Vom digitalen Menschenverstand und von der Kommunikation im Jahr 2016

Ein Ausblick und eine Ausrichtung auf das gerade angebrochene Jahr

Goldrahmen

Der Rahmen „steht“, die Details folgen: 2016 wird für mich DAS Jahr der digitalen Persönlichkeiten.

Die virtuelle Welt verschmilzt längst mit dem sogenannten real life in einem Ausmaß, wie wir es uns noch vor Kurzem kaum hätten vorstellen können. Doch während die einen mit Smartphone und immer „intelligenteren“ Geräten nahezu daueronline sind, bringen die anderen „diesem Internet“, ohne das sie in Wirklichkeit auch längst nicht mehr auskämen, eine ablehnende Skepis entgegen. Das gilt auch noch im gerade angebrochenen Jahr 2016, in dem das Internet eigentlich schon seit mehr als einer Dekade kein „Neuland“ mehr ist.

Doch wie schaffen wir, wie schaffen deutsche Unternehmen und Kommunikationsfachleute den Umschwung in diesen Zeiten des rasanten Wandels? Wenn nicht in diesem Jahr, wann dann überhaupt noch? Einige Gedanken zu dem, was kommt und was wir uns für 2016 überlegen könnten (und sollten!).

Wie schafft die Unternehmenskommunikation in Deutschland den Umschwung?

Was wir meiner Ansicht nach tatsächlich brauchen, ist ein integrativer Ansatz, der sich vor allem durch eines auszeichnet: durch die Nutzung des gesunden Menschenverstands auf allen Ebenen und in allen Bereichen. Er hilft uns dabei, scheinbar fremde und neue Phänomene aufgrund bereits vorhandener Erfahrungen einzuordnen.

Er hält uns davon ab, auf jeden Hype, auf jede Empörungswelle unreflektiert aufzuspringen. Chancen nutzen, aber nicht auf diejenigen hereinfallen, die sich die vielfach noch verbreitete Unerfahrenheit der Internet-Neubürger zunutze machen: Wie das mit Hilfe des (digitalen) Menschenverstandes gelingen kann, habe ich in diesem ausführlichen Beitrag, meinem ersten Artikel 2016,  für das UPLOAD Magazin dargelegt.

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Unser bereits erworbenes Wissen können wir nutzen, um nicht zurückzubleiben. Denn wir leben in einem Zeitalter der Disruptionen, des immer schnelleren Wandels. Wir können es uns gar nicht leisten, von langer Hand Pläne zu machen, bevor wir endlich handeln. Diejenigen, die weiterhin linear denken und der vorvorletzten Evolutionsstufe immer noch hinterherhecheln, werden zurückbleiben. Das gilt auch und vor allem für die Unternehmen und für die Unternehmenskommunikation.

„Mobile“ und IoT: wie gut sind wir gerüstet?

Mobile Technologien („Mobile“) und Internet der Dinge (IoT): Ich lese allenthalben, dass dies die nächsten großen Dinge seien. Stimmt auch. Irgendwie. “Mobile” durchdringt unser Leben immer mehr. Deswegen kommen Unternehmen und Marketingfachleute gar nicht umhin, sich damit auseinanderzusetzen. Dass immer mehr, immer “intelligentere” Geräte immer mehr Daten sammeln, steht ebenfalls außer Frage.

Fraglich ist für mich jedoch, was Firmen mit diesen Daten anfangen. Das sehe ich nämlich nach wie vor nicht, dass das Marketing in Deutschland, abgesehen von einigen wenigen digitalen Meistern, auch nur ansatzweise in der Lage wäre, diese Unmengen von Daten sinnvoll auszuwerten und zu nutzen.

2016: Das Jahr der digitalen Persönlichkeiten

Die Zeit der gesichtslosen Firmen-Accounts in sozialen Netzwerken ist meiner Ansicht nach spätestens in diesem Jahr vorbei. In der ständig wachsenden Informationsflut und der immer schnelleren Taktung suchen Menschen – Verbraucher ebenso wie Entscheider in Unternehmen – nach Lotsten, die ihnen helfen, sich zurechtzufinden. Die für sie die relevanten Botschaften herausfiltern, einordnen, bewerten, sortieren und sammeln.

Protagonisten in Unternehmen und Unternehmenskommunikation müssen Gesicht zeigen, statt sich hinter Marken-Accounts und Werbebotschaften zu verbergen. Vielfach sind Firmen und Funktionsträger in diesen Firmen noch immer nicht darauf vorbereitet.

Der „Social CEO“ ist in Deutschland weiterhin ebenso eine Ausnahme wie der Marketing-Mitarbeiter, der in seinem Facebook-Profil das Persönliche mit dem Professionellen verbindet; der auf sinnvolle Weise die Online- mit der Offline-Welt verbindet. Denn die Kunst besteht darin, einerseits nicht zu viel preiszugeben; andererseits aber zu begreifen, dass der Zug der absoluten, digitalfreien Privatsphäre ohnehin für uns alle längst abgefahren ist.

Die digitalen Persönlichkeiten in der Unternehmenskommunikation: Das wird für mich das Thema 2016 sein. Mehr dazu in einem weiteren Beitrag in Kürze sowie in einem neuen Angebot, das ich im Februar herausbringen werde.

Ihnen, meinen Leserinnen und Lesern, wünsche ich einen erfolgreichen Start in dieses Jahr 2016. Ich freue mich auf Austausch und Diskussionen mit Ihnen und euch – hier und auf anderen Plattformen.


Dr. Kerstin HoffmannDie Autorin: Dr. Kerstin Hoffmann berät und unterstützt Unternehmen sowie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in digitalen Strategien, Public Relations und Corporate Blogging. Sie gibt Workshops, hält Vorträge und schreibt Bücher. Ihr Blog “PR-Doktor” ist laut Ebuzzing eines der führenden deutschen Blogs über digitale Kommunikation. Sie wollen mehr darüber erfahren, was Kerstin Hoffmann für Ihr Unternehmen tun kann?
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