„Keine Zeit fürs Netzwerken in Social Media!“

Was Sie tun können, um diesen Spruch getrost zu vergessen

Keine Zeit?

Vor einigen Tagen habe ich wieder einen Vortrag über professionelles Netzwerken im Business-to-Business-Bereich gehalten – ein Thema, mit dem ich derzeit in ganz Deutschland unterwegs bin. Darin geht es zunächst um klassische Methoden und darum, sich bewusst zu machen, wie das eigene Netzwerk die besten Aufträge und großartige Unterstützung bringt; vorausgesetzt, man liefert selbst wertvolle Beiträge. Unweigerlich komme ich aber in diesem Vortrag an den Punkt, an dem ich zeige, wie die Zuschauer das bewährte Networking, das es schon immer gab, gezielt im Social Web unterstützen.

Je nach Zusammensetzung des Publikums merke ich schon immer, wie sich bei diesem Thema langsam Widerstand im Auditorium aufbaut. Ehe ich überhaupt selbst meine gesammelten typischen Einwände gegen Social-Media-Kommunikation aufzählen konnte, rief auch diesmal einer der Zuschauer mit dem ebenfalls dafür typischen leicht triumphierenden Unterton: „Für sowas habe ich nun wirklich keine Zeit!“

Denken Sie ebenso? Da das Thema offensichtlich immer noch so polarisiert, fasse ich hier für Einsteiger und alle, die schon einmal Ähnliches ausgerufen haben, die wichtigsten Punkte zusammen.

Hilfreiche Erkenntnis, aber …

Die Erkenntnis, dass Kommunikation im Social Web nicht ‚mal eben so‘ mitgemacht ist, sondern dass sie Zeit und Ressourcen kostet, ist ja zunächst sehr hilfreich. Das ist schon einmal eine sehr professionelle Herangehensweise. Auch will ich nach wie vor niemanden dazu bekehren, sich in die Welt der sozialen Netzwerke zu begeben, der dagegen Widerstand hat. Doch wer sich einfach kategorisch dagegen verwahrt, nimmt sich selbst die Möglichkeit, davon vielleicht doch erheblich zu profitieren.

Ich bin nach wie vor – und das sage ich hier ja nicht zum ersten oder zweiten Mal – davon überzeugt, dass es sich auf Dauer kein Unternehmen mehr wird leisten können, im Web nicht vorzukommen. Wenn der mediale Paradigmenwechsel, in dem wir uns derzeit befinden, abgeschlossen ist, wird nicht mehr als existent wahrgenommen, wer als Firma im Web nicht präsent ist. Speziell auf das persönliche Netzwerken als spezielle Form der Kontakt- und Kundenpflege bezogen, bieten soziale Netzwerke folgende Vorteile:

Was es bringt, das persönliche Netzwerken im Social Web fortzusetzen (Beispiele):

  • Sie erreichen relativ schnell eine deutlich höhere Reichweite.
  • Sie erzeugen zugleich mit dem persönlichen Austausch wie von selbst eine hohe Suchmaschinenrelevanz für Ihre Website.
  • Sie signalisieren Kontakten und Kunden, dass Sie zeitgemäß kommunizieren.
  • Sie finden zu anderen Menschen – und diese zu Ihnen – von denen Sie sonst nie erfahren oder zu denen Sie nicht so leicht Zugang gefunden hätten.
  • Sie machen es Kunden einfacher, Sie zu finden.
  • Sie machen es Empfehlern einfach, Sie weiterzuempfehlen.
  • Sie erreichen mehr Menschen, als Sie im persönlichen Kontakt treffen können.
  • Sie brauchen womöglich nie mehr kalt zu akquirieren.

Was Sie beim Einstieg in das virtuelle Netzwerken beachten sollten:

  • Social-Media-Kommunikation ist professionelle Kommunikation und muss entsprechend professionell geplant und realisiert werden.
  • Um sich in sozialen Netzwerken sicher zu bewegen, müssen Sie deren besondere Gesetzmäßigkeiten kennen und sich technisch einarbeiten beziehungsweise sich unterstützen lassen.
  • Soziales Netzwerken als Person ist immer eng mit Ihnen selbst verknüpft, deswegen sollten Sie es nie komplett aus der Hand geben.
  • Was im realen Leben nicht funktioniert, geht auch in sozialen Netzwerken schief: Es gelten uneingeschränkt die Regeln des gesunden Menschenverstandes.

