In dieser Woche lade ich Sie ein, jeden Tag bis zu einer halben Stunde in Ihre Online-Reputation zu investieren:
1. Machen Sie eine Liste aller Ihrer Profile im Netz
XING, Facebook, Flickr, Youtube, LinkedIn, Mr. Wong, Google, Kress Köpfe… Aber auch beispielsweise Foren und Verzeichnisse von Anbietern, die Sie gelistet haben – Seminaranbieter, Branchenverzeichnisse, Zwischenhändler…
2. Rufen Sie die Profile nacheinander auf und prüfen Sie alle Daten
- Ist das Foto aktuell?
- Stimmen die Links?
- Sind alle persönlichen Informationen auf dem neuesten Stand?
- Sind die Kontaktdaten k0rrekt?
- Entspricht das Image, das Sie vermitteln, Ihrem aktuellen?
- Finden Sie Tippfehler?
- Wenn Sie beispielsweise andere Profile verlinkt haben – sind dort alle aufgelistet und aktuell? (Haben Sie in letzter Zeit etwa Ihren Benutzernamen bei Twitter oder Ihre Blog-URL geändert?)
- Funktionieren Einbindung und gegenseitige Verlinkung? (etwa Twitter bei Facebook; Facebook in Friendfeed; Ihre verschiedenen Streams bei MyON-ID)
3. Googlen Sie sich selbst
Sollten Sie gar keine Profile in Social Media oder Foren angelegt haben, so sollten Sie dennoch schauen, wie andere Sie im Web darstellen. Geben Sie Ihren Namen in eine Suchmaschine ein und durchsuchen Sie alle Ergebnisse.
- Sind die Daten, die Sie finden korrekt?
- Hat jemand etwas Irreführendes oder Veraltetes auf seiner Website?
- Gibt es Verzeichnisse oder Websites, auf den Sie gar nicht mehr aufgeführt werden möchten?
Bereinigen Sie das mit kurzen Nachrichten an die Betreiber der Websites – entweder mit Korrekturen oder der Bitte um Löschung. Nicht alles, was gelöscht wird, verschwindet sofort aus den Suchmaschinen. Aber es rückt zumindest in der Bedeutung nach hinten. Korrekturen dagegen sind relativ schnell auch im Netz aktuell zu finden.
4. Genießen Sie das Gefühl, einmal gründlich aufgeräumt und aktualisiert zu haben
- Sie sind leichter findbar.
- Das Bild, das sich jemand von Ihnen macht, ist in sich geschlossen und überzeugend.
- Ihre verschiedenen Angebote und Profile führen auf funktionierende Links.
… bis zum nächsten Mal. Eine solche Aktion empfehle ich mindestens zweimal im Jahr. Je öfter, desto besser – und desto weniger Arbeit werden Sie damit haben. Am besten, Sie etablieren eine Routine und lassen sich von einem Terminplaner regelmäßig daran erinnern.
Eine Woche, eine Aktion, maximal eine halbe Stunde täglich (hier ist die Idee des PR-Zen ausführlich erläutert). Wenn Sie sie fünf Arbeitstage lang konsequent durchziehen, werden Sie bereits deutliche Effekte bemerken. Natürlich muss das nicht die aktuelle Woche sein, wenn es gerade nicht passt. Die Beiträge bleiben ja hier stehen. Wichtig: eine Aktion pro Woche, diese aber voll und ganz!













Zum Thema “sich selbst googlen”:
Dabei kann es auch ganz nützlich sein, einen sogenannten Google Web Alert zu aktivieren und als Suchbegriff den eigenen (Firmen-)Namen einzutragen. So wird man per E-Mail immer informiert, sobald eine neue (bei Google indizierte) Website den eigenen Namen irgendwo erwähnt.
Link zu den Google Alerts: http://www.google.de/alerts
Viele Grüße, David
Guter Punkt,vielen Dank für die Ergänzung. (Das habe ich übrigens auch. Plus einen Google Alert für alle Links auf meine Websites.)
Vielen Dank für diese Erinnerung an einen regelmäßigen “virtuellen Hausputz”.
Ich empfehle ebenfalls, sich ab und an selbst zu googeln. Immer wieder überraschend (oder erschreckend?), welcher Datenmüll sich hier über die Jahre ansammelt …
Liebe Grüße aus Innsbruck
Doris Doppler
[...] PR-Zen #5: Bringen Sie Ihre Reputation in Ordnung | PR-Doktor. Das Kommunikationsblog http://www.kerstin-hoffmann.de/pr-doktor/2009/08/24/pr-zen-5-bringen-sie-ihre-reputation-in-ordnung – view page – cached In dieser Woche lade ich Sie ein, jeden Tag bis zu einer halben Stunde in Ihre Online-Reputation zu investieren: 1. Machen Sie eine Liste aller Ihrer P…, In dieser Woche lade ich Sie ein, jeden Tag bis zu einer halben Stunde in Ihre Online-Reputation zu investieren: 1. Machen Sie eine Liste aller Ihrer — From the page [...]
Danke für den Artikel.
Voyerismus wird ja immer beliebter und die Möglichkeiten dazu immer leichter – vor allem im Netz. Jeder, aber vorallem Jobbewerber, sollten wissen wieviel und was über einen selbst im Internet zu finden ist, denn kein Chef wird es sich heutzutage entgehen lassen, sich über den (zukünftigen) Mitarbeiter näher zu informieren.
Ich bin sogar dafür, dass die Aufklärung über evtl. Folgen schon in der Schule anfangen sollte. Denn nicht selten ist es schon vorgekommen, dass Jugendlichen die (Ausbildungs-) Stelle vorenthalten blieb, da Gruppen bei studiVZ und Co. auf eine unpassende Freizeitgestaltung hindeuteten. Dabei gibt es soviele andere Möglichkeiten im Web (Stichwörter: eigener Blog, myON-ID, Xing, LinkedIN,…), bei richtiger Anwendung, seine Reputation in Ordnung zu bringen.