der Social-Media-Check ist nur der Anfang</h3>
<p>Wie oben bereits verdeutlicht: Eine solche Tabelle kann nur einen Anfang und eine erste Hilfestellung darstellen. Sie kann Anregungen liefern und dafür sorgen, dass nichts vergessen wird. Bitte gestalten Sie sie so aus, wie es zu Ihrer Strategie und zu Ihren Abläufen passt.</p>
<p>Gerade wenn Sie im Team Ihre Social Networks betreuen, brauchen Sie leistungsfähige, interaktive Tools. Aber auch wenn Sie Ihre Accounts allein managen, sollten Sie über solche Möglichkeiten zumindest nachdenken. Für kleinere Unternehmen lohnt es sich, beispielsweise Tools wie <a href="http://trello.com">Trello</a> oder <a href="https://asana.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Asana</a> einmal anzuschauen, die in Basisversionen kostenfrei nutzbar sind.</p>
<p>In größeren Unternehmen gibt es meistens schon entsprechende Plattformen und Intranet-Lösungen – und wenn nicht, wäre es höchste Zeit! Aber dies ist noch einmal ein eigenes Thema, mit dem ich mich an anderer Stelle nochmals ausführlich befassen will.</p>
<h3>Erwartete weitere Ergebnisse des Social-Media-Checks</h3>
<p>Die Arbeit mit den verschiedenen Strategien wird Ihnen mehr zeigen als nur den Überblick über Ihre Accounts. Sie werden beispielsweise feststellen …</p>
<p><strong>&#8230; ob Sie Ihr gesamtes Kommunikationskonzept</strong> ganz oder in Teilen überarbeiten sollten.</p>
<p><strong>… ob Handlungsbedarf</strong> bezüglich der Zeitplanung und der Aufgabenverteilung besteht.</p>
<p><strong>… ob Sie einzelne Accounts</strong> ausbauen, ergänzen oder auch zurückfahren wollen.</p>
<p><strong>… ob Sie Ihre (Zeit-)Budgets</strong> für die Pflege der Profile neu verteilen oder anders kalkulieren sollten.</p>
<p><strong>… ob vielleicht die Überarbeitung</strong> von Inhalten und Botschaften zeigt, dass ganz grundlegende – eventuell auch unternehmerische – Änderungen anstehen.</p>
<p>Das alles ist eine Frage der Arbeit an der Gesamtkommunikation. Anregungen dazu, wie man diese strategisch plant und umsetzt, werden Sie auch in Zukunft von mir erhalten – hier im PR-Doktor, in meinen Videos und in sozialen Netzwerken.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/neuer-grosser-social-media-check-erfolg/">Der ganz neue große Social-Media-Check</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor">PR-Doktor</a>.</p>
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