Sprache und Sprechen

Hoffart und Demut: Von neuen Tippfehlern, alten Wörtern und zeitlosen Werten

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3. April 2011
Hoffart und Demut: Von neuen Tippfehlern, alten Wörtern und zeitlosen Werten

Meine Großmutter väterlicherseits führte nach dem 2. Weltkrieg in ihrem privaten Wohnhaus eine Leihbibliothek. Damit finanzierte die Kriegerwitwe neben ihrem Beruf als Chefsekretärin den Lebensunterhalt für sich und ihre zwei kleinen Söhne. Wer Mitglied werden wollte, musste einmalig ein Buch mitbringen und zahlte dann 50 Pfennig pro Ausleihe. Als ich Kind war, genoss die Oma längst ihre Rente. Doch in ihren ausladenden Bücherregalen standen nach wie vor dicht gepackt hunderte, wenn nicht tausende leicht...
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Sagen, was Sache ist: Wie man übt, ehrlich zu kommunizieren

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15. März 2011
Sagen, was Sache ist: Wie man übt, ehrlich zu kommunizieren

Ganz ehrlich: Ärgern Sie sich auch öfter über Menschen, die Ihnen wortreich und wohl formuliert etwas präsentieren – und Sie zu etwas ganz anderem bewegen wollen, als sie aussprechen? Und die Sie offensichtlich für blöd genug halten die eigentliche Absicht dahinter nicht zu erkennen? Mir geht das öfter so. Zum Beispiel, wenn mir jemand eine “Zusammenarbeit” anträgt und mir in schmeichelhaften Worten ausmalt, wie toll mein Angebot sei und wie sehr wir voneinander profitieren...
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Formulierungen näher betrachtet, heute: “Crossmediales Storytelling …”

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15. Dezember 2010
Formulierungen näher betrachtet, heute: “Crossmediales Storytelling …”

(Hinweis zum doppelten Erscheinen dieses Beitrags*) Heute las ich in einem Angebot einer Agentur – und ich musste mehrfach nachlesen, ehe ich es ganz verstanden hatte – folgende Formulierung: “Crossmediales Storytelling mit journalistischen Wurzeln auf einem strategischen Fundament”. Hm. Wäre eine solche Formulierung etwas, das ich bei einer Agentur erwarten würde, die genau das anbietet? Zugegeben: Es ist kurz. Kürzer als eine Geschichte. Oder jedenfalls als die meisten. (Man kann ja auch in einem...
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Grammatik? Ja bitte!

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21. Januar 2010
Grammatik? Ja bitte!

Warum korrekte Sprache über den Erfolg von Werbung und PR entscheidet Gastbeitrag von Ines Balcik Sprache ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Kommunikation, darüber bestehen kaum Zweifel. Wenn es um Sprache geht, ist auch die Sprachlehre nicht weit. Besser bekannt ist sie unter dem Begriff Grammatik – eines der Wörter, die bei den meisten Menschen weniger angenehme Empfindungen hervorrufen. Allzu oft weckt Grammatik unschöne Erinnerungen an die Schulzeit und das Pauken von Regeln, die...
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Deutsche lieben ihre Sprache

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19. Juni 2009

Sprache ist mein wichtigstes Medium und Ausdrucksmittel. Meine Arbeit lebt von der und in der Sprache – geschrieben und gesprochen. Werbe- und PR-Texte schreibe ich nur in meiner Muttersprache; gelegentlich muss ich mal einen Sachtext in Englisch oder Französisch verfassen. Viele Besprechungen finden auf Englisch statt, und oft bekomme ich Vorlagen oder Informationen für meine Arbeit in anderen Sprachen. Ich mag Sprachen an sich und finde deren Besonderheiten sehr interessant und spannend. Aber ob...
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Wertschätzen wir uns zu Tode? Wie gehen Sie mit Kritik um?

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10. Juni 2009

Neulich bekam ich eine Mail, in der folgendes stand: Das nenne ich aber mal ne klare, offene Ansage!! Vielen Dank dafür (ehrlich!!!!) In Zeiten, wo man vor lauter Respekt und Wertschätzungsgehabe “sich nicht mehr richtig die Meinung sagen darf”, sehr erfrischend!!! Was hatte ich getan? Ich hatte dem Absender dieser Mail einfach geschrieben, dass ich seine Website schlecht fand. Richtig schlecht. Logo nicht Internet-tauglich, wenig ansprechende Farben, Gesamteindruck in keiner Weise zielführend. Dann hatte...
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Du bist, was du sagst – sprich so, wie du sein willst!

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18. Mai 2009

Daran, wie jemand spricht und Dinge formuliert, kann man vieles ablesen. Zum Beispiel, was er für ein Lerntyp er ist. Visuelle Typen “sehen” die Dinge anders, für auditive Typen “hört” sich etwas interessant oder seltsam an, der kinästhetische Typ dagegen “fühlt”, worum es geht. Aber auch anderes lässt sich erkennen: Wer verquast und hochgestochen schreibt, der hat entweder den Sachverhalt für sich selbst nicht klar oder will vor allem anderen imponieren. Wer sich wirr...
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Welcher Sprechtyp sind Sie?

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31. März 2009

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, wie unterschiedlich verschiedene Menschen ein und denselben Sachverhalt formulieren? Nachdem mir letztens kurz nacheinander mehrere sehr extreme Sprechtypen begegnet sind, habe ich die folgende Klassifizierung entwickelt. (Achtung! Nicht ganz ernst zu nehmen. Kein Anspruch auf Vollständigkeit. Weibliche Form bitte bei Bedarf selbst einsetzen.) Der Formalo Der Formalo würde auf eine Termin-Anfrage niemals antworten: “Da kann ich nicht.” Für ihn sind “Termine nicht darstellbar” oder er sieht sogar eine “Gefährdung...
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Der sprechende Sprachatlas

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9. Dezember 2008
Der sprechende Sprachatlas

Der “sprechende Sprachatlas von Bayern” ist mal wieder ein Tipp meines Kollegen Giesbert Damaschke: Wer hätte gedacht, dass es im Freistaat so viele unterschiedliche Sprachvarianten gibt. Per Mausklick kann man viele verschiedene Wörter und Begriffe wie “Weihnachtsfrüchtebrot”, “Dienstag” oder “Fastnacht” anhören. Bei einigen ist die Aussprache verschieden. Für andere gibt es viele unterschiedliche Bezeichnungen. So sagt man in Oberfranken zum “geselligen Beisammensein” angeblich “Rockenstubelichtfahrt” im südwestlichen Mittelfranken “Heierles” und im nördlichen Oberbayern “Heimgarten”. Sehr...
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Lieblingswörter, heute: Henkelware

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18. November 2008

Weißware kennen Sie, oder? Darunter findet man in Elektrogeschäften Kühlschränke, Waschmaschinen und solche Geräte. Herde und Backöfen, glaube ich, auch. Plausibel, finde ich. Meistens sind die ja außen auch weiß. Aber es gibt noch andere Ware, wie ich gestern gelernt habe. Im Grunde bin ich, das muss ich zugeben, technisch überversorgt. Mein Handy hat eine gute 5-Megapixel-Kamera und einen komfortablen MP-3-Player. Trotzdem habe ich zum Beispiel noch eine Kamera und denke gerade darüber nach,...
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