 


So lösen Sie das Zeitproblem:

  • Begreifen Sie das Netzwerken (nicht nur im Social Web) als Teil Ihrer professionellen Werbung und PR.
  • Halten Sie für sich selbst fest, welche unternehmerischen Ziele Sie damit erreichen wollen und was es Ihnen bringen soll.
  • Machen Sie sich klar, dass Sie das nicht zusätzlich zu der bisherigen Arbeit leisten können – entweder Sie schaffen zusätzlichen Ressourcen oder Sie entlasten sich anderweitig.
  • Setzen Sie sich selbst ein Zeitbudget, damit Sie sich nicht überfordern, aber auch nicht zu wenig tun.
  • Schreiben Sie sich selbst Termine in den Terminkalender, die genauso wichtig sind wie andere Geschäftstermine.
  • Finden Sie heraus, welche Art des Netzwerkens Ihnen persönlich besonders entspricht.
  • Dokumentieren Sie Erfolge und Rückschläge, um sich selbst anzuspornen beziehungsweise nachzubessern.


Dr. Kerstin HoffmannDie Autorin: Dr. Kerstin Hoffmann berät und unterstützt Unternehmen sowie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in digitalen Strategien, Public Relations und Corporate Blogging. Sie gibt Workshops, hält Vorträge und schreibt Bücher. Ihr Blog “PR-Doktor” ist laut Ebuzzing eines der führenden deutschen Blogs über digitale Kommunikation. Sie wollen mehr darüber erfahren, was Kerstin Hoffmann mit ihrem Team für Ihr Unternehmen tun kann? Hier geht es zum Beratungsangebot. »

kontakt(at)kerstin-hoffmann.de | Kontaktformular »


Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen? Dann teilen Sie ihn gerne mit anderen!

  24 comments for “„Keine Zeit fürs Netzwerken in Social Media!“

  1. 22. Mai 2013 at 09:09

    Guten Morgen,

    genau die gleichen Erfahrungen mache ich auch immer wieder, dass mir Unternehmer sagen, sie hätten für so etwas keine Zeit. Natürlich nicht. Denn Unternehmer wollen Verkaufen und nicht den ganzen Tag vor „Facebook“ sitzen.

    Diese Vorstellung von Social Media ist noch in vielen Köpfen. Vergessen wir leider all zu oft bei der Planung – so sie denn stattfindet -, Social Media in den geschäftstypischen Workflow zu integrieren, personelle Ressourcen einzuplanen und als Hilfsmittel (wie bspw. das Telefon auch) zu begreifen.

  2. 22. Mai 2013 at 09:22

    Guten Tag Frau Hoffmann,

    der Artikel gefällt mir gut, denn er bestätigt mich einmal mehr darin, dass das Netzwerken in den Social Media heute einfach ein Muss ist.

    Schön, dass Sie das hier nochmals auf den Punkt bringen. Ganz sicher ist in vielen Unternehmen diese Botschaft bzw. Erkenntnis noch nicht angekommen. Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass Neukundengewinnung nicht immer eine hohe Priorität hat.

    Wobei sich Neukunden sehr gut bei gezieltem Einsatz über die Social Media gewinnen lassen. Das ist auf jeden Fall meine Erfahrung.

  3. 22. Mai 2013 at 09:51

    Liebe Kollegin, ich kann den Artikel zu 100% unterstützen, diese Erfahrungen mache ich genauso. Es hat keinen Sinn, sich beim Kunden den Mund fuselig zu reden, wenn das Grundverständnis für das Thema gänzlich fehlt. Besser gesagt: wenn der Kunde noch nicht weiss, das wir in einem großen strukturellen Wandel sind und sich mehr ändert als nur das Betriebssystem auf seinem Rechner.

    Es ist müssig, alle Vor- und Nachteil aufzuzählen, die Online-PR, Social Media und „moderne“ Pressearbeit mit sich bringen, wenn da nicht schon ein Quentchen Ahnung ist von diesen Dingen. Dann aber sollte man ihm klarmachen, dass er langfristig Marktanteile verliert, wenn er eine eindeutige Entwicklung einfach ignoriert.

