Aus dem geheimen PR-Labor: Suchmaschinen-Optimierung

14. Oktober 2009

Im direkten Anschluss an den PR-Zen von vorgestern ein kurzer Erfahrungsbericht aus meinem PR-Labor. Bekanntlich dienen mir meine eigene Marke und meine Websites auch als Versuchslabor und Experimentierfeld für das, was ich meinen  Kunden empfehle. Kürzlich saß ich mit einem Suchmaschinen-Optimierer zusammen, und danach habe ich mal wieder ein paar Begriffe aus meinen Kernthemen gegoogelt.

Geben Sie, nur mal als Beispiel, die beiden Begriffe “workshop” und “pr” – ohne Anführungsstriche, ohne ‘und’, durch ein Leerzeichen getrennt – bei Google ein. Sie sehen: Gleich mehrere Ergebnisse auf der ersten Seite führen mittelbar oder unmittelbar zu mir – und das bei so allgemeinen und häufig gebrauchten Suchwörtern. Man könnte das mit anderen Begriffen fortsetzen.

Dabei arbeite ich gar nicht hauptsächlich für den Google-Rank, wenn ich etwas veröffentliche.  Ich denke bei meinen Blogeinträgen, Kommentaren in anderen Blogs oder Interviews, die ich gebe, immer vor allem über Inhalte und interessante Themen nach. Und das genau  ist vielleicht das eigentliche Erfolgsgeheimnis dahinter: SEO um der reinen SEO willen macht keinen Sinn, weil nicht genug dahinter steht. Viel besser sind ein langfristiger, solider Aufbau und eine hohe Vernetzung, eben durch hochwertigen Content und aktives Netzwerken. Für die Weiterverbreitung sorgen meist andere. Aber natürlich habe ich in allen meinen Profilen im Netz auch dafür gesorgt, dass mein Blog verlinkt ist.

Das heißt einmal mehr, wie überhaupt in der PR: Es gibt keine Abkürzungen auf dem Weg zum Erfolg. Kontinuierlich hochwertige Inhalte zu produzieren und zu publizieren macht viel Arbeit. Es ist kein Geheimrezept, es ist realisierbar und reproduzierbar, aber das macht man nicht allein wegen der Verlinkung.

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4 Antworten auf Aus dem geheimen PR-Labor: Suchmaschinen-Optimierung

  1. Markus Selders on 14. Oktober 2009 at 15:38

    Diese Erfahrung kann ich nur bestätigen. Hochwertiger und relevanter Content ist das A und O. Selbst wenn es mit Abkürzungen möglich wäre, ohne diesen (dauerhaft) erste Plätze bei Google zu erreichen, bliebe die Frage offen, wen man damit überzeugen wollte.
    Jeder Text sollte immer in erster Linie für den Leser geschrieben werden. Natürlich darf und sollte man sich im Vorfeld überlegen, wonach ein potenzieller Besucher suchen könnte und diese Begriffe auch im Text verwenden. Im Idealfall ist das aber keine reine Suchmaschinenoptimierung, sondern es schließt sich der Kreis und die Relevanz für den Besucher erhöht sich.

    Freundliche Grüße

    Markus Selders

  2. Michael van Laar on 14. Oktober 2009 at 15:52

    Stimmt, hochwertige Inhalte erleichtern den natürliche Linkaufbau durch andere Blogger, Redakteure oder Website-Betreiber. Und das ist natürlich angenehmer als den Linkaufbau (mehr oder weniger künstlich) selbst vornehmen zu müssen.

    Allerdings wird das ganze ohne halbwegs fundierte Keywordrecherche trotzdem zum SEO-Blindflug. Denn wer nicht die Sprache seiner Zielgruppe spricht (und schreibt!), vermeidet es, letztendlich bei Google zu Begriffen auf Platz 1 zu stehen, die dummerweise niemand sucht. Sollte ein Bildungsanbieter beispielsweise lieber von einem „Seminar“, einer „Schlung“ oder einem „Workshop“ sprechen? SEO kann hier einen nicht unmerklichen Einfluss sogar auf die Produktbenennung haben.

    Und meiner Erfahrung nach reden viele Unternehmen in solchen Punkten gerne mal meilenweit am Kunden vorbei. Statt gesetzter und gebräuchlicher Begriffe (man kann nur nach Begriffen suchen, die man kennt!) werden dann gerne mal Kunstbezeichnungen in schönstem Werber-Denglisch verwendet – egal ob die Zielgruppe etwas damit anfangen kann oder nicht.

    In deinem Beispiel wird übrigens ein „PR Workshop“ ungefähr dreimal häufiger bei Google gesucht als ein „Workshop PR“ (zumindest gemäß der nur halbwegs vertrauenswürdigen Zahlen, die Google preisgibt). Aber da du für den „PR Workshop“ ebenfalls auf den Plätzen 2 und 3 zu finden bist, muss dich das nicht stören ;-) (Ein vorderer Platz für „PR Seminar“ wäre übrigens noch besser, passt aber hinsichtlich des Titels natürlich nicht so ganz zu einem eBook.)

  3. Kerstin Hoffmann on 14. Oktober 2009 at 15:57

    Ha! Warte auf meine nächsten drei eBooks! ;) ))

  4. Marcel Schreyer on 15. Oktober 2009 at 13:00

    Hallo Kerstin,

    SEO über Inhalte ist das Beste, aber es funktioiniert (allein) nicht immer. Es gibt Bereiche, da kann man nicht viel Sinnvolles schreiben. Es gibt Bereiche, in denen Wettbewerber bereits laufend viel guten Content produzieren. Es gibt Bereiche, die in den Social Media wenig bis keine Beachtung finden weil die Zielgruppe nicht dort ist. Wer in solchen Bereichen mittelfristig nach oben kommen will der kommt um “normales” SEO nicht herum.

    Grüße
    Marcel

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