2015 wird DAS Jahr des Wandels – oder?

Ein Rundumblick und neue Pläne zum Jahresbeginn

Sonnenaufgang

Die Sonne geht über einem neuen Jahr auf. Was wird es in der Unternehmenskommunikation bringen?

Was war? Was kommt? Wie steht es um die Unternehmenskommunikation im digitalen Wandel? Wie geht es für mich weiter? Was haben Sie 2015 hier im Blog zu erwarten? Was macht eigentlich das neue Buch? 

Willkommen im Blog-Jahr 2015, liebe Leserinnen und Leser! Das Prinzip der guten Vorsätze zum neuen Jahr hat sich mir nie wirklich erschlossen. Dennoch: In den ruhigen Tagen zwischen dem Weihnachtsfest und meinem Arbeitsbeginn im neuen Jahr komme ich gar nicht umhin, auf das zurückzuschauen, was im gerade abgelaufenen Jahr war – und werde dann zusehends vorfreudiger und gespannter auf das, was das neue Jahr bringen wird. Daher habe ich mich für mich selbst ausgerichtet und einige Pläne geschmiedet. Projekte ergeben sich aus dem, was ich bereits im gerade abgelaufenen Jahr angestoßen habe. Davon will ich Ihnen hier zum Jahresbeginn ein wenig erzählen.

2015 also! Wie hat es für Sie begonnen? Was haben Sie vor? Wird sich in Ihrer Kommunikation etwas ändern? Oder bleibt alles wie es ist? Wenn Letzteres: weil Sie sich bereits auf einem guten Kurs sehen? Oder weil Sie in allen diesen neuen technischen und digitalen Entwicklungen einfach nicht mehr wissen, wo genau Sie hingehen sollen? Wenn Letzteres: Ihnen da herauszuhelfen, dazu will ich ein wenig beitragen, und ich hoffe, dass mir das gelingt. In diesem Blog, aber auch mit meinem neuen Buch, das voraussichtlich im April 2015 erscheint.

„Digital“, Social Media, Content-Revolution: zur Lage der Transformation

Die digitale Transformation ist ja längst da, und nicht erst seit gestern. Sie ist erstaunlicherweise  nur immer noch nicht bei allen angekommen; und das, obgleich fast pausenlos jemand darüber schreibt, bloggt, spricht. Ich habe ebenfalls im vergangenen Blog-Jahre immer wieder darüber geschrieben. Irgendwie scheint allein das Adjektiv „digital“ die aktuellen, unsere gesamte Gesellschaft transformierenden Entwicklungen immer noch in die Nerd- und Geek-Ecke zu rücken.

Tatsächlich aber findet der Wandel eben nicht im Digitalen statt, sondern das Digitale verändert so ziemlich alles. Entscheider in Unternehmen, die das immer noch nicht akzeptiert haben, werden schon sehr bald sehr schmerzlich erfahren müssen, dass sie den Anschluss fast unaufholbar verloren haben.

Daher ist „dieses Social Media“, das viele immer noch sehr skeptisch betrachten oder sich gerade erarbeiten, längst nicht mehr das eigentliche Thema. Man kann damit jede Menge Geld versenken, wenn man nicht erkennt: Es geht um Inhalte, um Kontext, um Relevanz und um Sichtbarkeit. Hier habe ich vor einiger Zeit dazu gebloggt.

In dieser wahnsinnig raschen Entwicklung, bei der man sich darüber streiten kann, ob es sich um rapide Evolution oder Revolution handelt, müssen Unternehmen also ganz neue Wege in der Kommunikation finden. Dazu sind in letzter Zeit einige kluge Bücher erschienen. Eines davon ist „Die Content-Revolution im Unternehmen„* von meinen Kollegen Doris Eichmeier und Klaus Eck, das ich unbedingt zur Lektüre empfehle. Im selben Verlag, bei Haufe, wird voraussichtlich im April mein nächstes Buch erscheinen.

Voraussichtlich im April: mein neues Buch

Was für die Leser angesichts der Fülle von hilfreichen (und natürlich auch weniger hilfreichen) Büchern zu den verschiedenen Aspekten der digitalen Transformation und Kommunikation immer schwieriger wird, ist: einen Überblick zu gewinnen und zu selektieren. Mancher sucht nach Rat und Tipps, schafft sich stapelweise Bücher an (wenn er sie nicht längst auf einem E-Reader bezieht, wo sie sich wenigstens nicht stapeln), zappt täglich durch zig Blogs und fühlt sich hinterher wie nach dem Trinken aus einem C-Rohr der Feuerwehr: patschnass, aber immer noch durstig.

