Hat Sie in letzter Zeit mal wieder die wortgewaltige Selbstdarstellung irgendeines Bekannten, Geschäftspartners oder Kollegen geärgert? Den Elevator Pitch kennen Sie ja – sind Sie auch immer wieder erstaunt, wie schlecht manche Menschen auf solche Situationen vorbereitet sind?
Mein Vorschlag für den PR-Zen dieser Woche: Hören Sie einfach mal anderen zu, wie diese sich darstellen; im Telefonat im persönlichen Gespräch, aber auch in Mails oder Briefen. Machen Sie sich eine Tabelle mit zwei Spalten. In die eine tragen Sie in Stichworten ein, was Ihnen besonders gut gefallen hat. In die andere schreiben Sie, was Sie besonders genervt und geärgert hat oder was Sie für ungeschickt und wenig zielführend für die betreffende Kommunikation hielten.
Dann überprüfen Sie Ihre eigene Selbstdarstellung. Erinnern Sie sich, wie Sie sich selbst vorstellen oder darstellen. Vielleicht haben Sie ja schon einmal bewusst einen Elevator Pitch entworfen.
Nehmen Sie sich zunächst die erste Spalte vor: Was von den positiven Aspekten, die Sie bei anderen sehen, verwirklichen Sie bereits? Welche von diesen Beobachtungen können Sie nutzen, um Ihre Selbstdarstellung zu verbessern? Das bringt schon eine Menge, ist aber nur der erste, der einfachere Teil.
Jetzt zum Teil zwei: Welche von den Fehlern, die Sie bei anderen beobachten, haben Sie auch schon einmal gemacht? Was von den Dingen, die Sie besonders nerven, machen Sie öfter mal selbst? Wenn Sie es genau wissen wollen – und sich trauen – fragen Sie doch mal jemanden, der Sie gut kennt und dem Sie vertrauen. Na?
Mein Tipp: Das, was uns bei anderen aufstößt, machen wir fast immer selbst. (Für mich kann ich das bestätigen.) Nutzen Sie in Zukunft diese Beobachtung. Wenn Sie irgendetwas in der Kommunikation oder Außendarstellung anderer nervt – hören Sie auf, sich zu ärgern. Machen Sie sich eine Notiz. Überlegen Sie in einer stillen Minute, wo und wann Sie selbst so kommunizieren. Ändern Sie es.
Eine Woche, eine Aktion, maximal eine halbe Stunde täglich (hier ist die Idee des PR-Zen ausführlich erläutert). Wenn Sie sie fünf Arbeitstage lang konsequent durchziehen, werden Sie bereits deutliche Effekte bemerken. Natürlich muss das nicht die aktuelle Woche sein, wenn es gerade nicht passt. Die Beiträge bleiben ja hier stehen. Wichtig: eine Aktion pro Woche, diese aber voll und ganz!













Vielen Dank Frau Dr. Hoffmann,
wie heißt es so schön: “Selbsterkenntnis ist der erste Schritt …”.
Man(n) muss nur immer wieder darauf hingewiesen werden
Einen schönen Sonntag noch wünscht
Thomas Schuster