    Wie er die Zeit dafür finden kann, erklären Sie ja präzise – nur so kann es gehen … werde den Artikel weiter teilen, vielleicht bekommt ja der ein oder andere Entscheider den richtigen Kick. Liebe Grüße, FMP

  4. 22. Mai 2013 at 10:19

    In der Tat, Un- und Missverständnisse vieler Art prägen die Online-PR und Social Media. Wie Kollege Preuss schon sagt, oft fehlt einfach ein auch nur minimales Verständnis, dass nur mit Budget (Zeit und Geld!) diese Kommunikationsform bewältigt werden kann. Und ja, es hat so manches Mal etwas von einem Kampf gegen Windmühlen.
    Letztlich werden aber die Unternehmen, die nicht begreifen, dass hier eine wesentliche Form der Kommunikation und des Marketing neu entstanden ist, deutlich verlieren. In dieser Zeit der überbordenden Informationen ist Vertrauen die wichtigste Währung. Und die schafft vor allem eine so persönliche Kommunikationsform wie Social Media.

  5. 22. Mai 2013 at 10:28

    Ich habe mein Unternehmen 2009 gegründet und von Anfang an auf Suchmaschinenoptimierung und Social Media gesetzt. Ich fasse das auch gerne unter dem Begriff Inbound Marketing zusammen. Inbound Marketing sorgt im Endeffekt bis heute dafür, dass ich noch nie Kaltaquise gemacht habe – das Konzept ist mir völlig fremd und ich finde es selbst ein wenig unseriös.
    Bei Social Media geht es längst nicht mehr nur um Facebook, denn inzwischen ist aus meiner Sicht fast jeder Bereich von Marketing „sozial“ geworden – die Teilnahme überhaupt keine Frage mehr – es geht vielmehr ums „wie“.

  6. 22. Mai 2013 at 10:33

    Aus meiner Sicht ist der Beitrag ein schöner Beleg dafür, dass wir ganz schön in einer Blase leben. Natürlich ist Social Media „wichtig“, da gibt es viele Argumente. Aber es gibt eben 1100 andere Dinge, die eben auch wichtig sind. Und das vergessen einfach viel zu viele „Social-Medianer“.

    Ein Manager von heute schafft auch ohne Social Media nicht alles, „was wichtig ist“. Keiner. Für jede Minute, die man sich für Social Media nimmt, muss man etwas anderes aufgeben. Und da wird es dann eben schwer. Da reicht es nicht, nachzuweisen, dass „Social Media etwas bringt“, man muss immer auch aufzeigen, was man dafür lassen kann, was weniger bringt. Und das ist in der Regel schwierig.

    Dazu kommt, dass die Versprechungen von Social Media sehr relativ sind. Z.B. wie Kerstin oben schreibt: „Sie erreichen relativ schnell deutlich eine höhere Reichweite“. Tatsächlich? Ich würde meinen, (relavante) Reichweite aufzubauen ist Social Web enorm schwierig. Wer ich nur eine halbe Stunde am Tag für Social Media nimmt, wird auch keine „deutlich höhere Reichweite“ aufbauen können.

    Ich bin weiterhin davon überzeugt, dass „Social Media“ entweder ein sehr großes persönliches Engagement erfordert oder aber komplex ist – wenn man das nämlich in Unternehmensprozesse integrieren will. Was Kerstin dort schreibt unter „So lösen dieses Zeitproblem“ ist alles richtig, gut und schön. Aber alleine das (gut) zu MACHEN dürfte die meisten Manager überfordern. Nicht, weil es nicht lösbar wäre, sondern weil man sich dafür einfach ZEIT NEHMEN muss 🙂

    P.S. Und schon beim ersten Tipp hört es meistens auf „als Teil der professionellen PR oder Werbung“. Wer hat so etwas schon? Schon hier herrscht Aktionismus vor, und es gibt selten Strategien oder Ziele. Abgesehen davon, dass der Chef das nicht selbst macht.

