Ohne einen guten Schluss ist alles nichts…

Andreas Kunze hat mich zu einem interessanten Interview mit dem Sprachpapst Wolf Schneider über die Finanzsprache geführt. Wie weit man im Detail grundsätzlich mit Wolf Schneider (“Deutsch für Kenner”, “Deutsch für Profis”) übereinstimmt, ist eine andere Frage. Aber hier finden sich prägnante, zutreffende Aussagen zum Thema Verständlichkeit.

Der Schlusssatz allerdings… So ein sprachliches Klischee ist meines Erachtens jemandem von Schneiders Format nicht angemessen: “Verständlichkeit ist zwar nicht alles, aber ohne Verständlichkeit ist alles nichts.” Wahrscheinlich war das im realen Gespräch nicht Schneiders letzter Satz. Sondern der Interviewer fand, dass das ein gutes Schlusswort ist. Aber gesagt haben wird er’s. Ein so gutes, pointiertes Stück über Sprache hat so einen platten Schluss wirklich nicht verdient.

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