Was mir in vielen Publikationen fehlt, auch wenn es zweifelsohne meistens anklingt, ist der klare Zusammenhang zwischen den verschiedenen Bereichen der digitalen Transformation im Allgemeinen und der digitalen Kommunikation im Besonderen. Daher habe ich mir ein Buch vorgenommen, das einmal einen etwas umfassendere Blick auf die Faktoren erfolgreicher Unternehmenskommunikation im digitalen Wandel wirft. Es ist das Verdienst meines großen, unglaublich versierten Netzwerkes und der vielen Autoren, die vor mir bereits über diese Themen geschrieben haben, dass ich auf so viele verschiedene Aspekte hinweisen kann.

Ob mir der Rundumschlag gelungen sein wird? Das müssen die Leser beurteilen. Doch obgleich ich bereits ein wenig mit den Füßen scharre, bedarf es des Startschusses durch meinen Verlag. Erst dann darf ich in Kürze mehr zu meinem Buch und zu dessen Titel sagen.

Verraten darf ich immerhin schon – und darauf bin ich extrem stolz! -, dass das Vorwort von der großartigen, von mir sehr bewunderten Kathrin Passig kommt. Wer Kathrin Passig auch nur ein wenig kennt, kann sich vorstellen, dass dies keiner der üblichen Einstiege in ein solches Werk sein wird …

Wie geht es hier im Blog weiter?

Diejenigen, die schon einmal ein Buch geschrieben haben, während sie ihrem Hauptberuf nachgingen, wissen, wie das ist: Erst hat man ganz viel Zeit und sammelt ganz viel Material. Dann … ist die Abgabefrist plötzlich schon fast da. Mein Termin ist Anfang Februar, und bis dahin wird es daher hier im Blog eher etwas ruhiger bleiben. Sobald das Buch im Lektorat ist, will ich hier aber wieder an Fahrt aufnehmen.

Geplant sind natürlich Auszüge aus dem Buch, und auch darüber hinaus werde ich mich mit der Thematik Kommunikation in der digitalen Transformation befassen. Darüber hinaus hat mir die Arbeit am Manuskript schon mindestens einen sehr, sehr interessanten Interviewpartner eingebracht.

Darüber hinaus habe ich im Zuge meiner Lehrtätigkeit an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf – die ich auch 2015 fortsetzen werde – einige sehr, sehr interessante Diskussionen mit ‚meinen‘ Studierenden zu digitalen Themen geführt. Das hat meine Sichtweise auf bestimmte Dinge nochmal verändert, und auch darüber will ich bloggen. Doch dazu mehr im Februar. Oder, naja, spätestens März. Sie kennen das ja …

Meine Arbeit und meine persönliche (Digital-) Strategie

2014 war für mich ein sehr spannendes, sehr schnelles, sehr reiseintensives Jahr. Es hat überraschenderweise noch einmal eine sehr große Nachfragewelle nach meinem bereits 2012 (und 2013 als E-Book) erschienenen „Prinzip kostenlos„* gebracht. Vor allem aber war es geprägt von sehr vielen Einladungen, Vorträge zu halten. Das wird sich, wie schon abzusehen ist, 2015 in noch größerem Ausmaß fortsetzen. Konsequenterweise habe ich meine Speaker-Tätigkeit vor einigen Monaten in eine eigene Website gegossen und dort beispielsweise auch Vorträge auf Video eingebunden: pr-speaker.de. (Kleiner Werbeblock in eigener Sache: Dort gibt es mehr Informationen zu Themen und Buchung für Ihre Veranstaltung. Ich habe noch etliche Termine in 2015 frei.)

Darüber hinaus gab es natürlich etliche neue Beratungsaufträge. Unter anderem habe ich mit zwei größeren Kunden jeweils eine komplett neue Kommunikationsstrategie aufgesetzt und mit mehreren Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens an deren digitaler Kommunikation gearbeitet. Ich habe die Führungsebene einer Bundesbehörde in Sachen Digitalstrategie geschult und beraten. Das wird auch 2015 weitergehen. Fast alle Bestandskunden aus dem Vorjahr durfte ich, zusammen mit meinem kleinen Team, im Jahr 2014 weiter begleiten. Auf die weitere Zusammenarbeit mit ihnen allen freue ich mich sehr. Ebenso gespannt bin ich auf neue Kunden und Projekte.

Niemals zuvor war ich so bewusst so dankbar für mein wirklich, wirklich großartiges reales und virtuelles Netzwerk – also für Sie und euch! Danke Ihnen und euch allen! Ich habe so viele Impulse und Anregungen erfahren, so viel Unterstützung und Bestätigung erhalten, so viele interessante, schöne und bewegende Gespräche geführt. Wenn ich überhaupt einen Vorsatz für 2015 habe, dann den, meine Dienstreisen wenigstens ein kleines bisschen zu entschleunigen und am Rande möglichst viele von Ihnen und euch im realen Leben (wieder-) zu treffen.