  7. 22. Mai 2013 at 10:38

    Danke für die Kommentare. Danke, Mirko, für deine ausführliche Position. Ich glaube nicht, dass ich in einer Blase lebe. Ich mache sogar zu einem großen Teil PR-Konzepte und Beratung von Persönlichkeiten, in denen relativ wenig „Social Media“ vorkommt. Bei allem anderen stimme ich dir zu. Aber dass es in den Unternehmen oder bei den Protagonisten oft nicht gerade professionell läuft, spricht ja erst recht dafür, immer wieder zu zeigen, dass und wie es richtig geht. 😉

  8. 22. Mai 2013 at 10:58

    Liebe Kerstin,

    mitnichten wollte ich dich mit dieser Formulierung angreifen. Und es ist ja nicht nur eine „Social Media Blase“. Es ist alternativ eine „PR-Blase“ oder „Kommunikations-Blase“ oder „HR-Blase“ etc. pp. Egal, was wir tun, für den „Entscheider“ oder „Manager“ gibt es immer noch zwei Dutzend andere Bereich, welche ebenso für sich in Anspruch nehmen, wichtig zu sein und mehr Zeit fordern.

    Und ausdrücklich will ich noch einmal sagen, dass Du jemand bist, der den Unternehmen immer wieder den Spiegel vorhält, wie es professionell geht. Deswegen hat es mich etwas überrascht, dass Du hier so eine „einfache Lösung“ propagierst. Gerade das ist der Grund, warum ich kommentiert habe. Es spricht ein Grundproblem an, was mich schon so lange umtreibt: Wie sagt man den Leuten, dass es eben doch leider komplex ist? Denn das will niemand hören.

    Oder täusche ich mich und es gibt tatsächlich eine „einfache Lösung“?

  9. 22. Mai 2013 at 11:09

    Nein, es gibt keine einfache Lösung, ich denke auch nicht, dass es das ist, was Kerstin meint. Man muss im Gegenteil – völlig richtig – Wege finden, die Komplexität des Themas den Unternehmen nahe zu bringen. Die sind in der Tat überfordert damit und suchen ihr Heil in Facebook-Pages. Die dann auch nur mit nichtssagenden Werbebotschaften gefüllt werden.

  10. 22. Mai 2013 at 12:47

    Hallo,

    auch ich kann dem nur zustimmen, es sind immer wieder die gleichen Punkte, an denen die aktive Teilnahme stockt. Ein ganz wichtiger Faktor kommt mir in Ihren Post aber zu kurz: der persönliche Vorteil. Sie haben den Punkt in Ihrer Liste aufgeführt, er geht dort aber m.E. unter.
    Wer sagt, er/sie hätte keine Zeit für soziale Netze, hat auch keine Zeit, einen Plan auszuarbeiten und Termine zu blocken. Er will es nicht, weil er keinen Vorteil gegenüber der Zeitinvestition für sich sieht. Ich gehe das Thema daher etwas anders an. Gemeinsam mit dem Kunden erarbeite ich Wege, seine wichtigste Aufgabe mit sozialen Netzen effektiver zu gestalten. Damit er von Anfang an einen persönlichen Vorteil sehen und darstellen kann. Und um von Beginn an Zeit zu sparen.
    Meiner detaillierte Antwort auf den Satz „Für Social Media habe ich keine Zeit“ habe ich in meinem Blog beschrieben.

  11. 22. Mai 2013 at 13:31

    Der Schlüsselsatz für mich aus dem Beitrag ist dieser: „Finden Sie heraus, welche Art des Netzwerkens Ihnen persönlich besonders entspricht.“ Das gilt gerade für kleine Unternehmen und Einzelunternehmer. Ich merke es an mir selbst: Ich kann nicht woanders so viel Zeit einsparen, um auf allen Kanälen aktiv zu sein. Also muss ich überlegen, wo ich Mut zur „gut durchdachten“ Lücke habe. Ich glaube, es ist besser, nicht überall halb präsent zu sein, sondern eher auf Qualität statt Quantität zu setzen.

  12. 22. Mai 2013 at 17:21

    Hallo zusammen,
    ich möchte die Diskussion um eine Sicht ergänzen,die mir hier ein bisschen zu kurz kommt, eine Sicht nach Unternehmens-Innen: zum Social Media Learning.
    Nein: Nicht E-Learning. Social Media Learning. Andere, wie C4LPT, zeigen seit ca. 3 Jahren, welches Einsparungspotenzial einerseits und Professiona-lisierungspotenzial andereseits hierin stecken. Hier sind die PE-Gruppen oder „Learning & Development“ – Abteilungen gefordert, sich neu zu definieren und als Lernberater am Arbeitsplatz zu fungieren. Aber dies setzt natürlich genauso einen Kulturwandel in den meisten Unternehmen voraus, aber: es führt kein Weg dran vorbei: Teure Präsenztrainings werden schon eh kaum noch bezahlt……

  13. 23. Mai 2013 at 17:57

    .
    „Was machen Sie da?“
    „Das sehen Sie doch. Ich säge diesen Baum in Stücke.“
    „Wie lang sägen Sie denn schon?“
    „Seit drei Stunden.“
    „Sie sind bestimmt kaputt.“
    „Ich bin wirklich kaputt, ja.“
    „Warum schärfen Sie nicht ihre Säge?“
    „Ich habe KEINE ZEIT, die Säge zu schärfen. Sehen Sie denn nicht, wie viel ich zu tun habe?“

    Mehr dazu: http://www.amazon.de/Die-Wege-zur-Effektivit%C3%A4t-pers%C3%B6nlichen/dp/3897495732

  14. 25. Mai 2013 at 11:40

    Nach meiner Erfahrung sind es vor allem diese drei falschen Annahmen, die noch immer in den Köpfen herumgeistern:

    1. Social Media sind ein Abverkaufskanal
    Nein, sind sie nicht. Social Media sind ein PR-Kanal. Leider glauben manche immer noch, über Social Media Verkäufe generieren zu können – und wundern sich dann, wenn es nicht funktioniert.

    2. Man muss jeden Hype mitmachen
    Nicht jedes Netzwerk taugt für jedes Unternehmen und jede Zielgruppe. Wer überall dabei sein will, verschleudert Ressourcen und hat dann auf jeden Fall ein Zeitproblem. Lieber genau auslosten, was für die eigene Firma Sinn macht und das dann konzentriert und zielgerichtet im Rahmen einer PR- und Marketing-Strategie angehen.

    3. Social Media geht nebenbei
    Wer glaubt, Social Media so nebenbei aus dem Ärmel schütteln zu können, irrt sich. Man muss sich entscheiden: Gescheit oder gar nicht. Wenn gescheit, dann kostet das natürlich Zeit. Diese ist dann aber sinnvoll investiert und m. E. ist jeder gut beraten, der sich Frau Dr. Hoffmanns Empfehlungen zu Herzen nimmt.

  15. 25. Mai 2013 at 13:01

    Dem kann man nur zustimmen, Frau Edel. Mein Reden seit langem…

  16. Reiner Knudsen
    26. Mai 2013 at 08:47

    Das Problem ist, dass viele „Social Business“ nur als aktive Beteiligung via Social Medien verstehen. „Ich bediene keine Social Media, also brauche ich auch kein Social Business“. Es muss jedem Unternehmen klar sein, dass es auf jeden Fall „im Social Business ist“, wenn in den entsprechenden Medien über das Unternehmen gesprochen, geschimpft oder sonst etwas wird.
    Und hier kommt die „Reichweite“ ins Spiel – es geht nicht nur darum, dass man selber eine größere Reichweite aktiv entwickelt, sondern dass Social Media ihren KUNDEN eine Reichweite eröffnet, die rasant wachsen und jedem Unternehmen entgleiten kann, das diese Reichweite nicht im Blick hat und bedient.
    Zum Kommentar von Herrn Lange oben: Ja, es gibt andere Dinge, um die man sich kümmern muss – die Kunst ist es, Prioritäten zu setzen. Wer sich jetzt um die (Aus)Wirkungen der Sozialen Netzwerke nicht kümmert, wird sehr schnell den Anschluss an zukünftige Entwicklungen verpassen,

  17. 26. Mai 2013 at 10:38

    An Reiner Knudsen:

    Sie haben 100% Recht: „Wer sich jetzt um die (Aus)Wirkungen der Sozialen Netzwerke nicht kümmert, wird sehr schnell den Anschluss an zukünftige Entwicklungen verpassen.“

    Was nur alle vergessen: Man muss ich um die (Aus)Wirkungen der Sozialen Netzwerke nicht zuvorderst in den Sozialen Netzwerken kümmern! Sondern vor allem *im Kontakt* zu seinen Stakeholdern – also Kunden, Mitarbeitern, Journalisten, Bloggern usw.