Zugleich merke ich eben, dass meine eigene digitale professionelle Kommunikation immer persönlicher  wird. Das, was ich für die Recherche zu meinem Buch festgestellt habe, gilt natürlich auch für meine eigene Vernetzung: kein Content ohne Kontext; Inhalte brauchen Zusammenhänge und Bindungen. Entsprechend werde ich, nur ein Beispiel, meine professionelle Kommunikation auf Facebook viel mehr noch als bisher über mein persönliches Profil laufen lassen. Dieses kann man, seit Facebook das ermöglicht hat, wie eine Seite auch einfach abonnieren.

Im Zuge dessen habe ich auch einige Verlinkungen „umgebaut“ sowie meine eigenen Accounts anderswo ein wenig durchgesehen und das eine oder andere gefunden, das überarbeitet werden musste. Wenn Sie das ebenfalls tun möchten, finden Sie hier den „großen Social-Media-Check“ mit vier Strategien für das Aufräumen und dauerhafte Ordnung in Ihren Social Accounts, den ich Anfang 2014 veröffentlicht habe und der immer noch aktuell ist.

… und die Prognosen?

Vorhersagen sind ja bekanntlich schwierig, wenn sie die Zukunft betreffen. Ich fühle mich sehr geehrt, dass das bekannte Magazin t3n mich um meine Prognose für 2015 gebeten hat, die gerade hier erschienen ist. Sie findet sich übrigens auch in dieser riesigen Fleißarbeit, in der meine Kollegin Elke Fleing für die Seite deutsche startups eine Fülle von Prognosen für 2015 aus den verschiedensten Bereichen zusammengetragen hat. Daher will ich zu diesem Thema ansonsten gar nichts mehr sagen.

Ich freue mich auf das weitere Jahr mit Ihnen und euch. Lassen Sie es uns gemeinsam großartig machen!


Dr. Kerstin HoffmannDie Autorin: Dr. Kerstin Hoffmann berät und unterstützt Unternehmen sowie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in digitalen Strategien, Public Relations und Corporate Blogging. Sie gibt Workshops, hält Vorträge und schreibt Bücher. Ihr Blog “PR-Doktor” ist laut Ebuzzing eines der führenden deutschen Blogs über digitale Kommunikation. Sie wollen mehr darüber erfahren, was Kerstin Hoffmann mit ihrem Team für Ihr Unternehmen tun kann? Hier geht es zum Beratungsangebot. »

kontakt(at)kerstin-hoffmann.de | Kontaktformular »


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  6 comments for “2015 wird DAS Jahr des Wandels – oder?

  1. Verena Czerny
    6. Januar 2015 at 12:45

    Liebe Frau Hoffmann,
    an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für Ihre lesenswerten Artikel hier in der Sprechstunde beim PR-Doktor! Mir gefällt Ihre persönlicher werdende Ansprache sehr gut. Ich bin immer dankbar für Augenblicke der positiven Resonanz.
    Alles Gute für 2015.
    Herzlichst Verena Czerny

  2. Uschi Ronnenberg
    6. Januar 2015 at 19:32

    Ich wünsche ein wunderbares 2015! Auch dieses Jahr werde ich kollegialer Fan sein…

  3. 23. Januar 2015 at 09:00

    Hallo Frau Hoffmann,

    ein ereignisreiches Jahr steht Ihnen bevor, viel Erfolg wünsche ich Ihnen bei all Ihren Planungen!
    Ich bin schon sehr gespannt auf das Erscheinen Ihres Buches.

    Besten Gruß aus Limburg
    Manuela Seubert

  4. 27. Januar 2015 at 13:51

    Danke für den lesenswerten Artikel!

    Um aber auf die Frage im Titel zurückzukommen: heißt es nicht jedes mal im Januar, dass das kommende Jahr DAS Jahr des Wandels wird? https://www.google.de/search?q=2014%20das%20jahr%20des%20wandels

    Bringt mich zur irgendwie interessanten Überlegung wie denn ein Beitrag „2015: dieses Jahr passiert überhaupt gar nichts“ aussehen würde 🙂

    Viele Grüße und ein wunderbares, erfolgreiches Jahr 2015!
    Sebastian Galleitner

  5. 27. Januar 2015 at 13:53

    Aber erst seit es den digitalen Wandel gibt. – Beiträge, in denen NICHTS steht, gibt es so schon genug. Da muss ich mich nicht einreihen. 😉

  6. Sebastian Galleitner
    27. Januar 2015 at 13:57

    Touché!

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