    Wir Socialmedianer vergessen aber, dass es eben vielfältige Möglichkeiten des Kontaktes gibt, und eben nicht nur Social Media. Es gibt Unternehmen, die haben kaum bis keinen Kontakt zu ihren Stakeholdern im Social Web (oder überhaupt im Internet) – und die müssen dann auch nicht „Social Media machen“.

    Social Media findet statt, egal, ob die Unternehmen mitmachen. Und wer sich über alle anderen Kontaktkanäle gut um seine Stakeholder kümmert, wird auch im Social Web sehr gut dastehen.

  18. 26. Mai 2013 at 10:50

    Mirko, wer ist „wir Socialmedianer“? Ich glaube nicht, dass zum Beispiel du das vergisst, real zu netzwerken. Oder irgendjemand anders von „uns“. Und ich sage auch immer wieder, dass Social-Media-Kommunikation nur funktioniert, wenn man weiß, wie reales Netzwerken funktioniert – und es auch aktiv betreibt!

    Ich glaube, es sind nur diejenigen, die das Medium mit den Inhalten verwechseln, die so etwas tun. Also nicht „wir“, die es uns eben auch als Aufgabe gesetzt haben zu zeigen, wie Social Media in der professionellen und persönlichen Kommunikation ihre Wirkung entfalten.

    Sondern diejenigen, die als sogenannte reine „Social Media Berater“ herumgehen und Tool-Wissen statt funktionierender Kommunikation verkaufen. Oder diejenigen in Unternehmen, die genau das tun: Tools mit Inhalten und Skills verwechseln. Das kann natürlich nur schiefgehen.

    Ansonsten stimme ich daher deinen Aussagen vollinhaltlich zu. 😉

  19. 26. Mai 2013 at 11:13

    Hallo Kerstin,

    Ich habe jetzt deinen Artikel noch einmal gelesen, und ich frage mich, ob ich nicht einem Missverständnis aufgesessen bin.

    Was meinst Du denn? „Keine Zeit für’s NETZWERKEN in Social Media!“ oder „Keine Zeit für’s Netzwerken IN SOCIAL MEDIA!“?

    Es kommt hier wohl auf deine Betonung an. Wenn das Ziel wirklich „Netzwerken“ ist, und wenn Du mit (professionellen) „Netzwerkern“ gesprochen hast und wenn der Zwischenruf “Für sowas habe ich nun wirklich keine Zeit!” so gemeint war, dass derjenige zwar Zeit hat, um „im echten Leben“ zu netzwerken, aber nicht im Social Web…

    Dann unterschrieben ich alles hier zu 100% (okay, es gibt auch Netzwerke, die komplett ohne Social Media funktionieren, z.B. der Rotary Club).

    Aber wenn jemand mit „Netzwerken“ (als Tätigkeit) nichts am Hut hat, dann haben für ihn „Netzwerke“ (als Substantiv) auch keine Bedeutung, oder? Und darauf wollte ich eigentlich hinaus. „Social Media“ ist selbst keine Strategie. „Social Media“ ist auch keine Selbstzweck. Wenn wir Social Media hilft, meine Strategie besser umzusetzen (z.B.: „Netzwerken“) dann ist gut. Aber ich muss auch nicht anfangen, zu „Netzwerken“, nur weil es jetzt „Netzwerke“ gibt.

  20. 26. Mai 2013 at 11:21

    Hallo Mirko, genau, letzteres. Dann sind wir uns ja in allem einig. 😉

  21. 30. Mai 2013 at 17:29

    Paradigmenwechsel ist sehr passend.

    Dass manche Menschen immer noch nicht verstanden haben, dass das Internet, vor allem auch, die Businesswelt komplett auf den Kopf gestellt hat.

    Genau, es ist professionelles Marketing und eben nicht nur ein wenig bunter und na ja, Spielkram oder so.

    Firmen, die das (noch) nicht verstanden haben, sind in meiner Welt auch genau die Firmen, die ihre Kunden oder Mitarbeiter nicht Fragen was deren Bedürfniss ist oder wie Herr Mewes so schön fragt „Wo ist Dein Engpass“?

    Es Bedarf wohl auch einen Paradigmenwechsel in der generalisierten Firmenkultur Deutschlands, um überhaupt den Vorteil von Social Media verstehen zu können.

    Guter Artikel Kerstin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *